Wie man Thuja im Garten pflegt

Blumen

Die Thuja ist eine langlebige Pflanze, die vorwiegend in südlichen Ländern – Amerika und Asien – beheimatet ist. Trotz ihrer wärmeliebenden Wurzeln gedeiht dieser Nadelbaum auch in Russland. Sie ist pflegeleicht und daher einfach im Garten zu halten.

Sie kann direkt im Freiland angebaut oder in einem Topf gehalten werden – in jedem Fall wird diese schöne, immergrüne Pflanze zu einer wahren Zierde des Gartens.

Pflanzenarten

Die Thuja zählt heute zu den beliebtesten Nadelgehölzen und ist in über 120 verschiedenen Sorten erhältlich, die sich in Größe, Form und Nadelfarbe unterscheiden. Die meisten davon entstehen durch die Kreuzung verschiedener Thuja-Arten. Das Interesse der Züchter an dieser Pflanze ist verständlich – die Nachfrage nach dieser schlichten Schönheit ist enorm. Aufgrund ihrer rein dekorativen Eigenschaften wird die Thuja häufig in der Landschaftsgestaltung eingesetzt. Und das aus gutem Grund, denn sie bietet zahlreiche Vorteile:

  • Der Baum behält seine saftig grüne Farbe weder im Winter noch im Sommer;
  • Weiche Zweige mit zahlreichen Blättern verströmen einen berauschenden Duft ätherischer Öle;
  • Die Pflanze benötigt nur minimalen Pflegeaufwand und Kosten, da sie sehr anspruchslos ist;
  • Die Thuja erfreut das Auge über Jahrzehnte.
Bitte beachten Sie: Thuja wächst nicht in russischen Wäldern.

Bei Hobbygärtnern erfreuen sich die Thuja-Arten „Oriental“ und „Folded“ größter Beliebtheit.

Thuja orientalis

Die Orientalische Lebensbaum (Thuja orientalis) ist ein Nadelbaum, botanisch Platycladus orientalis oder Biota orientalis genannt. Sie ist in Korea und China weit verbreitet und wächst wild in den Steppen auf kargen Böden. Diese Lebensbäume können mehrere hundert Jahre alt werden und behalten dabei ihr Aussehen nahezu unverändert. Sie wachsen sehr langsam, haben die Form eines Baumes und erreichen eine Höhe von 5–10 Metern. In kälteren Klimazonen wachsen sie strauchartig. Die Krone ist an der Basis breit und zur Spitze hin sehr schmal. Die Nadeln sind schuppig und hellgrün. Junge Pflanzen sind stachelig und ähneln einer Tanne. Im Winter verfärben sich die Orientalischen Lebensbäume (Thuja orientalis) goldgelb oder braun.

Beliebte Sorten

Name Merkmal

Aurea Nana

 

Eine Zwergsorte, die vorwiegend in warmen Klimazonen gedeiht. Landschaftsarchitekten schätzen diese Sorte wegen ihrer leuchtend grünen Blätter, der kegelförmigen Krone, die sich mit zunehmendem Alter eiförmig verändert, und ihres langsamen Wachstums. Ausgewachsene Pflanzen erreichen eine Höhe von bis zu 1,5 Metern. Im Winter färben sich die Nadeln gelb und schimmern in einem verspielten Farbton. Kälte schadet dieser Lebensbaumart, daher sollte sie im Winter sorgfältig abgedeckt und der Boden gemulcht werden. Aurea Nana entfaltet ihre volle Schönheit nur in fruchtbaren, leichten und feuchten Böden an sonnigen Standorten.

Thuja

 

Justinka

 

Eine niedrig wachsende Säulenthuja. Ausgewachsene Pflanzen erreichen eine Höhe von maximal 120 Zentimetern. Die Krone ist dicht und kompakt und benötigt kaum Schnitt. Justinka überwintert in mittleren Breiten gut, verträgt Trockenperioden problemlos und ist unempfindlich gegen Krankheiten. Sie eignet sich für jede Art der Gartengestaltung.

 

Morgan

Diese pyramidenförmige, stattliche Pflanze ist eine Züchtung australischer Wissenschaftler. Ihre Zweige sind goldgelb und nehmen im Winter eine rötlich-bronze Farbe an. Sie ist eine niedrig wachsende Sorte und erreicht eine Höhe von weniger als einem Meter. Ihr Wuchs ist mit nur 5 Zentimetern sehr gering. Sie eignet sich ideal zur Gestaltung von Beeten und Vorgärten.

 

Westliche Thuja (Thuja occidentalis)

Diese Thuja-Sorte zeichnet sich durch ihre Wuchshöhe von bis zu 20 Metern aus. Ihr Name „Westliche Thuja“ verweist auf ihre Herkunft und ihren natürlichen Lebensraum: Nordamerika. Ihre streng pyramidenförmige Krone wird mit zunehmendem Alter weicher. Die rötliche Rinde ist zäh, oft rissig und hängt am Stamm herab. Das Laub ist dunkelgrün und weich. Die bis zu 1,5 Zentimeter langen Zapfen reifen im Herbst.

Beliebte Sorte

Name Merkmal
Smaragd

Dieser robuste, kräftige, 5 Meter hohe Baum ähnelt einer Zypresse (einem Mitglied der Zypressenfamilie). Sein smaragdgrünes Laub behält das ganze Jahr über seine Farbe. Diese Sorte ist sehr pflegeleicht, frostbeständig und robust. Sie gedeiht in jedem Bodentyp. Einziges Pflegebedürfnis ist der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Im Schatten wächst sie jedoch nicht. Diese Sorte wächst sehr langsam, die Triebe legen nur 10 Zentimeter pro Jahr zu. Sie eignet sich ideal für die Gestaltung von Hecken.

 

Goldene Smaragd

Eine Variante der Smaragd-Sorte. Der Baum zeichnet sich durch seine goldgelben Zweige aus und erreicht eine maximale Höhe von etwa zwei Metern. Die Krone ist überwiegend kegelförmig, dicht und buschig. Die Pflanze gedeiht am besten in fruchtbarem, gut durchlässigem und feuchtem Boden. Ungünstige Umweltbedingungen beeinträchtigen ihr Wachstum – die Entwicklung verlangsamt sich, und sie wirkt ungesund. Diese Sorte eignet sich hervorragend zur Gartengestaltung und ist sehr winterhart. Sie ist sehr robust und gedeiht in jedem Klima.

 

Danica

 

Diese dänische Sorte wurde 1948 entwickelt. Es handelt sich um einen kugelförmigen, niedrig wachsenden Strauch mit üppigem, grünem, gewelltem Laub und weichen, fächerförmigen Zweigen, die einen zarten Kiefernduft verströmen. Im Winter verfärbt sich das Laub braun. Die Pflanze erreicht eine Höhe von unter einem Meter und wächst jährlich nicht mehr als fünf Zentimeter. Ideal für Steingärten und Beeteinfassungen.

 

Aurea Danica

Das Unterholz der Gold-Danica (Danica aurea) zeichnet sich durch einen gelblicheren Farbton der Zweige und Blätter aus. Die Gold-Danica ist pflegeleicht, bevorzugt aber wie alle Pflanzen einen nährstoffreichen Boden und regelmäßiges Beregnen. Aufgrund ihres langsamen Wachstums ist ein Rückschnitt nicht notwendig. Die Krone ist flexibel und lässt sich in jede beliebige Form bringen. Da die Wurzeln flach sind, sollte der Bereich um den Stamm zum Schutz gemulcht und leicht aufgelockert werden. Im Winter benötigt die Pflanze Schutz.

 

 

Brabant

Diese hochwachsende, schnellwüchsige Sorte kann bis zu 15 Meter hoch werden. Der jährliche Zuwachs beträgt 30–40 Zentimeter. Die Pflanze wächst nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Die Krone nimmt pro Saison um 15 Zentimeter an Breite zu. Das leuchtend grüne Laub der Brabant-Sorte mit goldenen Spitzen bleibt das ganze Jahr über gleichbleibend. Sie ist pflegeleicht, trockenheitsresistent und robust.

Eine neue Sorte dieser Kultivar, Brabant Golden, wurde kürzlich entwickelt. Diese Unterart hat helleres Laub.

 

Fastigiata

 

Eine deutsche Sorte. Diese wüchsige Pflanze (bis zu 15 Meter hoch) wächst schnell und bildet zahlreiche Triebe. Ihre säulenförmige Krone verjüngt sich nach oben hin stark, die aufrechten Äste scheinen gen Himmel zu streben.

Eine anspruchslose Pflanze mit minimalen Bedürfnissen und maximalem Zierwert. Sie verträgt Rückschnitt gut. Die Vermehrung erfolgt durch Samen, die Nachkommen können sich jedoch genetisch unterscheiden.

Thuja plicata

In freier Natur erreichen diese Lebensbäume beeindruckende Höhen von über 50 Metern. In unserer Region bleiben die Exemplare der Art *Plicata* deutlich kleiner und erreichen meist nur 12 bis 15 Meter. Pflanzen dieser Gruppe sind nicht für ihre Frosthärte bekannt; häufig muss ein Teil der Krone aufgrund von Frostschäden zurückgeschnitten werden. Die Krone des Baumes ist niedrig, dicht und ausladend. Die Nadeln sind smaragdgrün mit irisierenden Farben.

Diese Thuja-Art umfasst etwa 50 verschiedene Sorten. Aufgrund ihrer Wuchskraft und ihres schnellen Wachstums werden sie alle in Parks verwendet.

Beliebte Sorten

Name Merkmal

Peitschenkordel

 

Diese Sorte besticht durch ihr unverwechselbares Aussehen: Die Zwergpflanze hat eine kugelförmige Gestalt mit langen, grünen, herabhängenden Zweigen. Es wirkt, als würde smaragdgrüner Regen herabrieseln. Der Stamm erreicht eine Höhe von maximal 1,5 Metern. Im Winter färben sich die Nadeln bronzefarben. Der jährliche Zuwachs ist mit 7–10 Zentimetern gering. Sie gedeiht am besten in feuchtem, nährstoffreichem Boden. Der Anbau dieser Sorte erfolgt vorwiegend lokal, da die üppige Kugelform am eindrucksvollsten wirkt, wenn sie einzeln gepflanzt wird.

 

Zebrina

 

Die lichte Krone dieses hohen Baumes ähnelt aus der Ferne einer gewöhnlichen Fichte. Die Pflanze gedeiht in jedem Bodentyp, wächst aber auf nährstoffarmen Böden nur halb so langsam. Die Seitentriebe hängen herab, während die knochigen Äste weit ausladend sind und eine schuppige, hellgrüne Krone bilden. Geeignet für die Einzelpflanzung.

 

Japanische Thuja oder Standishs Arborvita (Thuja standishii)

Die aus Japan stammende Pflanze bevorzugt feuchte Standorte und gedeiht am besten in voller Sonne und auf fruchtbarem Boden. Sie verträgt leichten Frost gut, reagiert aber empfindlich auf Trockenheit. Sie wächst vorwiegend als Solitärpflanze an hellen Standorten.

bitte beachten SieDie Japaner betrachten diese Thuja-Art als heilig. In der Antike war es verboten, den Baum zu fällen.

Der Japanische Lebensbaum ist ein hoher, pyramidenförmiger Baum mit breitem Stammfuß und schmaler Spitze. Seine Rinde ist blutrot, lose und schält sich mit zunehmendem Alter stark ab. Die Nadeln sind mattgrün mit einem weißlichen Schimmer. Wild wachsende Exemplare erreichen Höhen von über 20 Metern. Die kultivierte Variante bleibt mit 6–9 Metern deutlich kleiner.

Koreanischer Lebensbaum (Thuja koraiensis)

Ein 7–8 Meter hoher Baum oder Strauch mit kegelförmiger Krone. Er ist in Korea heimisch und gilt als winterharte Lebensbaumart. Die Nadeln sind hell. Zahlreiche weiche Zweige wachsen schräg vom Stamm ab. Die Rinde ist rötlich und rau. Lange Seitentriebe verleihen dem Baum ein dreidimensionales, leicht chaotisches Aussehen, da sich die dünnen Zweige mitunter überlappen und verflechten. Koreanische Lebensbäume wachsen an Berghängen und in Nadelwäldern.

Pflege der Thuja nach dem Pflanzen

Ein- oder zweijährige Lebensbäume können im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden. Nach dem Pflanzen benötigen sie Zeit, um sich an ihrem neuen Standort zu etablieren und zu wachsen. Alle notwendigen Bedingungen für ein erfolgreiches Wachstum werden geschaffen: regelmäßiges Gießen, Bodenbearbeitung und Düngung.

Zur Düngung: Im ersten Jahr kommt die Thuja ohne zusätzlichen Dünger aus. Sie gedeiht prächtig mit dem, was beim Pflanzen in den Boden eingearbeitet wurde. Nach dem Pflanzen kann man das Wachstum zusätzlich anregen, beispielsweise durch die Zugabe des Wachstumsstimulators „Epin“ oder einer Zircon-Lösung. Diese Produkte schützen die Jungpflanzen vor Schädlingen und Krankheiten und verbessern die Nährstoffaufnahme aus dem Boden.

Es ist wichtig, die Wurzeln des Baumes feucht zu halten. Thujen lieben zwar Wasser, vertragen aber keine Staunässe. Daher werden sie in Gebieten mit niedrigem Grundwasserspiegel gepflanzt und nur selten, dafür aber reichlich gegossen. Wassermangel beeinträchtigt sofort das Aussehen der Pflanze – die Triebspitzen vergilben und welken. Regelmäßiges Gießen beugt diesem Problem vor. Im ersten Monat nach dem Pflanzen benötigen die Pflanzen viel Feuchtigkeit. Gießen Sie Nadelbäume bei mäßigem Wetter alle 6–7 Tage und bei Trockenheit zweimal wöchentlich mit 2–3 Eimern Wasser pro Pflanze. In feuchten Sommern benötigen Thujen kein zusätzliches Wasser – der natürliche Niederschlag reicht aus. Verwenden Sie zum Gießen einen Rasensprenger – dies fördert die Saftigkeit und Frische der Blätter, intensiviert den Kiefernduft und befreit die Zweige von Staub, sodass sie glänzen. Gießen Sie die Pflanze früh morgens oder spät abends.

bitte beachten SieDa sich der Boden nach dem Pflanzen setzt, muss er gegebenenfalls aufgefüllt werden.

Der Wurzelbereich sollte unkrautfrei gehalten werden. Durch Auflockern des Bodens lassen sich diese weit verbreiteten Unkräuter bekämpfen und gleichzeitig die Bodenbelüftung verbessern. Experten empfehlen, die Pflanzen zu mulchen, um die Verdunstung zu reduzieren. Holzspäne oder Kompost eignen sich hierfür. Die Mulchschicht verhindert Unkrautwuchs und versorgt den Boden beim Verrotten mit Nährstoffen. Die Wurzeln sind unter dem Mulch zuverlässig vor der intensiven Sommersonne geschützt. Dadurch gedeiht der Baum prächtig und wird mit jedem Tag grüner.

Aufmerksamkeit: Die Wurzeln der Thuja befinden sich nahe der Bodenoberfläche, daher sollte die Auflockerung nicht tief erfolgen, nicht tiefer als 10 Zentimeter.

Die Thuja verbringt ihre ersten zwei Jahre damit, ihren neuen Standort zu erkunden und sich zu etablieren. Ein Rückschnitt sollte in dieser Zeit verschoben werden, bis der Baum die gewünschte Größe erreicht und eine ausreichend grüne Krone entwickelt hat.

Anschließend wird die Frühjahrspflege durch einen Form- und Pflegeschnitt ergänzt. Zunächst müssen alle abgebrochenen, alten und beschädigten Äste entfernt werden – dies geschieht im April. Danach wird der Strauch ausgelichtet, indem unnötige Triebe und der jährliche Neuaustrieb entfernt werden. Je nach Sorte erfolgt ein Formschnitt. Thuja lässt sich in nahezu jede Form bringen und ist somit ein wichtiges Gestaltungselement in jedem Garten.

Herbstpflege und Überwinterung

Mit dem Herbstbeginn bereitet sich die Thuja auf die Winterruhe vor. Die Pflege ist in dieser Zeit weniger intensiv als im Frühling und Sommer, birgt aber dennoch eigene Herausforderungen. Gegen Ende des Sommers wird die Düngung eingestellt, um das Wachstum zu hemmen. Vor dem ersten Frost sollte die Pflanze ihren Lebenszyklus verlangsamen und in die Winterruhe eintreten. Nur so kann sie vor dem Absterben geschützt werden.

Im Herbst werden die Gartenpflanzen großzügig gegossen, da Thujen, obwohl sie im Winter ruhen, weiterhin wachsen und Feuchtigkeit benötigen. Auch das letzte Auflockern des Bodens zur Sauerstoffanreicherung erfolgt im Herbst. Erst dann wird die Fläche mit Sägemehl, Torf oder Rinde abgedeckt.

Beratung: Für nördliche Regionen sollten geeignete Sorten – sogenannte „westliche“ Sorten – gewählt werden. Diese sind frostbeständiger.

Viele Menschen verpflanzen Thuja im Herbst. Das ist jedoch eine etwas voreilige Entscheidung, da die Pflanze möglicherweise nicht genügend Zeit hat, sich vor dem Winter zu etablieren. Sollten Sie sich dennoch für diese wichtige Aufgabe entscheiden, empfehlen Experten, sie vor dem Einsetzen der endgültigen Kälte, idealerweise im September, durchzuführen. Beim Verpflanzen wird der Wurzelballen größtenteils an der Pflanze belassen – so kann sie sich schneller an ihrem neuen Standort einleben.

Die wichtigste Aufgabe bei der Herbstpflege ist der Schutz der Pflanzen vor drohendem Frost. Thuja ist eine Pflanze warmer Klimazonen. Die meisten Thujaarten überstehen unsere Winter nicht. Daher muss die Pflanze auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden, um das Risiko von Frostschäden an den Zweigen oder größeren Ausfällen zu minimieren. Solange die Temperaturen noch nicht zu niedrig sind, genügt es, den Stammfuß mit Fichtenzweigen abzudecken.

Im Winter benötigen Sämlinge bis zu drei Jahren (und alle wärmeliebenden Arten) eine Abdeckung. Jedes Vliesmaterial ist geeignet, muss aber atmungsaktiv und lichtdurchlässig sein und die Photosynthese nicht behindern. Jute kann verwendet werden, deckt die Pflanze aber nicht vollständig ab. Üblicherweise wird Spinnvlies verwendet oder ein Holzrahmen gebaut und mit dem Material bespannt. Um dies zu erleichtern, werden die Zweige der jungen Lebensbäume mit Seilen am Stamm festgebunden. Anschließend wird nur die Pflanze in das Abdeckmaterial eingewickelt. Die Wurzeln werden mit einer dicken Schicht (mindestens 10 Zentimeter) Mulch aus Sägemehl, Rinde, Torf, Kompost oder altem Gras geschützt.

Vor dem Abdecken der Pflanze sollten vergilbte und vertrocknete Zweige sowie von Krankheiten befallene und abgebrochene Zweige abgeschnitten werden.

Sobald es wärmer wird, sollte die Thuja freigelegt werden. Dies sollte geschehen, sobald der Schnee fast vollständig geschmolzen ist und die Lufttemperatur 15 Grad Celsius erreicht hat. Es ist wichtig, die Thuja nicht zu lange freizulegen, da sich sonst Kondenswasser im Inneren bildet, was zu Schimmelbildung führen kann. Man sollte es aber auch nicht überstürzen, da das Holz sonst Sonnenbrand bekommen kann.

Sobald der Boden unter den Bäumen locker ist, sollte er mit einer regenerierenden Bewässerung bewässert werden. Das Wasser sollte bis zu 50 Zentimeter tief eindringen, daher großzügig gießen. Die Feuchtigkeit regt das Wurzelwachstum schnell an und fördert ein schnelleres Wachstum der Pflanze.

Frühjahrspflege

Im Frühjahr beginnt die aktive Pflege der Thuja, die mehrere grundlegende Schritte umfasst. Einer davon ist der Schutz vor Frühjahrsbränden.

Schutz vor Frühlingsbränden

Sobald es wärmer wird, sollte der Schnee von den Setzlingen entfernt werden, falls sie den Winter unbedeckt überwintert haben, oder das Stützgerüst abgebaut werden. Man könnte meinen, die gefährlichste Zeit für diese empfindliche, wärmeliebende Pflanze – der Winter – sei vorbei. Doch die schönen Frühlingstage bergen viele Gefahren. Am schädlichsten ist die intensive Sonneneinstrahlung. Wie bereits erwähnt, können die aggressiven UV-Strahlen zu dieser Zeit die junge Rinde schädigen. Dadurch verfärben sich grüne Zweige plötzlich blass und gelb, und starke Verbrennungen können zu teilweisem Nadelverlust führen. Dies lässt sich vermeiden, indem man an sonnigen Tagen ein spezielles, leichtes Abdeckmaterial auf die Pflanzen legt.

bitte beachten SieSelbst wenn die Krone der Thuja noch bedeckt ist, sollten der Boden unter dem Baum und der Stammfuß frei sein und von den Sonnenstrahlen erwärmt werden.

Trimmen

Nachdem das überschüssige Material entfernt wurde und sich alle Äste wieder aufgerichtet haben, beginnt das Schneiden und Formen des Strauchs. Zuerst erfolgt ein Pflegeschnitt, bei dem alle unnötigen Äste (abgebrochene, vertrocknete oder kranke) entfernt werden. Anschließend wird die Krone in Form geschnitten. Hierfür verwendet man eine spezielle Gartenschere, mit der man auch Spliss entfernen und die gewünschte Form erzielen kann. Der Standort des Baumes ist wichtig: Steht er im Schatten, sollte man beim Frühjahrsschnitt die Triebspitzen einkürzen und die Seitentriebe stehen lassen. Diese strecken sich nämlich nach oben, um Licht zu finden, und müssen etwas zurückgeschnitten werden. Um ein volleres Erscheinungsbild zu erzielen (zum Beispiel beim Anlegen einer Zierhecke), kann man im Frühjahr alle jungen Triebe um 2–3 Zentimeter zurückschneiden.

bitte beachten SieIn den ersten zwei bis drei Lebensjahren einer Thujapflanze sollte man sie nicht beschneiden. Lediglich das Entfernen kranker und abgebrochener Zweige ist notwendig.

Die Mitte der Baumkrone sollte gut belüftet sein. Dichte Stellen müssen regelmäßig ausgelichtet werden, da sich sonst Pilzbefall entwickelt und Insekten sich dort vermehren. Vögel nisten übrigens sehr gerne in den Kronen flauschiger Zweige und brüten dort.

Topdressing

Düngen hilft Ihrer Thuja, sich nach dem langen Winter zu erholen. Eine Frühjahrsdüngung stellt schnell das Nährstoffgleichgewicht wieder her und nährt die Wurzeln, da der Boden noch ausreichend Feuchtigkeit enthält und die Durchblutung nicht beeinträchtigt wird. Mineralische und organische Verbindungen sowie Komplexdünger mit einem breiten Spektrum an essentiellen Elementen eignen sich. Für Nadelgehölze empfiehlt sich jedoch die Verwendung spezieller Produkte. Zircon beispielsweise verbessert die Nährstoffaufnahme und schützt vor Viruserkrankungen, während das ebenso beliebte Bioud die Pflanzen mit essentiellen Mikronährstoffen versorgt. Fertika, ein Langzeitdünger, wirkt sich positiv auf die Pflanze aus. Er versorgt den Boden über mehrere Monate mit Mikronährstoffen, sodass bei einer Anwendung im Frühjahr im Sommer auf zusätzliche Düngung verzichtet werden kann. Kompost ist der am häufigsten verwendete natürliche Dünger.

Bitte beachten Sie: Thujabäume sollten nur im Frühling und Sommer gedüngt werden. Zu anderen Zeiten kann eine Düngung das Triebwachstum anregen, was den Baum im Winter erheblich schwächt.

Thuja benötigt im Allgemeinen nicht viel Dünger – sie kann auch ohne ihn gut gedeihen, vorausgesetzt, der Boden ist ausreichend fruchtbar. Dünger sollte vorsichtig und in kleinen Mengen ausgebracht werden, da hohe Konzentrationen die Wurzeln schädigen können.

Schädlingsbekämpfung

Vergessen Sie im Frühjahr nicht die vorbeugende Behandlung Ihrer Bäume gegen Schädlinge und Krankheiten. Die Pflanzen werden mit Kombinationspräparaten aus Fungiziden und Insektiziden besprüht, um sie vor Krankheitserregern zu schützen. Zu den gängigsten Produkten gehören Fundazol, Rogor und Karbofos (gegen Pilzkrankheiten und Schildläuse) sowie Cypermethrin (gegen Blattläuse und Stechmücken).

Thujabäume sind für ihre hohe Krankheitsresistenz bekannt. Pilze und Viren befallen die Bäume selten, und falls doch Krankheitsanzeichen auftreten, lassen sie sich leicht behandeln.

Es ist erwähnenswert, dass Nadelbaumkrankheiten sehr gut behandelbar sind. Entscheidend ist die Früherkennung und die gezielte Bekämpfung des Problems. Der Frühling ist dafür die ideale Zeit.

Zusätzliche Verfahren

Der Frühling ist die ideale Zeit, um Thujen umzupflanzen. Im Allgemeinen ist es besser, sie gar nicht umzupflanzen, aber manchmal ist dies notwendig. Wurde der Sämling beispielsweise falsch gepflanzt (mit zu tief im Boden), entwickelt er sich nicht richtig und stirbt schnell ab. Sobald es wärmer wird und sich der Boden erwärmt hat, kann die Pflanze umgepflanzt oder auf die optimale Höhe gesetzt und befestigt werden.

Im Frühjahr sollten die Pflanzen gründlich gegossen werden, um das Wurzelwachstum anzuregen. An sonnigen Tagen genügt einmal wöchentliches Gießen. In extrem trockenen Perioden gießt man zwei- bis dreimal wöchentlich. Umgepflanzte Bäume benötigen mehr Wasser für ein optimales Anwachsen. Nach dem Winter ist der Boden oft zu verdichtet. Schwerer Boden lässt das Wasser schlecht abfließen, wodurch sich Staunässe um den Stamm herum bildet und Fäulnis verursachen kann. Um dies zu verhindern, lockert man den Boden direkt nach der Schneeschmelze. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen, da die Wurzeln der Thuja flach sind.

bitte beachten SieIm Frühjahr wird die Wintermulchschicht vollständig entfernt und der Boden kann sich erwärmen. Erst nach Abschluss aller Behandlungsmaßnahmen wird eine neue (frische) Deckschicht aufgebracht.

Pflege einer Thuja im Topf

Thuja kann zwar in Innenräumen kultiviert werden, die Pflege einer Topfpflanze unterscheidet sich jedoch etwas von der traditionellen Kultivierung. Für ein gesundes Wachstum ist die richtige Temperatur entscheidend, insbesondere im Winter. Ideal sind Temperaturen von maximal 12 Grad Celsius im Winter und 18–20 Grad Celsius im Sommer. In einem zu warmen Raum mit trockener Luft trocknet die Thuja schnell aus und vergilbt. Daher sollte man vor der Anschaffung prüfen, ob die Pflanze die Temperatur verträgt. Typischerweise wird der Strauch im Winter auf einem Balkon oder einer Veranda gehalten, die jedoch vor Frost geschützt werden sollte.

Das ist interessant.Im Buddhismus symbolisiert die Thuja Langlebigkeit und Vitalität. Feng-Shui-Experten empfehlen, einen Topf dieser Pflanze als Zeichen für familiären Frieden und Wohlstand in der Wohnung aufzustellen.

Ein weiterer wichtiger Faktor für gesundes Pflanzenwachstum ist die richtige Beleuchtung und der passende Standort. Die Thuja benötigt gleichmäßiges Sonnenlicht, jedoch kein direktes, sondern diffuses Licht; andernfalls verbrennen die Blätter und fallen ab. Der Strauch sollte in der Nähe eines Fensters auf der Nordseite des Hauses stehen und mit Tüll abgedeckt werden. Im Schatten streckt sich die Pflanze und wirkt unansehnlich und stumpf. Vermeiden Sie es, den Topf in der Nähe von Wärmequellen aufzustellen, da dies zum Austrocknen der Pflanze führen kann.

Bitte beachten Sie: Die östliche Thuja-Art eignet sich für die Topfkultur.

Eine im Topf gezogene Lebensbaumpflanze benötigt gleichmäßig feuchte Erde. Zu trockene Erde verhindert, dass sich der Strauch voll entwickelt, und er stellt sein Wachstum ein. Regelmäßiges Gießen zweimal wöchentlich ist für eine Zimmerpflanze unerlässlich. Bei zu trockener Luft sollte die Wurzelkrone besprüht werden, damit die Blätter grün und üppig bleiben.

Thuja gedeiht am besten in einem lockeren, nährstoffreichen Substrat aus Laubkompost und grobem Sand. Für ausgewachsene Bäume verwendet man eine Mischung aus Rasen, Torf und Sand. Düngen Sie nur selten und wechseln Sie die Mineraldünger ab. Im Frühjahr kann ein Stickstoffdünger gegeben werden, im Sommer ergänzen Sie die Gabe von Kalium-Phosphor-Präparaten. Thuja im Haus ist fast nie von Krankheiten befallen und auch gut vor Schädlingen geschützt. Dennoch sollte man die Gesundheit der Nadeln nicht vernachlässigen. Triebe und Blätter sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bei Krankheitsbefall sollten die betroffenen Stellen entfernt und mit einem Fungizid behandelt werden. So lässt sich die Pflanze auch im Frühstadium der Krankheit schnell und ohne unnötige Verluste retten.

Tatsache: Die Zimmer-Thuja verströmt einen zarten Duft, der an Fichtenharz erinnert. Dieser Duft wirkt beruhigend und belebend zugleich.

Die Thuja im Topf muss jährlich umgetopft werden. Da das Wurzelsystem der Pflanze stark wächst, wählen Sie einen hohen, aber nicht zu breiten Topf mit einer Drainageschicht am Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Ausgewachsene Thujas werden alle zwei bis drei Jahre umgetopft.

Thuja im Topf dient in erster Linie der Dekoration. Dank ihrer flexiblen und formbaren Krone lässt sich der Strauch durch geschickten Schnitt in jede beliebige Form bringen. Orientalische Thujas haben typischerweise eine pyramidenförmige Gestalt, können aber auch zu einer Kugel, einem Kegel oder einer Spirale geformt werden – ganz nach Belieben des Besitzers.

Die Thuja benötigt, wie jede andere Pflanze auch, Pflege. Achten Sie bei der Pflege darauf, sie regelmäßig zu düngen, zu gießen und im Winter vor Frost zu schützen. Schaffen Sie optimale Wachstumsbedingungen, wird die Thuja ihren Besitzer jahrzehntelang mit ihrer Schönheit erfreuen.

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