Wie man Giersch für immer loswird

Krankheiten und Schädlinge

Jeder Gärtner weiß aus Erfahrung, wie viel Schaden Unkraut anrichtet und wie viel Zeit es kostet, es ständig zu bekämpfen.

Giersch gehört zweifellos zu den lästigsten und mechanisch resistentesten Unkräutern.

Hauptmerkmale

   Wie man so schön sagt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Deshalb ist es wichtig, seinen potenziellen „Feind“ auf den ersten Blick zu erkennen.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Giersch eine sehr widerstandsfähige, mehrjährige Pflanze ist und zur Kategorie der krautigen Pflanzen vom Schirmtyp gehört.

Diese Unkräuter wachsen typischerweise kräftig in die Höhe und können mitunter über einen Meter erreichen. Die durchschnittliche Stängellänge beträgt jedoch nur etwa 60–80 Zentimeter. An einem einzelnen dünnen Zweig wachsen meist mehrere kleine, schmale Blätter, die an einen Huf erinnern. Daher rührt auch der Name „Ziegenfuß“. Die Blattoberfläche ist in der Regel glatt, die Unterseite jedoch leicht hell behaart.

Von Mitte Juni bis Anfang Juli blüht das Unkraut und entwickelt eine charakteristische, schirmförmige Blüte mit kleinen weißen Blütenständen. Nach dem Abfallen der Blütenblätter werden an ihrer Stelle winzige, flache weiße Früchte sichtbar.

Wie man kämpft

   Erfahrene Gärtner und Gemüseanbauer sind sich einig, dass die Bekämpfung von Giersch und die Eindämmung seiner Ausbreitung äußerst schwierig ist. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein.

Eine ihrer Eigenschaften ist ein kräftiges, weitverzweigtes Wurzelsystem mit erstaunlicher Regenerationsfähigkeit. Daher führen selbst sorgfältiges Jäten und regelmäßiges Umgraben nicht zum gewünschten Erfolg und helfen nur kurzfristig, die Schadpflanze zu beseitigen.

Giersch vermehrt sich nicht nur durch Knospen, sondern auch durch eine enorme Anzahl von Samen. Auf jede Pflanze kommen etwa 6.000 Samen. Daher ist es wichtig, mehrere gezielte Maßnahmen zu ergreifen, anstatt sich nur auf eine einzige gängige Methode zu verlassen. Nur so lässt sich dieses hartnäckige Unkraut endgültig beseitigen.

Aber gehen wir die Dinge der Reihe nach an.

Wirksame Vernichtung von Giersch

   Um dieses Unkraut vollständig auszurotten und selbst die vernachlässigsten Gartenbeete davon zu befreien, ist es notwendig, einen zwar arbeitsintensiven, aber dennoch äußerst effektiven landwirtschaftlichen Algorithmus, der vom Spezialisten M. Nikiforov vorgeschlagen wurde, strikt zu befolgen.

Zunächst empfiehlt es sich, die oberste fruchtbare Bodenschicht (die Grasnarbe) zu entfernen, die typischerweise die Überreste langer Giersch-Rhizome enthält. Anschließend verteilt man diese auf einer trockenen, ebenen Fläche, legt die einzelnen Stücke dicht aneinander und wässert sie mit einer konzentrierten Harnstoff- oder Salpeterlösung. Nach spätestens zwei Jahren sind alle verbleibenden Triebe, Samen und Wurzeln vollständig verrottet und ergeben hervorragenden Kompost. In der Zwischenzeit sollte der erkennbare Substratmangel mit aufbereiteter, importierter Erde ausgeglichen werden. Diese effektive Methode wird als Bodenverbesserung bezeichnet.

Wurde der Boden wiederholt umgegraben, sollte er jährlich mit einer Mistgabel bearbeitet werden, um Unkrautreste zu entfernen. Gelegentlich ist auch manuelles Jäten erforderlich. Wichtig ist außerdem, den Boden aufzulockern. Agronom Nikiforov rät jedoch davon ab, Giersch mit einem Spaten zu bekämpfen.

Natürlich lässt sich dieser Gartenschädling in den ersten Bekämpfungsjahren kaum vollständig ausrotten. Es ist möglich, dass er nach einiger Zeit wieder auftritt. Daher sollten Sie Ihre Beete mindestens einmal wöchentlich jäten und die Zwischenräume mit einer Sense oder Sichel mähen.

Die effektivsten Methoden

Natürlich standen auch unsere Vorfahren vor einem ähnlichen Problem. Moderne Agronomen analysieren ihre wertvollen Erfahrungen und schlagen folgende Methoden zur Bekämpfung von Giersch vor:

Mulchen

Diese Option ist ideal für alle, die es unkompliziert mögen und schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie hemmt das Unkrautwachstum und verbessert gleichzeitig die Bodeneigenschaften und sorgt für optimale Feuchtigkeit. Traditionell wird Mulch je nach Beschaffenheit in loses Mulchmaterial (z. B. Torf, Kompost, Sägemehl, Stroh) und Folienmulch (Polycarbonat, Polyethylen, Geotextilien und andere Vliesstoffe) unterteilt. Hauptzweck des Mulchens ist es, das Wachstum und die Entwicklung von Unkraut zu verhindern, indem es den Zugang zu Sonnenlicht und offenen Flächen einschränkt.

Mähen

Bekanntermaßen ist die grüne Pflanzenmasse am lebenswichtigen Prozess der Photosynthese beteiligt. Ihre Entfernung beeinträchtigt daher die Gesundheit und Vitalität der Pflanzen erheblich. Unkraut zu mähen ist daher eine hervorragende Methode, es zu schwächen und vollständig zu beseitigen. Wichtig ist, das Schnittgut des Gierschs schnell von der gemähten Fläche zu entfernen, damit keine weiteren Samen in den Boden gelangen.

Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung des Bodens

Es ist kein Geheimnis, dass Giersch in sauren Böden gut gedeiht. Daher ist es verständlich, dass man, um diesen Unkraut in seinem Garten oder Gemüsebeet vollständig loszuwerden, seinen natürlichen Lebensraum unattraktiv machen muss. In diesem Fall sind beispielsweise folgende Methoden wirksam:

  • Kalkung;
  • Anwendung von Dolomitmehl (mit Kalzium angereicherter Mineraldünger);
  • Aussaat von Gründüngung (spezielle Pflanzensorten zur Verbesserung der Bodenstruktur, z. B. Winterroggen, Senf, Ölrettich usw.).

Verwendung von Chemikalien

Experten raten Gärtnern, Herbizide mit äußerster Vorsicht und nur im Notfall anzuwenden. Am besten wendet man sie am Ende der Gartensaison nach der Ernte an, um zu verhindern, dass die ätzenden Chemikalien Früchte und Knollen schädigen. Mehrere Anwendungen sind nötig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Unkraut sollte idealerweise bei trockenem, windstillem Wetter besprüht werden, damit die konzentrierten Tropfen nicht vom Wind verweht werden. Folgende Präparate zählen zu den wirksamsten:

  • Agrokiller;
  • Aufrunden;
  • Tornado;
  • Hurrikan;
  • Diquat und andere.

Giersch und andere Unkräuter können Gärtnern natürlich lästig sein. Doch kein Grund zur Verzweiflung, denn es gibt viele Möglichkeiten, sie loszuwerden. Lesen Sie einfach die entsprechende Literatur und wählen Sie die geeignetste Methode. So sollten beispielsweise Staudenbeete vor den schädlichen Auswirkungen von Chemikalien geschützt werden, indem man gründlich jätet und mulcht. Im Gemüsegarten können Herbizide, Mähen und Bodenverbesserungsmaßnahmen zum Einsatz kommen.

Kommentare zum Artikel: 8
  1. Anatoly Sem. Koginov

    Wie Sie dem vorliegenden Material entnehmen konnten, ist es unmöglich, diese teuflische Schöpfung auszurotten. Dies ist das erfolgreichste Projekt des Teufels, um die Menschheit ins Verderben zu stürzen. Es ist ein Beispiel dafür, wie jede Abscheulichkeit ein erstaunliches Überlebenspotenzial besitzt. Es ist verblüffend: Eine Pflanze kann sich aus jedem noch so kleinen Teil ihres eigenen Körpers regenerieren. Der Mensch, mit all seinen chemischen Substanzen, ist der Weisheit des Teufels machtlos ausgeliefert. Und doch ist diese Pflanze wunderschön! Und welch ein Duft von diesen herrlichen weißen Blütenköpfen! Und welch ein kühles grünes Leuchten am Abend! Und welch ein Dreck für einen armen Gärtner … Gibt es Leben auf dem Mars? Ja, natürlich! Denn Unkraut wächst überall. Zumindest Giersch.

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    1. Zinaida

      Ich gebe Giersch in den Salat.

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  2. Tatjana K.

    Was für ein Unsinn... warum so viel Aufhebens um die erschöpften Sommergäste?
    Die Blätter lassen sich für den Winter trocknen und allerlei Gerichten beifügen, besonders Kohlsuppe und anderen Suppen. Junge Sprossen werden frittiert. Giersch ist ein hervorragendes Mittel gegen Blutarmut. Als Unkraut ist er natürlich eine ständige Plage. Zum Glück ist er schattenempfindlich. Nach zehn Jahren Kampf mit den im Artikel beschriebenen Methoden habe ich den Giersch in meinen Beeten innerhalb eines Sommers endlich losgeworden. Ich habe ihn ausgegraben, so viele Wurzeln wie möglich entfernt, einen Kürbis und Bohnen zwischen die Kürbisse gepflanzt. Das ganze Grün bedeckte den Boden dicht. Und das war's... Ich habe die Erde um die Baumstämme mit schwarzem Farnmaterial und dann mit einer Grasschicht bedeckt. Die Johannisbeeren habe ich immer noch nicht ganz losgeworden. Sie wachsen direkt an die Stämme heran, sodass ich sie nicht erreichen kann.

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    1. Julia

      Ja, Giersch lässt sich am besten bekämpfen, indem man ihn isst. Er ist sehr gesund. Ich gebe ihn in Smoothies, Salate und Suppen.

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  3. Der Name „Snyt“ (Gichtkraut) leitet sich vom englischen Wort „sned“ (Essen) ab, das früher für menschliche Nahrung verwendet wurde. Diese Pflanze half den Menschen, Hungersnöte zu überstehen, und ist reich an Vitaminen und Spurenelementen. Probieren Sie doch mal eine Suppe und verwenden Sie Gierkraut anstelle von Sauerampfer – sie ist köstlich und gesund.

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  4. Natalia

    Ich habe Giersch mit Spitzwegerich, Löwenzahnblättern, Petersilie, Radieschengrün und Dill fermentiert. Es schmeckt köstlich, und im Winter reicht schon ein Esslöffel dieser „Silage“ als Beilage, um uns mit allen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.

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  5. Ekaterina

    Während des Krieges rettete es Menschen vor dem Hungertod. Ich friere Giersch zusammen mit Sauerampfer und Brennnesseln für den Winter ein; es eignet sich hervorragend für Kohlsuppe.

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  6. Liebe

    Unsere Leute zerstören alles; sie sind geradezu begierig darauf, jegliches Grün zu vernichten. In der Stadt werden die Rasenflächen bis auf den Boden gemäht, sodass nur noch kahle Flächen und gelbe Rückstände übrig bleiben: Asphalt und Staub – man kann es nicht einatmen. Sie haben sich von Europa inspirieren lassen – wie man Rasen mäht –, aber sie haben es nicht richtig gelernt. Dort hält man die Pflanzen kurz, während wir sie hier bis auf die Wurzeln mähen, damit das verdammte Ding überhaupt nicht nachwächst. Und man atmet Staub vom Asphalt und vom Boden ein. Menschen zünden Wälder für ihre eigenen Zwecke an. Gibt es denn gar nichts, was wir tun können, um zu verhindern, dass jemand einen Wald in Brand setzt?

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