Wollläuse gehören zu den gefährlichsten Schädlingen von Zierpflanzen. Diese schildlausartigen Insekten befallen Triebe, Knospen, Blätter und Blüten. Bei einem Befall mit Wollläusen an Zimmerpflanzen muss sofort gehandelt werden. Andernfalls breitet sich der Schädling unaufhörlich aus, bis die Pflanze vollständig zerstört ist. Zimmerpflanzen werden häufig auch von einer ähnlich benannten Krankheit, dem Echten Mehltau, befallen. Dabei handelt es sich jedoch um eine andere Pilzkrankheit, die ähnliche Symptome aufweist.
Welche Gefahr geht von der Entwicklung von Schmierläusen an Pflanzen aus?
Schmierläuse ernähren sich ausschließlich von Pflanzensaft und schädigen nahezu alle Pflanzenteile. Diese Parasiten werden nicht immer sofort entdeckt. Daher ist es wichtig, welkende Blüten genau zu untersuchen. Beim Saugen am Pflanzensaft scheiden die Parasiten eine süße, pudrige Substanz aus, die an Watte erinnert. Pflanzen, die über längere Zeit von Schmierläusen befallen sind, entwickeln einen Rußtaupilz. Bleibt der Befall unbehandelt, stirbt die Blüte schließlich ab, und die Insekten suchen sich neue Wirte.
Folgende Schildlausarten befallen am häufigsten Zierpflanzen:
- Die Setoiden Schildläuse bilden eine recht große Gruppe innerhalb der Familie der Schildläuse. Ihr länglicher Körper erreicht eine Länge von bis zu 3,5 mm. Die Schildläuse selbst sind hellrosa oder gelb, ihre Oberfläche ist jedoch mit einem rauchig-weißen Belag überzogen. Setoiden Schildläuse bilden Kolonien auf der Blattunterseite. Sie befallen häufig Achselknospen und junge Triebe der Pflanze.

Borstenschildläuse Befallene Blätter vergilben allmählich und sterben ab, das Stängelwachstum stellt ein. Die Borstenwanze befällt am häufigsten Pflanzen der Familien Orchideengewächse (Orchidaceae), Palmen (Palmen), Kakteengewächse (Cactaceae), Teepflanzen (Teegewächse), Nachtkerzengewächse (Onagraceae), Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und Aronstabgewächse (Araceae). Man findet diese Schädlinge auch an Kalanchoe, Zwiebelpflanzen, Rhododendren, Spargel, Saintpaulia, Kletterpflanzen und Chinesischen Rosen.
- Die Rebenwolllaus ähnelt den zuvor beschriebenen Arten. Sie ist rosa bis zitronengelb gefärbt. Diese Wollläuse breiten sich in der gesamten Blüte aus und bilden große Kolonien. Die Parasiten befallen verschiedene Rebsorten im Freiland und im Gewächshaus.

Traubenwollläuse - Die Strand-Schmierlaus ist die häufigste Art der Haarläuse. Sie hat einen relativ kleinen, länglichen Körper mit einer gräulich-rosa Färbung. Diese Art findet sich an Zimmerpflanzen der Familien Rautengewächse (Rutaceae), Rhododendren, Kakteen, Palmen, Nachtkerzengewächse (Onagraceae), Teepflanzen, Korbblütler (Asteraceae) und Aronstabgewächse (Araceae). Gelegentlich befällt sie auch Hibiskusrosen und Sukkulenten.

Primorsky Schmierlaus - Die Zitruswolllaus erreicht eine Länge von 4 mm. Ihr hellrosa Körper ist mit einem matten Belag überzogen. Diese Parasitenart befällt Pflanzen der Familie der Rautengewächse (Rutaceae), darunter Dreiblättrige Traubenhyazinthe, Pampelmuse, Kumquat, Calamondin und andere.

Primorsky Schmierlaus - Palmenwollläuse haben einen breiten, cremefarbenen Körper. Diese Parasiten erreichen eine Länge von 2,5 mm. Wie andere Arten sind auch sie mit einem aschgrauen Belag bedeckt. Diese Art ernährt sich vom Pflanzensaft vieler Gewächshauspflanzen, darunter Chamaedorea, Anthurie, Phalaenopsis und Lorbeer.

Schildläuse
Anzeichen von Schädlingen bei Zimmerpflanzen
Eine gründliche Untersuchung hilft festzustellen, ob Ihre Zimmerpflanze von Wollläusen befallen ist. Eine kranke Pflanze weist mehrere charakteristische Anzeichen auf:
- eine rauchig-weiße Schicht, die Mehl ähnelt;
- Auf den Knospen oder Blattspreiten hat sich klebriger Schleim gebildet, und längliche weiße Insekten sitzen überall auf der Pflanze;
- Die Blätter hängen schlaff herunter und welken, sie fühlen sich weich an.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Anzeichen nicht alle gleichzeitig auftreten, weshalb ein rechtzeitiger Schädlingsbefall nicht immer möglich ist. Sobald jedoch die Plaque an der Pflanze erscheint, ist sofortiges Handeln erforderlich.
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Wollläuse lassen sich auf verschiedene Weise bekämpfen. Im Frühstadium des Befalls können einfache Hausmittel helfen. Stark befallene Pflanzen sollten mit chemischen Mitteln behandelt werden.
Chemikalien
Zur Bekämpfung von Schildläusen können spezielle Chemikalien, sogenannte Insektizide, eingesetzt werden. Diese lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:
- Intestinale und Kontaktinsektizide sind Wirkstoffe, die über Mund oder Körperpanzer in den Körper des Schädlings gelangen. Unter ihnen sticht das Naturprodukt Vertimek hervor. Es eignet sich ideal zur Behandlung von Zierreben und anderen Topfpflanzen. Zitruspflanzen können mit einem Vaseline-basierten Produkt namens Preparat 30 Plus behandelt werden. Weitere gängige ähnliche Produkte sind Actellic, Admiral, Bankol, Inta-Vir und Fitoverm.

Vertimek - Kontaktinsektizide dringen durch den Panzer in den Insektenkörper ein. Es ist wichtig zu wissen, dass Kontaktinsektizide die Pflanzengesundheit beeinträchtigen können. Malathion ist beispielsweise nicht geeignet zur Behandlung von Dickblattgewächsen, Farnen, Gerbera, Orchideen, Petunien oder Pili.
- Systemische Pestizide werden vom Pflanzensaft aufgenommen. Aktara zeichnet sich dabei durch seine extreme Unbedenklichkeit für Mensch und Tier aus. Dieses Produkt eignet sich ideal zur Behandlung von Weinreben, Veilchen und Orchideen.

Aktara
Schädlinge in verschiedenen Entwicklungsstadien können gleichzeitig auf einer Blüte vorkommen. Um Schildläuse vollständig zu beseitigen, sind daher unter Umständen mehrere Behandlungen im Abstand von ein bis zwei Wochen erforderlich. Insektizide sind giftig, daher ist es wichtig, die Gebrauchsanweisung genau zu befolgen.
Hausmittel
Im Frühstadium eines Befalls können Sie auf einfache Hausmittel zurückgreifen. Entfernen Sie zunächst den Belag von der Oberfläche der Pflanze. Tränken Sie dazu einen Wattebausch in Seifenlauge und wischen Sie damit vorsichtig die Stängel und Blätter ab. Anschließend können Sie die Pflanze mit einer selbst hergestellten Lösung besprühen. Zum Beispiel können Sie Folgendes verwenden:
- Knoblauchaufguss. Zur Zubereitung des Mittels 5 Knoblauchzehen in 2 Tassen Wasser übergießen und 4 Stunden ziehen lassen.

Knoblauchaufguss - Seifenlösung mit Alkohol. 10 ml Alkohol und Flüssigseife in 1 Liter verdünnen.
- Ringelblumentinktur. Tränken Sie ein Wattestäbchen mit der zubereiteten Tinktur und betupfen Sie die betroffenen Stellen.
Hausmittel können helfen, eine geringe Anzahl junger Schildläuse zu bekämpfen. Ältere Exemplare sind weniger anfällig und lassen sich nur sehr schwer entfernen. Daher sollte die Behandlung unmittelbar nach dem Auftreten eines Schildlausbefalls erfolgen.
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Echter Mehltau ist eine durch ektoparasitäre Mehltaupilze verursachte Krankheit, die behandelt werden muss. Das Myzel dieser Mikroorganismen befällt die Blattspreiten und überzieht sie mit einem blassen Belag. Nach der Sporenreife bilden sich dunkelbraune, tauartige Tröpfchen auf der Oberfläche des Belags. Die Blätter werden klebrig und fühlen sich weich an. Die Pilze treten typischerweise an den unteren Blättern auf und befallen nach und nach die gesamte Blattoberfläche.
Diese Krankheit steht in keinem Zusammenhang mit Wollläusen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Symptome eines Wolllausbefalls denen von Wollläusen ähneln. In beiden Fällen bildet sich ein heller Belag auf der Pflanze.

Vom Eschenprachtkäfer befallene Blumen verlieren ihr attraktives Aussehen: Sie welken, Blätter fallen ab, und neue Blätter wachsen verdreht und runzelig nach. Befallene Früchte platzen auf und faulen.
Der weiße Belag beeinträchtigt Atmung, Photosynthese und Verdunstung der Blüte. Pilze ernähren sich von der Pflanze, was zu Nährstoffmangel und Wachstumsstörungen der Blüte führt. Mit der Zeit verdichtet sich der Belag immer weiter, und die Lebensfunktionen der Blüte kommen vollständig zum Erliegen.
Behandlung von Pflanzen gegen Mehltau
Pflanzen, die vom Eschenpilz befallen sind, sterben oft ab. Das heißt aber nicht, dass man die Krankheit nicht bekämpfen sollte. Es ist wichtig, alle befallenen Pflanzenteile zu entfernen. Das Myzel des Eschenpilzes kann sich in der obersten Substratschicht befinden, daher ist es ratsam, diese auszutauschen. Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus; um den Pilz vollständig zu beseitigen, muss die Pflanze mit einer speziellen Lösung besprüht werden. Dies kann entweder eine chemische Lösung oder eine nach traditionellen Heilmitteln zubereitete Lösung sein.
Chemikalien
Antifungizide, wie zum Beispiel Fungizide, können gegen Eschen eingesetzt werden:
- Benomyl;
- Jackpot;
- Acrobat MC;
- Achat;
- Discor;
- reine Blüten;
- Krone.
Diese Chemikalien hemmen das Pilzwachstum und zerstören die Pilze schließlich vollständig. Zimmerpflanzen müssen mehrmals behandelt werden.
Traditionelle Methoden
Zu den gebräuchlichsten volksmedizinischen Methoden zur Bekämpfung des Eschenkäfers gehören die folgenden Rezepte.
Natriumcarbonat-Seifenlösung. Zutaten:
- 3 Teelöffel Natriumcarbonat;
- 5 Liter heißes Wasser;
- einen Teelöffel Flüssigseife.

Alle Zutaten vermischen und kühl stellen. Die Oberfläche der Blume und des Substrats alle sieben Tage besprühen.
Serumlösung. Inhaltsstoffe:
- ein halbes Glas Molke;
- 5 Gläser Wasser.
Die Zutaten vermischen und die Pflanze bei trockenem Wetter mit der Lösung besprühen. Diesen Vorgang zweimal wöchentlich wiederholen.
Jodlösung. Zutaten:
- Jod – 1 ml;
- Magermilch – 1 l;
- Wasser – 9 l.

Zubereitung: Alle Zutaten vermischen.
Anwendung: Besprühen Sie die Blume alle 14 Tage bis zur vollständigen Erholung.
Schachtelhalm-Sud. Zutaten:
- 100 Gramm frischer Schachtelhalm;
- 1 und 5 Liter Wasser.
Zubereitung: Schachtelhalm 24 Stunden in einem Liter Wasser einweichen lassen. Anschließend 1–2 Stunden bei schwacher Hitze köcheln lassen. Den Aufguss abseihen, abkühlen lassen und mit 5 Litern Wasser verdünnen.
Anwendung: Die Pflanze alle 5 Tage behandeln. Zur Bekämpfung der Krankheit sind mindestens 3 Spritzungen erforderlich.
Krankheitsprävention
Um starken Schädlings- oder Pilzbefall zu vermeiden, ist es wichtig, Ihre Blumen regelmäßig und gründlich zu untersuchen. So können Sie Probleme frühzeitig erkennen und deren Ausbreitung verhindern. Beachten Sie außerdem stets die richtigen Pflegehinweise für Blumen.
Wollläuse vertragen keine hohe Luftfeuchtigkeit und bevorzugen trockene, warme Standorte. Pilzkrankheiten hingegen gedeihen in feuchter Erde. Daher ist es wichtig, die Pflanze richtig zu pflegen, regelmäßig zu gießen und Staunässe sowie zu trockene Erde zu vermeiden. Es empfiehlt sich, die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen und befallene oder welke Stellen sofort zu entfernen.
Um zu verhindern, dass Safranflocken Zierpflanzen befallen, besprühen Sie diese regelmäßig mit einer Kaliumpermanganatlösung. Stickstoffdünger sollten sparsam verwendet werden, Phosphor- oder Kaliumpräparate sind jedoch hilfreich. Der Raum, in dem die Pflanze steht, sollte gut belüftet sein, Zugluft jedoch vermieden werden. Am besten kauft man das Pflanzsubstrat im Fachhandel, da dies das Risiko der Ausbreitung von Schädlingen oder Pilzen im Boden verringert.
Beim Kauf einer Blume sollten Sie diese sorgfältig prüfen. Die Blätter dürfen nicht welk sein oder ungewöhnliche Flecken aufweisen. Stellen Sie die Blume nach dem Kauf zunächst getrennt von anderen Pflanzen. Da Wollläuse die Wurzeln befallen können, empfiehlt es sich, die Pflanze in einen transparenten Topf umzutopfen. So lassen sich Schädlinge frühzeitig erkennen.
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Zimmerpflanzen sind anfällig für Schädlinge und verschiedene Krankheiten. Besonders häufig treten Wollläuse und Mehltau auf. Von Wollläusen befallene Pflanzen sind mit einem weißen Belag überzogen. Die Insekten selbst sind dann auch auf den Pflanzen zu sehen. Auch die Eschenfliege verursacht einen solchen Belag, allerdings wird sie durch einen bestimmten Pilz hervorgerufen. Obwohl diese Krankheiten unterschiedliche Ursachen haben, sind sie beide sehr gefährlich. Daher ist die richtige Pflege unerlässlich, um ihnen vorzubeugen.









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