Wie sieht eine Yucca-Palme für den Innenbereich aus und wie pflegt man sie zu Hause?

Blumen

Die Zimmer-Yucca ähnelt äußerlich einer Palme und beeindruckt bei ausreichend Licht mit ihren üppigen, fächerförmigen Blättern. Diese exotische Pflanze findet sich in Büros, Wohnungen und Landhäusern. Sie fügt sich harmonisch in minimalistische Interieurs von Geschäfts- und Wohnräumen ein. Besonders eindrucksvoll wirken Gruppenarrangements. Die Pflege der Yucca hat einige Besonderheiten, ist aber leicht verständlich.

Beschreibung der Blume

Die Yucca ist bei Zimmergärtnern als Zierpflanze beliebt. Hobbygärtner nennen sie auch „falsche Palme“. Die nützlichen Eigenschaften dieser immergrünen Staude sind weniger überzeugend; ihre imposante Größe und die Fähigkeit baumartiger Sorten, einen verzweigten Stamm auszubilden, sind viel attraktiver.

Die Yucca-Palme ist in den Trockengebieten Mittelamerikas beheimatet. In ihrem natürlichen Lebensraum ist sie ein Strauch, der zwischen 2 und 8 Metern hoch wird.

Notiz!
Die größten Zimmerpflanzen werden nicht höher als 2 Meter.

In der Natur gibt es viele Varietäten, von denen etwa 40 erfasst wurden. Basierend auf dem Stammtyp werden Arten und Unterarten in zwei Gruppen unterteilt:

  • stiellos;
  • baumartig.

Bei Zimmerkultur blüht die Yucca selten. In ihrem natürlichen Lebensraum bildet sie kräftige Stängel mit weißen Blüten, die in aufrechten Blütenständen angeordnet sind. Später entwickelt sich die Frucht – eine etwa 10 cm große Kapsel. Die Samen der Yucca sind schwarz und groß – 10 mm im Durchmesser.

Beliebte Sorten

Für den Hausgebrauch wählen viele Menschen eine Blume anhand ihres Fotos und Namens. Am häufigsten wird die Elefanten-Yucca (Yucca elephantipes) gewählt. Sie hat einen knollenartigen, verdickten Stamm und schwertförmige, ledrige Blätter, die bis zu 70 cm lang und etwa 7 cm breit werden.

Die Yucca glauca ist nahezu stammlos und erreicht ausgewachsene Exemplare eine Länge von etwa 40 cm. Sie gehört zur Gruppe der stammlosen Pflanzen. Diese Scheinpalme trägt eine Rosette aus schmalen (0,8–1,2 cm), graugrünen Blättern mit einem dünnen, weißlichen Rand, die 60–90 cm lang werden.

Referenz!
In der mittleren Zone wird Yucca glauca in Gärten angebaut; sie verträgt strenge Fröste bis zu -30 Grad.

Die mehrjährige Pflanze bildet im Hochsommer, erstmals im Alter von 3–4 Jahren, einen ährenförmigen Blütenstand mit weißgrünen, glockenförmigen Blüten. Die Blütezeit endet Ende August. Ohne Blütenstiel ähnelt die Glauca-Yucca einem großen Igel.

Eine ausgewachsene Yucca aloifolia benötigt viel Platz. Sie wächst langsam, breitet sich aber im Laufe der Jahre aus und nimmt die Form einer großen Kugel an. Die Rosette besteht aus breiten, ledrigen Blättern. Die Blütezeit ist im Sommer. Die Palme bildet einen etwa 45 cm langen Blütenstand. Die glockenförmigen Blüten sind hellviolett oder cremeweiß.

Haftbedingungen

Die Yucca benötigt Pflege, die ihren biologischen Eigenschaften entspricht. In schlecht beleuchteten Räumen ist sie nicht geeignet. Sie bevorzugt helles, indirektes Licht, verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung.

Notiz!
Um sicherzustellen, dass die Blume mehr Sonnenlicht erhält, wird der Topf auf einem Ständer in der Nähe eines Ost- oder Westfensters platziert.

Bei bewölktem Wetter, wenn das natürliche Licht für die Yucca-Palme nicht ausreicht, wird eine künstliche Beleuchtungsanlage installiert. Eine Leuchtstofflampe brennt 16 Stunden täglich und ersetzt das Sonnenlicht. Sie befindet sich in einem Abstand von 30–60 cm zu den Blättern.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Im Sommer ist die Schaffung der optimalen Temperaturverhältnisse unkompliziert. Die Scheinpalme gedeiht bei Zimmertemperatur (22–25 °C) und kann im Garten, auf der Terrasse oder auf einer Loggia im Freien platziert werden.

Der Winter stellt eine größere Herausforderung dar: Die Yucca benötigt eine Phase relativer Ruhe; während der kalten Jahreszeit gedeiht die Pflanze am besten bei 12–15 °C. Solche Bedingungen lassen sich in einer Stadtwohnung nur schwer schaffen. Eine Pflanze in der Nähe eines Heizkörpers verliert ihren dekorativen Reiz. Die Blätter spannen sich und verlieren an Spannkraft. Gärtner finden jedoch Wege, um der Yucca in Innenräumen ein angenehmes Klima zu verleihen:

  • Um die Lufttemperatur zu senken, werden die Batterien mit dickem Stoff abgedeckt;
  • Die Blume wird mehrmals täglich mit Wasser bei Zimmertemperatur besprüht;
  • Wischen Sie die äußere und innere Oberfläche der Blätter mit einem in Wasser getränkten Tuch ab.

Für eine normale Entwicklung benötigt die Yucca keine sehr feuchte Luft; sie gedeiht gut bei 40-50%.

Bodenanforderungen

Yucca benötigt ein lockeres, nährstoffreiches Substrat. Dieses besteht zu gleichen Teilen aus Sand, Humus, Torf, Rasensoden und Laubkompost. Alle Zutaten werden in einen großen Behälter gegeben und gründlich vermischt. Um krankheitserregende Pilze abzutöten, wird die Erde mit einer Lösung von Fitosporin oder Mangan behandelt.

Bewässerungsmodus

Häufiges und übermäßiges Gießen kann jeder Zimmerpflanze schaden. Auch die Yucca bildet da keine Ausnahme: Hat der Topf eine dünne Drainageschicht und keine Abflusslöcher, leiden die Wurzeln unter Staunässe und beginnen zu faulen.

Notiz!
Verformte, eingerollte Blätter mit braunen Flecken sind ein Symptom für Wurzelfäule. Die Ursache ist zu viel Wasser im Boden und unregelmäßiges Gießen.

Zimmer-Yucca-Pflanzen werden gegossen, sobald die obersten 5–7 cm der Erde ausgetrocknet sind. Das Wasser sollte mindestens 24 Stunden stehen bleiben. In dieser Zeit erwärmt es sich auf Zimmertemperatur und entfernt so eventuelle Verunreinigungen, die der Pflanze schaden könnten.

Die Häufigkeit des Gießens hängt vom Mikroklima in der Wohnung ab:

  • Bei normaler Raumtemperatur (22-25°C) einmal alle 7 Tage Wasser trinken;
  • Im Winter, während der Ruhephase und im Spätherbst, sinkt der Wasserbedarf; die Yucca muss zwei- bis dreimal seltener bewässert werden.
  • Für einen 5 Liter großen Erdklumpen verwendet man 1 Liter abgestandenes Wasser.

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Bei heißem Wetter sollte die Pflanze abgeduscht werden. Decken Sie den Topf mit Frischhaltefolie ab, um ihn vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen, und spülen Sie die Blätter gründlich ab. Anschließend sollten sie abgetrocknet werden. Dies sollte abends, aber nicht zu spät erfolgen: Der oberirdische Teil der Yucca sollte vor Einbruch der Dunkelheit abtrocknen.

Düngung

Die Yucca ist ein immergrüner Baum, der von April bis August aktiv wächst. Während dieser Zeit benötigt er Nährstoffe, doch ohne regelmäßige Wurzeldüngung sinkt der Nährstoffgehalt des Bodens rapide.

Für diese Pflanze gibt es einen speziellen Flüssigdünger. Er wird mit Wasser verdünnt, und die Lösung wird direkt nach dem Gießen in den Topf gegeben. Die Düngung ist einfach: von April bis August alle zwei Wochen.

Wie man eine Yucca-Pflanze umpflanzt

Das Foto zeigt eine frisch gekaufte Yucca-Pflanze in einem einfachen Übertopf. Sie muss nicht sofort in einen neuen, schönen Topf umgetopft werden. Die Pflanze benötigt 7–10 Tage, um sich zu akklimatisieren. Während sie sich an die neuen Bedingungen – Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse und Tageslicht – gewöhnt, sollten Sie Folgendes vorbereiten:

  • Wählen Sie einen Blumentopf in der richtigen Größe – Durchmesser und Tiefe sind 1,5–2 cm größer als beim alten Topf;
  • Kaufen Sie fertige Erde oder stellen Sie sie selbst her;
  • Bereiten Sie die Drainage vor, indem Sie die Erde in einer 5 cm dicken Schicht auf den Boden des Blumentopfs gießen.

Topfen Sie Ihre Zimmer-Yucca um. Setzen Sie die Stängel flach ein, gießen Sie mäßig und stellen Sie den Topf an einen zugfreien, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort. Die Pflanze wurzelt innerhalb von 7–10 Tagen, düngen Sie sie aber erst nach weiteren 2–3 Wochen.

Junge Pflanzen werden routinemäßig einmal jährlich in größere Töpfe umgetopft, während ältere Pflanzen seltener – etwa alle drei bis vier Jahre – umgetopft werden. Zwischendurch wird die Erde erneuert. Die obersten Zentimeter der Erde werden entfernt und durch frische Erde ersetzt.

Notiz!
Um Wurzelfäule vorzubeugen, sollte dem Substrat Perlit oder Vermiculit im Verhältnis 5:1 beigemischt werden.

Große Pflanzen lassen sich nur schwer umtopfen. Ist der Topf zu klein für die Wurzeln, können diese mit einem sauberen, scharfen Messer um etwa ein Viertel gekürzt werden. Dicke Schnittstellen werden mit Holzkohle bestäubt. Die Wurzeln werden mit lockerer Erde bedeckt; diese sollte nach dem Einpflanzen nicht befeuchtet werden. Die erste Bewässerung erfolgt am dritten Tag.

Yucca beschneiden

Das Verfahren ist nicht kompliziert, erfordert aber gewisse Fertigkeiten. Durch das Beschneiden wird das Wachstum der Yucca-Zweige angeregt, wodurch ein Zimmerbaum mit einzigartiger Form entsteht. Der Eingriff ist zeitkritisch und wird Ende Mai oder Anfang Juni durchgeführt.

Bei einer jungen, gesunden Pflanze mit einem Stamm von über 30 cm Höhe schneidet man die Spitze (5–10 cm) mit einem scharfen Messer ab und lässt die Blätter am Stumpf. Anschließend zerdrückt man Holzkohletabletten und streut das Pulver auf die Schnittstelle.

Eine wachsende Yucca ist etwas schwieriger zu pflegen; ohne regelmäßigen Verjüngungsschnitt verliert die Scheinpalme ihren dekorativen Reiz. Ihre verlorene Schönheit lässt sich jedoch leicht wiederherstellen: Schneiden Sie die Spitze ab und lassen Sie zwei oder drei Triebspitzen stehen. Bestreuen Sie die Schnittstelle mit zerstoßener Holzkohle. Der Steckling wird nicht weggeworfen, sondern zur Vermehrung verwendet.

Die empfohlenen Pflegeregeln zu befolgen ist nicht schwierig, und die Yucca wird es Ihnen mit ihrer Schönheit und der sauberen Luft in Ihrer Wohnung danken.

Yucca für den Innenbereich
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