Was ist ein Pfirsich: Wie sieht er aus, wo wächst er und wie blüht er?

Pfirsich

Um Pfirsiche richtig anzubauen und eine gute Ernte zu erzielen, muss man die spezifischen Anbaumethoden für diese Kulturpflanze verstehen. Der Name dieser Pflanze stammt vom altrömischen Malum persicum. Da der Pfirsichbaum wärmeliebend ist, wird er in nördlichen Regionen nur in künstlich klimatisierten Gärten angebaut. Je nach Standort und Wuchsform variiert seine Blütezeit. Auf dem Foto ist die Pflanze zu sehen. Die Blüten ähneln denen einer Aprikose, nur die Knospen sind rosa. Hobbygärtner posten oft Bilder von blühenden Pfirsichbäumen in ihren Gärten.

Beschreibung des Pfirsichbaums

Der uns bekannte Pfirsichbaum ist keine heimische Pflanze. Er entstand durch die Kreuzung verschiedener Pflaumenarten. Seine nächsten wilden Verwandten sind die Mandelbäume. Pfirsichblüten erscheinen mit den ersten Anzeichen wärmeren Wetters. Die Pflanze ist trockenheitsresistent und verträgt Hitze gut. In Russland wachsen Pfirsiche in den Regionen Krasnodar, Kaukasus, Dagestan und Krim. Für klassische, wurzelechte Pfirsichsorten muss ein normales Klima bestimmte Bedingungen erfüllen:

  1. Die Temperaturen sollten von Juni bis September nicht unter 24ºC fallen.
  2. Im Winter verträgt der Pfirsichbaum nur Fröste bis zu -10ºC.
  3. Es darf nicht zu wiederkehrendem Frost kommen – nach der Blüte führt dies zum Tod der Pflanze.

Wenn die Wintertemperaturen unter -25 °C fallen, muss die Pflanze abgedeckt werden. Bei normaler Überwinterung erfriert der Obstbaum und erholt sich nicht. Durch die Entwicklung neuer Hybriden und die Verwendung resistenter Unterlagen erzielen Gärtner jedoch auch in der Moskauer Region reiche Ernten.

Folgende Pfirsichsorten eignen sich für Zentralrussland:

  • Kardinal;
  • Collins;
  • "Kreml";
  • "Rotwangig"
  • "Kiew früh".
Notiz!
Um Obstpflanzen in nördlichen Breiten anzubauen und ihre Blüte zu gewährleisten, müssen sie vor Kälte geschützt werden. Hierfür wird Polystyrolschaum oder Schaumstoff verwendet.

Wie sieht ein Pfirsich aus?

Der Pfirsichbaum ist ein geradstämmiger, sommergrüner Baum, der eine Höhe von bis zu 9 m erreichen kann. Die durchschnittliche Höhe beträgt jedoch nicht mehr als 4–6 m. Diese Höhe hängt stark von der Sorte und der verwendeten Unterlage ab. Der Kronendurchmesser kann bis zu 6 m erreichen – die Äste wachsen dicht, und die junge Pflanze kann strauchartig wirken. Bei der Kultivierung werden jedoch viele Triebe während der Blütezeit entfernt. Weitere Merkmale sind:

  1. Der Stamm hat eine dichte, rotbraune Rinde mit einer schuppenartigen Textur.
  2. Junge Triebe sind leichter als der Hauptstamm und fühlen sich glatt an; mit zunehmendem Alter werden sie rauer.
  3. Das Wurzelsystem reicht ohne Unterlage nicht tiefer als 30-50 cm in den Boden.
  4. Das Grün besteht aus länglichen, lanzettlichen Blättern mit gesägtem Rand und glatter Oberfläche.

Optisch ähnelt der Pfirsichbaum seinem nächsten Verwandten, dem Mandelbaum. Da er selbstbefruchtend ist, ist der Ertrag trotz der vielen Blüten sehr hoch. Schätzungen zufolge liegt der Anteil nutzbarer Fruchtknoten und Pfirsiche pro Baum, bezogen auf die Anzahl der geöffneten Knospen, bei etwa 26–60,5 %. Die allgemein anerkannte Einteilung nach dem Gewicht der Hybridfrüchte ist:

  • sehr groß – ab 180 g;
  • groß – ab 150 g;
  • mittel – ab 90 g;
  • klein – ab 60 g;
  • sehr klein – bis zu 60 g.

Die Form der Frucht variiert – sie kann rund, länglich, abgeflacht oder eiförmig sein. Auf einer Seite der Frucht befindet sich eine Rille. Manche Sorten dieser Kulturpflanze weisen keine Behaarung auf. Ein Beispiel hierfür ist die Nektarine. Die Schale ist dünn und variiert in der Farbe von Hellgrün bis Dunkelrot. Das Fruchtfleisch ist cremefarben und hat ein ausgeprägtes Aroma. Im Inneren befindet sich ein gerippter, fester Kern, der sich manchmal nur schwer vom Fruchtfleisch trennen lässt.

Ist ein Pfirsich eine Frucht oder eine Beere?

Der Pfirsichbaum ist eine künstlich gezüchtete Hybride und kommt in der Natur nicht als eigenständige Pflanze vor. Über seine Herkunft ist nichts Genaues bekannt, Experten vermuten jedoch, dass er aus dem alten China stammt. Die Frage, ob es sich um eine Frucht oder eine Beere handelt, lässt sich leicht beantworten: Um festzustellen, ob es sich um eine Beere handelt, betrachten wir die Definitionen der beiden Begriffe. Eine Beere zeichnet sich durch eine niedrig wachsende, buschige Pflanze und eine Frucht mit vielen Samen aus. Eine Frucht hingegen hat saftiges Fruchtfleisch, einen Kern und wächst an einem Baum, oft an einem hohen.

Die Früchte dieser Hybride lassen sich in Gruppen einteilen:

  1. Echt – das süße Fruchtfleisch lässt sich leicht von der flaumigen Haut und dem Kern lösen.
  2. Nektarine – der Kern ist vom Fruchtfleisch getrennt, und die Oberfläche der Schale ist glatt und nicht behaart.
  3. Pavias - das zarte Fruchtfleisch lässt sich nur schwer von der Steinfrucht trennen, die Oberfläche ist jedoch behaart.
  4. Brugnones – die Oberfläche der Frucht ist glatt wie bei einer Nektarine, aber der Stein lässt sich nur schwer entfernen.
  5. Klings – die Steinfrucht lässt sich nur schwer vom zähen, knorpeligen Fruchtfleisch trennen. Sie werden zum Einmachen verwendet.
  6. Die Feige ist eine leicht abgeflachte Frucht, die mit Flaum und süßem, zartem Fruchtfleisch bedeckt ist.
Aufmerksamkeit!
Die Klassifizierung von Früchten gibt keine Auskunft über die Sortenzugehörigkeit; je nach Art können die Eigenschaften der Frucht variieren.

Wie Pfirsiche wachsen

Die Reifezeit von Pfirsichen hängt eng mit dem Klima am jeweiligen Standort zusammen. Die Reifezeit beginnt bereits Ende Juni, die Haupternte findet jedoch im Juli und August statt. Dank der Wärme und Sonneneinstrahlung reifen die Früchte in südlichen Regionen am besten. Für den Verkauf werden die Pfirsiche unreif geerntet und einer speziellen chemischen Behandlung unterzogen, um ihre Haltbarkeit zu verlängern. Reife Früchte sollten folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Die Farbe ist leuchtend – von grünlich-gelben bis hin zu roten Tönen;
  • Das Fruchtfleisch ist fest, aber weich – das hängt von der Sorte ab;
  • Gewicht und Abmessungen im Vergleich zum Durchschnitt.

Es ist nicht ratsam, die Früchte zu lange am Baum zu lassen. Wenn sie reif werden und vom Stiel fallen, können sie durch den Aufprall auf den Boden aufgrund ihrer Weichheit beschädigt werden. Unreife Früchte können ebenfalls entfernt werden; wenn sie in die Sonne gelegt werden, sind sie in 6–7 Tagen reif. Auch der Standort ist wichtig: An einem windigen Standort bilden sich die Früchte möglicherweise gar nicht oder fallen vorzeitig ab.

Wie die Pfirsichblüte

Der Baum blüht im frühen Frühling, sobald die Temperaturen 6–8 °C erreichen. Er muss jedoch vor wiederkehrendem Frost geschützt werden. Die Knospen erscheinen, bevor die Pfirsichblätter austreiben. Die Blütenblattfarbe variiert je nach Sorte von zartem bis zu leuchtendem Rosa. Während der Blütezeit sind die Zweige des Pfirsichbaums fast vollständig mit Knospen bedeckt – ein Anblick, der von Dekorateuren oft geschätzt wird. Hauptmerkmale:

  • glockenförmige Knospen entlang des gesamten Triebs;
  • Der Durchmesser jeder Pfirsichblüte kann bis zu 3,5 cm erreichen;
  • Die Blütenblätter sind schalenförmig.

Diese Pflanze ähnelt äußerlich einer Aprikose, blüht aber 1–2 Wochen später. Die Blüten bleiben etwa 15 Tage an den Zweigen. Diese Zeitspanne kann jedoch je nach Sorte und Klima variieren. Um eine gute Ernte und große Früchte zu gewährleisten, empfiehlt es sich, während der Blüte einige Zweige des Pfirsichbaums zurückzuschneiden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Wurzelsystem geschwächt und die Haupttriebe, die die Früchte tragen, überlastet werden.

Notiz!
Die Früchte reifen 80 bis 150 Tage nach der Blüte. Während dieser Zeit ist eine Düngung unerlässlich, da die Pflanze dem Boden erhebliche Nährstoffe entzieht.

Pfirsichertrag

Unter günstigen Wachstumsbedingungen und bei richtiger Pflege trägt die Pflanze reichlich Früchte. Ein einzelner 15 Jahre alter Baum kann bis zu 200–250 kg Früchte tragen. 3–4 Jahre alte Pflanzen können bis zu 35–60 kg Früchte liefern. Frostresistente Sorten, die auf eng verwandte Pflanzen veredelt wurden, erzielen die besten Erträge.

Die Pfirsichernte kann bei manchen Sorten bis Mitte Oktober andauern. Diese Bäume gelten als wärmeliebend und trockenheitsresistent, doch bei niedrigen Temperaturen leiden Holz und Knospen stark. Sinkt das Thermometer auf -24 °C, kann der Baum absterben. Gefrieren Wurzelwerk und Triebe, blüht der Pfirsichbaum oft nicht und trägt keine Früchte mehr.

Wie viele Jahre trägt ein Pfirsichbaum Früchte?

Ein Pfirsichbaum kann bis zu 30 Jahre alt werden, doch um diese Lebensdauer zu erreichen, ist sorgfältige Pflege erforderlich. Bei durchschnittlicher Pflege kann die Fruchtperiode 10 bis 16 Jahre betragen. Durch regelmäßiges Verjüngen der Hybride mittels Schnitt und die Wahl einer stabilen Unterlage lässt sich die Erntezeit verlängern. Um die Fruchtqualität zu erhalten, ist es wichtig, beschädigte und alte Äste zu entfernen.

Der Pfirsich ist eine robuste Hybride, die in Zentral- und Südrussland angebaut werden kann. Seine Früchte sind aromatisch und nährstoffreich. Die Blütezeit beginnt im frühen Frühling, und bei optimaler Pflege kann ein reicher Ertrag von mindestens 20–30 kg pro Jungbaum erzielt werden. Die Lebensdauer der Pflanze ist kurz, aber bei regelmäßiger Verzweigung kann sie bis zu 30 Jahre lang süße Früchte tragen.

Pfirsichbaum
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