
In einem Landhaus oder Sommerhaus ist der Einbau einer Toilette im Haus nicht immer möglich. In solchen Fällen kann man selbst ein Plumpsklo bauen. Das Plumpsklo selbst ist einfach aufgebaut – ein kleiner, geschlossener Raum mit einer Klärgrube oder einem Fäkalienbehälter. Bevor man jedoch beginnt, ist es wichtig, sich die verschiedenen Arten von Plumpsklos genauer anzusehen. Zeichnungen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind dabei hilfreich. Je nach Bauart variieren die Platzierung auf dem Grundstück und die Reinigungsmethoden.
Die richtige Toilettenkonstruktion auswählen
Bevor Sie Material kaufen und mit dem Bau beginnen, sollten Sie sich für ein fertiges Modell entscheiden oder selbst eins entwerfen. Das kann ein klassisches Plumpsklo mit Sickergrube oder eine moderne Toilette mit Bio-Klärgrube sein. Liegt der Grundwasserspiegel nahe der Oberfläche, ist das Ausheben einer Sickergrube nicht empfehlenswert; in diesem Fall ist eine Klärgrube mit Oberflächentank die bessere Wahl. Ein klassisches Plumpsklo ist jedoch einfacher und praktischer.
Klassische Toilette mit Jauchegrube
Die einfachste und gebräuchlichste Art von ländlicher Toilette ist die klassische Grubenlatrine. Diese wird in ausreichendem Abstand zu Wasserquellen errichtet. Laut Vorschriften darf sie nicht näher als 1 Meter an die Grundstücksgrenze und 25 Meter an Brunnen, Keller oder andere Gewässer heranreichen. Alle Abfälle fließen in eine Grube unter der Grubenlatrine – diese muss ausreichend groß sein, insbesondere bei regelmäßiger Nutzung. Wichtigste Vorteile:
-
- Einfachheit des Designs;
- Fülldauer;
- Multifunktionalität der Grube.
Beim Bau einer großen Klärgrube versuchen viele, die Bauweise eines klassischen Plumpsklos mit einer Duschkabine zu kombinieren. In solchen Fällen wird die Grube maximal erweitert und ein doppelter Rahmen errichtet. Die darüberliegende Kabine wird vergrößert und in zwei Räume mit einem gemeinsamen Abfluss unterteilt. Ein Nachteil dieser kombinierten Bauweise sind unangenehme Gerüche in der Duschkabine.
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Ein Trockentoilette ist eine grubenlose Toilette mit vereinfachtem Design. Sie verfügt über einen direkt unter dem Sitz befindlichen Behälter. Nach der Benutzung werden die Fäkalien mit einem saugfähigen Material abgedeckt. Ist der Behälter voll, wird er geleert. Je nach verwendetem Material können die Fäkalien auch als Dünger verwendet werden.
Folgende Stoffe werden üblicherweise als Pulver verwendet:
- Sand;
- Asche;
- Sägemehl;
- Torf.
Die Verwendung eines dieser Füllstoffe beseitigt unangenehme Gerüche in der Toilette und die damit einhergehenden Insekten. Wird Torf als Adsorptionsmittel eingesetzt, kann diese Toilette als Analogon zu einer industriellen Komposttoilette betrachtet werden. Auch diese verwenden diesen Füllstoff. Die Abfälle können als hochwertiger Dünger verwendet werden, ihre Menge ist jedoch streng begrenzt. Der größte Nachteil einer Pulvertoilette ist die Notwendigkeit, den Behälter häufig zu reinigen.
Toilette mit Kompostgrube
Eine Toilette mit integrierter Kompostgrube ist eine der besten Lösungen. Diese Konstruktion beschleunigt die Kompostierung und die Düngemittelreifung. Dadurch wird nicht nur die Bodenqualität verbessert, sondern auch die Menge an unbrauchbarem Abfall reduziert. Für diese Art von Toilette wird eine Sickergrube mit folgenden Parametern vorbereitet:
- Eine Jauchegrube mit Gefälle und einer maximalen Tiefe von 1,5 m.
- Die Grube muss an zwei Stellen mit einem Belüftungssystem ausgestattet sein.
- Bei der Vorbereitung der Decke sollte man sich im Voraus Gedanken über die Position der beiden Luken machen.
- Um den Kompost aufzulockern und mit Sauerstoff anzureichern, wird ein Hebel eingebaut.
- Die Grube ist in drei Bereiche unterteilt: Toilette, Kompost und Jauchegrube.
Bau einer Toilette
Der Bau eines Plumpsklos sollte mit der Auswahl oder Erstellung einer Zeichnung beginnen. Je nach den baulichen Gegebenheiten werden die benötigten Materialien berechnet und die vorbereitenden Arbeiten durchgeführt. Eine typische Grubentiefe beträgt 1,5 Meter, es empfiehlt sich jedoch, die Grube flacher zu gestalten. Abhängig von der Größe des Plumpsklos muss es nicht zwingend im Keller errichtet werden; es können auch zusätzliche Außenverkleidungen mit einer Revisionsklappe zur Reinigung der Klärgrube verwendet werden. In solchen Fällen erhöht sich jedoch auch der Materialbedarf.
Erstelle deine eigene Zeichnung
Bei der Planung einer Dorftoilette ist zu beachten, dass auch für solche Bauwerke Vorschriften gelten. Gemäß den Hygienevorschriften muss eine Sickergrubentoilette mindestens 12 Meter vom Haus entfernt sein. Der Innenraum der Toilette muss ausreichend Platz für bequeme Bewegungsfreiheit bieten; weniger als 1 Quadratmeter wäre unpraktisch. Folgende Regeln sind bei der Planung ebenfalls zu berücksichtigen:
- Die empfohlene Höhe der Konstruktion beträgt 2 m. Ist die Kabine kleiner, ist sie nicht für alle Besucher komfortabel zu nutzen.
- Die Dachneigung ist nach hinten gerichtet oder es handelt sich um eine Giebelform – das hängt alles vom Entwurf ab.
- Wenn Sie keine elektrische Beleuchtung an den Kleiderschrank anschließen möchten, sollten Sie unbedingt ein Fenster einbauen oder oben in der Tür einen Spalt lassen.
- Um ein stickiges Klima in der Toilette zu vermeiden, kann die Konstruktion eine Belüftung in der Rückwand vorsehen.
Die meisten Toilettenhäuschen auf dem Land heizen sich im Sommer stark auf, daher wird oft empfohlen, sie im Schatten eines großen Baumes aufzustellen. Sie müssen das Design nicht komplett selbst entwerfen – Sie können bestehende Designs anpassen oder kombinieren. Fertige Designs sind weit verbreitet und praktisch für Ihr eigenes Grundstück.
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Sobald das Toilettendesign feststeht, müssen die passenden Baumaterialien ausgewählt werden. Jeder Typ erfordert individuelle Zeichnungen, da Dicke, Gewicht und Festigkeit variieren. Manche Materialien sind leichter zu verarbeiten, andere haben eine längere Lebensdauer. Die gängigsten Materialien für den Bau einer ländlichen Klärgrube sind:
- Ziegelstein. Ein aus diesem Material gefertigter Schrank gilt als feste Konstruktion – ein Versetzen oder Abbauen ist schwierig. Zu seinen Vorteilen zählen Wärmedämmung und Langlebigkeit.
- Holz. Toiletten aus diesem Material haben möglicherweise eine kürzere Lebensdauer als solche aus Ziegeln. Der Bau einer Holztoilette ist jedoch einfacher – das „Haus“ ist leicht und warm.
- Metall. Das einfachste Baumaterial. Trotz der Zuverlässigkeit dieser Toilettenhäuschen sollte man jedoch keinen Komfort erwarten. Die Risse lassen sich schwer abdichten und leiten Wärme gut.
Schrittweiser Bau einer ländlichen Holztoilette
Sobald die Materialien vorbereitet und der Standort ausgewählt sind, kann der Bau beginnen. Das allgemeine Prinzip lässt sich anhand der Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines hölzernen Plumpsklos veranschaulichen. Die gängigsten Arten solcher Konstruktionen sind die Hütte, der Turm und das Vogelhaus. Die einfachste Version eines Plumpsklos kann mithilfe des folgenden Algorithmus gebaut werden:
- Wir graben ein Loch entsprechend dem gewählten Typ – einen Platz für einen Plastikbehälter, eine klassische Grube oder eine Kompostgrube.
- Wir legen am Boden der Jauchegrube ein Lehmkissen aus – die Dicke dieser Schicht beträgt mindestens 25 cm.
- Wir verkleiden die Wände mit Ziegelmauerwerk und bringen Asbestringe oder geteerte Platten an. Der Boden kann mit Beton gegossen werden.
- Wir fertigen die Decken gemäß der Zeichnung und den angegebenen Reinigungsöffnungen.
- Wir fertigen ein Gerüst für die Rück- und Vorderwände der Hütte an – ein Dreieck mit mehreren Querstangen.
- Die Konstruktion wird mit Querträgern oberhalb der Klärgrube verbunden - die Positionen der Latten sind in der Zeichnung zu sehen.
- Wir fertigen den Toilettensitz in der benötigten Höhe – 40–50 cm sind Standard. Komfort steht an erster Stelle.
- Wir verkleiden die Flächen mit Brettern und befestigen die Dachdeckung. Die Decke ist etwas niedriger als der Dachfirst.
Die Oberfläche des fertigen Bauwerks sollte mit einer feuchtigkeitsbeständigen Schutzschicht versehen und mit Schiefer gedeckt werden. Alternativ wird häufig Dachpappe verwendet. Die Höhe eines solchen Unterstands beträgt etwa 3,5 Meter, die Innenraumhöhe bis zur Decke 2,15 Meter. Dieser Unterschied ergibt sich aus dem spitzen Winkel am Dachfirst, der Platz ist aber auch für große Personen ausreichend.
Reinigung der Jauchegrube
Neben den allgemeinen Konstruktionsmerkmalen ist auch die Reinigung der Fäkaliengrube ein wichtiger Faktor. Klassische Dorftoiletten verfügen daher über eine Reinigungsöffnung. Diese kann sich unter dem Toilettensitz befinden, was jedoch nicht immer praktisch ist; besser ist es, sie außerhalb der Toilettenkabine im hinteren Bereich anzubringen. Auch die Lage der Grube auf dem Grundstück spielt eine Rolle – beim Abpumpen von Dorftoiletten kommt es neben dem Grubenvolumen auch auf die Schlauchlänge an.
Selbstkonstruktion Toilette für ein Sommerhaus Es ist nicht besonders schwierig. Mit vorgefertigten Plänen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen geht es schnell und kostengünstig. Sie können verschiedene Arten von Klärgruben verwenden – Sickergruben oder Behälter – aber es ist ratsam, sich vorher eine Methode zur Entleerung zu überlegen. Am besten baut man einen Schacht zum Abpumpen der Abwässer.

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