Himbeeren und Johannisbeeren werden seit der Antike nicht nur wegen ihrer Früchte, sondern auch wegen ihrer Blätter geschätzt. Diese können Tee beigemischt oder zu Getränken mit gesundheitsfördernden Eigenschaften aufgebrüht werden. Um den maximalen Nährstoffgehalt der Blätter zu gewährleisten, ist der richtige Erntezeitpunkt für die Trocknung im Winter entscheidend.
Sammelzeitraum
Himbeer- und Johannisbeergrün erntet man am besten in den ersten Sommerwochen. Dann enthalten die Blätter die meisten Nährstoffe und Vitamine. Sobald die Himbeeren zu blühen beginnen, sollten sie nicht mehr geerntet werden, da dies zu erheblichen Ernteausfällen führen kann.
Der Zeitpunkt der Blatternte ist entscheidend. Himbeeren erntet man am besten morgens, Johannisbeeren hingegen später, wenn der Tau abgetrocknet ist, die Sonne aber noch nicht stark scheint. Es empfiehlt sich, nur Blätter von kräftigen Sträuchern mit ausreichend Nährstoffen zu pflücken. Geschwächte Pflanzen können durch die Ernte absterben.
Das könnte Sie auch interessieren:Blätter, die sich für Zubereitungen eignen
Nur ausgewählte Himbeerblätter eignen sich zum Trocknen für den Winter. Sie sollten jung und gesund sein, erkennbar an ihrer hellgrünen Farbe und dem Fehlen von Vergilbung oder Beschädigungen. Ältere Blätter enthalten nur wenige Vitamine.
Am besten geeignet sind die Blätter, die sich näher an der Spitze des Stängels befinden, da sie mehr Sonnenlicht erhalten.
Es ist ebenso wichtig sicherzustellen, dass das gesammelte Material frei von Schimmel, Pilzen und schädlichen Insekten ist. Solche Blätter können sogar Vergiftungen verursachen.
Blätter sollten nicht gesammelt werden, wenn in einem benachbarten Gebiet Insektenbekämpfungsmaßnahmen an Pflanzen durchgeführt werden.
Sie enthalten eine große Menge an Giftstoffen, die zu Vergiftungen führen können.
Beim Trocknen von Blättern muss besonders darauf geachtet werden, sie regelmäßig zu wenden.
Das verrottete Material ist nicht zum Verzehr geeignet.
Das könnte Sie auch interessieren:Fermentation
Es ist wichtig, nicht nur Der richtige Zeitpunkt zum Ernten der Blätter zum Trocknen ist entscheidend, ebenso wie die korrekte Fermentation für den Verzehr. Um aus den geernteten Blättern wirklich aromatischen Tee zu gewinnen, müssen diese einen chemischen Prozess namens Fermentation durchlaufen.
Dadurch verströmen Himbeer- und Johannisbeerblätter das charakteristische Aroma der Früchte dieser Pflanzen. Dies geschieht durch die Oxidation des Rohmaterials mit Sauerstoff, der beim Verrotten der Blätter aus dem Pflanzensaft freigesetzt wird.
Es gibt zwei Möglichkeiten, echten hausgemachten Tee zuzubereiten:
- Das Mahlen ist recht aufwendig, da jedes Blatt zwischen den Handflächen gerieben werden muss, bis es eine wurstartige Form und eine dunkelgrüne Farbe annimmt. Anschließend wird die gesamte geriebene Masse in einen großen Topf gegeben und ausgepresst.
- Mit einem Fleischwolf lässt sich Tee deutlich schneller zubereiten. Elektrische Fleischwölfe sind dafür jedoch ungeeignet. Besser eignet sich ein alter Handmühlen-Mühle mit grobem Siebeinsatz, damit die Teeblätter nicht zu fein gehackt werden. Anschließend die entstandene Masse einfach in einem großen Behälter leicht mit den Händen andrücken.
Nach der Verarbeitung der Blätter mit einer der beiden Methoden decken Sie den tiefen Becher mit der entstandenen Mischung mit einem feuchten Baumwolltuch ab und stellen ihn an einen warmen Ort. Das Tuch sollte regelmäßig kontrolliert werden – falls es austrocknet, befeuchten Sie es erneut.
Eine qualitativ hochwertige Fermentation findet nur in einem spezifischen Temperaturbereich von 22 bis 26 °C statt. Wird diese Temperatur nicht erreicht, verläuft der Prozess nicht ordnungsgemäß.
Sobald die Fermentation abgeschlossen ist, sollten die Blätter ein intensives Beerenaroma und eine grünlich-braune Farbe angenommen haben. Anschließend können sie dünn auf einem Backblech verteilt und im Ofen bei 100 °C zwei Stunden lang getrocknet werden.
So lagern Sie
Einfach getrocknete Blätter, die nicht fermentiert wurden, sollten an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur gelagert werden. Man sollte sie zerkleinern und in Papiertüten oder Beutel aus Naturleinen geben.
Fermentierte Blätter werden wie normaler Tee aufbewahrt – an einem dunklen, trockenen Ort in einem luftdichten Behälter.
Das könnte Sie auch interessieren:Haltbar bis
Bei richtiger Lagerung behalten Johannisbeer- und Himbeerblätter ihre wertvollen Inhaltsstoffe bis zu zwei Jahre lang. Es ist wichtig zu wissen, wann man die Blätter zum Trocknen im Winter erntet, aber auch, wie man sie richtig trocknet und lagert.
Interessanterweise stehen Himbeeren auch nach einer Wärmebehandlung frischen Früchten hinsichtlich ihres Vitamin- und Spurenelementgehalts in nichts nach.

Wann man Himbeer- und Johannisbeerblätter zum Trocknen für den Winter sammeln sollte
Schwarze Himbeeren im Herbst: Pflege und Vorbereitung auf den Winterschutz, Rückschnitt
Richtige Pflege von Himbeeren im Herbst und ihre Vorbereitung auf den Winter