Ficus microcarpa ist eine robuste Pflanze mit einem komplexen Wurzelsystem, dessen Wurzeln über die Erdoberfläche hinausragen und sich miteinander verflechten. Der Name Ficus stammt aus dem Griechischen: „mikros“ und „karpos“ bedeuten „kleine Frucht“. Trotz der beeindruckenden Größe, die der Baum erreichen kann, sind seine Früchte tatsächlich winzig.
Die Pflanze wird oft als Bonsai kultiviert. Sie trägt viele Namen, darunter Indischer Lorbeer, Gayumaru, Chinesischer Banyan und Ginseng. Bei richtiger Pflege erfreut der Ficus microcarpa mit seinem exotischen Aussehen, wie auf dem Foto zu sehen, und manchmal mit leuchtenden Blüten, die jedoch in Innenräumen sehr selten sind.
Der Gayumaru ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Maulbeergewächse. Er besitzt eine prächtige, voluminöse Krone. In freier Natur erreicht er eine Höhe von bis zu 25 Metern, im Haus bleibt er jedoch meist unter 1,5 Metern. Sein charakteristisches Merkmal ist das Wurzelsystem: Die Wurzeln des Ficus ragen über die Erdoberfläche hinaus und verflechten sich zu vielfältigen Formen.
Glänzende, dunkelgrüne Blätter sitzen mit kurzen Blattstielen an den Zweigen und bedecken die Krone dicht. Die Blätter selbst sind dicht stehend und leicht oval geformt. Die Pflanze besitzt zahlreiche Luftwurzeln und einen aufrechten, grauen Stamm.
Während der Blütezeit bildet der Ficus Sykonien – kleine, violette, kugelförmige Blütenstände. Bei der Zimmerkultur ist jedoch zusätzlicher Aufwand nötig, damit die Pflanze blüht.
Pflege von Ficus microcarpa nach dem Kauf
Der Indische Lorbeer (Ficus spp.) ist recht anspruchsvoll und benötigt daher besondere Pflege. Vor dem Kauf sollte man sich einen festen Standort aussuchen, da der Baum Standortwechsel nicht gut verträgt. Außerdem sollte man beachten, dass er Zugluft, trockene Luft und direkte Sonneneinstrahlung nicht verträgt. Sie können die Pflanze nicht in der Nähe von Heizgeräten aufstellen, da diese die Luft nicht nur erwärmen, sondern auch austrocknen.
Schon ab den ersten Stunden nach dem Kauf des Baumes ist es wichtig, für optimale Luftfeuchtigkeit im Haus zu sorgen. Stellen Sie den Pflanztopf auf ein mit feuchten Kieselsteinen gefülltes Tablett und besprühen Sie die Blätter täglich. Dies hilft, trockene Luft um die Pflanze herum zu vermeiden. Besprühen Sie das Laub bei Bedarf zwei- bis dreimal täglich. Achten Sie außerdem darauf, dass die Erde nicht austrocknet. Im Allgemeinen muss die Pflanze alle zwei bis drei Tage gegossen werden.
Man sollte eine Pflanze nicht sofort nach dem Kauf umtopfen, da sie Zeit braucht, sich an ihren neuen Standort zu gewöhnen. Normalerweise dauert die Eingewöhnung 10 bis 14 Tage. Nach zwei Wochen kann sie dann in einen neuen, passenderen Topf umgepflanzt werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Wichtig zu wissen ist, dass der Baum in den ersten Tagen nach dem Kauf aufgrund der neuen Bedingungen möglicherweise seine Blätter abwirft. Das ist kein Grund zur Sorge; es handelt sich dabei in der Regel um eine Anpassungsphase der Pflanze.
Geheimnisse der Pflege von Ficus microcarpa zu Hause
Beim Anbau eines Ficus ist es wichtig, alle Pflegehinweise zu beachten. Andernfalls verliert die Pflanze ihre Blätter und wird anfällig für verschiedene Krankheiten, was nicht nur zu einem Verlust ihres dekorativen Reizes, sondern auch zu ihrem Absterben führen kann.
Beleuchtung
Der Indische Lorbeer ist ein schattenverträglicher Baum, der sowohl im Halbschatten als auch an hellen Standorten gut gedeiht. Das Licht, das auf die Pflanze fällt, sollte jedoch gestreut sein; direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden.

Bei unzureichendem Licht verblassen die grünen Blätter der Pflanze. In diesem Fall kann der Lichtmangel mit speziellen Fotolampen ausgeglichen werden.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Der Ficus ist eine wärmeliebende Pflanze, deren Wurzeln ebenso viel Wärme benötigen wie die Krone. Daher sollte man ihn bei kaltem Wetter nicht auf den Boden oder die Fensterbank stellen. Er gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 17 und 24 °C.
Die Luftfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle für die Pflanzengesundheit. Wächst der Baum in einer trockenen Umgebung, wird er schwach und ungesund. Um dies zu verhindern, besprühen Sie die Pflanze einfach täglich mit abgestandenem Wasser und wischen Sie ihre Blätter mit einem leicht feuchten, weichen Tuch ab.
Bewässerung und Düngung
Die Pflanze benötigt regelmäßiges und reichliches Gießen. Staunässe sollte jedoch vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen. Die Gießhäufigkeit hängt von anderen Faktoren wie Licht, Luftfeuchtigkeit und Temperatur ab. Sobald die obersten 2–3 cm der Erde trocken sind, sollte gegossen werden.
Die Pflanze benötigt nur während der Wachstumsperiode, die im Frühjahr beginnt und bis in den Herbst andauert, Dünger. Der Dünger kann direkt auf den Boden gegeben oder das Laub mit einer stark verdünnten Mineraldüngerlösung besprüht werden.
Flüssigdünger sollte nur alle 14 Tage ausgebracht werden. Der Ficus profitiert am meisten von der Düngung, wenn sie auf feuchte Erde gegeben wird. Verwenden Sie zur Düngung des Baumes einen Universaldünger für Zierpflanzen und geben Sie ihn dem Gießwasser bei.
Beschneiden und Formen
Die Pflanze verträgt regelmäßiges Beschneiden von Ästen und dicken Trieben gut. Dies trägt außerdem dazu bei, ihre Ziereigenschaften zu erhalten. Der Formschnitt der Krone erfolgt regelmäßig im Frühjahr. Ein radikaler Rückschnitt ist in den anderen Jahreszeiten nicht empfehlenswert, das Konturieren und Kürzen der Äste kann jedoch ganzjährig erfolgen.
Damit sich später ein starker, dicker Stamm entwickelt, muss ein junger Baum frühzeitig zurückgeschnitten werden. Durch den Schnitt kann auch die Krone geformt werden. Am besten beginnt man im unteren Bereich und arbeitet sich langsam nach oben vor, um die gewünschte Form zu erzielen.
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Entscheidend ist, die Äste selbst zu beschneiden, nicht die Blätter. Beim Beschneiden dicker Triebe sollte die Schnittstelle mit Gartenversiegelungsmittel behandelt werden, um den Baum vor Mikroben, Pilzen und Schädlingen zu schützen.
Die skelettartigen Äste des Baumes können durch Draht in die gewünschte Richtung gelenkt werden, und ein regelmäßiger Rückschnitt der Haupttriebe auf 5 cm fördert die Verzweigung der Krone und sorgt für ein üppigeres Wachstum.
Reproduktionsmethoden
Ficus lässt sich auf drei Arten vermehren: durch Stecklinge, Samen und Absenker. Stecklinge sind jedoch die gebräuchlichste Methode. Sie ist die einfachste, schnellste und effektivste.

Stecklinge werden von der Spitze eines noch nicht verholzten Triebs schräg abgeschnitten. Zur Bewurzelung stellt man den Steckling in ein Gefäß mit zimmerwarmem Wasser, das regelmäßig durch frisches Wasser ersetzt werden sollte. Normalerweise bilden sich innerhalb von 3–4 Wochen Wurzeln. Danach kann der Steckling ins Freiland umgepflanzt werden.
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Ficus wächst recht langsam und muss daher nicht häufig umgetopft werden; ein Erdwechsel alle zwei bis drei Jahre genügt. Da der Baum Umtopfen schlecht verträgt, raten manche Gärtner davon ab, einen ausgewachsenen Ficus überhaupt umzutopfen. Bei einem ausgewachsenen Ficus reicht es, die oberste Erdschicht auszutauschen.
Ein Ficus muss nicht jedes Mal umgetopft werden, da es beim Umtopfen nicht um den Wechsel des Gefäßes, sondern um die Erneuerung der Erdmischung geht. Bei der Wahl eines neuen Gefäßes sollte dieses idealerweise 2–3 cm größer sein als das vorherige.

Vor dem Umtopfen muss die Pflanze sorgfältig vorbereitet werden. Dazu gehört, die Wurzeln in warmem Wasser abzuspülen, um alte Erde zu entfernen, und sie um etwa 10 cm zu kürzen.
Phasen der Transplantation:
- Legen Sie eine 2-3 cm dicke Drainageschicht auf den Boden des Topfes. Sie können Blähton oder Polystyrolschaum verwenden.
- Neue, nährstoffreiche Erde hinzufügen. Die Pflanze ist bezüglich des Substrats nicht wählerisch; wichtig ist nur, lockere, durchlässige Erde zu wählen.
- Die Pflanze wird in frische Erde gesetzt. Der Baum sollte so positioniert werden, dass die Oberseite seiner Wurzeln über der Erde liegt.
- Bodenverdichtung.
- Bewässerung.
Nach dem Umpflanzen kann ein Baum als Reaktion auf eine Stresssituation seine Blätter abwerfen.
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Krankheiten, Schädlinge und Behandlungsmethoden
Ficus ist zwar recht widerstandsfähig gegen Krankheiten, doch falsche Pflege kann diese Widerstandsfähigkeit deutlich verringern. Trockene Luft, falsche Bewässerung und plötzliche Temperaturschwankungen sind die Hauptursachen für Krankheiten bei Ficus.
Überwässerung kann eine Pilzkrankheit verursachen, die zu Flecken an den Luftwurzeln der Pflanze führt. Um den Pilz zu bekämpfen, sollten alle befallenen Stellen abgeschnitten und der Baum mit einem Fungizid behandelt werden.
Es empfiehlt sich, den Baum von anderen Zierpflanzen fernzuhalten, da Schädlinge leicht von anderen Zimmerpflanzen übertragen werden können. Die häufigsten Schädlinge, die Ficus befallen, sind Blattläuse und Spinnmilben.
Parasiten verstecken sich typischerweise auf der Blattunterseite. Blattläuse lassen sich auch an kleinen schwarzen Punkten auf den Blättern erkennen. Spinnmilben verraten sich durch die feinen Gespinste, die sie am Astansatz spinnen. Am schnellsten lassen sie sich durch die Behandlung des Baumes mit Insektiziden bekämpfen.

Nicht selten wirft die Pflanze ihre Blätter vollständig ab. Dies ist in der Regel eine Reaktion auf Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen, Feuchtigkeitsmangel und Stress durch einen Standortwechsel oder eine Umpflanzung.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Ficus microcarpa ist eine fantasievolle Pflanze, die bei richtiger Pflege eine wunderschöne Bereicherung für jede Inneneinrichtung darstellt. Um eine dekorative Form zu erhalten, muss sie regelmäßig beschnitten werden.







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