Der Gemüseanbau im gemäßigten Klima Russlands, das dringend Wärme benötigt, erfordert solche Anlagen. Gewächshäuser schaffen zwar optimale Bedingungen für Pflanzen, bieten aber gleichzeitig auch einen idealen Nährboden für Unkraut und Krankheitserreger. Daher gilt die goldene Regel: Vorbeugen ist besser als Heilen. Kann man Tomaten, Gurken und Paprika im selben Gewächshaus anbauen?Das sollte jeder Gärtner wissen.
Anfangsphase: Vorbereitung und Wiederherstellung des Gewächshauses
In dieser Phase sollten folgende Arbeitsvolumina abgeschlossen sein:
1. Es ist wichtig, die strukturelle Integrität zu überprüfen. Beschädigte Rahmenteile müssen gegebenenfalls ausgetauscht werden.
2. Achten Sie außerdem auf den Zustand der Beschichtung. Sie darf unter keinen Umständen Löcher aufweisen; die Folie kann durch erneutes Auftragen oder Ausbessern mit Klebeband repariert werden.
3. Falls im Herbst nicht alle Pflanzenreste entfernt wurden, ist dies jetzt unbedingt notwendig. Denn abgefallene Blätter, Triebe und Äste könnten Krankheitserreger und Schädlinge enthalten haben.
4. Gewächshausabdeckungen werden üblicherweise mit einer Seifenlauge gereinigt. Bei Abdeckungen aus Polycarbonat ist jedoch Vorsicht geboten: Verwenden Sie ausschließlich weiche Materialien und vermeiden Sie scheuernde oder kratzende Substanzen.
Als Nächstes müssen wir uns genauer ansehen, wie der Boden im Gewächshaus behandelt wird. Im Frühjahr erfolgt die Bodendesinfektion gegen Schädlinge und Krankheiten mit verschiedenen Methoden, die im Folgenden erläutert werden.
Möglichkeiten der Bodenbearbeitung im Gewächshaus
Bei Gewächshausflächen bis zu 30 Quadratmetern wird meist kochendes Wasser verwendet. Heißes Wasser tötet Schädlinge und viele Krankheitserreger im Boden ab. In südlichen Regionen mit ausreichend Sonneneinstrahlung kommt oft ein „Feuchtbad“ zum Einsatz. Dabei wird das Gewächshaus nach dem Fluten des Bodens mit großen Wassermengen eine Woche lang luftdicht verschlossen. Auch in dieser Zeit werden viele Schädlinge abgetötet. Gurkenpflege im Gewächshaus muss ordnungsgemäß durchgeführt werden.
In den mittleren Breiten und den kälteren nördlichen Gebieten ist dieses Vorgehen natürlich nicht möglich. Daher ist das Ersetzen der obersten Bodenschicht besonders effektiv. Entfernen Sie etwa 10 cm Erde, verteilen Sie diese im Garten und ersetzen Sie die alte Erde durch Kompost und organischen Dünger. Graben Sie anschließend im Gewächshaus gründlich um.
Sie können den Boden unter einer Abdeckung auch auf natürliche Weise verbessern, indem Sie spezielle Pflanzen anbauen. Gründüngungspflanzen sind eine Lösung für Gärtner, die auf eine reiche Ernte warten möchten, da sie viel Gewächshausfläche benötigen. Für Biobauern ist dies die beste Lösung.
Zur Desinfektion des Bodens werden häufig Chemikalien eingesetzt. Bei sauren Böden kommen Bleichmittellösungen zum Einsatz. Erfahrene Gärtner und Hobbygärtner geben Tipps zur Behandlung eines Gewächshauses im Frühjahr gegen Schädlinge und Krankheiten. Viele von ihnen setzen dabei auf die bewährte Methode mit Kupfer- oder Eisensulfat. Diese Mittel sind als vorbeugende Maßnahme absolut gerechtfertigt.
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Es ist wichtig zu wissen, dass frühe chemische Bodenbehandlungen praktisch keine negativen Auswirkungen auf das Wachstum von Gemüsepflanzen haben. Sollten Sie den optimalen Zeitpunkt für eine Pestizidbehandlung verpasst haben, verzweifeln Sie nicht; greifen Sie stattdessen auf schonendere, natürliche Mittel zurück. Viele davon haben sich im Kampf gegen Krankheitserreger als wirksam erwiesen. Zu diesen natürlichen Mitteln gehören Aufgüsse aus Zwiebeln und Knoblauch, Senf und Tabakstaub.
Wie desinfiziert man Gewächshausrahmen und -abdeckungen?
Das gereinigte Gewächshaus sollte anschließend desinfiziert werden. Falls Sie sich unsicher sind, wie das geht, lesen Sie bitte die folgenden Empfehlungen. Die einfachste und sicherste Methode, ein Gewächshaus für die neue Saison vorzubereiten, ist die Begasung mit Rauch. Ein einfaches Feuer, dessen Rauch direkt auf das Gewächshaus gerichtet wird, eignet sich hierfür.
Um hundertprozentig sicherzugehen, dass Schädlinge und Krankheiten Ihre Pflanzen nicht schädigen, empfiehlt sich die effektivere Schwefelbegasung. Schwefeldioxid dringt tief in den Boden ein und erreicht auch schwer zugängliche Stellen, wo es alles Lebende abtötet: Insekten, Krankheitserreger und Nagetiere. Diese Methode ist jedoch auch für Menschen recht gefährlich. Schwefeldämpfe reizen die Atemwege und können Bronchospasmen auslösen.
Um sich bei der Behandlung nicht zu verletzen, sollten Sie vor der Schwefelbehandlung Ihres Gewächshauses im Frühjahr zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung unbedingt eine Gasmaske oder zumindest eine Atemschutzmaske tragen. Zünden Sie die Schwefelkerzen von der am weitesten entfernten an, um so schnell wie möglich zum Ausgang zu gelangen.
Eine weitere gängige Option ist SprühenDas Besprühen des Rahmens und der Abdeckung mit speziellen Lösungen auf chemischer oder natürlicher Basis ist eine gängige Methode. Bleichpulver und Kupfersulfat können ebenfalls zur Desinfektion des Gewächshauses beitragen. Diese Lösungen werden ausschließlich an den inneren Bauteilen angewendet.
Eisen(II)-sulfat ist besonders wirksam bei der Bekämpfung von Flechten und Moossporen. Die zubereitete Lösung sollte erst dann besprüht werden, wenn die Oberflächen vollständig von Pilzbefall befreit sind.
Der Einsatz biobasierter Lösungen gilt als gesundheitlich unbedenklicher. Zwar sind sie bei Schädlingsbefall weniger wirksam als chemische Mittel, eignen sich aber ideal zur Vorbeugung und wirken sich zudem positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus.
Bevor Sie im Frühjahr Ihr Gewächshaus gegen Schädlinge und Krankheiten behandeln, sollten Sie sich überlegen, welchen Zweck die Maßnahme haben soll – Bodenbehandlung oder Vorbeugung.

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