Plectranthus ist eine mehrjährige Zimmerpflanze und gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie stammt aus den subtropischen Klimazonen Lateinamerikas, Australiens und Afrikas. In Russland ist sie oft unter anderen Namen bekannt, wie zum Beispiel „Hausminze“ oder „Spornblume“.
Die Pflege von Plectranthus zu Hause ist ganz einfach, und die Blüte selbst ist wunderschön – wie Sie auf dem Foto sehen können, ist sie ein echter Hingucker. Gärtner schätzen Minze wegen ihrer hohen dekorativen Qualitäten, ihrer Pflegeleichtigkeit und ihres relativ schnellen Wachstums. Es gibt verschiedene Plectranthus-Sorten, die in Wohnungen und Häusern gut gedeihen, jede mit ihrem eigenen Charme. Die Pflanze lässt sich gut durch Stecklinge vermehren und bildet schnell Laub, sodass Sie in kurzer Zeit ein ganzes Gewächshaus voller Zimmerminze anlegen können.
Merkmale von Plectranthus, Arten und Sorten der Pflanze
Minze ist ein immergrüner Strauch, der etwa 70 cm hoch wird. Seine verzweigten Triebe wachsen je nach Art entweder kriechend am Boden entlang oder senkrecht. Das Wurzelsystem ist faserig und befindet sich nahe der Oberfläche. Die Blütenstängel sind entweder behaart oder kahl und von einer satten grünen oder rötlichen Haut bedeckt.
Die gegenständigen Blätter wachsen an kurzen Blattstielen paarweise. Die eiförmigen oder ovalen Blättchen sind recht fleischig und können kahl oder dicht behaart sein. Die Blattränder sind fein gezähnt, und die Oberfläche ist von Adern durchzogen oder gemustert.
Heute sind verschiedene Sorten und Typen von Plectranthus für den Hausanbau erhältlich, sodass jeder Gärtner im Voraus die am besten geeignete Pflanze auswählen kann.
Plectranthus coleus
Plectranthus coleus ist ein aufrecht wachsender Strauch, der maximal 1 m hoch wird. Sein glänzendes Laub ist eiförmig. Blattstiele und vierkantige Triebe sind behaart. Die grünen Blätter sind am Rand gesägt. Weiße Flecken oder feine Streifen heben sich deutlich von der Oberfläche ab.

Die Stängel der Pflanze sind rötlich-rosa. Diese Sorte wird häufig als Hängepflanze für Loggien, Balkone und Fenster verwendet.
Mona Lavendel
Diese Sorte ist eine Hybride, die von Züchtern Ende der 1990er Jahre entwickelt wurde. Ein besonderes Merkmal der Plectranthus Mona Lavender sind ihre wunderschönen lavendelfarbenen Blüten, die auf dem Foto deutlich zu sehen sind.

Die Pflanze zeichnet sich durch dunkelgrüne Blätter mit violetter Unterseite aus. Die kleinen Blüten weisen feine Punkte auf, die ein filigranes Muster bilden. Die Hybride lässt sich leicht formen und wächst recht schnell.
Ertendal
Dieser Plectranthus kann sowohl als Strauch als auch als krautige Pflanze wachsen. Seine kriechenden Stängel erreichen eine Höhe von bis zu 40 cm. Die gegenständigen Blätter sind klein und rundlich. Ihre Unterseite ist rötlich und behaart.

Das Laub ist grün mit weißen Adern, die Blattränder sind gesägt. Die kleinen Blüten stehen in lockeren, traubenförmigen Blütenständen. Die weißen Blütenstände erreichen eine Höhe von etwa 30 cm. Eine einzelne, weiße oder hellviolette Blüte kann bis zu 1,5 cm lang werden.
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Diese Sorte verdankt ihren Namen ihrem eichenförmigen Laub. An den aufrechten Trieben wachsen dunkelgrüne, ledrige Blätter. Die Lauboberfläche ist mit feinen, silbrigen Härchen bedeckt.

Das charakteristische Merkmal der Pflanze ist ihr kiefernartiger Duft, der beim Berühren oder Reiben des Laubs freigesetzt wird. Die großen blauen Blüten öffnen sich von unten nach oben. Auf den Blütenblättern ist ein komplexes Muster aus violetten Streifen zu erkennen.
Wirbelförmig
Diese Sorte ist in Skandinavien äußerst beliebt, wo die Pflanze allgemein als „Schwedischer Efeu“ bekannt ist. Die Blüte zeichnet sich durch lange, herabhängende Stängel mit glänzenden, grünen Blättern mit gesägten Rändern aus.

Die Oberfläche ist glatt und unbehaart. Junge Blattstiele sind grün, während Stängel und Blattstiele älterer Blätter violett sind.
Regeln für die Pflege von Plectranthus zu Hause
Obwohl Minze eine tropische Pflanze ist, ist sie relativ pflegeleicht und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit. Vor dem Kauf sollte man sich jedoch mit den grundlegenden Pflegehinweisen vertraut machen, da optimale Wachstumsbedingungen für die volle Entwicklung der Pflanze unerlässlich sind.
Auswahl eines Substrats
Der Boden für Spornkraut sollte locker und durchlässig sein. Er sollte neutral oder leicht sauer sein. Am besten mischt man das Substrat selbst aus folgenden Zutaten:
- zwei Rasenstücke;
- ein Teil Blatthumus;
- ein Teil Lauberde;
- 0,5 Teile grober Sand;
- 0,5 Teile Torf.
Sie können fertige Erde mit den gleichen Bestandteilen kaufen, aber es ist wichtig, dass das Substrat einen pH-Wert von 6 aufweist. Vergessen Sie nicht, auf eine gute Drainage zu achten, die für die Gesundheit des Wurzelsystems unerlässlich ist.
Bewässerung und Düngung
Zimmerminze ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze, daher sollte die Erde stets leicht feucht gehalten werden. Beim Gießen ist zu beachten, dass die Pflanze kurzfristige Trockenheit besser verträgt als Staunässe. Längerer Wassermangel kann zu Blattfall und Knospenverlust führen, während zu viel Feuchtigkeit häufig Wurzelfäule verursacht.
Gießen Sie erst, wenn die oberste Substratschicht angetrocknet ist. Das Wasser sollte zimmerwarm, weich und gut abgestanden sein. Im Sommer ist es hilfreich, die Luft um den Topf herum regelmäßig zu besprühen. Im Winter sollten Sie weniger gießen.

Düngen ist für diese tropische Pflanze unerlässlich und sollte daher regelmäßig erfolgen. Während der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) sollte Zimmerminze zweimal im Monat gedüngt werden. Sie können einen Volldünger verwenden oder zwischen mineralischen und organischen Düngemitteln abwechseln.
Am besten verwendet man Flüssigdünger, der nur nach dem Wässern auf feuchte Erde ausgebracht wird. Im Winter sollte man maximal einmal im Monat düngen. Es empfiehlt sich, die auf der Packung angegebene Düngermenge zu halbieren.
Beleuchtung und Temperatur
Plectranthus benötigt viel Licht, vermeidet aber direkte, sengende Sonneneinstrahlung auf die Blätter. Am besten steht der Topf in einem hellen Raum mit indirektem Licht, er gedeiht aber auch im Halbschatten. Im Winter sollte die Pflanze an ein Südfenster gestellt werden, da Lichtmangel dem Laub schaden kann.
Während der Wachstumsphase sollte die Raumtemperatur zwischen 18 und 25 °C liegen. Mit Beginn des Winters empfiehlt es sich, die Temperatur auf 12 bis 16 °C zu senken (sofern keine zusätzliche Lichtquelle vorhanden ist). Erhält die Pflanze ausreichend Licht, kann sie bei normaler Zimmertemperatur gehalten werden.
Trimmen
Mit dem Frühlingsbeginn sollten sich Minzbesitzer mit den Schnittregeln vertraut machen. Dieser Schnitt ist unerlässlich für die Verjüngung und die Entwicklung eines schönen Strauchs. Minze wächst recht schnell, daher sollte sie regelmäßig geschnitten werden.

Die Stängel werden um fast die Hälfte gekürzt, anschließend werden die Schnittstellen mit Holzkohle oder Aktivkohle behandelt. Verwenden Sie unbedingt nur sauberes Werkzeug (Gartenschere oder Messer). Während des Wachstums empfiehlt es sich, die Triebspitzen zu stutzen, um eine gute Verzweigung zu fördern.
Wie man Plectranthus zu Hause vermehrt und umpflanzt
Gartenneulinge sollten sich sorgfältig mit den Regeln für das Umtopfen und Vermehren von Plectranthus vertraut machen, da die volle Entwicklung ihrer Pflanze davon abhängt. Es ist wichtig, die richtige Erdmischung und den richtigen Zeitpunkt zum Umtopfen und Vermehren zu wählen.
Vermehrung durch Stecklinge
Minze lässt sich auf diese Weise zu jeder Jahreszeit vermehren, erfahrene Gärtner empfehlen jedoch die Vermehrung im Frühjahr beim Rückschnitt. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
- Schneiden Sie gesunde Stecklinge, die mindestens 7 cm lang sein sollten, und entfernen Sie einige der unteren Blätter.
- Die Stecklinge werden in einen speziellen Wachstumsstimulator, zum Beispiel Kornevin, getaucht und in ein angefeuchtetes Gemisch aus Sand und Torf gesteckt.
- Die mit Pflanzen gefüllten Behälter werden an einen warmen Ort mit diffusem Licht gestellt.
- Die Bewurzelung erfolgt innerhalb von 2-3 Wochen. Während dieser Zeit ist es wichtig, für optimale Luftfeuchtigkeit zu sorgen und die Stecklinge regelmäßig mit einer Sprühflasche zu bewässern.
Stecklinge können auch in Wasser bewurzelt werden, aber denken Sie daran, das Wasser alle drei Tage zu wechseln. Bewurzelte Pflanzen werden dann paarweise in kleine Töpfe mit Blähtonboden gepflanzt. Die erste Düngung kann erst nach 1,5 Monaten erfolgen.
Indem man den Busch teilt
Diese Methode dient der Vermehrung der Blume beim Umtopfen. Die Pflanze sollte gesund, ausgewachsen und buschig sein. Das Wurzelsystem wird geteilt, sodass jedes Teilstück gut entwickelte Wurzeln und Stängel besitzt. Die Teilstücke werden in separate Töpfe gepflanzt und zunächst an einen halbschattigen Standort gestellt. Nach dem Einpflanzen mäßig gießen und in den ersten Tagen gar nicht gießen. Die weitere Pflege entspricht der von ausgewachsenen Pflanzen.
Transferregeln
Bis zum Alter von 3–4 Jahren wird Zimmerminze jährlich umgetopft, ausgewachsene Pflanzen alle 3 Jahre (vorausgesetzt, sie werden ausreichend gedüngt). Dies geschieht im zeitigen Frühjahr, sobald die Wachstumsperiode beginnt.

Wählen Sie zunächst die optimale Bodenzusammensetzung, deren pH-Wert innerhalb eines Bereichs von 6 liegen sollte. Die Bodenmischung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Rasenboden;
- Humusboden;
- Laubboden;
- Sand.
Der Pflanztopf sollte tief genug sein, um den kräftigen Wurzeln der Pflanze ausreichend Platz zu bieten. Blähton dient meist als Drainagematerial und füllt den Topf etwa zu einem Drittel.
Mögliche Probleme und Krankheiten von Zimmerpflanzen
Bei richtiger Pflege wird die Pflanze selten krank. Die häufigste Ursache ist falsches Gießen, insbesondere Überwässerung. Dies begünstigt Wurzelfäule, die schwer zu behandeln ist, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Eine kranke Pflanze sollte in frische Erde umgetopft werden, und die Häufigkeit und Menge des Gießens sollten genau kontrolliert werden. Bei starkem Befall sollten die betroffenen Pflanzenteile abgeschnitten und das Wurzelsystem mit einem Fungizid behandelt werden.
Manchmal können Insekten wie Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben die Pflanze befallen. Sie nisten sich meist auf der Blattunterseite ein und führen dazu, dass die Blätter an Attraktivität verlieren, welken, gelb werden oder sich einrollen. Diese Schädlinge lassen sich mit einer Seifenlösung oder einem speziellen Insektizid bekämpfen. Behandeln Sie die oberirdischen Pflanzenteile mehrmals im Abstand von 4–6 Tagen.
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Plectranthus ist nicht nur eine Zierpflanze, sondern auch eine Heilpflanze. Sie ist recht pflegeleicht, sodass sie selbst von Anfängern problemlos angebaut werden kann.






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