Kirschen im eigenen Garten anzubauen, kann eine Herausforderung sein. Diese empfindliche Frucht liebt Wärme und benötigt daher besondere Pflege. Selbst wenn eine Ernte gelingt, muss sie vor Vögeln geschützt werden. Die Vögel fressen die süßen Früchte nämlich sehr gerne und machen so die ganze Mühe zunichte. Keine Schutzmethode garantiert einen hundertprozentigen Erfolg, doch wer nichts unternimmt, wird mit Sicherheit die gesamte Ernte verlieren.
Wer isst Kirschen?
Kirschbäume locken mit ihren Früchten zahlreiche Vogelarten an. Amseln, Stare, Spatzen und Eichelhäher gehören zu den häufigsten Vögeln, die sich an den Früchten gütlich tun. Auch Krähen genießen die süße Leckerei. Unbehandelt tragen Kirsch- und Sauerkirschbäume schnell keine Früchte mehr. Doch der Schaden durch die Vögel beschränkt sich nicht darauf; sie schädigen auch die Bäume selbst. Indem sie auf jungen Zweigen landen, verursachen die Vögel Schäden. In der folgenden Saison tragen die Bäume nach einem solchen Befall keine Früchte mehr.
Wenn Beeren am Baum bleiben, können sie durch die entstehenden Schäden zu einem idealen Nährboden für Bakterien werden. Um den Obstgarten zu schützen, werden ausschließlich tierschonende Abwehrmittel eingesetzt; von der Zerstörung der Beeren wird abgeraten. Schließlich sammeln Vögel im Frühjahr aktiv Insekten in den Obstgärten und schützen so die Pflanzen vor Schädlingen.
Schutz vor Spatzen und Staren
Spatzen lassen sich von einem alten Pelzhut, der an einer Baumkrone befestigt wird, abschrecken. Diese kleinen Vögel haben besonders große Angst vor Katzen, und der Hut sieht aus wie eine zusammengerollte Katze. Gärtner kennen diesen Trick schon lange, und manche wenden ihn noch heute an.
Kirschbäume vor Staren zu schützen, ist etwas schwieriger. Stare fliegen in großen Schwärmen. Diese Vögel fühlen sich in der Gruppe sicherer als allein. Doch selbst ein ganzer Schwarm lässt sich von den Beeren ablenken, indem man helle, glänzende Gegenstände an die Kirschbäume hängt. Die Vögel werden sich dann den Gegenständen zuwenden und die Beeren nicht mehr bemerken. Idealerweise schwingen die Gegenstände im Wind. Sind sie unbeweglich und windstill, lenken sie die Vögel nicht so effektiv ab.
Herstellung von Zäunen
Junge Stare werden mit aufwendigeren Methoden vertrieben, da sie besonders gefräßig sind. Auf ihrem Weg zu den reifen Kirschen werden sie durch ein echtes Hindernis gestoppt. Zu diesem Zweck wird ein Zaun errichtet. Der Vorgang umfasst mehrere Phasen:
- Bereiten Sie das Material vor: 6 Holzstangen und ein feinmaschiges Kunstfasernetz. Ersetzen Sie die Stangen durch Kunststoffrohre – dies ist die praktischste Lösung.
- Bei einem ausgewachsenen Baum beträgt die Länge der Stangen 4-5 m, die Länge des Netzes 10 m und die Breite des Netzes etwa 4 m.
- Mithilfe von Draht oder Seil wird das Netz an drei Stellen am Pfahl befestigt: oben, in der Mitte und unten.
- Die Schnur wird entlang der Oberseite des Netzes geführt, wodurch es nach der Installation der Konstruktion gespannt werden kann.
- Für die Installation des Zauns sind zwei Personen erforderlich; sie stellen ihn in einem leichten Winkel zum Baum auf.
- Die seitlichen Pfosten werden mit Seilen zusammengebunden, und ein Netz wird über die Baumkrone gespannt.
Das könnte Sie auch interessieren:Dieser Zaun schützt die Kirschbäume vor Staren und anderen Vögeln. Nach der Ernte wird das Netz entfernt, um ein ungehindertes Wachstum der Zweige zu verhindern. Im folgenden Jahr werden die Bäume wieder abgedeckt.
Raschelnde und glänzende Gegenstände
Diese einfachen Methoden sind recht effektiv. Raschelgeräusche erzeugt man mit ausrangierten Gegenständen. Häufig verwendet man dafür leere Kassetten von Tonbandgeräten. Falls keine Kassetten vorhanden sind, eignen sich auch handelsübliche Plastiktüten. Diese werden an Bäumen aufgehängt und so befestigt, dass sie nicht wegfliegen können. Wichtig ist vor allem das Rascheln im Wind. Vögel werden dadurch abgeschreckt und meiden die Kirschbäume.
Eine bekannte Methode ist die Verwendung glänzender Gegenstände. Diese reflektieren das Sonnenlicht und erzeugen so einen Blendeffekt, der Diebe abschreckt. Alte Computerdisketten, Alufolie, Lametta und ähnliche Dinge werden häufig zum Schutz des Gartens verwendet. Die meisten glänzenden Gegenstände sollten an den oberen Ästen angebracht werden.
Ultraschall-Repeller
Moderne Technologien entwickeln sich ständig weiter. Sie kommen zum Einsatz, wenn es dringend darum geht, einen Garten vor geflügelten Eindringlingen zu schützen. Spezielle Geräte, die Ultraschall erzeugen, sind im Handel erhältlich. Diese Signale sind für Menschen zwar unhörbar, lösen aber bei Vögeln Angst aus, sodass diese den Garten meiden.
Diese Geräte sind sicher und schaden weder Pflanzen noch Menschen. Einige Modelle verfügen über Blinklichter, die sich einschalten, sobald sich Vögel Bäumen nähern. Sie sind preiswert. Komplexere Elektronik ist jedoch teuer, weshalb sich die Anschaffung für einen kleinen Garten nicht immer lohnt.
Wie funktionieren Gasgewehre?
Gaskanonen stellen eine ungewöhnliche Lösung für dieses Problem dar. Sie bieten zuverlässigen Schutz für Kirschbäume. Ein Gerät, das einer kleinen Kanone ähnelt, wird am Boden installiert. Im Inneren befindet sich eine Propangasflasche. In festgelegten Abständen feuert die Kanone einen Schuss ab, der wie ein Gewehrschuss oder ein lauter Knall klingt.
Eine 5-Liter-Zylinderpatrone ist für 5.000 solcher Schüsse ausgelegt. Beim Hören dieser Geräusche wagen es geflügelte Diebe nicht einmal, sich dem Garten zu nähern. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die ständigen Knallgeräusche nicht nur die Pflanzen schützen, sondern auch die benachbarten Gärtner stören.
Aufstellen einer Vogelscheuche im Garten
Das Basteln von Vogelscheuchen ist die älteste Methode, um Pflanzen zu schützen. Man fertigt eine Figur an, die aus der Ferne einem Menschen ähnelt. Manchmal sind sie wie Falken oder andere Raubtiere gestaltet; diese Vogelscheuchen werden heute in einigen Geschäften verkauft oder online bestellt. In jedem Fall werden Vögel vorsichtig sein und nicht zu nah heranfliegen. Fast jeder alte Gegenstand kann zum Basteln einer Vogelscheuche verwendet werden.
Das Gerüst besteht meist aus zusammengenagelten Holzstücken, die einen Körper mit Armen und Beinen bilden. Als Kopf dient oft ein alter Eimer oder Topf. Die Vogelscheuche wird mit beliebiger abgetragener Kleidung bekleidet, ganz nach der Fantasie des Gärtners. Hauptsache, die Konstruktion hält jahrelang. Man kann auch einen Heißluftballon als Vogelscheuche verwenden und ihn an den oberen Ästen aufhängen. Diese Vogelscheuche schwingt selbst bei Windstille und schützt die Beeren vor Vögeln. An den Ästen aufgehängte Zwiebelstücke dienen ebenfalls als Abschreckungsmittel.
Aufgüsse aus Knoblauch und rotem Pfeffer
Da Vögel von Kirschen wegen ihres süßen Geschmacks angelockt werden, kann man ihnen diese komplett verleiden. Eine Behandlung der Kirschen mit Pfeffer, Knoblauch oder anderen Aufgüssen kann helfen. Diese haben einen unangenehmen Geruch und einen bitteren Geschmack. Die Flüssigkeit wird in eine Sprühflasche gefüllt und gleichmäßig auf alle Bäume aufgetragen. Der größte Nachteil dieser Methode ist, dass das Besprühen nach jedem Regen wiederholt werden muss, was umständlich ist. Die Behandlung sollte daher bei trockenem Wetter durchgeführt werden.
Beim Ausbringen der Lösung sollten die Baumkronen behandelt werden, da Vögel dort am häufigsten sitzen. Natürliche Aufgüsse sind vorteilhaft, weil sie der Pflanze nicht schaden und für Menschen völlig unbedenklich sind. Sie schützen Kirschbäume wirksam vor Vögeln und vertreiben zudem Ameisen und andere Schädlinge.
Abdeckung junger Bäume
Wenn die Bäume noch nicht ihre volle Höhe erreicht haben, aber bereits reichlich Früchte tragen, werden sie abgedeckt. Eine physische Barriere kann den Obstgarten schützen. Die wichtigste Regel ist, dass die Kirschbäume ausreichend Licht erhalten. Bekommen sie nicht genug Sonne, werden sie krank und verkümmern, und die Früchte reifen nicht.
Das könnte Sie auch interessieren:Ein Netz kann den Kirschbaum retten Ein Netz mit kleinen Maschen hält Vögel von den Beeren fern. Ein leichter, hellfarbiger, lichtdurchlässiger Stoff ist ebenfalls geeignet. Das Material muss gut belüftet sein, damit Sauerstoff hindurchströmen kann, sonst stirbt der Baum. Der Schutz ist einfach: Wickeln Sie das Netz um die Baumkrone und bedecken Sie so die Früchte. Bei stark verzweigten Bäumen ist diese Methode nicht geeignet.
Wer den Kirschbaum schützt, sichert sich eine reiche Ernte reifer Kirschen. Vögel lieben die saftigen Beeren, und ein ganzer Schwarm kann die mühsam angebauten Früchte im Garten leicht vernichten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beeren vor ihnen zu schützen. Jeder entscheidet selbst, was die Vögel am besten vom Kirschbaum fernhält.

Die besten Kirschsorten für Zentralrussland
So pflegen Sie Kirschen im Herbst: Kirschen für den Winter vorbereiten
Wie man einen Kirschbaum beschneidet: Eine bebilderte Anleitung für Anfänger
Wie und wann man Kirschen in der Moskauer Region pflanzt
Jaroslaw Iwanow
Ich habe viele Hausmittel ausprobiert, aber das Vogelabwehrmittel von Citytek hat mir geholfen. Nicht nur die Vögel, sondern auch die Mäuse sind verschwunden.