Wildtiere verwechseln ihren Wald oft mit einem menschlichen Garten. Viele kommen auf der Suche nach Futter, und manche lassen sich sogar dauerhaft nieder. So verspeist beispielsweise ein Igel gerne Raupen, Käfer, Drahtwürmer und Larven. Frösche sind ebenfalls nützlich, da sie Maulwurfsgrillen fressen, die Pflanzenwurzeln schädigen und sich nur schwer von selbst bekämpfen lassen.
Igel sind gefährliche Helfer
Man kann getrost sagen, dass das Auftauchen dieser grauen Klumpen in Ihrem Garten ein gutes Zeichen ist. Zahlreiche Schädlinge, Nacktschnecken und Schnecken lassen sich ohne Chemikalien oder andere Mittel beseitigen – diese Tiere lieben es, sich an ihnen gütlich zu tun.
Igel sind für Kinder eine große Freude. Leider bieten sie aber neben vielen Vorteilen auch einige Nachteile. Diese betreffen hauptsächlich das Hochheben des Tieres.
- Das Tier kann zubeißen und eine Infektion in die Wunde einschleppen, da seine Zähne sehr scharf und nicht steril sind.
- Fast alle Vertreter dieser Gattung beherbergen Flöhe und Zecken, die sie in ihren Stacheln sammeln und speichern. Die Insekten selbst stellen für die Tiere kein besonderes Problem dar, können aber Krankheiten übertragen.
- Verschiedene Helminthen, die im Körper des Tieres leben, können in den schwersten Fällen leicht auf den Menschen übertragen werden.
- Das Tollwutvirus, das bei einem Tier möglicherweise keine Symptome zeigt, wird durch einen Biss auf den Menschen übertragen.
Die Lösung und Vorbeugung für all diese Gefahren ist dieselbe: Berühren Sie den Igel nicht. Versuchen Sie nicht, ihn zu streicheln, und Kinder sollten davor gewarnt werden. Um das Tier aus Ihrem Garten zu entfernen, können Sie einen Mopp oder Eimer verwenden. Schieben Sie das Tier einfach in die gewünschte Richtung, damit es sich bewegt.
Trotz einiger Probleme, die auftreten können, wenn ein stacheliger Nachbar auf Ihrem Grundstück auftaucht, sind sie dennoch sehr nützliche Tiere. Sie helfen, nicht nur kleine Schädlinge, sondern auch Schlangen, Nagetiere, Hasen und Eidechsen in Schach zu halten.
Mit etwas Mühe können Sie das Tier auf Ihr Grundstück locken. Gelegentliches Füttern genügt. Anders als oft angenommen, mögen Igel weder Äpfel noch Pilze. Sie sind Fleischfresser und fressen gerne Fleisch, trinken Milch (vorzugsweise Ziegen- oder Schafsmilch) und fressen auch gerne Eier. Schon nach einer Woche wird der Igel verstehen, dass er hier gefüttert wird und von selbst wiederkommen.
Kröten und Warzen
In der Bevölkerung herrscht der weitverbreitete Glaube, dass diese harmlosen Tiere irreparablen Schaden auf Bauernhöfen anrichten. Sie vernichten Ernten, fressen Gurken und hinterlassen unschöne Warzen an den Händen. Natürlich sind das alles unbegründete Mythen.
Diese Amphibien sind im Garten sehr nützlich. Ihre Beute:
- Raupen;
- Motten;
- Nacktschnecken;
- Mücken;
- Käfer;
- Larven;
- Stuten;
- gestreifte Schnellkäfer;
- Mücken;
- Der größte Feind der Sommergäste ist der Kartoffelkäfer.
Der Schaden, den diese Amphibien anrichten, ist minimal. Ihr unansehnliches Aussehen, der Schleim, mit dem sie bedeckt sind, und ihre laute Stimme, die einen nachts wecken kann – schließlich jagen Kröten nachts.
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Es stellt sich heraus, dass man nicht vor allen Schlangenarten Angst haben muss – sie greifen nicht von selbst an, es sei denn, man berührt oder tritt auf sie. Rennnattern, Kupferköpfe und Ringelnattern sind in Gärten weit verbreitet und für Menschen harmlos. Die einzige gefährliche Schlange ist die Kreuzotter, die jedoch ebenfalls nie angreift, sondern Begegnungen stets durch Verstecken im Gebüsch vermeidet.
- Schlangen fressen:
- Insekten;
- Nacktschnecken;
- Mäuse und Ratten zerstören ihre Nester.
Sie können in Maulwurf- und Wühlmausbauten kriechen. Wenn Ihre Angst vor Schlangen jedoch die Vorteile überwiegt, lohnt sich die Anschaffung eines Igels.
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Ein weiterer Helfer im Kampf gegen Schnecken, Insekten und deren Larven, Schlangen und Eidechsen ist der fleißige Maulwurf. Er ist sehr gefräßig und gräbt unaufhörlich seine Gänge auf der Suche nach Nahrung, lässt aber Kartoffeln und Wurzelgemüse in Ruhe – ein Verhalten, für das er oft zu Unrecht kritisiert wird. Außerdem lockert dieses Tier ständig den Boden und erhöht so dessen Fruchtbarkeit.
Manchmal verirrt sich jedoch ein Waldmaulwurf, der Pflanzenknospen beschädigt und Beeren frisst, oder ein Feldmaulwurf, der Bäume schädigt, auf das Grundstück. Auch Erdbauten und -hügel, die an unerwünschten Stellen entstehen, verursachen Probleme.
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Ob Vögel im Garten nützlich oder schädlich sind, lässt sich nicht eindeutig sagen. Ihre Anwesenheit im Garten lässt sich jedoch nicht kontrollieren. Einerseits helfen Vögel, Insekten und Schädlinge zu bekämpfen, bieten ästhetischen Genuss, erfreuen mit ihrem Gesang und heben die Stimmung. Andererseits fressen sie leider oft auch Beeren und Früchte. Dann greift man zu verschiedenen Mitteln, die jedoch häufig unbeständig und wirkungslos sind.
Jedes Wildtier, das sich in einem Garten ansiedelt, bringt sicherlich in gewissem Maße Nutzen. Es kann aber auch Probleme und Unannehmlichkeiten verursachen. Jeder muss selbst entscheiden, ob er diese nützlichen Tiere im Garten behält oder auf im Handel erhältliche Chemikalien, Fallen und Gifte zurückgreift.
