Viele Gärtner haben schon davon gehört, wie und warum man ein Polycarbonat-Gewächshaus im Herbst gegen Krautfäule behandeln sollte. Doch was genau beinhaltet diese Arbeit, und wann muss sie gemäß den geltenden Vorschriften durchgeführt werden? Nach der Ernte ist es wichtig, das Gewächshaus winterfest zu machen, denn dies ist der Schlüssel zu einer guten Ernte in der Zukunft, da die Pflanzen resistent gegen Schädlinge und Krankheiten sind.
Die Krautfäule ist in unserem Klima besonders gefährlich für Tomaten. Sie äußert sich durch dunkelbraune Blätter und Stängel, aufplatzende Früchte und Geschmacksverlust. Es können sich Schimmel und ein weißer Belag bilden.
Wichtig! Phytophthora Die Krankheit entwickelt sich besonders schnell während der Fruchtreifezeit, bei hoher Luftfeuchtigkeit und schwankenden Temperaturen. Sie wird über Boden, Saatgut und infizierte Pflanzenreste übertragen.
Vorbereitung zur Verarbeitung
Im Gegensatz zu Foliengewächshäusern muss Polycarbonat im Winter nicht abgebaut werden, was ein großer Vorteil ist. Erfahrene Gärtner beginnen bereits im Oktober mit der vorbeugenden Wartung. Dazu gehört das Entfernen aller Hilfsmittel (Pfähle, Schnüre), die während der Saison für den Anbau der Pflanzen notwendig waren.
Außerdem müssen Sie den Boden im Gewächshaus von Pflanzenresten befreien. Bei der Vorbereitung einer Behandlung eines Polycarbonat-Gewächshauses gegen Krautfäule im Herbst empfiehlt es sich, die obersten sieben Zentimeter des Bodens abzutragen, da dies die Tiefe ist, in der die Larven und Schädlinge typischerweise überwintern.
Sie müssen außerdem die restliche Erde ausheben – dies dient zusätzlich der Entfernung von Larven und Schädlingen – und die Erde anschließend desinfizieren. Sobald die Erdarbeiten abgeschlossen sind, können Sie mit dem Aufbau des Gewächshauses beginnen. Die Wände sollten mit einer Seifenlauge abgewaschen werden. Bei Krautfäule, anderen Krankheiten oder Schädlingsbefall während der Saison ist es unerlässlich, spezielle Produkte zur Bekämpfung des jeweiligen Problems einzusetzen.
Wie man ein Gewächshaus begast
Weitere schwerwiegende Polycarbonat-Gewächshausbehandlung Dabei wird der gesamte Raum mit Schwefelkerzen oder Schwefelstücken ausgeräuchert. Dichten Sie dazu zunächst alle Ritzen und Fenster ab, stellen Sie die Kerze in die Mitte des Gewächshauses, zünden Sie die Lunte an und verlassen Sie den Raum anschließend schnell, bevor Sie die Türen fest verschließen.
Beratung! Um die Wirksamkeit dieser Behandlung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Struktur zusätzlich von innen zu befeuchten. Bei Verwendung von Schwefelpulver mischen Sie ein Kilogramm Schwefelpulver pro 10 Kubikmeter mit Holzkohle. Füllen Sie die Mischung anschließend in Behälter und stellen Sie diese in die Mitte des Gewächshauses.
Es ist wichtig zu beachten, dass die bei der Schwefelverbrennung freigesetzten Stoffe die Metallkonstruktion des Gewächshauses beschädigen können. Daher raten Experten davon ab, den Raum mit Schwefel zu begasen, falls bereits Schäden vorhanden sind.
Wichtige Zusatztipps:
- Werden Stauden im Gewächshaus gezogen, sollte die Konstruktion nur im Frühjahr behandelt werden. Verwenden Sie geeignete Pflanzenschutzmittel für die jeweilige Staudenart.
- Bordeauxbrühe ist eine Alternative zu Schwefel-Schmiermitteln, die nicht auf bereits beschädigten Metallrahmen angewendet werden können. Die Lösung wird mit einer Sprühflasche aufgetragen.
- Wenn die Krautfäule bereits im Boden ist, hilft eine schwache Kaliumpermanganatlösung. Lockern Sie den Boden 20 cm tief auf und wässern Sie ihn anschließend gründlich. Bei starkem Befall zusätzlich Bleichmittel ausbringen (im Sommer in Haufen verteilen).
- Die Düngung hängt von der Bodenschicht und ihrer Zusammensetzung ab. Organische Düngemittel sind ideal, da sie den Humusgehalt erhöhen und letztendlich das Risiko der Krautfäule verringern.
- Verwenden Sie unbedingt Präparate zur Behandlung, die mit Salpeter und Sägemehl reagieren.
Über Volksmethoden
Volksheilmittel können auch erfolgreich vorbeugend eingesetzt werden. Obwohl sie speziell zur Vorbeugung und nicht zur Bekämpfung der Krautfäule gedacht sind, haben sie sich als wirksam und effizient erwiesen.
Bewährte Volksmethoden:
- Aus dem Porling wird ein Aufguss zubereitet. Dazu wird er zerdrückt und mit kochendem Wasser übergossen. Besprühen Sie die Gewächshauspflanzen mehrmals alle zwei Wochen mit dem Aufguss.
- Kreide oder eine Lösung aus gesiebter Asche helfen gegen Krautfäule. Diese Lösung kann während der Wachstumsperiode auf den Boden aufgebracht oder auf Gewächshauspflanzen gesprüht werden.
- Ein Aufguss aus Knoblauchmark und Kaliumpermanganat eignet sich hervorragend zum Besprühen. Lösen Sie die Mischung in warmem Wasser auf und besprühen Sie damit drei Tage später junge Sämlinge im Gewächshaus. Wiederholen Sie diesen Vorgang einen Monat lang alle zehn Tage.
- Eine Temperaturerhöhung im Gewächshaus hilft gegen Krautfäule. Schließen Sie an einem heißen Tag alle Türen und Lüftungsöffnungen und erhöhen Sie die Temperatur auf 40 °C. Lüften Sie anschließend gründlich.
- Man sollte jedoch bedenken, dass bei Temperaturen von 30 Grad Celsius und darüber der Pollen auf Tomaten steril wird.

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