Granatäpfel sind köstliche und gesunde Früchte. Sie lassen sich gut zu Hause anbauen und liefern nicht nur eine Zierpflanze mit wunderschönen Blüten, sondern auch saftige, essbare Früchte. Mit optimalen Bedingungen in Innenräumen können Sie aus einem Samen, der normalerweise weggeworfen würde, eine prächtige subtropische Pflanze ziehen. Auswahl und Vorbereitung des Pflanzmaterials
Samen können von einer frischen Pflanze gewonnen oder in einer Samentüte im Fachhandel gekauft werden. In beiden Fällen ist es ratsam, die Samen vor der Aussaat vorzubereiten.
Auswahl von Samen für den Granatapfelanbau zu Hause
Wählen Sie für die Keimung eine große, reife Frucht mit tiefroter Farbe. Sie sollte frei von Dellen, Fäulnis oder Schimmel sein, da die Samen sonst schlecht keimen. Harte, glatte, dunkel elfenbeinfarbene Samen keimen gut. Vier bis fünf Samen genügen. Weiche, grünliche Samen keimen aufgrund ihrer Unreife nicht.

Beim Kauf von verpacktem Saatgut sollte man nicht nur auf die Sortenbezeichnung, sondern auch auf das Verfallsdatum des Produkts achten.
Vorbereitung des Getreides
Die Samen sollten von eventuell vorhandenen Fruchtfleischresten befreit und unter fließendem Wasser abgespült werden. Es empfiehlt sich, sie mit einem Papiertuch abzureiben, um Fäulnis und Schimmelbildung vorzubeugen. Anschließend legt man sie in einen Unterteller oder eine kleine Schüssel mit Wasser (die Samen sollten nicht vollständig bedeckt sein) und gibt 2–3 Tropfen Epin oder Zircon hinzu. Dies stärkt die Keimfähigkeit der Samen und fördert die Keimung.

Das Pflanzmaterial sollte etwa 10-12 Stunden an einem kühlen Ort eingeweicht werden. Dabei darf es nicht an Sauerstoff und Feuchtigkeit mangeln (verdunstet das Wasser, muss es nachgefüllt werden, sonst trocknen die Samen aus, reißen auf und sind für die weitere Verwendung unbrauchbar).
Auswahl eines Behälters und der Erde
Für einen selbstgezogenen Granatapfel eignet sich handelsübliche Zitruserde. Auch eine handelsübliche Blumenerde ist geeignet.
Sie können die Erde selbst vorbereiten. Sie benötigen Laubkompost, Rasensoden, Torf und groben Sand (im Verhältnis 1:2:0,5:0,5). Sand macht die Erde locker und weich, was für Granatäpfel unerlässlich ist. Spülen Sie den Granatapfel vorher mit abgekochtem Wasser ab. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kieselsteinen ist wichtig, damit sich keine Staunässe im Topf bildet.

Ein breiter, flacher Topf mit Abflusslöchern ist empfehlenswert. Etwas Enge fördert sogar die spätere Blüte. Das Material des Topfes ist nicht entscheidend.
Landezeit
Die beste Pflanzzeit für Granatapfelkerne ist von November bis März. In diesem Zeitraum keimen sie innerhalb von zwei bis drei Wochen. Wählt man eine andere Jahreszeit, kann die Keimung mehrere Monate dauern.
Eine Anleitung zum Anbau von Granatäpfeln aus Samen zu Hause
Das könnte Sie auch interessieren:Es ist nicht schwierig, einen Baum auf diese Weise zu ziehen, und die Pflege dieser anspruchslosen Obstpflanze ist ganz einfach.
Einen Samen pflanzen
Befeuchten Sie das Substrat im Pflanzgefäß leicht mit stehendem Wasser. Säen Sie die Samen anschließend gleichmäßig in einer Tiefe von 1–1,5 cm aus, bestreuen Sie sie leicht mit Erde, besprühen Sie sie leicht mit Wasser, decken Sie das Gefäß mit einem transparenten Tuch ab und stellen Sie es an einen warmen Ort (die Temperatur sollte mindestens 25 °C betragen).

Das Mini-Gewächshaus muss täglich belüftet und die Erde mäßig befeuchtet werden.
Pflege von Sämlingen
Sobald die ersten Sämlinge aus der Erde sprießen, sollten die Blumentöpfe an einen hellen Standort gestellt werden. Im Winter ist zusätzliches Kunstlicht erforderlich. Lichtmangel führt dazu, dass die Sämlinge in die Höhe schießen oder sogar ihr Wachstum einstellen. Die Erde sollte nicht austrocknen. Bewässern mit einer Sprühflasche wird empfohlen.

Sobald die Sämlinge wachsen und sich etablieren, sollte das Gewächshaus entfernt werden, damit es ihre Entwicklung nicht behindert. Schwache und beschädigte Sämlinge sollten aussortiert werden.
Pflanzen mit 2–3 echten Blättern (ohne Keimblätter) sollten in Töpfe mit 7–10 cm Durchmesser umgepflanzt werden. Das vierte Blattpaar sollte abgeknipst werden, damit der Granatapfel zwei Triebe bildet. Auch die Triebspitzen des dritten Blattpaares sollten entfernt werden. Dadurch entsteht eine gut ausladende Krone. Im Mai können die Töpfe ins Freie gestellt werden, die Pflanzen sollten jedoch vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Gut entwickelte Sämlinge sollten in den Herbstmonaten in größere Töpfe umgepflanzt und an einen kühlen Ort gestellt werden. Im Februar oder März sollten sie auf eine Fensterbank gestellt werden.
Weitere Pflege
Blüht der Baum bereits im ersten Jahr (dies kann schon nach 10 Monaten geschehen), empfiehlt es sich, die Blüten zu entfernen, da der Baum noch empfindlich ist. Im zweiten Jahr können einige Knospen stehen bleiben.
Granatäpfel benötigen viel Licht. Bekommen sie nicht genügend Licht, werfen sie ihre Blätter ab. Ideal sind Standorte an Fenstern mit Süd-, Südwest- oder Südostausrichtung. Junge Pflanzen sollten langsam an die volle Sonne gewöhnt werden, um Blattverbrennungen zu vermeiden.
Im Herbst (November) wirft der Granatapfelbaum seine Blätter ab und überwintert. Die Überwinterung dauert einige Monate. Während dieser Zeit benötigt er kühle Temperaturen (bis zu 15 Grad Celsius), sparsames Gießen und wenig Licht. Ab Februar kann der Topf an ein warmes, helles Fensterbrett gestellt und mit ausreichender Luftfeuchtigkeit versorgt werden.

Immergrüne Zwergformen des Granatapfelbaums verlieren ihre Blätter möglicherweise nur teilweise, benötigen aber ebenfalls Ruhe unter ähnlichen Bedingungen.
Während der Wachstumsperiode ist intensives Gießen erforderlich – mindestens ein- bis zweimal pro Woche. Zu viel Feuchtigkeit kann jedoch schädlich sein und gelbe und braune Flecken auf den Blättern verursachen. Im Winter ist es vor allem wichtig, dass der Boden nicht austrocknet.
Im Frühling und Sommer empfiehlt es sich, die Pflanze zweimal monatlich mit einem mineralischen Komplexdünger zu versorgen. Während der Ruhephase sollte nicht gedüngt werden. Um die Fruchtbildung zu gewährleisten, sind organische Düngemittel empfehlenswert. Beispielsweise kann direkt nach dem Gießen ein Königskerzenaufguss (Konzentration 1:10) angewendet werden.
Im Februar oder März werden die Pflanzen umgetopft. Pflanzen unter fünf Jahren werden jährlich in etwas größere Töpfe (2 cm größer als die vorherigen) umgepflanzt, ältere Pflanzen alle drei bis fünf Jahre, wenn der Wurzelballen zu voll wird. Bei besonders großen Pflanzen genügt es, die oberste Erdschicht auszutauschen.
Während der Blütezeit (spätes Frühjahr bis Hochsommer) kann die Bestäubung mit einem Wattestäbchen erfolgen. Am besten überträgt man Pollen von den Blüten eines anderen Granatapfelbaums.
Welche Schwierigkeiten können beim Anbau zu Hause auftreten?
Bei der Pflanzenpflege können Fehler auftreten, die die normale Funktion des Granatapfelbaums beeinträchtigen und zum Auftreten von Krankheiten und Schädlingen führen können. Es sollten umgehend geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Schädlinge
In trockenen Räumen können Granatäpfel von Spinnmilben befallen werden. Um diesen Schädling zu bekämpfen, sollte die Pflanze besprüht werden. Spinnmilben, erkennbar an weißen Gespinsten und Blattfall, lassen sich mit einem Aufguss aus Knoblauch, Tabak oder Zwiebelschalen bekämpfen. Bei starkem Befall können Produkte wie Fitoverm, Iskra, Aktara und Actellic hilfreich sein (Chemikalien vorsichtig und gemäß Gebrauchsanweisung anwenden). Blattläuse lassen sich mit denselben Methoden bekämpfen.
Bei einem geringen Befall mit Weißen Fliegen können Sie versuchen, diese manuell oder mit einem Staubsauger zu entfernen. Behandeln Sie anschließend die Blätter mit einer Seifenlauge (dasselbe gilt für Blattläuse) und decken Sie die Erde im Topf mit Frischhaltefolie ab. Bei einem starken Befall mit Weißen Fliegen helfen nur chemische Insektizide (wie auch bei Spinnmilben).
Krankheiten
Plötzliche Temperaturschwankungen oder hohe Luftfeuchtigkeit in schlecht belüfteten Räumen können Mehltau auslösen. Granatäpfel können auch von anderen Pflanzen befallen werden. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, empfiehlt sich eine Behandlung mit einer Lösung aus Waschsoda und Seife (5 g auf 1 Liter Wasser).
Zur Bekämpfung eines großflächigen Befalls der Pflanze verwenden Sie Fungizide wie Topaz, Skor oder Hom. Die Konzentration sollte die Empfehlungen des Herstellers nicht überschreiten.

Durch mechanische Beschädigung oder Frost geschwächte Pflanzen neigen oft zu Astkrebs. Dieser verursacht Risse in der Rinde, an deren Rändern sich schwammartige Schwellungen bilden. Befallene Äste sollten entfernt und die Schnittstellen mit Gartenpech behandelt werden. Vermeiden Sie unbedingt Beschädigungen der verschiedenen Organe des Granatapfelbaums und schützen Sie diese vor Frost. Verwenden Sie zum Schneiden scharfe, saubere Werkzeuge.
Das könnte Sie auch interessieren:Weitere Schwierigkeiten
Unsachgemäße Pflege kann zu verschiedenen Problemen führen, darunter:
- Vergilbendes Laub. Werden bei der Inspektion keine Schädlinge festgestellt, kann dieser Zustand auf erhöhte Innentemperaturen oder unzureichende Bodenfeuchtigkeit zurückzuführen sein (dies führt ebenfalls zur Bildung dunkler Flecken auf den Blättern).
- Laubfall. Dieser kann auch durch Schädlinge, Wassermangel und ein heißes Mikroklima verursacht werden. Dieses Pflanzenverhalten kann natürlich sein, da sich der Granatapfel auf die Winterruhe vorbereitet.

Austrocknen der Blätter - Gelbe und braune Flecken auf den Blättern. In den meisten Fällen werden diese durch Übergießen verursacht. Die Pflanze muss von ihren verfaulten Wurzeln befreit, mit Holzkohle behandelt und in frische, lockere Erde umgetopft werden.
- Der Granatapfel trocknet aus. Dies geschieht aufgrund niedriger Luftfeuchtigkeit und falscher Bewässerung. Riecht die Erde muffig, behandeln Sie die Pflanze wie im vorherigen Tipp beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Der Schlüssel zur erfolgreichen Granatapfelzucht aus Samen liegt in der richtigen Anwendung der Anbaumethoden. Wichtig ist die Auswahl des passenden Saatguts und der richtigen Erdmischung, die regelmäßige Pflege der Sämlinge und die Bereitstellung aller notwendigen Wachstumsbedingungen. Dann stellen sich die Ergebnisse schnell ein.


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