Für eine gute Ernte und den Erhalt der Sorteneigenschaften von Gemüsepflanzen ist hochwertiges Saatgut unerlässlich. Um zu entscheiden, ob man es im Fachhandel kauft oder selbst aussät, ist es wichtig, beide Optionen zu vergleichen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile.
Selbstvorbereitung
Landwirtschaftliche Betriebe verwenden sortenreines und Hybridsaatgut. Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass sortenreines Saatgut seine biologischen Eigenschaften beibehält, wenn es aus der Ernte gewonnen wird. Die räumliche Trennung verwandter Gemüsepflanzen ist unerlässlich für den Erhalt der Sorteneigenschaften, da Kreuzbestäubung die ursprünglichen Eigenschaften unvorhersehbar verändern kann.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Mutterpflanzen werden aus den kräftigsten und ertragreichsten Sträuchern ausgewählt. Vollreife, gleichmäßige Früchte der typischen Sorte in Form und Größe werden zur Saatgutgewinnung verwendet. Gemüse mit Anzeichen von Krankheit, Fäulnis oder Schädlingsbefall wird aussortiert. Die Vorteile der Selbsternte von Obst sind:
- Die Auswahl von Saatgut der robustesten, an die klimatischen Bedingungen angepassten Pflanzen gewährleistet eine stabile Ernte auch in ungünstigen Jahreszeiten;
- Erhaltung der wichtigsten Eigenschaften des Gemüses – Fruchtgröße, Geschmack und Reifegeschwindigkeit;
- hohe Keimfähigkeit;
- Die von der vorherigen Generation vererbten Immuneigenschaften erhöhen die Vitalität der Ernte;
- Garantie auf Erhalt einer bestimmten Sorte;
- Geld sparen.
Hybridsorten sollten nicht zur Saatgutgewinnung verwendet werden. Sie vereinen zwar die positiven Eigenschaften genetisch unterschiedlicher Elternpflanzen, geben diese aber nicht an zukünftige Generationen weiter. Hybridsaatgut ist auf den Verpackungen mit der Bezeichnung F1 gekennzeichnet. Verpackungen mit sortenreinen Sorten führen lediglich den Sortennamen auf.
Zu den Nachteilen selbst hergestellten Saatguts zählen die Degeneration der Pflanzen innerhalb von vier bis sechs Jahren und Veränderungen ihrer Eigenschaften durch unqualifizierte Selektion. Fehler bei der Verarbeitung und unsachgemäße Lagerung führen zu verminderter Keimfähigkeit. Der Anbau verwandter Pflanzenarten in unmittelbarer Nähe auf kleinem Raum kann zu unbeabsichtigter Kreuzung führen.
Saatgut kaufen
Hochwertige Setzlinge sollten Sie in renommierten Fachgeschäften und Gärtnereien erwerben. Der Kauf in Supermärkten und auf Wochenmärkten ist nicht empfehlenswert, da dort keine sachgemäßen Lagerbedingungen gewährleistet sind. Achten Sie beim Kauf auf das Verfallsdatum. Empfehlungen von Freunden und Online-Kommentare helfen Ihnen bei der Auswahl eines zuverlässigen Herstellers. Durch die Teilnahme an Sammelbestellungen, bei denen Produkte zu Großhandelspreisen angeboten werden, können Sie Geld sparen.
Das könnte Sie auch interessieren:Zu den Vorteilen von gekauftem Saatgut gehören:
- eine große Auswahl an Sorten, die für verschiedene Anbauzonen geeignet sind;
- die Möglichkeit, Hybriden auszusäen, die sich durch ihre Ausdauer, Krankheitsresistenz, erhöhte Produktivität und interessante Geschmacksrichtungen auszeichnen;
- Eine spezielle Behandlung schützt vor Feuchtigkeit, erhöht die Keimung und die Schutzkräfte der Sämlinge;
- Die Produktion erfolgt unter der Aufsicht professioneller Züchter;
- Die Produkte sind zertifiziert.
Zu den Nachteilen dieser Option zählen die jährlichen Kosten für Saatgut und die Suche nach den passenden Sorten. Außerdem besteht das Risiko, dass die gewünschte Kulturpflanze nicht mehr angebaut wird.
Erfahrene Gärtner nutzen beide Methoden: Sie sammeln nicht nur selbst Saatgut, sondern kaufen es auch regelmäßig in Gärtnereien. Dies beugt der Degeneration vor und erhält die besten Sorteneigenschaften der Gartenpflanzen.

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