Blühende Petunien sind in vielen Gärten und Parks ein häufiger Anblick. Erfahrene Gärtner empfehlen, die Aussaat nach dem Mondkalender zu planen. Sie raten außerdem davon ab, die zuvor genannten ungünstigen Zeiträume zu ignorieren, in denen von der Aussaat abzuraten ist. Ist der gewünschte Termin nicht aufgeführt, spricht man von einem „neutralen“ Termin.
Mondkalender für 2024
Die Grundregel lautet: Wir benötigen Zeiträume mit zunehmendem Mond. Neumond und Vollmond werden ignoriert, da diese Tage als ungünstig gelten. Auch die Tage davor und danach sind ungünstig. Der abnehmende Mond ist in diesem Fall in der Regel neutral.
| Monate | Januar | Februar | Marsch | April | ||
| Günstige Tage | 13-23 | 12-22 | 12-23 | 10-22 | ||
| Ungünstige Tage | 10, 11, 12, 24, 25, 26 | 9, 10, 11, 23, 24, 25 | 9, 10, 11, 24, 25, 26 | 7, 8, 9, 23, 24, 25 |
Regionen
Der Boden erwärmt sich in verschiedenen Regionen zu unterschiedlichen Zeiten. Pflanzen sollten erst dann ins Freie gepflanzt werden, wenn es dauerhaft warm ist. Pflanzen Sie erst wieder, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.
In der Region Moskau können Petuniensamen vom 10. bis 15. Februar bis Mitte März ausgesät werden. In Zentralrussland ist dies die beste Zeit, da sich die Sträucher bis Anfang Mai ausbilden. Damit die Sämlinge nicht verkahlen, benötigen sie Licht.
Im westlichen Norden, im Ural und in Sibirien gilt die Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr bis Ende März als optimaler Pflanzzeitpunkt, manchmal ist auch Anfang April möglich. Eine frühere Pflanzung sollte vermieden werden, da die Sämlinge dann zu lange im Haus bleiben müssen und zu lang und dünn werden.
Für Südrussland und die Ukraine ist der optimale Zeitraum von Mitte Januar bis Februar. Im Fernen Osten hingegen sollte man frühestens Anfang April beginnen.
Beratung
Das Saatgut vom letzten Jahr eignet sich ideal zum Anpflanzen, aber Sie können auch Saatgut von vor zwei bis drei Jahren verwenden. Hybridsorten aus dem Fachhandel bereichern Ihren Garten zusätzlich.
Der Pflanzzeitpunkt hängt von der Petuniensorte und -sorte ab. Hängende und kaskadenförmige Sorten werden zuerst gepflanzt. Gefüllte Sorten folgen etwas später. Sorten mit kleinen und großen Blüten werden noch später gepflanzt.
Für gesunde, hochwertige Sämlinge verwenden Sie am besten frisches, im Handel erhältliches Saatgut oder hochwertiges, selbst gezogenes Saatgut. Zu viele Sämlinge sollten ausgedünnt werden.
Auswahl und Aufbereitung von Saatgut
Bevor Sie sich für das Pflanzen entscheiden, bedenken Sie, dass verschiedene Petuniensorten neben unterschiedlichen Blütenformen und -farben auch unterschiedlich viel Platz benötigen. Hängende und kaskadenförmige Sorten gedeihen am besten in Töpfen, während Buschpetunien direkt ins Beet gepflanzt werden. Jede Sorte hat ihre eigene Wuchsdichte. So wachsen beispielsweise Superbissima und gefüllte Petunien nicht besonders dicht und wirken in voller Blüte etwas zerzaust. Sorten wie Multiflora und Surfinia hingegen erscheinen üppiger.
Manche Saatgutsorten keimen innerhalb von 5–6 Jahren gut. Achten Sie beim Kauf von Saatgut sorgfältig auf das Verfallsdatum, da die Lagerbedingungen die Keimung beeinflussen.
Erfahrene Gärtner empfehlen, Saatgut von vertrauenswürdigen Marken zu wählen, darunter:
- Aelita;
- Plasmasamen;
- SeDeK;
- Russischer Gemüsegarten;
- Artikel;
- Gavrish und andere.
Beim Kauf von granuliertem Pflanzgut muss dieses in gut durchfeuchtete Erde eingepflanzt werden. Andernfalls löst es sich nur schwer auf, was die Keimung erheblich verzögert.
Bodenvorbereitung und Aussaat
Verwenden Sie zum Aussäen flache, breite Gefäße oder Plastiktöpfe mit Abflusslöchern. Vorbehandeltes, pilliertes Saatgut kann in Pillendosen oder einzelnen Töpfchen ausgesät werden.
Vorbereitete Behälter werden mit einer Kaliumpermanganatlösung desinfiziert, anschließend mit Soda gewaschen und gründlich unter Wasser abgespült.
Petunien gedeihen und blühen gut in lockerem, nährstoffreichem Boden mit einem leicht sauren oder neutralen pH-Wert. Der Boden sollte Feuchtigkeit speichern. Die Erdmischung von Stender gilt als gute handelsübliche Blumenerde, aber für je 5 kg dieser Erde sollten Sie Folgendes hinzufügen:
- je 1 EL Kaliumsulfat und Kemira;
- 200 g grober Sand;
- Ein halbes Liter Glas Holzasche.
Viele Hobbygärtner bereiten ihre Petunienerde selbst vor. Dazu mischen sie einen Teil Gartenerde mit einem Teil Perlit und geben zwei Teile Torf hinzu. Anschließend sieben sie die Mischung zuerst durch ein grobes, dann durch ein feines Sieb und wässern sie gemäß der Anleitung mit einer der folgenden Lösungen: Extrasol, Gliokladin, Previkur oder Barrier.
Legen Sie eine dünne Drainageschicht auf den Boden des Bechers; Sie können dafür Schotter oder Blähton verwenden. Füllen Sie die vorbereitete Erdmischung darüber und lassen Sie dabei etwa 2 cm Platz bis zum Rand. Mischen Sie das Saatgut mit feinem Sand, befeuchten Sie die Erde und verteilen Sie sie gleichmäßig auf der Oberfläche.
Sie müssen die Pflanzen nicht abdecken oder tief einpflanzen. Besprühen Sie sie leicht, decken Sie sie mit Plastikfolie oder Glas ab und stellen Sie sie auf eine helle Fensterbank. Die Töpfe sollten in einem Raum stehen, in dem die Temperatur nicht unter 24 °C sinkt.
Sobald die Samen gekeimt sind, lüften Sie sie zweimal täglich und entfernen Sie dabei alle Wassertropfen, die sich auf der Abdeckung angesammelt haben. Lüften Sie sie anfangs 20 Minuten lang, verlängern Sie dann die Zeit und senken Sie die Raumtemperatur. Diese sollte tagsüber 20 °C und nachts 17 °C betragen.
Die Bodenfeuchtigkeit wird konstant gehalten. Sobald die Sämlinge die Abdeckung erreichen, wird diese entfernt.
Im Winter und Anfang März gezogene Sämlinge benötigen zusätzliches Licht. Anfangs brauchen sie 14–21 Tage lang nahezu durchgehend Licht, später reichen 12 Stunden täglich aus. Die künstliche Beleuchtung erfolgt mit Lampen und speziellen Pflanzenlampen, die 25 cm über den Sämlingen angebracht werden.
Pflegehinweise
Zu Beginn konzentrieren die Sämlinge ihre Energie auf die Wurzelentwicklung. Daher werden schwach wachsende Exemplare vereinzelt. Die Erde sollte weder zu trocken noch zu nass sein. Gießen Sie mit zimmerwarmem, weichem, abgestandenem und schmutzfreiem Wasser.
Vermeiden Sie den Kontakt mit der Blattoberfläche und achten Sie darauf, die Erde nicht abzuwaschen. Führen Sie die Behandlung an bewölkten Tagen morgens, an sonnigen Tagen abends durch. Besprühen Sie die Pflanzen sieben Tage nach dem Auflaufen der Sämlinge und dann eine Woche später mit einer schwachen Previkur-Lösung.
Sobald sich vier echte Blätter gebildet haben, werden Petunien mit Kristalon gedüngt. Zur Zubereitung 1 Teelöffel Kristalon in 5 Litern Wasser auflösen. Eine Woche später mit Uniflor-Micro besprühen und dabei die Anweisungen genau befolgen. Während des gesamten Wachstums werden die Sämlinge dreimal wöchentlich mit Blatt- und Wurzeldünger versorgt.
Werden die Setzlinge in nährstoffreiche Erde gepflanzt, dann werden Düngemittel nicht so oft ausgebracht, sie werden reduziert oder sie werden nur gedüngt, wenn sich die Pflanze schlecht entwickelt, zu dünne Triebe hat und die Blätter verblassen.
Sobald sich drei Blattpaare gebildet haben, werden die Sämlinge in mit Anzuchterde gefüllte Töpfe pikiert. Dabei wird der Wurzelballen mit eingepflanzt. Nach dem Anwachsen der Erde werden die Sämlinge gegossen. Anfangs benötigen sie Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und die Temperatur sollte 4 °C niedriger sein.
Durch solche Maßnahmen wird verhindert, dass die Büsche sich ausdehnen, und nach einer Woche müssen sie erneut angehoben werden.
Mit der Düngung der umgepflanzten Pflanze sollte man frühestens nach 5 Tagen und spätestens nach 10 Tagen beginnen.
Um ein Wachstumsdefizit der Sämlinge zu verhindern, wird nach 14 Tagen ein Wurzelstimulans in die Erde gegeben. Aus Tabletten gezogene Sämlinge müssen nicht pikiert werden. Sobald Wurzeln an der Unterseite und den Seiten austreiben, werden die Sämlinge zusammen mit der Tablette in einen größeren Topf umgepflanzt.
Durch das Stutzen der Rosette, also das Entfernen der Spitze, werden Petuniensträucher buschiger. Wüchsige Sorten und Hybriden werden oberhalb des vierten Blattes zurückgeschnitten. Neue Triebe treiben dann aus den Blattachseln aus. Dieser Vorgang wird alle zwei Wochen zweimal wiederholt.
Das Stutzen der Triebspitzen ist bei hängenden und kriechenden Sorten nicht zielführend. Egal wie stark man die Triebspitzen abknipst, die Seitentriebe wachsen kaum. Die Abhärtung sollte 14 Tage vor dem geplanten Pflanztermin beginnen.
Mögliche Probleme beim Anbau
Werden die Samen zu tief gesät, keimen sie möglicherweise nicht. Empfindliche Sämlinge sterben durch ständige Temperaturschwankungen und Lichtmangel. Bei kühlen Räumen und hoher Luftfeuchtigkeit ist die Pflanze anfällig für Pilzkrankheiten, insbesondere für Schwarzbeinigkeit. Befallene Petunien werden nicht behandelt, sondern entfernt und die Erde mit einer 40%igen Formaldehydlösung oder Maxim gegossen.
Anschließend sollte der Boden vollständig austrocknen. Eisenmangel verursacht Chlorose. Sämlinge sollten nicht zu viel gegossen werden, da dies ihre Nährstoffversorgung beeinträchtigt. Ferovit kann zur Rettung der Pflanze eingesetzt werden. Petunien werden häufig von Spinnmilben befallen, die sich in trockenen Bedingungen besonders wohlfühlen. Zur Bekämpfung dieser Milben sollten Sämlinge mit Actellic, Fitoverm und anderen biologischen Produkten behandelt werden.
Petunien sind von Natur aus Wildpflanzen, doch Züchter haben aus ihren Samen Hybrid- und Gartensorten entwickelt. Dadurch lassen sich diese Blumen sowohl drinnen als auch draußen anbauen. Bei richtiger Pflege blühen sie die ganze warme Jahreszeit über problemlos.
Der Schlüssel zu einer langen, üppigen und frühen Blüte liegt in der rechtzeitigen und sorgfältigen Vorbereitung der Sämlinge. Sorgfältig ausgewählte, hochwertige Samen, die 2024 zu günstigen Zeitpunkten ausgesät werden, keimen schnell. Sie entwickeln sich zu kräftigen Sträuchern mit einem guten Wurzelsystem.

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