Zweikreis-Heizkessel werden zunehmend als wirtschaftlichere Alternative zu einfachen Einkreis-Systemen gewählt. Das Erhitzen des Kühlmittels und das Halten der erforderlichen Temperatur im Warmwassersystem tragen zur Brennstoffeinsparung, zur Senkung der Wartungskosten und sogar zur Überwachung des Betriebs der gesamten Anlage bei. Um jedoch einen langlebigen und störungsfreien Betrieb eines solchen Kessels zu gewährleisten, ist die Wahl des richtigen Typs und eines hochwertigen Designs entscheidend.
Gerätetypen
Gasheizkessel sind bei Zweikreisheizkesseln sehr beliebt. Sie sind sparsam im Verbrauch, zuverlässig und hocheffizient. Sie lassen sich in jedem Haustyp installieren, sind kompakt und preisgünstig. Diese Systeme können mit folgenden Energiequellen betrieben werden:
- flüssiger Brennstoff;
- feste Stoffe;
- Strom.
Flüssige Brennstoffe sind effizienter als feste. Sie lassen sich leichter lagern und transportieren, und die Heizgeräte selbst verschleißen weniger. Flüssigbrennstoffanlagen erzeugen Wärme durch eine große, fest eingebaute Heizschlange. Diese ist das zentrale Element der Anlagen. Ein weiteres Merkmal dieser Zweikreis-Heizkessel ist der interne Kessel. Er benötigt wenig Platz, was ein wichtiger Vorteil ist.
Festbrennstoff-Zweikreiskessel sind einfacher konstruiert. Sie benötigen selten zusätzliche Wärmequellen; das Brauchwasser wird mit der Primärwärme erhitzt. Dadurch sind sie deutlich günstiger und reparaturfreundlicher. Allerdings ist die Verwendung von Festbrennstoffen weniger umweltfreundlich, und der Kessel erfordert regelmäßige Wartung und Reinigung. Auch das Erreichen einer konstanten Heiztemperatur ist schwierig. Schwere Festbrennstoffe verbrennen langsam, sodass Temperaturschwankungen unvermeidbar sind. Modernere Zweikreiskessel mit integrierten Pelletsystemen weisen diesen Nachteil nicht auf. Bei diesen Kesseln wird die Energiequelle automatisch durch einen eingebauten Mechanismus zugeführt, was die Bedienung für den Nutzer vereinfacht.
Ein wichtiges Merkmal eines Zweikreiskessels ist der Wärmetauschertyp. Er bestimmt die Heizstabilität und die Gesamtlebensdauer. Es gibt drei Typen:
- primär;
- bithermisch;
- sekundär.
Ihre Kombination bestimmt die Effizienz. Der primäre Wärmetauscher ähnelt einem herkömmlichen Heizkörper, wie er beispielsweise in Wohnungen oder Autos zu finden ist. Der Aufbau ist identisch: ein zentrales Rohr und Heizelemente, die die Wärme an den Heizkörper abgeben. Die Erwärmung erfolgt direkt durch die Flamme, was die Lebensdauer des Systems verkürzt. Allerdings lassen sich alle durchgebrannten Elemente einzeln austauschen, wodurch Reparatur- und Wartungskosten reduziert werden.
Bithermale Systeme sind komplexer. Ein zweites Rohr, das für die Warmwasserversorgung ausgelegt ist, wird innerhalb des ersten Rohrs, das als Hauptheizkörper dient, installiert. Diese Wärmeverteilung gewährleistet eine gleichmäßige Erwärmung und Temperaturstabilität. Das Rohr ist steifer und weniger anfällig für Verformungen im Betrieb. Durch die gleichzeitige Wärmeverteilung auf zwei Systeme werden Brennstoffkosten gespart; allerdings sind die Austauschkosten für diese Komponente im Reparaturfall höher.
Die Sekundärelemente werden ausschließlich durch das im System zirkulierende Kühlmittel erwärmt. Da sie keiner offenen Flamme ausgesetzt sind, verschleißen sie nur langsam. Hunderte dünner Platten im Inneren des Hauptkörpers verteilen die Energie gleichmäßig, speichern sie und geben sie nach und nach wieder ab. Da der Warmwasserfluss nicht eingeschränkt werden muss, können mehrere Wasserhähne gleichzeitig genutzt werden, ohne dass Druckverlust oder Temperaturabfall auftreten.
Wie man das richtige auswählt
Neben den bereits beschriebenen Konstruktionsunterschieden unterscheiden sich Zweikreissysteme auch in Leistung, zusätzlichen Optionen und Installationsart. All dies muss bei der Kesselauswahl berücksichtigt werden, da eventuelle Mängel später nicht mehr behoben werden können. Die Leistungsbestimmung ist entscheidend, da sie der wichtigste Parameter ist. Der benötigte Wert lässt sich mit einer Standardformel berechnen. Ermitteln Sie die Gesamtfläche der zu beheizenden Räume und teilen Sie diese durch 10. Das Ergebnis ist die benötigte Leistung in kW. Beachten Sie, dass diese Berechnung für Räume mit einer Deckenhöhe von mindestens drei Metern gilt. Um sicherzustellen, dass das Gerät auch unter extremen Lasten und widrigen Bedingungen zuverlässig funktioniert, sollten Sie zu diesem Wert weitere 30 Prozent hinzufügen. Dies gewährleistet eine längere Lebensdauer und einen optimalen Betrieb des Kessels, ohne seine Leistungsgrenzen zu erreichen.
Da ein Zweikreis-Heizkessel Warmwasser für den Haushalt liefern muss, ist die Heizleistung ein wichtiger Parameter. Sie wird in Litern und Grad pro Minute angegeben. Sie zeigt an, wie viele Liter Wasser im Normalbetrieb um die angegebene Temperatur pro Minute erwärmt werden. Beträgt die Eingangstemperatur beispielsweise +2 Grad, liefert ein Heizkessel mit einer Heizleistung von 11/35 11 Liter Wasser mit einer Temperatur von 37 Grad. Eine Standardberechnung geht davon aus, dass dies für zwei Verbraucher in einem Wohnhaus ausreicht.
Ein Heizkessel kann wandmontiert oder stehend sein. Wandmontierte Geräte sind beliebter, da sie keinen separaten Raum benötigen und kompakt und dennoch effizient sind. Die meisten Zweikreis-Heizkessel sind in dieser Ausführung erhältlich. Standgeräte bieten eine höhere Heizleistung und eine größere Kapazität für eine einzelne Brennstoffladung. Dadurch eignen sie sich gut für große Häuser oder kleine Hauswirtschaftsräume.
Eine wichtige Zusatzoption ist das autonome Sicherheitssystem. Es stellt sicher, dass die Anlage bei Kühlmittel- oder Flüssigkeitsmangel oder bei plötzlichen Druck- oder Temperaturspitzen abgeschaltet wird. Die Abschaltung erfolgt auch bei nachlassendem Zug oder Erlöschen des Brenners. Eine ähnliche Funktion ist die Selbstdiagnose. Zusätzlich zum Schalten von Ventilen und Relais kann das System Pumpen einschalten und die Leistung kurzzeitig erhöhen, um Blockaden nach längeren Inaktivitätsphasen oder Betrieb mit minimaler Leistung zu verhindern.
Die automatische Flammenregulierung je nach Klima oder Zeitplan ist ebenfalls ein nützliches Merkmal. Dadurch werden manuelle Einstellungen minimiert und gleichzeitig Brennstoff gespart. Für viele Käufer ist der Preis jedoch ein entscheidendes Kriterium. Hochwertige Modelle mit erweiterter Ausstattung kosten zwischen 60.000 und 80.000 Rubel. Diese leistungsstärksten Varianten sind oft Standgeräte und benötigen einen zusätzlichen Stromanschluss. Preisgünstige Gasmodelle sind ab 30.000 Rubel erhältlich. Die einfachsten Festbrennstoffmodelle ohne Sekundärkühler gibt es bereits ab 15.000 Rubel. Sie erfordern jedoch manuelle Einstellungen und regelmäßige Wartung und haben eine geringere Leistung.
Bei der Auswahl eines Zweikreis-Heizkessels ist es wichtig, alle Parameter zu berücksichtigen. Heizleistung, Temperaturregelung und Sicherheit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ein teureres Modell mit bithermischen Heizelementen bietet zwar höchsten Komfort, aber auch Modelle mit herkömmlichen Heizelementen sind bei ordnungsgemäßer Wartung sehr langlebig. Zweikreis-Heizkessel sind eine gute Lösung, um Platz und Kosten zu sparen. Sie eignen sich sowohl für Besitzer kleiner Wohnungen als auch für Bewohner von Landhäusern.

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