Alles, was Sie über Mischbepflanzungen auf Ihrem Grundstück wissen müssen

Gemüse

Gemischte Gemüseanbauflächen Viele renommierte Agronomen nutzen diese Technik. Durch die gemeinsame Anpflanzung bestimmter Pflanzenarten lässt sich selbst auf kleinen Flächen eine reiche Ernte erzielen. Diese Methode spart Platz, schützt die Pflanzen vor Krankheiten und verbessert das Erscheinungsbild der Beete.

Welche Vorteile bietet eine Mischpflanzung?

Selbst Besitzer großer Grundstücke haben oft Schwierigkeiten, alle gewünschten Pflanzen unterzubringen. Hobbygärtner, deren Grundstücke selten größer als 600 Quadratmeter sind, kennen dieses Problem noch viel häufiger. Mischkulturen können hier eine sehr gute Lösung sein. In einem einzigen Beet lassen sich mehrere Pflanzenarten anbauen.

Jede Gartenpflanze hat ihre eigenen, einzigartigen Wachstumsmerkmale, Bodenansprüche und Lichtbedürfnisse. Manche Wurzeln reichen tief in den Boden, während andere nahe der Oberfläche wachsen und Nährstoffe aus dem Oberboden aufnehmen. Einige Pflanzen wehren Schädlinge ab, die empfindlichere Gartenpflanzen befallen. Durch die richtige Kombination dieser Eigenschaften können Sie nicht nur Platz sparen, sondern Ihre Pflanzen auch auf natürliche Weise mit allen benötigten Nährstoffen versorgen, sie vor Schädlingen schützen und die Fruchtreife beschleunigen.

Mischpflanzungen sind nicht nur nützlich und gesund, sondern auch schön. Diese Beete wirken ungewöhnlich und ziehen die Blicke auf sich. Manche Gärtner kombinieren verschiedene Pflanzenarten, um ein ansprechendes Gesamtbild zu schaffen. Es gibt viele Salat- und Kohlsorten mit außergewöhnlichen Blättern und Farben. Sie können neben bekannten Pflanzen gesetzt werden, und das Erscheinungsbild des Gartens verändert sich sofort. Mischpflanzungen bieten aber noch weitere Vorteile:

  • Die Ernte kann während der gesamten Saison eingebracht werden;
  • Das direkte Einpflanzen einiger Pflanzen in die Beete lockt eine große Anzahl bestäubender Bienen an;
  • Unkraut muss seltener entfernt werden;
  • Die Bewässerungshäufigkeit wird reduziert;
  • Von den Wurzeln einiger Pflanzen ausgeschiedene Mikroelemente haben einen positiven Einfluss auf Größe und Geschmack der in der Nähe wachsenden Früchte.

Welche Pflanzen sollten in der Nähe gepflanzt werden?

Bei der Planung von Gartenbeeten ist es wichtig, die unterschiedlichen Eigenschaften der Pflanzen zu berücksichtigen, um eine sinnvolle Kombination zu gewährleisten. Beispielsweise dienen hohe, robuste Pflanzen als Stütze für Kletterpflanzen, wenn sie neben diesen gepflanzt werden. Mais und Gurken sind in diesem Fall klassische Partner. Der Mais spendet den Gurken Schatten, dient als Rankhilfe und schützt die Kletterpflanzen vor Wind.

Ein eindrucksvolles Beispiel für eine gelungene Kombination ist der gemeinsame Anbau von Mais, Bohnen und Kürbis. Diese nebeneinander wachsenden Pflanzen werden als die „drei Schwestern“ bezeichnet. Der Mais dient den Stangenbohnen als Stütze. Der Kürbis beschattet mit seinen dichten Blättern den Boden, verhindert so die Verdunstung und reduziert den Jätaufwand. Die Bohnen wirken als Gründüngung und reichern den Boden mit Stickstoff an, der für Mais und Kürbis unerlässlich ist.

Erfahrene Gärtner nutzen aromatische und schmackhafte Kräuter sowie Pflanzen aus der Zwiebelfamilie gezielt für Mischkulturen. Salat oder Kohl und Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Minze, Salbei, Zitronenmelisse, Monarda, Ysop oder Rosmarin) bilden hervorragende Begleitpflanzen. Minze, Salbei und Rosmarin duften intensiv. Dieser Duft hält Schnecken fern, die die zarten Blätter von Salat oder Kohl befallen.

Notiz!
Minze und Zitronenmelisse wachsen sehr schnell, daher pflanzt man sie am besten in separate Töpfe und stellt diese direkt ins Beet. Um ein unkontrolliertes Ausbreiten der Rhizome zu verhindern, kann man außerdem Rhizomschutzhüllen verwenden.

Zwiebeln und Knoblauch wehren zudem viele Schädlinge ab. Eine sehr erfolgreiche Kombination ist der Anbau von Zwiebeln und Karotten im selben Beet. Dies bietet einen doppelten Nutzen: Der intensive Geruch der Zwiebeln vertreibt Möhrenfliegen, und der Geruch der Karotten ist für Zwiebelfliegen, die die Zwiebeln befallen und die Ernte vernichten können, unerträglich.

Paprika bevorzugt feuchten Boden, daher kann man Zwergbasilikum in der Nähe anpflanzen. Dieses Kraut hilft nicht nur, die Feuchtigkeit im Boden zu speichern, wenn es dicht gepflanzt wird, sondern wehrt auch Blattläuse und Spinnmilben ab. Es kann neben Erdbeeren gepflanzt werden. Ausgehend vom Wachstumsverhalten verschiedener Pflanzenarten lassen sich folgende ideale Begleitpflanzen ableiten:

  • Mais - Bohnen, Gurken, Kürbis, Melone;
  • Paprika - Karotten, Gurken, Basilikum, Dill, Koriander, Zwiebeln;
  • Gurken – Mais, Bohnen, Salat, Radieschen, Kohl, Sonnenblumen;
  • Tomaten - Karotten, Knoblauch, Petersilie, Zwiebeln;
  • Zwiebeln - Karotten, Kohl, Salat;
  • Karotten - Zwiebeln, Ringelblumen, Blattgemüse;
  • Weißkohl – Ringelblumen, Bohnen, Sellerie, Rosmarin.
gemischte Gemüseanbauflächen

Bei der Planung Ihrer Gartenbeete sollten Sie die Wurzeltiefe der verschiedenen Pflanzenarten und deren Reifezeiten berücksichtigen. Sie können beispielsweise mehrere Pflanzen gleichzeitig anbauen, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen, um so gegenseitige Beeinflussung zu vermeiden. Weitere wichtige Punkte sind:

  • Die Hauptgemüseart wird in der Mitte des Beetes angebaut, das schließlich die gesamte Fläche einnehmen wird;
  • Für die seitliche Bepflanzung sollten niedrig wachsende Pflanzen mit einem schwachen Wurzelsystem gewählt werden;
  • Wenn Pflanzen nahe beieinander stehen, lohnt es sich, dazwischen Blattgemüse oder Radieschen zu pflanzen.
Notiz!
Manche Pflanzen hemmen das Wachstum und die Entwicklung anderer Nutzpflanzen. Sie gedeihen am besten auf getrennten Flächen. Ein gutes Beispiel dafür ist Fenchel, der sich mit fast allen Gemüsesorten nicht verträgt.

Durch das Mischen verschiedener Gartenpflanzen lassen sich reiche Ernten erzielen, Platz sparen und die Pflanzen vor Schädlingen schützen. Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch wehren Insekten ab, die manche Wurzelgemüse befallen können. Das Anpflanzen von Honigpflanzen in Beeten fördert den Fruchtansatz.

gemischte Gemüseanbauflächen
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