Für die Anzucht von Setzlingen und Zimmerpflanzen ist keine herkömmliche Erde erforderlich. Wissenschaftler haben andere, vielversprechendere Methoden entdeckt. Eine davon ist die Iontoponik. Diese Technologie kombiniert ein künstliches Substrat mit herkömmlicher Erde. Entwickelt wurde das Verfahren von belarussischen Wissenschaftlern. Substrate mit Ionenaustauscheigenschaften werden derzeit in Baranowitschi und Staraja Kupawna hergestellt.
Der Unterschied zwischen Iontoponik und anderen Methoden
Die Ionitoponik wurde ursprünglich für den Pflanzenanbau in arktischen Stationen, U-Booten, Raumschiffen und unter anderen extremen Bedingungen entwickelt. Vor einigen Jahren haben belarussische und russische Wissenschaftler diese Technologie für den Hausgebrauch adaptiert.
Bei der Anzucht von Sämlingen und Blumen mit der iontopischen Methode wird anstelle eines herkömmlichen Substrats ein Ionenaustauschermaterial verwendet. Diese Methode vereinfacht die Pflege und fördert Wachstum und Entwicklung. Mit einem ionischen Substrat entfällt das Umpflanzen der Sämlinge, Jäten, Auflockern des Bodens und Düngen.
Der Hauptunterschied zwischen Iontoponik und anderen Methoden liegt in der Verwendung spezieller Substrate. Diese speichern Nährstoffe über einen langen Zeitraum und geben sie nach und nach an das Wurzelsystem der Pflanze ab, wobei sie durch Stoffwechselprodukte ersetzt werden. Daher wird normales Wasser zur Bewässerung verwendet, ohne Zugabe von Mineraldünger. Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist in diesem Fall unerlässlich. Für den Ionenaustausch ist ein wässriges Medium notwendig.
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Die Nährstoffaufnahme wird von mehreren Faktoren beeinflusst:
- Beleuchtungsstärke;
- Lufttemperatur;
- Luftfeuchtigkeit;
- Keimlingsentwicklungsphase.
Pflanzung in einem Ionenaustauschersubstrat
Für die Anzucht von Pflanzen mit der iontopischen Methode verwenden Sie gewöhnliche Tontöpfe, Anzuchtboxen oder andere Behälter ohne große Löcher im Boden. Legen Sie den Boden mit Schaumstoff, Polyurethanschaum, feinem Nylongewebe oder Fiberglas aus. Diese Materialien lassen Feuchtigkeit gut durch, verhindern aber, dass das Ionenaustauschsubstrat ausgespült wird.
Für die Iontoponik wird ein spezielles, lockeres Substrat verwendet. Dieses wird zu gleichen Teilen mit feinem Blähton oder grobem, reinem Quarzsand vermischt. Das Substrat schafft optimale Bedingungen für Feuchtigkeit und Belüftung und erleichtert und beschleunigt so die Wurzelbildung. Die Gefäße werden mit dem vorbereiteten Substrat befüllt. Anschließend werden im Abstand von 4 cm und 3 cm tiefe Furchen in die Oberfläche gezogen. In diese Furchen werden Samen gesät oder Stecklinge eingesetzt.
Ionenaustauscherde ist nährstoffreich. Daher müssen Sämlinge nicht umgetopft werden. Zimmerpflanzen können in dieser Erde 2–3 Jahre lang ohne Umtopfen wachsen. Dieses Milieu schützt vor Schädlingen und Infektionen, wodurch der Einsatz von Chemikalien überflüssig wird. Die Pflege umfasst das Beschneiden, Stutzen, Entfernen verblühter Blüten und das Anbinden der Pflanzen an eine Rankhilfe.
Ionitoponik ist ein neuer und vielversprechender Trend in der Agrarwirtschaft. Diese Methode vereinfacht die Anzucht von Setzlingen und Zimmerpflanzen. Das verwendete Substrat enthält alle notwendigen Nährstoffe. Daher wachsen die Setzlinge schnell und benötigen keinen zusätzlichen Dünger.

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