Die Saison ist zwar vorbei, doch viele Obst- und Gemüsesorten können bis zum ersten Schnee geerntet werden. Spät reifendes Gemüse, Obst und Blattgemüse sind aufgrund ihrer langen Haltbarkeit besonders begehrt. Die darin enthaltenen Vitamine können bis in den Frühling oder sogar Sommer hinein verzehrt werden.
Obst und Gemüse
Späte Kürbissorten reifen erst etwa im Oktober. Ernten Sie sie am besten vor dem ersten Frost. Ob der Kürbis reif ist, erkennen Sie am Stiel: Er sollte trocken sein. Auch die Blätter der Pflanze sind dann trocken, und der Kürbis hat eine kräftige, leuchtend orange Farbe. Falls Sie den Kürbis versehentlich zu früh aus der Erde nehmen, kann er an einem dunklen, trockenen Ort bis zu einem Monat nachreifen.
Wählen Sie einen trockenen Tag für die Kürbisernte. Bei Regen lassen Sie die Früchte einige Tage lang vollständig trocknen. Schneiden Sie die Stiele mit einem scharfen Messer ab; reißen Sie sie nicht mit den Händen ab. Lassen Sie einen etwa 4 cm langen Stiel stehen.
Viele Apfelsorten reifen erst im September oder Oktober. Ihr größter Vorteil ist ihre lange Haltbarkeit: Diese Früchte lassen sich bis zum Frühling oder sogar Sommer lagern. Man sollte sie nur nicht sofort verzehren – spät reifende Äpfel brauchen ein paar Wochen, um ihr volles Aroma zu entwickeln.
Reife Äpfel erkennt man leicht: Sie brechen leicht ab und hinterlassen beim Drücken eine kleine Delle. Die Farbe des Apfels ist in der Nähe des Stiels heller. Liegen bereits ein paar abgefallene Äpfel am Baum, sind sie alle reif.
Spät reifender Kohl reift Ende September oder Anfang Oktober. Er lässt sich den ganzen Winter über lagern. Wichtig ist, die Pflanzen vor dem ersten Schnee und Frost zu ernten. Ideal ist es, wenn der Kohl noch leicht unreif ist. Graben Sie ihn mit den Wurzeln aus. Kleine, feste Köpfe sind am längsten haltbar.
Mittel- und spätreife Karotten reifen im Spätherbst und können bis November im Garten bleiben. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennen Sie am Zustand des Grüns, insbesondere an den gelb werdenden Blättern. Ernten Sie Karotten nur, wenn der Boden vollständig trocken ist. In den letzten Tagen sollte es weder geregnet noch anderweitig niedergeschlagen haben, da die Karotten sonst zu faulen beginnen.
Das könnte Sie auch interessieren:Rote Bete wird bis Ende Oktober geerntet. Reife Rote Bete hat trockene, gelbe Blätter und dicke Wurzeln. Ernten Sie sie möglichst in Trockenperioden, da Feuchtigkeit ihre Haltbarkeit verkürzt. Ideal sind eine Temperatur von 5 °C und volle Sonne.
Grün
Große Mengen an Blattgemüse vertragen Kälte gut und können sogar im Gartenbeet überwintern. Petersilie und Sellerie können lange im Boden bleiben. Schneiden Sie die Triebspitzen ab und bedecken Sie die Pflanzen mit 5–6 cm Erde. Legen Sie Fichtenzweige darüber, um sie vor Schnee und anderen Ablagerungen zu schützen. Sobald die Ernte reif ist, entfernen Sie die Abdeckung und ernten Sie das Gemüse.
Sauerampfer, Minze und Zitronenmelisse sind gut winterhart. Im ersten Pflanzjahr werden die Blätter nicht zurückgeschnitten, damit die Pflanzen an Kraft gewinnen. Ab dem zweiten Jahr, wenn das Laub ausgewachsen ist, kann von Frühling bis Spätherbst geerntet werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Im Winter empfiehlt es sich, Blumen und Sträucher zu pflanzen. Viele Pflanzenarten überstehen auch längeren Frost. Folgende Pflanzen sollten gepflanzt werden:
- Ringelblume;
- cleome;
- Mohn;
- Berberitze;
- Reseda;
- Lavendel.
Wer den ganzen Winter über selbstangebautes Obst und Gemüse genießen möchte, sollte spät reifende Sorten wählen. Diese sollten besonders sorgfältig beobachtet werden, da der erste Frost oder Schnee die Ernte vernichten kann. Daher empfiehlt es sich, die Pflanzen vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit zu jäten.
