Jasminpflege im Herbst, Vorbereitung auf den Winter: Rückschnitt, Vorbereitungsmaßnahmen

Blumen

Jede Gartenpflanze hat ihre eigenen Pflegebedürfnisse, so auch Jasmin. Dieser Strauch, auch bekannt als Pfeifenstrauch, benötigt neben der üblichen Pflege einen regelmäßigen Rückschnitt im Herbst. Viele, die diese duftende Pflanze erst kürzlich in ihrem Garten gepflanzt haben, sind sich unsicher, wann und wie sie sie schneiden sollen.

Pflege und Vorbereitung auf den Winter

Jasmin ist ein mehrjähriger Strauch, der für seine anhaltende Schönheit und seinen zarten Duft nährstoffreichen Boden benötigt. Üppige Blütenpracht ist nur möglich, wenn der Boden reich an Mineralien und Nährstoffen ist. Die Pflanze benötigt außerdem regelmäßiges, reichliches Gießen und natürlich einen Rückschnitt. Es gibt drei Arten des Rückschnitts:

  1. Sanitär.
  2. Verjüngend.
  3. Prägend.

Im Frühjahr erfolgt der Formierungsschnitt, bei dem verdickte Zweige und im Winter erfrorene Triebe entfernt werden. Ein Verjüngungsschnitt wird alle 5–8 Jahre durchgeführt, da ältere Zweige nicht mehr so ​​üppig blühen. Der Pflegeschnitt erfolgt im Herbst.

Warum sollte man Jasmin beschneiden?

Dieses Verfahren dient dazu, das schöne Aussehen der Sträucher zu erhalten, da Triebe manchmal nach innen wachsen und die Pflanze verdicken. Viele Menschen formen die Sträucher gerne in verschiedene Formen. Jasmin wird auch von Landschaftsarchitekten in Arrangements verwendet, und diese Schönheit erfordert Pflege. Ältere Zweige bringen keine so üppigen Blüten mehr hervor, doch die Pflanze investiert viel Energie in deren Wachstum und Entwicklung. Sie entziehen dem Boden zudem viele Nährstoffe. Wird die Pflege vernachlässigt, sieht die Pflanze unansehnlich aus.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um den Pfeifenstrauch zu beschneiden?

Jasmin ist eine pflegeleichte Pflanze, die den Rückschnitt gut verträgt und sich schnell erholt. Dies kann während der gesamten Saison erfolgen: Im Frühjahr werden frostgeschädigte Triebe entfernt, im Sommer verdickende. Nach der Blütezeit werden alle verbliebenen Knospen entfernt. Ein hygienischer und verjüngender Rückschnitt erfolgt meist im Herbst. Dabei werden überflüssige Triebe sowie solche, die nicht mehr so ​​üppig blühen, entfernt. Man geht davon aus, dass der Herbstschnitt den Jasmin auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Eine Düngung vor oder nach dem Rückschnitt kann die Pflanze nach der Blüte stärken.

Notiz!
Wenn nach dem Rückschnitt gedüngt werden soll, sollte dies 14 Tage nach dem Eingriff erfolgen.

Grundregeln für den Herbstschnitt

Jasmin wird direkt nach dem Einpflanzen zum ersten Mal zurückgeschnitten. Erfahrene Gärtner empfehlen, nur 3–4 der kräftigsten Triebe stehen zu lassen. Seien Sie nicht zu sparsam mit den jungen Trieben; innerhalb eines Jahres verdoppeln sie ihre Stärke, und der Jasmin wird eine wunderschöne Bereicherung für Ihren Garten sein.

Zum Schneiden benötigen Sie scharfe, sterile Gartengeräte. Junge Triebe und dünne Zweige können mit einer Gartenschere oder Astschere gestutzt werden. Diese eignen sich jedoch nicht zum Entfernen alter und kräftiger Äste; hierfür verwendet man eine Metallsäge. Entfernen Sie zunächst mit der Gartenschere alle Blüten, die noch nicht abgefallen sind, und anschließend alle abgestorbenen, beschädigten oder kranken Zweige. Entfernen Sie danach alle verdickten Triebe. Zum Schluss können Sie den Strauch in die gewünschte Form bringen. Gehen Sie dabei sehr vorsichtig vor und achten Sie darauf, die jungen Triebe beim Abschneiden alter Zweige nicht zu beschädigen, da diese im nächsten Jahr die üppigste Blüte hervorbringen werden. Behandeln Sie die Schnittstellen mit Gartenpech oder einem anderen Desinfektionsmittel, um den Strauch vor Infektionen und Krankheitserregern zu schützen.

Unerfahrene Gärtner sollten zunächst lernen, Jasmin gleichmäßig zu schneiden. Nach einigen Jahren können sie den Strauch dann nach Belieben formen. Oft werden im Herbst Stecklinge geschnitten und in der folgenden Saison gepflanzt. Dazu werden junge Triebe zusammen mit einem Stück Stamm abgeschnitten. Die Stecklinge sollten etwa 5 cm lang sein und jeweils zwei Internodien sowie etwas Laub aufweisen. Der Schnitt unterhalb der Internodien erfolgt im 90-Grad-Winkel, der Schnitt oberhalb der Knospe waagerecht. Das Pflanzmaterial wird bis zum Frühjahr trocken bei 0 °C gelagert.

Pflege eines Strauchs vor und nach dem Rückschnitt

Nach dem Rückschnitt benötigt jede Pflanze sorgfältige Pflege. Auch Jasmin verträgt den Rückschnitt zwar gut, ist aber keine Ausnahme. Achten Sie zunächst auf die Bodenfeuchtigkeit, damit der Boden nicht austrocknet. Bei warmem Wetter gießen Sie den Jasmin einmal wöchentlich. In Trockenperioden und bei hohen Temperaturen gießen Sie zweimal wöchentlich. Zusätzlich zu mineralischen Düngemitteln können Sie im Sommer zwei- bis dreimal Königskerzen- oder verrotteten Mist in den Boden einarbeiten. Dies versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und fördert die Anzahl und Qualität der zukünftigen Knospen.

Im Herbst wird bei häufigem Regen das Gießen vollständig eingestellt. Bei Trockenheit erfolgt die letzte Bewässerung vor dem Winter 14 Tage vor dem ersten Frost. Je nach Alter der Pflanze werden 10 bis 20 Liter Wasser benötigt. Vor dem Winter werden außerdem Mineraldünger ausgebracht; Kalium und Phosphor gelten in dieser Zeit als die wichtigsten Nährstoffe für den Pfeifenstrauch.

Notiz!
Dünger wird ausgebracht, bevor es richtig kalt wird, sonst hat die Pflanze keine Zeit, ihn aufzunehmen.

Nach dem Rückschnitt sollten alle abgefallenen Blätter und Zweige des Jasmins entfernt werden, da diese Krankheitserreger und Parasiten beherbergen können. Nach der Ernte sollte der Strauch vorbeugend mit kupferhaltigen Präparaten besprüht werden.

Organisation einer Unterkunft für den Winter

Jasmin gilt als frostharte Pflanze; es gibt Sorten, die selbst starken Frost überstehen. In den südlichen Regionen des Landes benötigt die Pflanze keinen Schutz, während in gemäßigten Klimazonen einige Sorten einen Schutz benötigen. Junge Sträucher sind frostempfindlicher, daher ist es ratsam, sie in den ersten Jahren abzudecken.

Zuerst wird der Boden um den Baumstamm herum umgegraben und anschließend mit einer dicken Schicht (20 cm) verrottetem Mist oder Torf bedeckt. Die Mulchschicht schützt die Wurzeln vor Frost, da diese kälteempfindlicher sind. Die Pflanze kann mit beliebigem Abdeckmaterial geschützt werden.

Die Besonderheiten der Wintervorbereitung hängen von der Region ab.

Jasmin gedeiht fast überall in Russland und seine Pflege ist im Allgemeinen gleich. Hinsichtlich der Wintervorbereitung gibt es in einigen Regionen jedoch spezielle Richtlinien.

Mittlere Zone

Besondere Pflegeansprüche bestehen hier praktisch nicht. Es empfiehlt sich jedoch, den Strauch in der Nähe eines Zauns oder Gebäudes zu pflanzen, um ihn vor kalten Winterwinden zu schützen. Bei frostharten Sorten sollte der Boden um den Stamm gemulcht werden; die oberirdischen Teile können unbedeckt bleiben. Die Anbaupraktiken für diese Pflanze in der Wolgaregion sind die gleichen.

Ural und Sibirien

Diese Regionen sind recht kalt, mit kurzen Sommern und frostigen, schneereichen Wintern. Jasmin gedeiht auch unter diesen Bedingungen. Um Winterfrost zu vermeiden, wird der Bereich um den Stamm jedoch besonders gründlich mit einer mindestens 30 Zentimeter dicken Mulchschicht abgedeckt. Der Strauch selbst wird mit Agrofaser oder einem anderen Vliesstoff geschützt.

Häufige Fehler bei der Jasminpflege

Die Pflanze benötigt weder besondere Wachstumsbedingungen noch aufwändige Pflege. Allerdings unterlaufen auch unerfahrenen Gärtnern Fehler, die zu schlechtem Pflanzenwachstum und einer kümmerlichen, unscheinbaren Blüte führen können.

  1. Manche Leute vergessen im Herbst das Düngen, aber es ist extrem wichtig für die Ernte.
  2. Sie ignorieren landwirtschaftliche Praktiken und führen nur unvollständige Baumschnitte durch, wodurch beschädigte und verdickte Äste zurückbleiben.
  3. Aus Angst, dass der oberirdische Teil erfriert, decken sie ihn zu stark ab, und wenn es wärmer wird, beginnen die Triebe zu faulen.
Interessant!
Es gibt weltweit mehr als 70 Jasminarten.

Abschluss

Das Schneiden von Jasmin ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Wird es vernachlässigt, sieht die Pflanze unansehnlich aus und blüht nur spärlich. Am besten entfernt man die meisten überflüssigen Zweige im Herbst; im Frühjahr kann man den Strauch dann in Form bringen. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen, um die verbleibenden Triebe nicht zu beschädigen. Wenn Sie alle Empfehlungen befolgen, wird Ihr Jasmin Sie viele Jahre lang mit seiner Schönheit erfreuen.

Wie man Jasmin im Herbst pflegt
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