Wie man selbst einen Zaun aus Wellblech und Profilrohren baut: Tipps und Empfehlungen

Konstruktion

Ein blickdichter Zaun um Ihr Grundstück ist eine einfache Möglichkeit, Ihre Privatsphäre vor neugierigen Blicken und Eindringlingen zu schützen. Mit dem richtigen Material lässt sich der Zaun auch selbst mit einfachen handwerklichen Fähigkeiten und einem überschaubaren Budget aufstellen. Sogar eine einzelne Person kann farbige Wellbleche an einem Rahmen aus Profilrohren befestigen.

Vorteile der Materialien

Profiliertes Stahlblech ist ein robustes, langlebiges und relativ leichtes Material. Verzinkter Stahl, beschichtet mit mehreren Polymerschichten, ist zuverlässig vor Korrosion und mechanischen Beschädigungen geschützt. Die äußere Farbbeschichtung, wahlweise glänzend oder matt, kann einfarbig sein oder natürliche Materialien imitieren. Die Rundungen im Profilblech verleihen der Konstruktion eine dekorative Note und dienen gleichzeitig als Versteifungsrippen, ohne das Gewicht zu erhöhen.

Ein Rahmen aus Profilrohren ist unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen, einschließlich Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Er ist einfach zu konstruieren und zu montieren. Für die Verbindung der vertikalen Stützen mit den Querträgern sind lediglich grundlegende Schweißkenntnisse erforderlich. Ist Schweißen nicht möglich, können Schraubverbindungen verwendet werden.

Aufmerksamkeit!
Beim Kauf von Wellblechen sollten Sie auf die Kennzeichnungen achten, um nicht versehentlich Dachbleche zu kaufen, die für Zaunzwecke ungeeignet sind.

Projektentwicklung

Um die benötigte Materialmenge für Ihren zukünftigen Zaun zu berechnen, können Sie eine der online veröffentlichten vorgefertigten Konstruktionspläne verwenden oder einen eigenen Entwurf erstellen. Beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Je dünner das Wellblech, desto mehr Stützen sind erforderlich;
  • Wellbleche mit geringerer Wellenhöhe lassen sich leichter befestigen;
  • Ein zu hoher Zaun erfordert aufgrund der Windlasten zusätzliche Stützen und Befestigungen:
  • Bei der Montage müssen die Bleche um eine Welle überlappt werden:
  • Es ist besser, das Walzmetall für Tore und Pfosten separat zu berechnen.

Der Abstand zwischen den Pfosten beträgt üblicherweise 2–3 Meter. Für die Pfosten empfiehlt sich Vierkantrohr mit einer Wandstärke von mindestens 3 mm und einem Querschnitt von 50–60 mm. Für Tore und Schleusen wird ein Rohr mit einem Querschnitt von 80 mm benötigt. Für Querbalken eignen sich Rechteckrohre mit einem Querschnitt von 50 x 25 mm, 40 x 20 mm oder 30 x 20 mm besser.

Wichtig!
Beträgt der Abstand zwischen den Stützen mehr als 3 Meter oder überschreitet die Höhe des Zauns 1,7 Meter, so sollte der Zaun mit zusätzlichen Diagonalstreben verstärkt werden.

Montage des Rahmens

Aussehen und Stabilität des Zauns hängen von der korrekten Montage der Stützen ab. Diese müssen absolut senkrecht stehen; die Senkrechtstellung sollte mit einem Lot überprüft werden. Um Korrosion zu vermeiden, muss das Metall vom Erdreich isoliert werden. Dazu wird in die Baugrube ein Sand-Kies-Gemisch gefüllt und der umgebende Raum nach der Befestigung des Profilrohrs mit einer Mischung aus Beton und Schotter aufgefüllt.

Wichtig!
Die Pfosten müssen unterhalb der Frostgrenze gesetzt werden. Andernfalls verschieben sie sich durch die Ausdehnung der Bodenfeuchtigkeit, was zu starken Verformungen des Zauns führt.

Horizontale Balken werden seitlich an die Pfosten geschweißt oder von außen mittels Schweißen oder Verschraubungen Stirnseite an Stirnseite verbunden. Bei Verschraubung ruhen die Balken auf einer Unterkonstruktion – einer vorgefertigten Halterung oder einem passenden Winkelprofil.

Nach der Montage sollte der Rahmen von Zunder befreit und zum Schutz vor Korrosion lackiert werden. Wurde der Rahmen ohne Schweißen montiert, müssen die Verbindungsstellen besonders sorgfältig lackiert werden. Um die horizontalen Querträger zu markieren und auszurichten, spannen Sie eine Schnur und überprüfen Sie deren Ausrichtung mit einer Wasserwaage.

Montage von Wellblechen

Zur Befestigung von Wellblech an einem Metallrahmen eignen sich am besten selbstschneidende Schrauben mit Unterlegscheiben oder Nieten. Diese werden für einen festen Sitz an den konkaven Stellen des Blechs angebracht. Um eine stabile und starre Verbindung zu gewährleisten, sollten die Befestigungselemente nicht zu weit auseinander liegen – idealerweise in jeder zweiten Wellung. Bei hohen Zäunen (2 Meter oder mehr) sollten die Befestigungselemente versetzt auf zwei Querbalken angebracht werden, wobei die Wellenmuster abwechselnd berücksichtigt werden.

Wichtig!
Für die Befestigung von Wellblechen empfiehlt es sich, verzinkte oder lackierte Schrauben zu verwenden – sie sehen ordentlicher aus und sind weniger anfällig für Korrosion.

Der wichtigste Schritt bei der Montage von Wellblechen ist die Installation des ersten Blechs. Dieses muss exakt senkrecht befestigt werden, da dies die Position aller nachfolgenden Bleche bestimmt. Jedes weitere Blech überlappt das vorherige mit der ersten Wellenkante, und die Stöße müssen nicht unbedingt mit den Pfosten übereinstimmen.

Pforte und Tor werden separat gefertigt. Zuerst wird der Rahmen gemäß der Zeichnung geschweißt, anschließend werden die Scharniere und das Wellblech daran befestigt. Alle Paneele müssen auf Rechtwinkligkeit geprüft werden, indem die Diagonalen gemessen werden. Diese müssen innerhalb jedes Rahmens und bei symmetrischen Teilen identisch sein. Die Scharniere sollten idealerweise mit Schweißverbindungen an den Stützpfosten befestigt werden.

Wellblech und Profilrohre gehören zwar nicht zu den günstigsten Materialien für den Bau von Zäunen und Einfriedungen in Eigenregie. Ihre Stabilität, ihr ansprechendes Aussehen und ihre lange Lebensdauer – bis zu mehreren Jahrzehnten – machen sie jedoch kostengünstiger als preiswertere Alternativen. Alle Planungs- und Montageschritte können auch von Personen mit grundlegenden technischen Kenntnissen durchgeführt werden.

Zaun aus Wellblech und Profilrohren
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