Fuchsien sind beliebte Zimmerpflanzen, gelten aber oft als anspruchsvoll. Viele kennen ihre Pflegebedürfnisse nicht und halten sich nicht an die empfohlenen Lichtverhältnisse und die richtige Gießhäufigkeit. Wenn Sie diese Punkte beachten und die Pflanze rechtzeitig pflegen, erfreut sie Sie vom Sommer bis zum Herbst mit üppiger Blütenpracht. Damit die Fuchsie in Innenräumen optimal gedeiht, sollte sie jedes Frühjahr mit geeigneten Vermehrungsmethoden vermehrt werden.
Kurzbeschreibung der Pflanze
Die Blätter sind sattgrün, oval und leicht zugespitzt. Der Stängel ist hell, der Blattstiel rötlich-rosa. Bei vielen Sorten stehen die Blattstiele paarweise gegenständig. Die Blüten sind vielfältig, oft mit Blütenblättern und Blütenröckchen in unterschiedlichen Farbtönen.
Immer wieder entstehen neue Pflanzenarten. Sie verblüffen den Laien mit ihrer außergewöhnlichen Schönheit und ihrer üppigen Blütenpracht. Die Knospen selbst gibt es in einfachen, halbgefüllten, gefüllten und dicht gefüllten Varianten. Der untere Teil der dicht gefüllten Knospen erreicht einen Durchmesser von bis zu 7 cm.
Fuchsien sind keine Pflanze für Anfänger. Sie reagieren empfindlich auf jegliche Pflegefehler, können ihre Blätter abwerfen und schließlich absterben. Außerdem sind sie anfällig für Schädlinge, insbesondere Weiße Fliegen, deren Bekämpfung sehr mühsam ist. Für eine üppige Blüte sind Rückschnitt, Formgebung und eine kühle Überwinterung unerlässlich. Werden diese Bedingungen nicht beachtet, bildet die Pflanze keine Blütenknospen.
Merkmale der Pflanzenpflege
Bei wachsende Fuchsien Beim Anbau einer Hybride im Topf zu Hause müssen grundlegende Pflegehinweise beachtet werden. Der Platz sollte begrenzt sein; in zu großen Töpfen bildet die Pflanze zwar viel Laub, blüht aber weniger. Dies geschieht auch bei falscher Düngung. Eine Überschreitung der empfohlenen Dosis oder Überdüngung im Winter führt zu übermäßigem Längenwachstum des Stängels. Die Pflanze kann zwar einen Meter hoch werden, wirkt dann aber kahl.
Für eine gesunde Entwicklung und üppige Blüte müssen alle Pflegehinweise beachtet werden. Die Pflanze verträgt keine hohen Temperaturen und bevorzugt helle Standorte, leidet aber unter direkter Sonneneinstrahlung. Auch die Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Sie benötigt regelmäßiges Besprühen und Gießen – jedoch nur, wenn die Erde trocken ist. Jährliches Umtopfen ist notwendig. Dabei muss die Erde komplett ausgetauscht werden, da Fuchsien ihr Substrat schnell auslaugen.
Temperatur
Fuchsien sind empfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Sie gedeihen am besten in kühleren Umgebungen. Eine normale Temperatur für sie liegt bei 20 Grad Celsius. Kurzfristige Temperaturerhöhungen auf 25 Grad Celsius sind unbedenklich, sofern sie regelmäßig besprüht und gegossen werden.
Im Winter sinkt die Temperatur deutlich auf 12 bis 15 Grad Celsius. Dies ist für eine ausreichende Ruhephase notwendig. Unabhängig von der Jahreszeit sollten Topfpflanzen vor Zugluft geschützt werden.
Beleuchtung
Fuchsien im Topf sollten an einem sonnigen Platz stehen, damit die zarten Blätter nicht durch die direkte Mittagssonne beschädigt werden. Ideal sind Fensterbänke mit West- oder Ostausrichtung.
An nach Süden ausgerichteten Fenstern muss man mit Papier oder Jalousien für Schatten sorgen. Nach Norden hin wächst die Pflanze zwar auch, neigt aber aufgrund von Lichtmangel dazu, in die Höhe zu schießen und kann ihre Knospen abwerfen.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Verwenden Sie zum Gießen der Pflanze nur abgestandenes Wasser. Staunässe verträgt die Pflanze nicht, daher sollten Sie im Sommer 3–4 Tage und im Winter 7–10 Tage zwischen den Wassergaben warten. Wenn der Wurzelballen nicht abtrocknet, kann das Wurzelsystem faulen und absterben.
Bei der Pflege von Fuchsien ist Folgendes hilfreich:
- Duschen Sie die Pflanze warm ab (Wassertemperatur bis zu 37 Grad Celsius) und decken Sie den Wurzelballen mit Plastikfolie ab. Dies bietet zusätzlichen Schutz vor Weißen Fliegen.
- Täglich morgens oder abends sprühen. Dem Spray können Sie Bernsteinsäure oder andere für Zimmerpflanzen vorteilhafte Vitamine hinzufügen.
- Nach dem Gießen überschüssiges Wasser aus der Schale abgießen.
Topdressing
Eine sachgemäße Pflege und ein erfolgreicher Anbau zu Hause sind ohne die Verwendung von Düngemitteln unmöglich. Fuchsie Für ein optimales Wachstum benötigt die Pflanze einen ausgewogenen Dünger aus Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff sollte sparsam dosiert werden, da ein Überschuss zwar schnelles Wachstum fördert, aber die Blüte verzögert. Stickstoff wird in den ersten drei bis fünf Lebensmonaten der jungen Pflanze zugeführt und anschließend in der Konzentration reduziert.
Kalium und Phosphor sind für die Blütenbildung verantwortlich. Diese Nährstoffe regen die Bildung von Blütenknospen an und ermöglichen der Pflanze, ihre Blüten zu erhalten. Je nach Wachstumsphase werden sie über die Wurzeln zugeführt oder auf die Blätter gesprüht. Während der Ruhephase, die von November bis Anfang März dauert, sollten diese Nährstoffe nicht angewendet werden.
Es empfiehlt sich, im zeitigen Frühjahr, wenn die Tage länger sind, mineralische und organische Substanzen in den Boden einzuarbeiten. Gleichzeitig sollte die Beleuchtung verstärkt werden. Stellen Sie die Fuchsie unter künstliches Licht, um übermäßiges Längenwachstum zu verhindern. Dadurch wird die Pflanze effektiv aus ihrer Ruhephase erweckt und ein neuer Wachstumszyklus eingeleitet.
Kneifen und Formen
Eine ordentliche Fuchsie ohne Stutzen und Formen zu ziehen, ist schlicht unmöglich. Kletternde Sorten hingegen benötigen keinen drastischen Rückschnitt. Die Länge ihrer Ranken bestimmt der Besitzer, je nachdem, wie ausladend der Strauch wachsen soll.
Stecklinge, die nach dem Beschneiden gewonnen werden, sollten in der Nähe der Mutterpflanze bewurzelt werden, um ein dichtes Laubwerk zu erzielen. Kletterpflanzen benötigen lediglich einen Triebspitzenabbruch. Dieser sollte nach der Blütezeit erfolgen und im Hochwinter wiederholt werden. Kletterpflanzen bilden Blütenknospen nur an jungen Zweigen.
Eine typische Zimmerfuchsie, wie man sie aus Zeitschriften kennt, lässt sich durch regelmäßiges Beschneiden erzielen. Dies geschieht, sobald der Steckling 30–60 cm hoch ist. Entfernen Sie dazu zunächst Blätter und Triebe im unteren Bereich der Pflanze und kürzen Sie die Zweige an der Basis um zwei Drittel. Der Hauptstamm wird um etwa 5 cm zurückgeschnitten. Stutzen Sie die Pflanze während des Wachstums etwa einmal im Monat und entfernen Sie dabei die Blattanlagen an jungen Zweigen. Die Pflanze wird so lange erzogen, bis sie eine kugelförmige Krone auf einem dichten Stamm entwickelt hat.
Überweisen
Für ein gutes Wachstum und eine regelmäßige Blüte der Pflanze ist die Wahl des richtigen Bodens wichtig. Die optimale Bodenzusammensetzung ist:
- Gartenerde - 1 Teil;
- Torf - 0,5 Teile;
- Sand und Perlit - 0,25 Teile.
Der Boden muss drei grundlegende Anforderungen erfüllen: Er muss nährstoffreich, wasserdurchlässig und atmungsaktiv sein. Blähton sollte als Unterlage in den Topf gegeben werden. Der Topf selbst sollte nicht zu groß sein, da sich sonst die Blüte verzögert. Im ersten Wachstumsjahr kann die Pflanze bis zu fünfmal umgetopft werden. Ausgewachsene Pflanzen werden einmal pro Saison, im Frühjahr, umgetopft.
Wurde die Pflanze im Laden gekauft, sollte die Erde sofort ausgetauscht werden. Die Erde im Topf ist Transporterde, die keine Nährstoffe enthält und die Fuchsie darin schnell absterben lässt. Das Wurzelsystem sollte von Erde befreit und unter fließendem Wasser abgespült werden. Untersuchen Sie am besten den Stamm und die unterirdischen Pflanzenteile. Bekämpfen Sie eventuelle Schädlinge umgehend.
Effektive Pflanzenvermehrung
Zur Vermehrung von Fuchsien Es gibt zwei Methoden: Samen und Stecklinge. Aus einem Blatt lässt sich keine Blume ziehen. Man benötigt ein Stück des Stängels (den Vegetationspunkt), sonst entwickelt sich die Pflanze nicht. Die einfachste Methode ist die Vermehrung durch Stecklinge. Für eine erfolgreiche Bewurzelung befolgen Sie diese Schritte:
- Das Material stammt ausschließlich von einer gesunden, ausgewachsenen Pflanze.
- Wählen Sie junge, nicht verholzte Triebe. Diese sollten mindestens zwei bis drei Blattpaare haben. Falls Knospen vorhanden sind, entfernen Sie diese.
- Der Steckling wird geschnitten und in Wasser mit einer Aktivkohletablette (um Fäulnis vorzubeugen) gestellt oder direkt in Erde gepflanzt und in ein Gewächshaus gestellt. Die unteren Blätter dürfen den Boden nicht berühren, da sonst Fäulnis entsteht.
Die Vermehrung durch Samen wird von erfahrenen Züchtern häufig genutzt, um durch Kreuzbestäubung neue Sorten zu erzeugen. Samen sind im Handel erhältlich, sodass Sie Ihre eigene Fuchsie im Haus anbauen können. Da die Keimrate gering ist, benötigen die Sämlinge eine Behandlung.
Die Samen werden mehrere Stunden in einer rosa Kaliumpermanganatlösung eingeweicht und anschließend mit klarem Wasser abgespült. Flache Töpfe werden mit einer bis zu 7 mm dicken Erdschicht im Abstand von mindestens 2 cm befüllt und mit Erde bedeckt. Das so entstandene Gemisch wird in ein Gewächshaus gestellt, täglich belüftet und nach dem Auflaufen der Sämlinge entfernt. Jungpflanzen werden in einzelne Töpfe umgepflanzt, sobald sie zwei Blattpaare entwickelt haben.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Wenn sich das Aussehen der Pflanze verändert hat und sie ungesund wirkt, kann dies an falscher Pflege liegen. Gelbe Blätter deuten auf unzureichendes Besprühen und einen zu trockenen Standort hin. Beschädigte Blätter sollten entfernt, die Pflege verbessert und der Pflanze Zeit zur Erholung gegeben werden.
Braune Flecken an den Blatträndern deuten auf zu hohe Luftfeuchtigkeit oder Staunässe hin. Überprüfen Sie die Wurzeln auf Fäulnis. Falls Sie Fäulnis feststellen, behandeln Sie die Wurzeln mit Fundazol und topfen Sie die Fuchsie in frische Erde um. Sie wird sich erholen, gießen Sie aber anfangs sparsam.
Es gibt weitere, nicht weniger häufige Probleme, mit denen Besitzer von Zimmerfuchsien konfrontiert sind:
- Sie blüht nicht. Die Wachstumsbedingungen wurden nicht eingehalten, der Formschnitt wurde nicht durchgeführt oder die Überwinterung war zu warm.
- Die Blätter verlieren an Spannkraft. Ursache ist unzureichende Bewässerung. Der Zustand des Wurzelballens sollte mit einem langen Holzspieß überprüft werden. Die Erde sollte um ein Drittel austrocknen.
- Gelbe Blätter. Dies ist ein Zeichen natürlicher Alterung. Ausgewachsene Triebe werden abgeschnitten, und die Pflanze darf weiterhin grünes Laub bilden.
- Ein klebriger Belag deutet auf Insektenbefall hin. Untersuchen Sie die Blattunterseite sorgfältig; sind dort große Weiße Fliegen zu sehen, liegt ein Befall mit Weißen Fliegen vor. Behandeln Sie die Pflanze mit Aktara oder einem ähnlichen Produkt.
- Gespinste an den Ästen deuten auf einen Spinnmilbenbefall hin. Eine chemische Behandlung mit Akariziden wird empfohlen.
Fuchsienpflege im Winter
Die richtige Winterpflege von Fuchsien ist entscheidend für ihr Wachstum, ihre Entwicklung und ihre Blüte in der nächsten Vegetationsperiode. Wird der Winter nicht richtig überwintert, leidet die Pflanze – es bilden sich keine Knospen, und die Pflanze kann sich nicht erholen.
Liste grundlegender Empfehlungen:
- Fuchsien gehen Ende Oktober in die Winterruhe. Falls die Pflanze bis dahin nicht vollständig geblüht hat, werden die Knospen durch einen Rückschnitt entfernt.
- Nach dem Formen bleibt der Blumentopf an seinem Platz, die Düngung wird jedoch eingestellt und das Gießen reduziert.
- Nach zwei Wochen wird die Kultur an einen kühlen Ort mit einer Temperatur von etwa 15 Grad Celsius verbracht. Dort verbleibt sie bis Ende Februar.
- Im Dezember erfolgt ein weiterer Rückschnitt, bei dem die Triebe um ein Drittel gekürzt werden.
- Nachdem die Tageslichtstunden verlängert wurden, stellen Sie den Topf wieder an seinen endgültigen Standort. Nach zwei Wochen düngen Sie erstmals mit einem stickstoffreicheren Dünger. Verwenden Sie anschließend nur noch Kalium-Phosphor-Dünger.
Fuchsien sind anspruchsvolle Pflanzen, die besondere Pflege benötigen. Bei richtiger Temperatur, ausreichender Bewässerung und einer Ruhephase belohnt sie ihren Besitzer in der folgenden Saison mit üppiger Blütenpracht. Werden diese Regeln jedoch nicht befolgt, erlischt die Blüte.

Fuchsien: Vermehrung, Pflege und Anbau zu Hause im Winter
Fuchsien zu Hause anbauen und pflegen