Rhipsalis ist eine eher ungewöhnliche Pflanze aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Derzeit gibt es über 50 Arten in der Gattung Rhipsalis. In freier Natur wächst die Blume in den feuchten Tropengebieten Afrikas, Südasiens, Indiens und Südamerikas. Man findet sie in Wäldern, wo sie auf Bäumen und feuchten Felsen wächst; einige Arten gedeihen auch am Boden.
Die Pflanze wird aufgrund ihrer zahlreichen zweigartigen Triebe auch „Zweigpflanze“ genannt. Sie wird oft als Hängepflanze kultiviert, da ihre Stängel anmutig herabhängen. Es gibt auch Sorten, die zu einer runden Kappe geformt werden können.
Rhipsalis gedeiht gut in Innenräumen, und bei richtiger Pflege kann man innerhalb weniger Jahre eine große, prächtige Staude heranziehen, deren dekorative Qualitäten auf dem Foto zu erkennen sind.
Merkmale von Rhipsalis und Artenvielfalt
Diese epiphytische Staude besitzt stark verzweigte Stängel von 70 bis 100 cm Länge. Der Durchmesser eines einzelnen Triebs variiert zwischen 3 und 4 mm. Da ihr Wurzelsystem flach ist, siedelt sich die Pflanze zum Schutz vor starken tropischen Regenfällen auf Baumstämmen an. Die Stängel bestehen aus länglichen Lappen, die gerippt, abgeflacht oder zylindrisch sein können. Die Oberfläche der Lappen ist mit einer glatten, grünen Haut bedeckt.

Einige Rhipsalis-Arten besitzen auffällige, mit weichen Haaren bedeckte Areolen. Jeder Stängel bildet einen recht großen und dichten Zweig. Junge Pflanzen ähneln kompakten Büschen, und mit zunehmendem Wachstum hängen die Stängel kaskadenartig aus dem Topf herab. Ein charakteristisches Merkmal dieser Gattung sind die Luftwurzeln. Während der Blütezeit bilden sich an den Stängeln kleine Blüten mit gelben, weißen, orangen oder hellrosa Blütenkronen. Nach der Blütezeit bildet die Pflanze Früchte, die rosa, schwarz oder weiß sein können.
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Die meisten Rhipsalis-Arten sind wildwachsend, nur wenige eignen sich für die Zimmerkultur. Die folgenden Arten (mit Fotos und Beschreibungen) können als Zimmerpflanzen gehalten werden:
- Rhipsalis barchelii bildet schmale, zylindrische Triebe von bis zu 6 cm Länge. Die Haupttriebe können bis zu 60 cm lang werden. Der oberirdische Teil ist von einer dunkelgrünen, glänzenden Haut bedeckt. Kleine, weißliche Areolen sind an den Trieben deutlich sichtbar.

Rhipsalis Barchela - Rhipsalis capillaris besitzt relativ dünne und lange Blütenblätter. Diese sind gut verzweigt und leicht gedreht. Die Pflanze ähnelt einem hellgrünen Haarbusch. Die biegsamen Stängel hängen anmutig herab. Im Spätherbst blüht sie üppig mit weißen Blüten.

Rhipsalis capillaris - Rhipsalis pilocarpa zeichnet sich durch kräftige, dunkelgrüne Triebe aus. Die Stängel sind mit hellgelblichen Haaren bedeckt. Diese Pflanze blüht mehrmals im Jahr. Ihre Blüten bestehen aus weißen Blütenblättern und relativ langen Staubblättern, wodurch sie ein behaartes Aussehen erhalten.

Rhipsalis pilocarpa - Die elliptische Rhipsalis unterscheidet sich von ihren Verwandten durch ihre flachen, breiten Segmente, die mit leicht behaarten Areolen bedeckt sind. Der Stamm kann bis zu 2 m lang werden. An den Seiten jedes Segments bilden sich Blüten. Die kleinen Blüten sind hellgelb.

Elliptische Rhipsalis - Die Mesembryanthemum-ähnliche Rhipsalis ähnelt einem kompakten Fichtenstrauch, da ihre Stängel kahlen Fichtenzweigen gleichen. Die Triebe sind im Querschnitt rund. Die primären Segmente können bis zu 20 cm lang werden, während die sekundären Segmente nicht länger als 1,5 cm sind. Die üppigen, kleinen Blüten sind weiß.

Mesembryanthemum rhipsalis
Unterschiede zwischen Rhipsalis und Hatiora
Rhipsalis und Hatiora gehören zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Diese verwandten Pflanzen ähneln sich stark und werden daher oft verwechselt, besonders im jungen Stadium. Rhipsalis ist bekannt dafür, als Hängepflanze in Innenräumen kultiviert zu werden; ihre langen Triebe hängen elegant aus Ampeln herab. Ihre Verwandte, Hatiora, bildet aufrechte Triebe, wodurch Verwechslungen mit ausgewachsenen Pflanzen kaum möglich sind.

Der zweite Unterschied lässt sich nur bei genauer Betrachtung der Pflanzen erkennen: Rhipsalis zeichnet sich durch längliche, verlängerte Segmente aus, während die Segmente von Hatiora viel kürzer sind.

Die Pflanze ist während der Blütezeit leicht zu erkennen. Die Knospen der Zypresse können sich über die gesamte Länge des Segments erstrecken, während die Hatiora nur an den Segmentenden blüht. Zudem bildet die Hatiora größere Blüten aus, die gelb, rosa oder rot gefärbt sind. Die Blüten der Rhipsalis sind deutlich kleiner und erreichen einen Durchmesser von maximal 2 cm. Ihre kleinen Blüten können weiß oder gelblich sein.
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Die Pflanze ist leicht anzubauen, sodass sie auch für Anfänger geeignet ist. Sie wächst recht schnell, und manche Arten erfreuen mehrmals im Jahr mit Blüten.
Beleuchtung
Der natürliche Lebensraum der Rhipsalis ist ein schattiger Tropenwald, daher sollten die Bedingungen in Innenräumen möglichst ähnlich sein. Vermeiden Sie es, den Topf auf eine nach Süden ausgerichtete Fensterbank zu stellen, da die intensive Sonneneinstrahlung die Pflanze schädigen kann. Optimale Lichtverhältnisse herrschen auf nach Westen oder Osten ausgerichteten Fensterbänken, allerdings sollte die Pflanze vor der heißen Mittagssonne geschützt werden. Sie können den Topf auch auf die Nordseite oder die Rückseite des Hauses stellen, aber unter diesen Bedingungen ist eine Blüte unwahrscheinlich. Der ideale Standort für den Kaktus ist Halbschatten.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Während der Wachstumsphase (Frühling bis Frühherbst) ist eine Raumtemperatur von etwa 20 °C ideal. Dieser schattenliebende Waldbewohner verträgt weder Hitze noch Kälte. Im Winter sollte die Raumtemperatur nicht unter 12 °C fallen, sondern idealerweise um die 15 °C liegen. An heißen Tagen sollte der Raum häufig gelüftet oder der Topf an einen schattigen Platz im Freien gestellt werden. Der Kaktus ist zwar zugluftresistent, starker Wind kann jedoch die empfindlichen Stängel beschädigen.
Die Pflanze kommt gut mit der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zurecht, daher ist keine zusätzliche Feuchtigkeitszufuhr nötig. Es empfiehlt sich, sie gelegentlich warm abzuduschen, und im Winter (wenn der Topf in der Nähe einer Wärmequelle steht) sollte man den oberirdischen Teil mit zimmerwarmem Wasser besprühen.
Bewässerung und Düngung
Diese Kaktusart benötigt viel Feuchtigkeit, daher sollte sie reichlich und regelmäßig gegossen werden. Der Wasserbedarf richtet sich nach der obersten Erdschicht, die bis zu einem Drittel des Pflanzgefäßes trocken sein sollte. Verwenden Sie ausschließlich weiches Wasser – Regenwasser, gefiltertes Wasser oder Wasser, das mindestens zwei Tage gestanden hat. Im Winter, wenn die Pflanze an einem kühlen Standort ruht, sollte weniger gegossen werden.
Gedüngt wird nur von März bis Oktober, wenn die Pflanze aktiv wächst. Verwendet werden flüssige Mineraldünger für Kakteen oder Sukkulenten. Die Düngung sollte nicht häufiger als alle zwei Wochen erfolgen. Steht kein Spezialdünger zur Verfügung, können auch andere Zimmerpflanzendünger verwendet werden, die Dosierung sollte jedoch halbiert werden.

Krankheiten und Schädlinge
Die Pflanze leidet am häufigsten unter Chlorose, verursacht durch unzureichendes Licht oder ungeeigneten Boden. Betroffene Blüten verfärben sich gelblich, die oberirdischen Pflanzenteile schrumpfen, und deformierte Blätter können abfallen. Chlorose lässt sich vorbeugen, indem man der Pflanze ausreichend Licht bietet und einen Boden mit einem pH-Wert von 5–5,5 verwendet. Auch minderwertiges Leitungswasser kann die Krankheit auslösen.
Die Pflanze kann auch von Insekten wie Schildläusen und Spinnmilben befallen werden. Die Bekämpfung von Schildläusen erfordert ein sorgfältiges Vorgehen, da die alleinige Behandlung der Pflanze mit einem Insektizid nicht ausreicht. Zuerst werden die ausgewachsenen Insekten von Hand entfernt. Nach der Schädlingsbekämpfung werden die oberirdischen Pflanzenteile unter warmem Wasser abgespült und zum Trocknen aufgehängt. Anschließend werden die Insektizide aufgetragen.
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Wie man Blumen zu Hause vermehrt und umpflanzt
Wie alle mehrjährigen Zimmerpflanzen muss auch der Zimmerkaktus regelmäßig umgetopft werden. Die Häufigkeit dieses Vorgangs hängt vom Alter der Pflanze ab:
- Junge Kakteen müssen jährlich umgetopft werden;
- Mittelgroße Exemplare werden alle 2-3 Jahre neu gepflanzt;
- Große Blumen sollten höchstens einmal alle fünf Jahre neu gepflanzt werden.
Vermeiden Sie häufiges Umtopfen, da die empfindlichen Wurzeln leicht beschädigt werden. Wählen Sie ein flaches, aber breites Pflanzgefäß. Dies können Standtöpfe oder Hängeampeln sein. Die Erde sollte neutral oder leicht sauer sein. Das Substrat sollte folgende Bestandteile enthalten:
- Torf;
- Blatthumus;
- Rasenboden;
- Sand.

Nach dem Eingriff muss die Bewässerung für eine Woche reduziert werden.
Das Rhizom lässt sich auf zwei Arten vermehren: durch Stecklinge und durch Samen. Bei der Vermehrung durch Samen ist es wichtig, die Sämlinge sofort nach der Ernte auszusäen, da sie während der Lagerung schnell ihre Keimfähigkeit verlieren. Die Samen werden zur Desinfektion in eine schwache Kaliumpermanganatlösung getaucht und anschließend in ein kleines Gefäß mit Vermiculit und Torf ausgesät. Die Samen müssen nicht mit Erde bedeckt werden.

Die Erde wird angefeuchtet und mit Glas oder Folie abgedeckt. Der Behälter wird in einen hellen Raum mit einer Temperatur von etwa 24 °C gestellt und das Mini-Gewächshaus täglich gelüftet.
Zur Vermehrung durch Stecklinge wird ein Steckling mit mehreren Lappen von einer ausgewachsenen Blüte abgeschraubt (nicht abgeschnitten), getrocknet und anschließend in ein feuchtes Erdgemisch aus Sand und Torf gepflanzt.

Der Steckling wird nach 7 bis 14 Tagen Wurzeln schlagen, woraufhin sich junge Segmente bilden.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Dieser pflegeleichte Zimmerkaktus ist bei Blumenliebhabern sehr beliebt. Hängende Sorten sind eine wunderbare Bereicherung für jedes Zuhause, und ihre üppigen Blüten verleihen den grünen Trieben zusätzlichen dekorativen Reiz.









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