Kartoffelmotte: Wie man sie bekämpft (Foto)

Krankheiten und Schädlinge

Die Kartoffelmotte (Phthorimaea operculella Zell), besser bekannt als Kartoffelfalter, ist ein Schädling, der eine ganze Kartoffelernte vernichten kann. Um diesen Schädling zu bekämpfen, ist es wichtig, nicht nur die Bekämpfungsmethoden zu kennen, sondern auch rechtzeitig vor und nach dem Pflanzen der Kartoffeln vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Fehlen natürlicher Feinde ermöglichte die ungehinderte Vermehrung, und die enge Spezialisierung (Fthorimea bevorzugt Kartoffeln, Tabak und wilde Nachtschattengewächse) machte sie zu einer echten Plage für Gärtner sowie für alle, die mit Transport, Lagerung und Verkauf dieses begehrten Gemüses befasst sind. Kartoffelexporte aus Amerika, wo die Pflanze in zentralen Regionen angebaut wird, führten dazu, dass sich der Schädling, der ursprünglich in Afrika vermutet wurde, nahezu weltweit ausbreitete.

Damit die Kartoffelmotte gedeihen und sich schnell vermehren kann, benötigt sie ein Gebiet mit einer durchschnittlichen jährlichen Bodentemperatur von 100 °C und dem Vorkommen von Nachtschattengewächsen. Die südlichen Regionen der Russischen Föderation und die Länder Zentralasiens bilden das Hauptverbreitungsgebiet dieses gefräßigen Schädlings.

Methoden und Techniken zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers werden nicht nur in Amerika gesucht, wo Landwirte und die Regierung erhebliche materielle Ressourcen aufwenden, um ganze, von diesem Schädling befallene Felder zu retten. Auch in vielen anderen Ländern entwickeln Landwirte Maßnahmen, um diesen Schädling zu bekämpfen, der in Feldern und Gärten Schäden anrichten kann, die mit denen des Kartoffelkäfers vergleichbar sind. Vorbeugende Maßnahmen, die das Auftreten von Schädlingspopulationen verhindern, tragen dazu bei, die Sicherheit der eingelagerten Ernten zu gewährleisten. Ohne die notwendige chemische Bekämpfung kann die Motte tonnenweise Fertigprodukte ungenießbar machen.

Aussehen und Abmessungen

Das Foto zeigt deutlich, dass die Kartoffelmotte, anders als der Kartoffelkäfer, von Natur aus mit einer Tarnung ausgestattet ist:

  • Abflachung des Körpers;
  • unauffällige, graubraune Farbe;
  • ein sanfter Übergang der Halbtöne des Körpers von hellbraun am Körper zu graubraun mit gelblichen Schuppen auf einem Flügelpaar;
  • Flügel mit einer Spannweite von 14 bis 16 mm, die sich zusammenfalten lassen und das Insekt dadurch relativ klein machen (6-8 mm im Ruhezustand);
  • ungleichmäßige, flauschige Frotteeränder der Flügel;
  • mit langen, dünnen Antennen.
Bitte beachten Sie: Die Fähigkeit zur Mimikry, die Phthorimea in ihren ursprünglichen Lebensräumen erworben hat und von denen aus sie sich auszubreiten begann, hat sich auch in ihren neuen Siedlungsgebieten als nützlich erwiesen: Sie sind in ihrer Farbe den Halbtönen des Bodens und des Sandes so ähnlich wie möglich.

Seine charakteristischen Merkmale, verglichen mit dem leuchtend gefärbten Kartoffelkäfer, umfassen Tarnung und die Fähigkeit, unbemerkt zu bleiben. Die leuchtende Färbung des Kartoffelkäfers dient als Warnung für natürliche Feinde und hebt die besonderen Merkmale des Insekts sowie seine Ungeeignetheit als Nahrung hervor. Die Kartoffelmotte, ein breitflügeliger Schmetterling im Erwachsenenstadium, ist eine Beute für viele Vögel und insektenfressende Raubtiere. Die größte Bedrohung für Nutzpflanzen ist ihre Fähigkeit zur schnellen Vermehrung. Sie kann sich nicht ernähren, da ihre Mundwerkzeuge reduziert sind, und ihre Lebensdauer beträgt drei Tage bis zwei Wochen.

Zur Information: Jedes Weibchen legt 150–200 Eier und ist im Sommer tag- und nachtaktiv. In Lagerhallen können sie sich ganzjährig fortpflanzen, da die Temperatur dort ideal für die Fortpflanzung und Eiablage ist.

Diese hohe Fruchtbarkeit ist für das Insekt von Vorteil, da es so seine Population trotz äußerer Feinde aufrechterhalten kann. Sie stellt jedoch auch eine Gefahr für Anbauer von Nachtschattengewächsen, insbesondere Tabak und Kartoffeln, dar. Hinsichtlich Gefährlichkeit und Schadenspotenzial ist die Kartoffelmotte mit dem Kartoffelkäfer vergleichbar, und Zehntausende suchen nach Behandlungsmethoden und Technologien und betreiben wissenschaftliche Forschung, um sie möglichst effektiv zu bekämpfen.

Wichtig: Die größte Gefahr besteht darin, den erwachsenen Schmetterling zu verpassen, der aus einer in einem abgelegenen Ort versteckten Puppe schlüpft und bereit ist, Hunderte von potenziellen Raupeneiern abzulegen. Sobald er geschlüpft ist, ist er bereit zur Paarung.

Entwicklungsstadien und Lebensstil

Ende April und Anfang Mai beginnt der Kartoffelwickler seinen Massenflug in der freien Natur. Die Falter schlüpfen aus Puppen, die an geeigneten Orten überwintert haben, und werden aktiv, sobald die Luft eine bestimmte Temperatur erreicht. Verstärkte Bekämpfungsmaßnahmen während der Lagerung sind notwendig, da die in Industrielagern mithilfe spezieller Ausrüstung aufrechterhaltene konstante Temperatur nicht nur die Haltbarkeit der Kartoffeln gewährleistet, sondern auch die ganzjährige Vermehrung des Schädlings ermöglicht. Besonders gefährlich sind die Raupen, die aus den Eiern des Falters schlüpfen.

Der Schmetterling selbst frisst die Kartoffel nicht, sondern trägt lediglich eine zukünftige Gefahr in Form eines Geleges Eier in sich. Die geschlüpften Raupen sind unglaublich gefräßig. Sie dringen durch das Auge in die Kartoffelknolle ein und hinterlassen in ihrem Fruchtfleisch gewundene, schwarze Gänge, die an verschlungene Labyrinthe erinnern.

Die Raupe füllt die von ihr gegrabenen Gänge mit Sekreten und Gespinsten, doch ihre negativen Auswirkungen enden damit nicht. Ein erfahrener Gärtner kann einen Kartoffelmottenbefall an mehreren Anzeichen erkennen:

  • durchlöcherte, angenagte Blätter, auf denen die Fraßgänge deutlich sichtbar sind, und kleine, mit Raupenkot gefüllte Ausbuchtungen;
  • Spinnweben und kleine Zellen auf der Innenseite des Blattes;
  • verwelkte oder vertrocknete Buschspitzen, an denen keine Blüten erscheinen.
Tatsache: Die Kartoffelmotte verursacht enorme Schäden an Gemüsekulturen. Beschädigte Blätter und Stängel können nicht ausreichend Photosynthese betreiben, um den Fruchtansatz und die Knollenentwicklung zu fördern. Von dem Schädling angefressene und ausgeschiedene Kartoffeln sind ungenießbar. Bis zur Erntezeit sind bereits etwa 80 % der Ernte vernichtet.

Die Farbe der Raupen richtet sich nach ihrer Nahrung. Sie sind grün, wenn sie Blätter und Stängel fressen, oder durchscheinend-weißlich, wenn sie das Fruchtfleisch der Knolle verzehren. Die Larve (oder Raupe) durchläuft vier Häutungen, die auch als Larvenstadien bezeichnet werden. Während dieser Zeit frisst sie intensiv die von ihr gewählte Kulturpflanze. Nach der Kartoffelernte kann der Falter auf andere Nahrungsquellen ausweichen, beispielsweise auf wilde Nachtschattengewächse oder andere Kulturpflanzen.

Interessant: Nach der Häutung verpuppt sie sich und reift in einem Kokon heran, bis sie als Schmetterling wieder schlüpft. Der natürliche Fortpflanzungszyklus beginnt von neuem und durchläuft erneut seine Stadien: Schmetterling (Motte), Legestachel, Raupe (Larve), Puppe.

Kontrollmaßnahmen für Anpflanzung und Lagerung, Vorbeugung im Garten

Die Schädlingsbekämpfung erfolgt systematisch und konsequent während der gesamten Saison, beginnend mit der Pflanzung. Nur gesunde, sorgfältig geprüfte und behandelte Kartoffelknollen werden gepflanzt. Um zu verhindern, dass Larven im Boden überwintern und im Frühjahr wieder auftreten, werden befallene Pflanzenteile und Wurzeln vernichtet, anstatt sie auf dem Kompost zu entsorgen. Die Beregnung mit Sprinklern tötet die meisten eierlegenden Motten ab. Durch das Pflanzen des Saatguts in 15 cm Tiefe und das doppelte Anhäufeln wird verhindert, dass Raupen in die Knollen eindringen.

Beratung: Systematische und regelmäßige Unkrautbekämpfung entzieht der Kartoffelmotte die Nahrung, sobald die oberirdischen Pflanzenteile austrocknen. Unkraut bietet diesem gefährlichen Schädling nicht nur einen Unterschlupf, sondern schwächt auch die Kartoffelpflanzen.

Frühreife Kartoffelsorten sind am wenigsten anfällig für Schädlinge – ein Umstand, den Kleinbauern erfolgreich nutzen. Im kommerziellen Anbau werden mittelfrühe Sorten mit Insektiziden behandelt, wobei Danadim, Bi-58, Ditox, Di-68 und Rogos-S als die wirksamsten gelten. Lagerhallen, einschließlich der Container, werden desinfiziert, und niedrige Temperaturen und Luftfeuchtigkeit werden aufrechterhalten, wodurch sich der Entwicklungszyklus der Motten auf 150 Tage verlängert.

Werden Anzeichen eines Befalls festgestellt, kommen Begasungsmittel und Insektizide zum Einsatz. Frühzeitige Bekämpfungs- und Vorbeugemaßnahmen helfen, Schädlingsbefall zu verhindern und eine gesunde Ernte zu sichern.

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