Die Hatiora-Sukkulente ist ein mehrjähriger Strauch aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Die Pflanze stammt aus den brasilianischen Regenwäldern, wo sie natürlicherweise bis zu zwei Meter hoch wächst. Derzeit sind vier Hatiora-Arten bekannt, die sich für die Zimmerkultur eignen.
Bei regelmäßiger Pflege kann die Hatiora (siehe Abbildung) in Innenräumen bis zu einem halben Meter hoch werden und ist bei Gärtnern wegen ihrer ungewöhnlichen Stammform, der üppigen Blütenpracht und der Dornenlosigkeit sehr beliebt. Mit einfacher Pflege wird die Pflanze ihrem Besitzer viele Jahre Freude bereiten, da sie unter optimalen Bedingungen lange Zeit gut gedeiht.
Kann man einen Hatiora zu Hause halten? Zeichen und Aberglaube
Laut Volksglauben sollte man Hatiora nicht im Haus haben. Man glaubt, dass diese Pflanze Männer dazu bringt, das Haus zu verlassen, was zu Familienzerfall führen kann. Die herabhängenden Stängel der Blume symbolisieren weibliche Einsamkeit, weshalb manche Frauen zögern, Hatiora ins Haus zu holen.
Man glaubt, dass Sukkulenten in Haushalten gut gedeihen, in denen es häufig zu Streit und Konflikten kommt, was bei den Männern der Familie zu Trunkenheit führt. Der Hausherr wird reizbar und wütend. Außerdem soll die Blume die sexuelle Energie mindern, die Leidenschaft zwischen den Ehepartnern dämpfen und im schlimmsten Fall zur Scheidung führen.
Es ist nicht üblich, eine Hatiora zu verschenken, die nicht blüht, da sich die Beziehung zum Empfänger dadurch stark verschlechtern wird.
Manche Kaktusbesitzer behaupten, diese Sukkulente sei giftig. Diese Behauptung ist jedoch unbegründet, und der Kaktus ist nicht als giftig eingestuft. Sicherheitshalber sollte man ihn dennoch für Kinder und Haustiere außer Reichweite aufbewahren.
Daneben gibt es auch gegenteilige, positive Überzeugungen:
- Die unerwartete Blüte eines Kaktus nach einer langen Ruhephase verheißt gute Veränderungen.
- Für ein junges Mädchen kündigt ein blühender Kaktus eine bevorstehende Hochzeit an.
- Für eine verheiratete Frau symbolisiert die Blüte der Hatiora die Geburt von Kindern. Die Farbe der Blüten bestimmt das Geschlecht des ungeborenen Kindes: Dunkle Blüten deuten auf einen Jungen, helle auf ein Mädchen hin.
- Wenn eine Sukkulente in einer intakten Familie blüht, bedeutet das Wohlstand oder gute Einnahmen.
- Das Aufstellen einer Blume im Flur schützt die Hausbewohner vor negativer Energie und bösen Absichten von Personen, die das Haus betreten.
- Eine blühende Hatiora, die als Geschenk überreicht wird, bringt Wohlstand ins Haus.
Trotz dieser Anzeichen wird die Blume oft in Privathaushalten gehalten, da sie ihre Besitzer mit üppiger Blüte erfreut.
Merkmale von Hatiora und Artenvielfalt
Hatiora besitzt ein faseriges, flaches Wurzelsystem und zeichnet sich durch das Fehlen von Blättern im herkömmlichen Sinne aus. Die Stängel der Pflanze bestehen aus kleinen, einzelnen, immergrünen Segmenten, die Wurzeln entwickeln, über die die Pflanze Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen kann. Verschiedene Arten weisen unterschiedliche Segmentformen auf: flach, kegelförmig und zylindrisch.
Die Krone dieser Sukkulente breitet sich aus und ähnelt einem Skelett, daher auch einer ihrer Namen – tanzende Knochen. Im Haus kann die Pflanze eine Höhe von einem halben Meter erreichen. Aufgrund ihrer starken Verzweigung benötigt sie eine Rankhilfe.
Nur wenige Hatiora-Arten werden zu Hause kultiviert:
- Hatiora rosea. Der auffälligste Vertreter der Kakteenfamilie mit herabhängenden Trieben. Jedes Segment ist gerippt, grün mit einigen rosa Streifen und mit kleinen weißen Wurzeln bedeckt. Jedes Segment ist 25 mm lang. An den Triebspitzen bilden sich wunderschöne rosa Knospen, die später zu bis zu 4 cm großen, röhrenförmigen Blüten aufblühen.

Hatiora rosea - Hatiora greseriana. Sie besitzt herabhängende Triebe mit bis zu 25 mm langen, hellgrünen Segmenten, die sich mit der Zeit an der Basis braun verfärben. Die Blüten sind leuchtend groß, rosa oder leuchtend scharlachrot.

Hatiora Greser - Hatiora salicornia. Die aufrechten Triebe bestehen aus hellgrünen, zylindrischen und dicht verzweigten Segmenten. Jedes Segment erreicht eine Länge von 28 mm. An den Triebspitzen entwickeln sich leuchtend gelbe, glockenförmige Blüten.

Hatiora salicornia - Hatiora Germina. Diese epiphytische Sukkulente zeichnet sich durch kurze Triebe aus, die aus kleinen, zylindrischen Segmenten (bis zu 5 cm) mit leichten Zähnungen in Dunkelgrün bestehen. Die Blüten sind 2 bis 2,5 cm im Durchmesser und leuchtend rosa. Der Kaktus selbst erreicht eine Höhe von 30 cm.

Hatiora Hermina - Hatiora salicornioides ist eine strauchartige Sukkulente mit herabhängenden Stängeln, die aus bis zu 5 cm langen, keulenförmigen Segmenten bestehen. Ausgewachsene Pflanzen erreichen eine Höhe von 50 cm. Die leuchtend gelben Knospen sind glockenförmig und etwa 1 cm lang. Mit zunehmendem Wachstum verholzen die Stängel allmählich und verfärben sich braun.

Hatiora salicornioides
Die Geheimnisse und Schwierigkeiten der Pflege von Hatiora zu Hause
Um sicherzustellen, dass die Hatiora mit ihrer üppigen Blütenpracht erfreut und sich in einer häuslichen Umgebung normal entwickelt, ist eine gute Pflege erforderlich.
Beleuchtung
Der Kaktus verträgt keine direkte Sonneneinstrahlung und sollte daher an einem hellen, aber nicht direkt sonnigen Standort stehen. Ein Platz in der Nähe von Nordfenstern ist jedoch nicht empfehlenswert, da dies die Blüte beeinträchtigen kann. Wenn Sie einen schattigen Balkon haben, können Sie die Pflanze im Sommer ins Freie stellen.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Einhaltung der richtigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist für die gesunde Entwicklung und üppige Blüte der Hatiora entscheidend. Daher ist es wichtig, die Raumtemperatur sorgfältig zu überwachen, da die Sukkulente plötzliche Temperaturschwankungen nicht verträgt.
Bewässerung und Düngung
Regelmäßiges Gießen und Düngen mit Mineraldünger sind für die richtige Pflege unerlässlich. Verwenden Sie abgestandenes Wasser mit Zimmertemperatur oder warmes, abgekochtes Wasser. Zu viel Wasser kann jedoch zu Wurzelfäule und bakteriellen Infektionen führen.

Die Düngung richtet sich nach der Wachstumsphase der Hatiora. Während Phasen schnellen Triebwachstums sollte zweimal wöchentlich Stickstoffdünger, während Phasen üppiger Blüte hingegen Kaliumdünger verwendet werden.
Krankheiten und Schädlinge
Bakterielle und Pilzkrankheiten befallen Hatiora häufig. Um die Krankheit zu identifizieren, ist eine gründliche Untersuchung der Pflanze notwendig.
Bei einer bakteriellen Infektion einer Sukkulente bilden sich schnell ausbreitende, feuchte Flecken auf den Triebsegmenten. Wenn antibakterielle Behandlungen nicht helfen, sollten die befallenen Triebe entfernt werden. Ist die Pflanze stark befallen, empfiehlt es sich, ein gesundes Segment abzutrennen und daraus eine neue Pflanze zu ziehen.
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Krautfäule und Fusariumwelke sind die häufigsten Krankheiten von Stauden. Krautfäule entsteht durch ständige Überwässerung, die zu Wurzelfäule führt. Außerdem kann sich die Pflanze infizieren, wenn sie in bereits kontaminierte Erde umgetopft wird.
Eine kranke Sukkulente welkt und verliert ihre leuchtenden Farben. Zur Behandlung wird sie mit einer Fungizidlösung behandelt. Mechanische Beschädigungen der Triebe können Fusarium-Welke verursachen, die ebenfalls mit Fungiziden bekämpft wird.
Neben Pilz- und Bakterienkrankheiten kann Hatiora auch von verschiedenen Schädlingen befallen werden:
- Schildlaus;
- Weiße Fliege;
- Spinnmilbe;
- Schmierlaus.
Wie man eine Zimmerpflanze vermehrt und umpflanzt
Zimmerpflanzen lassen sich am einfachsten durch Stecklinge vermehren. Wichtig ist, dass die Stecklinge vorsichtig von Hand, etwa durch Drehen, vom Trieb abgerissen werden – ohne Werkzeug.
Betrachten wir nun den schrittweisen Algorithmus zur Bewurzelung eines Stecklings:
- Brechen Sie den ausgewählten Steckling mit mehreren Lappen (2-3) von einer ausgewachsenen Pflanze ab.
- Die Unterseite des abgebrochenen Stecklings muss getrocknet und mit zerkleinerter Holzkohle behandelt werden.
- Bereiten Sie ein Torf-Sand-Gemisch vor und pflanzen Sie die Stecklinge darin ein, damit sie Wurzeln schlagen können.
- Das Pflanzgut mäßig bewässern.
- Die Behälter mit den eingepflanzten Stecklingen werden in ein Gewächshaus gestellt, wo eine Temperatur von 20 bis 24 Grad eingehalten und regelmäßig belüftet werden muss.
- Nach einem Monat Bewurzelungszeit wird die Jungpflanze in einen endgültigen Topf umgepflanzt.

Manchmal werden Stecklinge in mit einer Kornevin-Lösung vorbehandelte Wasserbehälter gestellt. Nach einiger Zeit beginnen sie zu wurzeln.
Eine weitere Möglichkeit, Stauden zu vermehren, ist die Aussaat von Jungpflanzen. Für den Erfolg dieser Methode sind jedoch Züchtungserfahrungen erforderlich. Die Samen werden sehr schnell in ein feuchtes Substrat gesät, um die Keimung zu fördern. Nach der Aussaat sollten im Gewächshaus eine konstante Temperatur (20–25 Grad Celsius) und Luftfeuchtigkeit eingehalten werden.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Hatiora ist eine wunderschöne, mehrjährige Epiphyte mit hübschen, glockenförmigen Blüten. Eine üppige Blüte hängt maßgeblich von der richtigen Pflege ab.









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