
Zur Dekoration eines Sommerhauses eignen sich neben Beeten und Blumengärten auch Hecken, Zäune und mit Blumen geschmückte Rankgitter. Selbst die einfachsten Elemente lassen sich durch ein hübsches Blumenarrangement farblich aufwerten. Kletterpflanzen werden häufig in der Gartengestaltung eingesetzt. Ihre Stängel sind elastisch und biegsam, sodass sie sich um jedes Objekt winden können. Die Pflanzen können blühend oder immergrün, einjährig oder mehrjährig sein.
Mehrjährige Pflanzen für den Pavillon
Mehrjährige Kletterpflanzen brauchen zwar länger zum Wachsen als einjährige, vertragen aber Frost und kalte Winter problemlos und treiben im Frühjahr wieder aus oder blühen. Blühende Sorten blühen zwar weniger üppig als einjährige, aber dafür drei bis acht Jahre lang jährlich. Mehrjährige Pflanzen müssen nicht ersetzt werden und wachsen und blühen in warmen südlichen Regionen von selbst. In anderen Regionen benötigen sie Pflege, die von der jeweiligen Pflanzenart abhängt.
Wildtrauben
Wer sich nicht ständig um eine Rebsorte kümmern möchte, pflanzt am besten Wildtrauben, auch Jungferntrauben genannt. Seit Jahrhunderten schmücken Weinreben die Zäune, Balkone und Terrassen der Bewohner des Südens. Die Reben tragen glatte, grüne Blätter und im Sommer schwarze Beeren. Ein eigener Weinberg verleiht Ihrer Datscha einen besonderen Charme und zieht alle Blicke auf sich.
Kultur hat eine Reihe von Vorteilen:
- keine Angst vor Frost;
- benötigt keine Bestäubung zur Beerenbildung;
- wächst sehr schnell;
- Kann sowohl in der Sonne als auch im Schatten angebaut werden;
- nicht krank;
- Lässt sich gut reproduzieren.
Weinreben anzubauen ist ganz einfach. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden und gedeihen selbst auf kargen Böden. Der Setzling wird in ein Loch gepflanzt, mit Erde bedeckt und anschließend gegossen. Sobald die Reben aktiv nach oben wachsen, wird ein Teil davon an einem hohen Zaun oder einer Rankhilfe befestigt. Innerhalb eines Jahres bilden sich Beeren an den Zweigen. Sie sind zwar nicht essbar, aber wunderschön anzusehen. Die Beerenbüschel hängen den ganzen Sommer über an den Zweigen und fallen nicht ab.
Einer der Nachteile junger Reben ist ihr starkes Wachstum über den gesamten Umfang der Parzelle. Das Wurzelsystem füllt jeden verfügbaren Platz aus und verdrängt so regelrechte Nachbarpflanzen. Um dieses Wachstum zu verhindern, werden die Triebe jährlich kontrolliert und gegebenenfalls zurückgeschnitten. Außerdem werden die Wurzeln alle drei bis vier Jahre ausgegraben und durch einen Rückschnitt verjüngt.
Wilde Weinreben erwachen im Frühling später zum Leben als andere Blumen und Pflanzen.
Weinberg
Die Kletterpflanze gehört zu den Kletterarten und wird häufig in der Landschaftsgestaltung eingesetzt. Es gibt zwei Sorten: die kurzstielige und die mit Eisenhutblättern. Die kurzstielige Sorte gedeiht nur in warmen Klimazonen, da sie frosthart ist. Die mit Eisenhutblättern gedeiht landesweit; sie ist winterhart und ihre Triebe erfrieren nicht.
Beide Sorten tragen ab Frühsommer Früchte. An den Sträuchern bilden sich hellgelbe Beeren. Die Früchte bilden einen besonders schönen Kontrast zum leuchtend grünen Laub. Vom Spätsommer bis in den Herbst hinein verfärben sich die Beeren von Gelb nach Blau. Auch die Blätter wechseln von Grün zu Rot.
Actinidia kolomikta
Actinidia kolomikta eignet sich hervorragend als Laubenbepflanzung für die Regionen Sibiriens und des Urals, wo die Winter lang und kalt sind. Es handelt sich um eine Kletterpflanze mit verholztem Stamm und dichtem, grünem Laub. Die Blätter verändern ihre Farbe je nach Umgebungstemperatur: Sie können nicht nur grün, sondern auch gelb, rot, rosa und purpurrot sein.
In den ersten Sommermonaten beginnt die Pflanze zu blühen und bildet an den Zweigen wunderschöne, weiße, angenehm duftende Blütenstände. In der zweiten Sommerhälfte und im Herbst trägt die Rebe Trauben grüner Beeren, die oft mit Weintrauben verwechselt werden. Die Beeren sind grün-gelb und essbar. Sie reifen erst im Herbst vollständig und nehmen dann eine satte grüne Farbe an. Das Fruchtfleisch hat einen angenehm süß-säuerlichen Geschmack. Die Früchte sind sehr gesund, da ihr Saft Ascorbinsäure sowie die Vitamine A, B und D enthält.
Actinidia beginnt 4-5 Jahre nach Beginn des Anbaus Früchte zu tragen.
Die Weinrebe erreicht eine Höhe von 8–15 Metern. Sie eignet sich für einen schattigen Standort, da sie direkte Sonneneinstrahlung nicht verträgt. Die Pflanze vermehrt sich aktiv über Seitentriebe und muss daher jährlich zurückgeschnitten werden.
Geißblatt
Wenn Sie in Ihrem Garten eine Hecke anlegen möchten, ist Geißblatt eine gute Wahl. Es blüht im Frühling und Sommer. Die weißen Blüten verströmen einen wunderbaren Duft, der abends besonders intensiv wird. Während der Blütezeit ähneln Geißblattsträucher Orchideen aufgrund ihrer großen, kunstvollen Blütenstände. Nach der Blütezeit bilden sich anstelle der Blütenstände rote, ungenießbare Beeren.
Geißblatt wächst bis zu einem Meter pro Jahr. Ausgewachsene Pflanzen erreichen eine Höhe von 5 Metern. Geißblatt eignet sich für alle Standorte; es ist sehr frostbeständig und robust. Der Rückschnitt der Seiten- und oberen Zweige erfolgt ein- bis zweimal jährlich während der Ruhephase des Strauchs – im Herbst und im frühen Frühjahr.
Glyzinienblauer Mond
Die Blaue Mond-Glyzinie ist von unvergleichlicher Schönheit. Die leuchtenden, zarten lila Blütenstände, die von den Zweigen herabhängen, verleihen der Pflanze ein märchenhaftes Aussehen. Nachts schimmern die Blüten silbrig. Sie wachsen in Büscheln von 20 bis 30 Zentimetern Länge. Auch die grünen Blätter der Pflanze sind in kleinen Gruppen von 6 bis 9 angeordnet.
Die Glyzinie blüht in den wärmeren Monaten, und die Sorte 'Blue Moon' gilt als die frosthärteste, da sie Temperaturen bis zu -40 Grad Celsius verträgt. Für die Pflanze sind einige Besonderheiten bei Anbau und Pflege zu beachten:
- das Bedürfnis nach hellem Sonnenlicht für mindestens 6 Stunden pro Tag;
- selten gießen;
- ständige Entfernung überschüssiger Triebe;
- Angst vor Zugluft, Bedürfnis nach zuverlässigem Windschutz.
Ausgewachsene Triebe erreichen eine Länge von 8-10 Metern, lassen sich gut biegen und eignen sich zur Dekoration von Zäunen, Gartenlauben und Balkonen.
Kletterefeu
Efeu, eine der häufigsten Kletterpflanzen unseres Landes, erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Er wird nach wie vor zur Gestaltung von Hecken und zur Verzierung von Haus- und Gartenlaubenfassaden verwendet. Besonders verbreitet ist er im Kaukasus und auf der Krim.
Efeu gilt als immergrüne Staude. Je nach Sorte variieren die Blätter in der Größe, sind aber in der Form einheitlich. Die Blättchen sind fünflappig, junge Blätter können abgerundete Ränder haben. Die Blattspreite ist dicht, glatt und grün. In der Natur kommen auch Sorten mit leuchtenderen Farben vor: rot, rosa und violett.
Die Triebe können bis zu 30 Meter hoch werden. Die Pflanze wächst kräftig und erreicht innerhalb eines Jahres mehrere Meter Länge. Efeu blüht im Frühsommer, doch seine Blütenstände sind wertlos. Sie bestehen aus grün-gelben Blüten, die oben eine Kappe bilden. Die Blüten verströmen praktisch keinen Duft.
Kletterefeu ist eine wärmeliebende Pflanze. Für nördliche Regionen ist er nicht geeignet, da die Triebe im Winter absterben können. Ansonsten stellt Efeu keine besonderen Ansprüche an den Standort. Junge Triebe wurzeln in jedem Boden gut und passen sich schnell ihrer Umgebung an, indem sie sich mit Luftwurzeln an jeder Stütze festhalten.
Klematis
Die Waldrebe (Clematis) ist ideal für Liebhaber kleinblütiger Kletterpflanzen. Diese Blume ist eine wahre Schönheit und bezaubert mit ihren leuchtenden Farben. Die im Sommer aufblühenden Knospen leuchten in Purpurrosa, Weiß und Lila. Die Blüten haben 6–7 Blütenblätter und einen zentralen Kelch und blühen mindestens drei Monate lang. Die Blätter sind aufrecht, grün und glänzend. Eine ausgewachsene Waldrebe erreicht selten eine Höhe von mehr als 5 Metern.
Die Clematis gilt als anspruchsvolle Kletterpflanze. Für eine üppige Blüte benötigt sie die richtige und regelmäßige Pflege. Falsches Gießen und unregelmäßiger oder zu seltener Rückschnitt sind häufige Gründe für ausbleibende Blüten. Clematis gedeiht in warmen Klimazonen und verträgt keine plötzlichen Temperaturschwankungen. Pflanzen Sie sie an einem sonnigen Standort ohne Schatten. Vermeiden Sie die Nähe zu Zäunen, da sie dort nicht genügend Licht erhält.
Für eine üppige Blüte benötigt die Clematis regelmäßiges Gießen. Im Sommer sollte sie mindestens alle zwei Tage gegossen werden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Auch in südlichen Regionen sollten die Triebe im Winter mit Vlies abgedeckt werden. Im Frühjahr wird das Vlies entfernt und die Triebe werden zurückgeschnitten. Anfang Mai treibt die Clematis wieder aus und ihr grünes Laub erscheint erneut.
Die Waldrebe darf nur mit warmem Wasser gegossen werden; die Verwendung von Eiswasser zum Gießen ist verboten.
Schizandra
Die auch als Schisandra chinensis bekannte, mehrjährige Kletterpflanze erreicht eine Höhe von bis zu 8 Metern. Ihre Stängel sind flexibel und können sich selbst um größere Stützen winden. Die Blattfarbe variiert je nach Alter der Pflanze: Junge Pflanzen haben hellgrünes, ältere hingegen dunkelgrünes Laub.
Die Chinesische Magnolie trägt in der zweiten Sommerhälfte etwa 1 cm lange, rote Beeren. Diese heben sich deutlich vom grünen Laub ab. Die Beeren sind für ihre heilenden Eigenschaften bekannt und werden in der Medizin zur Behandlung verschiedenster Beschwerden eingesetzt. Sie wirken gallentreibend, normalisieren die Magen-Darm-Funktion und verbessern den Stoffwechsel. Die Beeren haben einen unverwechselbaren Geschmack, der bittere und süße Noten vereint.
Schisandra ist gut frostresistent und gedeiht und fruchtet im Fernen Osten und auf Sachalin. Die Pflanze wird oft nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen ihrer wertvollen Heilbeeren angebaut.
Baljuan-Hochländer
Die Pflanze gilt als wüchsige Kletterpflanze und wächst jährlich mindestens 3–4 Meter. Im Sommer blühen an allen oberen Trieben kleine weiße Blüten. Die Blütenstände sind rispenförmig angeordnet und sehr attraktiv. Die Blütezeit dauert bis in den späten Herbst.
Der Baljuan-Knöterich blüht nur bei ausreichend Licht. Pflanzen Sie ihn daher an einem sonnigen Standort. Decken Sie ihn im Winter ab. Selbst wenn einige Triebe leicht erfrieren, ist das kein Problem – die Staude erholt sich im Frühjahr schnell. Nach einiger Zeit treiben an den Schnittstellen neue Zweige aus.
Das Anpflanzen und Pflegen von Knöterich ist einfach. Er gedeiht in einer Vielzahl von Böden, benötigt nicht viel Wasser und wächst natürlich.
Kletterrosen
Diese königlichen Blumen gedeihen nicht nur in Beeten und Gärten, sondern schmücken auch Lauben, Zäune und Hecken. Rosen sind von unvergleichlicher Schönheit und ziehen alle Blicke auf sich. Die große Sortenvielfalt ermöglicht eine breite Palette an Pflanzfarben, von dezenten Tönen bis hin zu marmorierten und leuchtenden Nuancen. Darüber hinaus unterscheiden sich die Blütenstände in Form und Größe der Knospen.
Bei richtiger Pflege können Rosentriebe bis zu 10 Meter lang werden. Sie biegen sich leicht, da ihre Stängel zwar widerstandsfähig, aber dennoch robust sind. Die Pflege von Kletterrosen ist nicht einfach. Die Temperatur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Im Winter darf sie nicht unter den Gefrierpunkt fallen, da die Pflanzen sonst absterben. Es ist daher unerlässlich, alle Triebe im Winter mit einem winddichten Vlies abzudecken.
Gießen Sie die Rose, sobald die Erde trocken ist, maximal einmal pro Woche. Für eine üppigere Blüte schneiden Sie die Rose zweimal jährlich während der Ruhephase zurück. Entfernen Sie dabei die meisten Triebe und kürzen Sie die verbleibenden Zweige um die Hälfte. Ein fachgerechter Rückschnitt verjüngt den Strauch und führt zu einer längeren und intensiveren Blüte.
Die Schnittstellen der Triebe werden sofort mit Gartenpech aufgefüllt, um Infektionen vorzubeugen.
Hop
Diese krautige Staude zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Ihre Zweige sterben im Herbst von selbst ab, doch im Frühjahr treiben die Wurzeln wieder aus und bilden neue oberirdische Triebe. Eine ausgewachsene Pflanze erreicht eine Länge von 6–7 Metern. Immergrüner Hopfen trägt im Sommer hellgrüne Zapfen. Diese werden in der Volksmedizin zur Behandlung gynäkologischer Beschwerden und zur Regulierung des Blutdrucks eingesetzt.
Hopfen ist leicht anzubauen. Er breitet sich schnell aus und kann, wenn er nicht beschnitten wird, sogar an ungeeigneten Standorten wachsen. Beim Schneiden ist zu beachten, dass der Saft im Inneren des Hopfens giftig ist. Tragen Sie daher beim Schneiden Handschuhe. Hopfen benötigt hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen, weshalb südliche Regionen als optimale Anbaugebiete gelten.
Alle oben beschriebenen Kletterpflanzen eignen sich zur Begrünung von Gartenpavillons, Maschendrahtzäunen und Zäunen. Das Hinzufügen von Grünpflanzen dient nicht nur der Dekoration, sondern bietet auch Schutz vor Wind und schrägem Regen. Mehrjährige Pflanzen schaffen eine gemütliche Atmosphäre und verströmen einen angenehmen Sommerduft.

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