
Gladiolen sind Pflanzen, die sich durch Knollen, Brutzwiebeln und natürlich Samen vermehren lassen. Die vegetative Vermehrung gilt als Anpassung der Gladiolen an ihr Überleben, wenn die Samenvermehrung nicht möglich ist.
Dies kann durch ungünstige Wachstumsbedingungen der Pflanzen verursacht werden, die dazu führen, dass die Samen nicht ausreifen. Daher ist vegetative Vermehrung nur bei Gladiolen-Kulturen zu beobachten; Wildarten vermehren sich meist über Samen. Die Neigung zur vegetativen Vermehrung wurde den Gladiolen jedoch von ihren wilden Vorfahren vererbt.
Diese Vermehrungsmethode ist wichtig für den Erhalt der wesentlichen morphologischen Merkmale der Sorte. Darüber hinaus ist die vegetative Vermehrung von Gladiolen effizient und schnell, was insbesondere bei der Züchtung neuer Gladiolenarten von Bedeutung ist. Bei der Überlegung zur Gladiolenvermehrung ist es wichtig, zunächst die verschiedenen Methoden zu berücksichtigen.
Vermehrung durch Knollenknospen
Jede Sorte hat ihre eigenen Merkmale der vegetativen Vermehrung. Manche Sorten können über 100 Knollen hervorbringen, andere hingegen durchschnittlich nur 10–15. Auch in der Größe unterscheiden sie sich. Die Sorte Oscar bildet zwar wenige Knollen, diese sind aber alle groß, manche bis zu einem Zentimeter im Durchmesser. Die Sorte White Frosting hingegen produziert mehr Knollen, diese sind jedoch nur halb so groß wie die der Sorte Oscar. Wovon hängt die Größe der Knollen ab?
Zunächst einmal hat es Auswirkungen auf:
- externer Faktor;
- Wetterbedingungen;
- Bodenfeuchtigkeitsgehalt;
- Dauer der Vegetationsperiode.
Große Tochterknollen sind bei frühen Sorten häufiger, kleine hingegen typisch für späte. Um zu verstehen, wie Gladiolen sich vermehren, ist es wichtig, ihre Entwicklungsphase zu kennen. Die Tochterknollen entwickeln sich über etwa drei Monate. Dieser Entwicklungsprozess beginnt vor der Blüte. Die Samen können gleichzeitig mit der Bildung der Tochterknollen reifen, die sich am Ende ihrer Entwicklung leicht von den Knollen trennen lassen.
Wer Gladiolen besitzt, sollte wissen, wie und wann man sie vermehrt. Die Knollen sollten nur in kultivierte und feuchte Erde gepflanzt werden. Decken Sie die Erde mit Mulch ab. Die empfohlene Mulchschicht beträgt maximal 7 Zentimeter. Alternativ können Sie die Erde zweimal täglich gießen. Für eine gute Keimung der Knollen benötigen Sie mindestens zwei Wochen. Bei kleinen Knollen kann es länger dauern.
Viele Gärtner lassen Knollen lieber früh bei kühlen Temperaturen keimen. Das Erscheinen von Wurzeln zeigt an, dass es Zeit zum Aussäen ist. Wird die Aussaat verzögert, bringen selbst die größten Wurzeln nicht den gewünschten Ertrag.
Beratung
- Die Saatfurche sollte im Durchschnitt 6 cm tief sein.
- Zwischen den Furchen sollte ein gleichmäßiger Abstand von mindestens 10 Zentimetern bestehen.
- Der Furchenboden sollte verdichtet werden; für eine bessere Pflanzenentwicklung sollte Flusssand verwendet werden.
- Es wird nach der Aussaat in das Pflanzloch und auf die Erde gegossen.
- Das Beet sollte mit Humus gemulcht werden. Torfkompost ist ebenfalls eine gute Alternative.
Wie man Gladiolen-Jungpflanzen richtig pflegt
Nachdem Sie nun gelernt haben, wie sich Gladiolen über Knollen vermehren, ist es wichtig, die richtige Pflege zu verstehen. Beachten Sie, dass die Beete mit den Knollen in den ersten Wochen nicht umgegraben werden sollten. Erst später sollten sie mit einem Rechen aufgelockert werden, um Unkraut zu entfernen. Anschließend ist erneutes Mulchen erforderlich.
Die empfohlene Schichtdicke beträgt 2,5 bis 3 Zentimeter. Regelmäßiges Gießen ist wichtig. Bei Trockenheit sollte mit verwittertem Torf gemulcht werden. Weiter südlich kann grob gehacktes Stroh oder Polyethylenfolie verwendet werden.
Wie man Gladiolen durch Teilung der Zwiebel vermehrt
Nicht jeder weiß, wie man Gladiolenzwiebeln teilt. Nicht jeder weiß auch, dass eine einzelne Knolle zwei Seitentriebe haben kann. Diese Seitentriebe keimen nicht, solange die Hauptknospe wächst. Wird die Hauptknospe jedoch beschädigt, können sich die Seitentriebe zu einem neuen Trieb entwickeln. Dies sollte man unbedingt beachten, wenn man lernen möchte, wie man eine Gladiolenzwiebel teilt.
Diese Methode eignet sich besonders für den Anbau bestimmter Gladiolensorten. Es wird dringend empfohlen, Gladiolenzwiebeln zu teilen, wenn sie zwar eine einzelne Ersatzknolle bilden, aber nicht genügend Knollen für die Vermehrung entwickeln.
Wer Gladiolen durch Teilung der Zwiebel vermehren möchte, sollte die zuverlässigste Methode kennen. Erfahrene Gärtner betonen die Wirksamkeit des Halbierens der Zwiebel. Gladiolen lassen sich auch durch Teilung der Zwiebel in mehrere kleinere Stücke vermehren. Dabei ist es jedoch wichtig, dass jedes Stück mindestens eine Knospe und das Wurzelende besitzt. Kleinere Stücke entwickeln sich langsamer als größere. Dies sollte bei der Pflege und Vermehrung von Gladiolen berücksichtigt werden.
Wie man eine alte Gladiolenzwiebel entfernt
Zur Gladiolenernte ist es wichtig zu wissen, wie man die alten Gladiolenzwiebeln abtrennt und was damit zu tun ist. Zunächst einmal sollte die Ernte, einschließlich der Trennung der Zwiebeln, bei trockenem Wetter erfolgen. Die Teilung der Gladiolenzwiebeln ist zwar einfach, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt.
Die Chancen, dass sich das Wurzelende unbeschädigt vom Boden befreien lässt, stehen nur bei trockenem Wetter gut. Andernfalls müssen die Wurzeln gekürzt und der Stängel abgeschnitten werden. Anschließend wird die Zwiebel gewaschen und im Freien oder an einem gut belüfteten Ort getrocknet.
Anschließend werden die Knollen getrennt und die alte Knolle entfernt. Beim Entfernen einer alten Gladiolenzwiebel ist es wichtig zu wissen, dass dies nicht überhastet geschehen sollte. Viele erfahrene Gärtner, die regelmäßig mit Gladiolen arbeiten, behaupten, dass ein zu frühes Entfernen der Knolle die junge Knolle von wichtigen Nährstoffen abschneiden kann.
Die vegetative Vermehrung ist wichtig, wenn der Gärtner die Überlebensrate der Pflanze maximieren möchte. Gladiolen haben so bessere Chancen, sich an die Gartenbedingungen anzupassen und schnell und ungehindert zu wachsen. Die Vermehrung durch Stecklinge erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Pflanze in Ihrem Klima effektiv und schnell gedeiht.

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