Wie man Haselnüsse im Herbst pflanzt: Wie man einen Haselnuss-Setzling richtig pflanzt und pflegt

Haselnuss

Haselnüsse lassen sich im Herbst im eigenen Garten ohne besondere Voraussetzungen pflanzen. Man braucht nur den Wunsch und etwas Fleiß. Haselnuss Sie wird als Königin der Nüsse bezeichnet, weil sie die nährstoffreichste und wirksamste Nuss ist. Aus ihr hergestellte Medikamente werden in der Dermatologie, Kosmetik, Nephrologie und Gastroenterologie eingesetzt.

Beschreibung der Haselnuss

 

Die Haselnuss, auch Filbertnuss oder Corylus genannt, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Gattung Hasel. Es gibt Wildformen, die vor allem im Süden – auf der Krim und im Kaukasus – verbreitet sind. Sie zeichnen sich durch kleinere Früchte aus, was die Ernte erschwert. Ihr Geschmack ist weniger intensiv als der von Gartenhaselnüssen, und der Ertrag ist gering.

Es handelt sich um eine baumartige Pflanze, die 2 bis 5 Meter hoch wird. Sie hat eine runde Krone, eine glatte, zarte Rinde und kegelförmige Nüsse. Die Blätter des Haselbaums ähneln einem Fisch – einer Brasse, daher der Name.

Während der Blütezeit erscheinen an den Zweigen längliche Knospen mit einer doppelten, purpurroten Quaste. So sehen die weiblichen Blütenstände aus. Die männlichen ähneln Birkenkätzchen. Die Früchte reifen im sechsten Jahr.

Haselnüsse haben ein intensives Aroma und sind sehr kalorienreich. Sie enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Eine Nuss besteht zu 73 % aus Ölen, zu 20 % aus Eiweiß, zu etwa 5 % aus Zucker und zu 3 % aus Ballaststoffen.

Notiz!
Haselnüsse sind reich an den Vitaminen A, E, D, C und PP sowie an Carotin, Biotin und Makro- und Mikronährstoffen. Die Blätter enthalten ätherische Öle, das Glykosid Myricitrosyl, Tannine und Ascorbinsäure.

Wo pflanzen?

 

Haselnüsse gedeihen am besten an einem sonnigen Standort. Licht ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Standorts für Haselnussbäume.

Wenn die Nordseite durch Bäume oder Gebäudemauern abgeschirmt ist und die Pflanzen somit vor Wind geschützt sind, ist das optimal. Der Strauch verträgt niedrige Temperaturen gut. Haselnüsse sollten jedoch an solchen Standorten besser nicht gepflanzt werden.

Nahegelegene Nutzpflanzen mit dichtem Blätterdach sollten 5 Meter vom Haselnussbaum entfernt angepflanzt werden. Dies erhöht den Ertrag.

Jeder Boden eignet sich – Schwarzerde, Braunerde, Podsolboden. Haselnüsse gedeihen auch auf Gras-, Auen-, Gley- und Podsolböden. Der pH-Wert sollte zwischen 5 und 7 liegen, also neutral oder leicht sauer sein. Die Pflanze benötigt ausreichend Feuchtigkeit, sollte aber nicht in sumpfigen Böden oder in der Nähe von hohem Grundwasserspiegel wachsen.

Wann und wo man einen Strauch pflanzt

Haselnüsse pflanzt man am besten im Herbst. Die Pflanzung sollte zwei bis drei Wochen vor dem ersten anhaltenden Frost erfolgen. So hat der Sämling genügend Zeit, bis Anfang Dezember ein ausreichendes Wurzelsystem zu entwickeln.

Pflanzregeln

Für eine gute Bestäubung pflanzt man am besten mehrere Haselnusssträucher gleichzeitig. Der optimale Abstand zwischen ihnen beträgt 6 Meter, damit sie nicht zu dicht stehen.

Arbeitsphasen:

  • das Land pflügen oder umgraben;
  • Löcher mit einer Breite von 1 m, einer Höhe von 1 m und einer Länge von 1 m machen;
  • Füllen Sie sie zur Hälfte mit Humus oder Mist;
  • Schütte 10 Liter Wasser in jedes Loch;
  • Bedecken Sie den Sämling so mit Erde, dass die Pfahlwurzel 3 cm aus ihr herausragt;
  • Wasser – 20 Liter pro Haselnussbaum.

Auswahl des Pflanzmaterials

Pflanzmaterial kann im Geschäft oder auf dem Markt gekauft oder vom Gärtner selbst vorbereitet werden. Es gibt einige Regeln, Tipps und Empfehlungen zur Vorbereitung der Pflanzung:

  1. Samen. In kleinen Behältern auf der Fensterbank keimen lassen. Anschließend mehrere Monate an einem kühlen, dunklen Ort – z. B. im Kühlschrank oder Keller – aufbewahren. 5 cm tiefe Löcher in die Erde stechen.
  2. Wurzelstecklinge. Diese werden von einer dreijährigen Pflanze am Rand des Hauptstrauchs geschnitten. Bevor die Stecklinge an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden, sollten sie ein bis zwei Jahre im Gartenbeet oder Gewächshaus vorgezogen werden. Diese Methode erhält alle sortentypischen Merkmale der Pflanze.
  3. Teilung. Zweige mit bis zu 15 cm langen Wurzeln werden von einem ausgewachsenen Strauch abgetrennt. Diese Methode eignet sich zum Ausdünnen von Haselnussbäumen.
  4. Junge Stecklinge. Nehmen Sie einen zweijährigen Baum, sobald die Triebe anfangen, verholzt zu werden. Pflanzen Sie ihn in ein 1:1-Gemisch aus Torf und Sand. Gießen Sie ihn zusammen mit dem Laub.
  5. Haselnusspflanzen. Für den Anbau von Haselnüssen benötigen Sie eine blattlose Pflanze mit einem gut ausgebildeten Wurzelsystem von 45–50 cm Länge. Das Wurzelsystem besitzt zwei Triebpaare mit jeweils 1,5 cm Durchmesser und 1–2 cm Länge. Haselnüsse werden in Reihen oder als Einzelpflanzen ausgesät.

Pflege von Haselnüssen

Solange der Haselnussbaum im Garten noch nicht richtig ausgebreitet ist, kann der Platz darunter für den Anbau von Getreide oder einjährigem Gemüse genutzt werden. Jäten Sie Unkraut, lockern Sie den Boden auf, aber nicht zu tief, um das Haselnussrhizom nicht zu beschädigen, und gießen Sie regelmäßig – einmal im Monat.

Wichtig!
Die Zweige werden regelmäßig zurückgeschnitten – in den ersten Jahren bleiben 5–10 der größten und kräftigsten Triebe stehen. Am besten ist es, wenn diese ausreichend Abstand zueinander haben. Bei einem ausgewachsenen Strauch werden zur Verjüngung jährlich 2–3 Zweige entfernt.

Wie man düngt und füttert

Das Mulchen mit Holzspänen, Kiefernnadeln und Laub erfolgt jeden Herbst, auch im ersten Jahr. In der Anfangsphase wird der sonnenliebende Sämling zusätzlich künstlich beschattet. Nach einer Woche wird erneut gegossen, am besten portionsweise. Der neue Eimer wird geleert, sobald das Wasser aufgesogen ist. So wird Fäulnis vorgebeugt.

Jungpflanze Frühling Herbst
Kaliumsulfat 60 g Ammoniumnitrat 25 g pro Quadratmeter Düngemittel, die Kalium und Phosphor enthalten
Doppelsuperphosphat 150 g
Humus 10 l
Mist 10 l

Ein mit Mist und Dünger gefülltes Pflanzloch nährt die Pflanze und fördert ihr Wachstum über mehrere Jahre. Nach vier Jahren ist keine weitere Düngung mehr nötig.

Schädlingsbekämpfung

Wurmbefallene Früchte und Blätter werden eingesammelt und entsorgt. Vorbeugend sollte die Rinde gereinigt, der Boden aufgelockert und mit Sauerstoff versorgt werden. Außerdem sollten Blätter und Pflanzenreste aus der Umgebung entfernt werden.

Schädlinge, denen Haselnüsse ausgesetzt sind:

  1. Der Walnussbohrer ist ein Käfer mit einem langen Horn. Er ist 0,7–1 cm lang und hellbraun. Er überwintert im Boden. Er legt seine Eier in Nüsse, wo sich die Larve entwickelt.
  2. Blattläuse sind kleine Käfer von etwa 2 mm Größe, die sich von Blättern ernähren.
  3. Der Walnussbockkäfer ist ein schwarzer Käfer mit länglichem Hinterleib, gelben Beinen und langen Fühlern. Er ernährt sich von Blättern.
  4. Die Johannisbeerknospenmilbe ist ein wurmartiges Insekt mit einem 0,5 cm langen Hinterleib. Neben Haselnüssen befällt sie auch Johannisbeeren und Stachelbeeren. Sie lebt und entwickelt sich in den Knospen dieser Pflanzen.
Notiz!
Wenn Sie eines der oben genannten Insekten entdecken, legen Sie eine Plastikfolie unter den Busch und schütteln Sie die Insekten ab. Graben Sie die Erde erneut um. Wenden Sie Insektizide an, die gegen ausgewachsene Tiere und deren Larven wirksam sind, wie z. B. Malathion, Bordeauxbrühe, Methylmercaptophos, Neonicotinoide und Phosphamid.

Dieser Strauch sollte nicht vernachlässigt werden. Regelmäßige Pflege und etwas Mühe belohnen den Gärtner mit einer prächtigen Pflanze mit üppiger Krone und köstlichen Nüssen. Haselnüsse sind pflegeleicht und benötigen keine ständige Düngung. Jungpflanzen sind für jeden erschwinglich. Darüber hinaus gibt es verschiedene Sorten, die sich auch für die Anzucht im Haus eignen. Bei sorgfältiger Pflege gedeihen Haselnüsse viele Jahre lang prächtig im Garten.

Wie man Haselnüsse im Herbst pflanzt
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