Gladiolen: Anpflanzen, Pflege und Anbau in Töpfen und Kübeln

Gladiole

Der Anbau verschiedener Pflanzenarten ist heutzutage von großer Bedeutung. Einige werden seit jeher von Blumenliebhabern gepflanzt, andere sind erst in den letzten Jahren populär geworden. Gladiolen nehmen jedoch inmitten dieser Vielfalt eine besondere Stellung ein.

Bei richtiger Pflanzung und Pflege erfreuen diese Pflanzen mit einer Fülle an Blütenstängeln und wunderschönen Farben. In den letzten Jahren ist die Kultivierung dieser schönen und leuchtenden Pfeilblattpflanzen in Töpfen und Kübeln, sowohl drinnen als auch draußen, immer beliebter geworden.

Blumenbeete mit diesen atemberaubend schönen und betörend duftenden Pflanzen sind aus dem Stadt- und Landbild nicht mehr wegzudenken. Gärtner beschäftigen sich schon lange mit der Frage, wie man die Lebensdauer von Gladiolen verlängern kann. Lässt sich das mit der richtigen Pflanzung und Pflege in Töpfen und Kübeln kultivieren und so drinnen wie draußen Freude bereiten? Unser Artikel widmet sich der Beantwortung dieser Fragen.

Gladiolen – Beschreibung

Diese Gladiole aus der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) ist eine mehrjährige Pflanze. Sie erfreute sich Mitte des 18. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Wilde Gladiolenarten wachsen heute in Südafrika, Europa und Asien. Es gibt etwa 200 Arten. Der lateinische Name „Gladiolus“ bedeutet „Schwert“ und leitet sich von der Ähnlichkeit dieser prächtigen Blüten mit Waffen ab.

Schon in der Antike galten diese Pflanzen als Unkraut und wurden daher massenhaft und rücksichtslos vernichtet. Heute findet man kaum noch ein Stück Land, wo diese prächtigen Blumen nicht wachsen. In den letzten Jahren erfreuen sich Gladiolen großer Beliebtheit als Topfpflanzen, die auf Loggien, Balkonen, in Wohnungen und Häusern platziert werden. Im Sommer werden diese Riesen in den Garten geholt.

  1. Die Triebe wachsen nach oben und stehen schließlich aufrecht. Ihre Länge variiert zwischen 50 und 150 cm, Gladiolen erreichen aber mitunter eine Höhe von eineinhalb Metern.
  2. Es gibt viele Gladiolenarten, die sich je nach Aussehen, Blütezeit, Farbe und Größe unterscheiden.
  3. Aus den Wurzeln wachsen Stängel mit langen, schwertförmigen Blättern, die 50 bis 80 cm lang werden.
  4. Das Wurzelsystem der Pflanze ist recht stark ausgeprägt. Daher sollten die Pflanzgefäße für diese Riesenpflanzen sorgfältig anhand der Triebhöhe ausgewählt werden.
  5. Die Zwiebeln werden jährlich erneuert, und es bilden sich neue Zwiebeln, die dann als Pflanzmaterial dienen.
  6. Äußerlich ähneln die Blütenstängel Kolossen und erreichen eine Länge von 50 bis 90 Zentimetern.
  7. Ein einzelner Blütenstiel trägt etwa 20 Blüten mit sechs Blütenblättern, die trichterförmig sind und in der Größe variieren. Die Blüten können weißlich, rötlich, rosa, lila, gelblich oder in anderen Farben erscheinen.

Gladiolen gelten seit der Antike als mehrjährige Pflanzen und werden durch Teilung der Zwiebeln vermehrt. Die Pflanze liebt Wärme und verträgt daher keine kalten Winter. Pflanzt man Gladiolen in einen Topf, sind die Triebe vor Frost geschützt, und im folgenden Frühjahr können die pfeilförmigen Blüten wieder ins Freie gestellt werden.

Gladiolensorten zur Pflanzung in Töpfen

Diese Giganten der Blumenwelt wachsen kräftig und schnell. Um Gladiolen zu Hause im Topf zu kultivieren, ist es daher wichtig, zunächst die richtige Sorte auszuwählen. Die gängigen Sorten, die man häufig in Gärten pflanzt, sind nicht geeignet. Entscheiden Sie sich stattdessen für Miniatursorten, die 25 bis 80 cm hoch werden. Großblütige Pflanzen können jedoch mitunter auch in größeren Töpfen gepflanzt werden. Folgende Sorten eignen sich besonders gut für die Topfkultur von Gladiolen:

  1. Die Blüten der Sorte 'Georgette' weisen rötliche und gelbliche Farbtöne auf. Diese Riesenpflanze eignet sich perfekt für die Kübelkultur.
  2. Die riesige „Moskauer Weißstein“-Sorte ist wunderschön und ungewöhnlich. Ihr Blütenstand erreicht eine Höhe von 70 cm und zeichnet sich durch seine gewellten Blütenblätter aus.
  3. 'Tinkerbell' ist eine Schmetterlingszüchtung. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 45–75 cm. Der Blütenstand ist ährenförmig und trägt leuchtend orangefarbene Blüten mit gelblichem Schlund.
  4. Die Sorte 'Melody' bildet zartrosa Blütenstände mit einem großen roten Fleck in der Mitte. Der Stängel kann bis zu einem Meter hoch werden.
  5. Eine Zwergsorte namens „Bow Peep“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Gärtnern. Ihre 70 Zentimeter langen Blütenstängel sind gefaltet und von einem zarten Aprikosenton.
  6. Die Gladiolensorte 'White City' wird häufig für die Topfkultur gewählt. Ihre Blüten haben einen Durchmesser von 3,5 bis 8 cm und zählen damit zu den mittelgroßen Sorten. Während der Blütezeit wachsen 23 weißliche Blüten an einem einzigen Stiel.
  7. Eine der beliebtesten Primelsorten ist die 'Columbine', die sich durch zahlreiche kleine, leuchtend farbige Blüten an ihrem Blütenstand auszeichnet. Die Blüten sind rot mit kleinen weißen Sprenkeln.
  8. Die Gladiolensorte 'Robinetta' eignet sich hervorragend für die Kübelpflanzung. Ihre Blüten können bis zu 70 Zentimeter hoch werden und weisen zahlreiche tiefviolette Blütenblätter auf.
  9. Die ungewöhnlichste Gladiolenart ist die 'Greenbird'. Schon der Name lässt ihr Aussehen erahnen. Wörtlich übersetzt bedeutet sie „grüner Vogel“. Der Blütenstiel trägt Blüten von einem satten grünlich-gelben Farbton.

Reproduktionsmethoden

Bevor man Gladiolen in einem Topf oder Kübel anbaut, lohnt es sich, sich mit den Besonderheiten der Vermehrung verschiedener Sorten vertraut zu machen. Gladiolen werden heutzutage auf unterschiedliche Weise vermehrt:

  • Samen;
  • Knollen teilen;
  • Knollenknospen.

Schauen wir uns nun jedes einzelne Detail genauer an.

Samenvermehrung

Züchter nutzen diese Methode häufig, um neue Gladiolensorten zu entwickeln. Werden Gladiolen zu Hause in Töpfen aus Samen gezogen, verlieren sie oft die Merkmale ihrer Elternpflanzen, wie Farbe und Größe. Die Aussaat erfolgt im Spätwinter in einem speziell vorbereiteten Gefäß. Vor der Aussaat werden die Samen 2–3 Stunden lang mit einer in Wasser gelösten Natriumhumatlösung behandelt.

Nach der Aussaat die Samen gründlich wässern. Im Frühling die Töpfe mit den Gladiolen ins Freie stellen.

Vermehrung von Gladiolen durch Knollen

Bei der Gladiolenzucht im Topf im Freien wird die Knollenvermehrung angewendet. Die Wurzeln sind zweistufig aufgebaut. Die erste Stufe besteht aus dem vegetativen Trieb, der die Knolle ernährt und am Ende des Jahres abstirbt. Die zweite Stufe bildet die neue Knolle. Diese wird mit einem Messer in mehrere Teile geteilt, wobei eine ruhende Knolle und einige wenige Wurzeln zurückbleiben. Vor dem Einpflanzen werden die Knollen mit einer Manganlösung und Holzkohle behandelt. Anschließend werden die Teilstücke mit der Unterseite nach oben in Töpfe gesetzt.

Vermehrung durch Knollenknospen

Gladiolen lassen sich aus Knollen im Topf ziehen. Eine Knolle kann 15 bis 100 Knollen hervorbringen, die sich in Größe und Keimfähigkeit unterscheiden. Eine Knolle sieht aus wie ein Stängel mit einer einzelnen Schuppe. Sie reift innerhalb von 90 Tagen.

An der Oberfläche des Stecklings bildet sich ein Blatt, darunter Wurzelknöllchen. Für die Anzucht von Gladiolen in Töpfen werden üblicherweise Stecklinge mit einem Durchmesser von 0,5 bis 1 cm verwendet. Bei der Anzucht in kleinen Gefäßen können Gladiolen vorübergehend in Töpfe mit herausnehmbarem Boden und nährstoffreicher Erde umgepflanzt werden.

Im Frühling können Gladiolen in Töpfen ins Freie gestellt werden. Die Frage nach dem richtigen Einpflanzen wurde bereits besprochen. Nun konzentrieren wir uns auf die Pflanz- und Pflegehinweise.

Anpflanzung und Pflege

Kann man Gladiolen in Töpfen in Innenräumen ziehen? Diese Frage beschäftigt viele Blumenliebhaber. Sie möchten ihre Gladiolen im Topf das ganze Jahr über genießen und interessieren sich daher für Pflanz- und Pflegehinweise. Wählen Sie vor dem Einpflanzen einen Topf, der der Größe der Gladiole entspricht. Füllen Sie den Topf anschließend mit spezieller Blumenerde. Stellen Sie den Topf für 2–3 Tage an einen warmen, trockenen Ort. Für die Anzucht von Gladiolen im Topf benötigen Sie gesundes Pflanzgut. Die Zwiebel sollte unbeschädigt sein und keine trockenen Stellen aufweisen. Achten Sie außerdem darauf, dass sie nicht schimmelig oder runzelig ist.

Gladiolen werden typischerweise im Frühjahr in Töpfen im Haus vorgezogen. Der späte Frühling ist dafür meist die beste Pflanzzeit, da es dann warm genug ist. Die Zwiebeln werden geschält und anschließend mit einem in Wasser gelösten Fungizid behandelt. Dies reduziert das Risiko verschiedener Krankheiten. Alternativ können die Zwiebeln einen Tag lang in einer Cytovit-Lösung eingeweicht werden. Zusätzlich werden die Knollen mit einem Bewurzelungsmittel behandelt. Alle diese Schritte werden einen Monat vor dem Auspflanzen durchgeführt. Wenn die Pflanzen innerhalb von zwei Wochen keine Wurzeln geschlagen haben, sollten sie entsorgt werden.

Die Zwiebeln werden 7–12 cm tief und im Abstand von 6–7 cm gepflanzt. Der Topf kommt an einen sonnigen, windgeschützten Platz. Sobald die Blüte beginnt, sollte die Pflanze vor Regen geschützt werden.

Wenn Sie Gladiolen auf einem Balkon anbauen, sind Pflanzung und Pflege dieselben wie im Freien. Düngen Sie die Pflanze mit organischen und mineralischen Düngemitteln. Es empfiehlt sich, die Erde regelmäßig aufzulockern und Unkraut zu entfernen.

https://youtu.be/CmVXRhtbjEU

Damit Ihre Gladiolen üppig blühen, ist eine sorgfältige Pflege der Topfpflanzen nach dem Einpflanzen wichtig. So können Sie sich lange an der Blütenpracht erfreuen.

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