Erfahrene Gärtner und Gemüseanbauer wissen, ob man im Herbst den Boden umgraben sollte oder nicht: die Regeln des Umgrabens. Die Bodenbearbeitung erfordert einen verantwortungsvollen Umgang, und bevor man sich für eine Methode entscheidet, ist es wichtig, die Vor- und Nachteile zu kennen. Durch das Umgraben kann der Boden mit mineralischen und organischen Düngemitteln angereichert und aufgelockert werden. Auch Unkraut lässt sich dabei entfernen. Manche Menschen sind gegen das Umgraben des Gartens, und ihre Argumente sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Den Boden für den Winter umgraben
Es ist unerlässlich, den Garten im Herbst vor dem Winter umzugraben. Diese Maßnahme ist wichtig für die Bodenvorbereitung. Der Herbst, die Zeit zum Umgraben, ist dafür ideal. Befruchtungsperiode Mist, Kompost und Humus. Auch auf landwirtschaftlichen Betrieben, deren Nutzpflanzen regelmäßig vom Kartoffelkäfer befallen werden, MaulwurfsgrilleZur Bekämpfung von Larven, Drahtwürmern und anderen Schädlingen ist das Umgraben des Bodens unerlässlich. Dadurch werden die im Boden versteckten Larven vernichtet. Pflügen Sie dazu den Boden bis zu einer Tiefe von 25 cm um.
Welche Vorteile bietet die Bodenbearbeitung im Herbst?
Jeder Gärtner hat eine andere Meinung darüber, ob man seinen Garten im Herbst umgraben sollte oder nicht. Nicht jeder kennt den Sinn des Umgrabens. Manche weigern sich ganz, während andere ihren Garten im Gegenteil komplett bearbeiten. Es ist wichtig, zunächst die Vor- und Nachteile dieser Maßnahme zu verstehen, bevor man entscheidet, ob man seinen Garten im Herbst umgraben möchte. Tipps von erfahrenen Gärtnern helfen dabei, die Feinheiten des Umgrabens zu verstehen.
Vor- und Nachteile des Grabens
Der Hauptvorteil dieses Verfahrens liegt in der Möglichkeit, den Boden zu bearbeiten, ihn mit Mineralien und organischem Material anzureichern und aufzulockern. Es ist außerdem eine hervorragende Methode zur Unkrautbekämpfung, da Unkraut bei warmem Herbstwetter leicht keimt. Die Nachteile des Pflügens sollten jedoch beachtet werden. Das Verfahren ist recht arbeits- und zeitaufwendig. Vermeiden Sie es, in Bereichen zu graben, in denen es nicht nötig ist.
Der Boden beherbergt unzählige Würmer, Spinnen, verschiedene Mikroorganismen und Pilze. Selbst in einer kleinen Bodenprobe lassen sich unter dem Mikroskop Milliarden lebender Mikroorganismen erkennen. Sie leben in unterschiedlichen Bodentiefen. Wird der Boden geöffnet und umgegraben, verändern die Bewohner ihre Positionen, und einige sterben ab.
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Unkrautbekämpfung
Unkrautbekämpfung durch Jäten ist selbst auf kleinen Flächen zeitaufwendig. Das Umgraben fruchtbarer Erde hilft effektiv gegen Unkraut. Man sollte jedoch bedenken, dass das Pflügen die Unkrautentwicklung zwar deutlich reduziert, das Unkraut aber nicht vollständig beseitigt.
Darüber hinaus beherbergt die Bodenoberfläche neben Unkrautsamen auch Pilze und andere Krankheitserreger, die die im Garten angebauten Pflanzen schädigen. Mit dem Einsetzen der Kälte im Herbst werden alle Mikroorganismen durch die niedrigen Temperaturen abgetötet. Daher ist das Umgraben des Gartenbodens die beste Methode zur Desinfektion.
Düngung und Bodendesoxidation
Um den Boden mit Nährstoffen anzureichern und Sauerstoff zu entfernen, muss er durchmischt werden. Dies gelingt nur durch Umgraben. Am besten verwendet man einen Spaten, um Asche in den Boden einzuarbeiten und Unkraut sowie dessen Samen zu bekämpfen. Nur mit einem Spaten lässt sich eine qualitativ hochwertige Bodenbearbeitung gewährleisten, es sei denn, die Fläche ist sehr groß. Andernfalls muss man in einen Spatenersatz investieren und spezielle Geräte zur Bodenbearbeitung einsetzen.
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Das Umgraben des Gartens im Herbst ist wichtig, sollte aber mit äußerster Vorsicht erfolgen. Viele Gärtner pflügen fälschlicherweise den Bereich um den Baumstamm mit einem Spaten um, was für den Baum äußerst gefährlich ist. Es zerstört selbst die kleinsten Wurzeln. Daher ist es nicht empfehlenswert, den Garten für den Winter umzugraben. Die Oberfläche kann lediglich mit einer Hacke leicht aufgelockert werden.
Abhängigkeit vom Bodentyp
Bevor Sie im Herbst Ihren Garten umgraben, ist es wichtig, seine Eigenschaften zu berücksichtigen:
- Lehmige, tonige Böden und Böden mit hohem Grundwasserspiegel sollten nicht umgegraben werden. Eine umgegrabene Fläche, in der jede Pore und Öffnung vorhanden ist, wird mit Sauerstoff gefüllt. Dies trägt dazu bei, das Bodenvolumen zu verdoppeln. Sauerstoff- und kohlendioxidangereicherter Boden baut verrottende Pflanzen schneller ab und bildet wertvollen Humus. Nach der Pflanzung im Frühjahr sind die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Frost und Trockenheit, und ihr Wurzelsystem kann tief in den Boden eindringen.
- Ist der Boden leicht, locker und humusreich, sollte er am besten oberflächlich mit Sand aufgelockert werden, anstatt ihn umzugraben. Umgraben ist nur in stark verunkrauteten Bereichen notwendig. Tiefes Pflügen sollte regelmäßig vermieden werden, da es die Bodenstruktur negativ beeinflusst.
Das Pflügen sollte vor dem Einsetzen der Kälte und dem ersten Schnee erfolgen. Wird der Boden zusammen mit der Erde gepflügt, verläuft die Bodenerwärmung im Frühjahr deutlich langsamer. Es ist außerdem wichtig, vor der Regenzeit zu pflügen, da sich die oberste Bodenschicht sonst zu stark verdichtet.
Wann man im Herbst einen Gemüsegarten anlegt
Das Pflügen des Bodens muss vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit beginnen, üblicherweise direkt nach der Ernte. Die Düngung des Bodens in dieser Zeit beeinflusst die Ernte des Folgejahres. Frühjahrspflügen ersetzt nicht das Herbstpflügen. Es sollte vor den starken Regenfällen abgeschlossen sein, da eine Auflockerung des Bodens danach unmöglich ist, insbesondere in lehmigen Gebieten. Der ideale Zeitpunkt für den Beginn des Pflügens ist Ende September/Anfang Oktober.
Am besten lockert man den Boden nach der Ernte der vorherigen Kultur zunächst leicht mit einem Rechen auf. Dadurch wird die Keimung von Unkraut gefördert. Nach ein paar Wochen sind alle Samen gekeimt, und man kann mit dem regelmäßigen Jäten beginnen. Verzichtet man auf das tiefe Umgraben, muss man das Unkraut zwar trotzdem entfernen, aber es ist deutlich aufwendiger.
Wie gräbt man am besten?
Die Art des Ausgrabens hängt direkt von der im nächsten Jahr angebauten Kulturpflanze ab. Karotten, Kartoffeln, Rote Bete, Melonen, Kürbisse und Petersilie sollten etwa 30 cm tief ausgegraben werden. Für Tomaten, Paprika, Bohnen, Gurken und Radieschen genügen maximal 10 cm.
Es ist besser, den Boden nur umzugraben, anstatt ihn zu bedecken – so bleibt die lokale Mikroflora erhalten. Alle entdeckten Unkrautwurzeln sollten sofort entfernt und keinesfalls vergraben werden. Steiniger, harter Boden sollte bis zu zwei Spatentiefen umgegraben werden – diese Methode kommt nur in extremen Fällen zum Einsatz.
Zum Graben können Sie Folgendes verwenden:
- Auf kleinen Flächen kann man einen Spaten verwenden. Er eignet sich für alle Bodenarten, erfordert aber viel Mühe und Zeit;
- Gabeln eignen sich gut, um eine weiche Struktur zu erzielen, was für junges Pflanzenmaterial als optimal gilt;
- Mit dem Kultivator lässt sich der Boden schnell auflockern und Unkraut vernichten.
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Bei der Verwendung eines Einachsschleppers empfiehlt es sich, die Bodenfräse durch ein Werkzeug mit keilförmiger, ovaler oder flacher Kante zu ersetzen. Große Klumpen bleiben im gepflügten Boden zurück; diese sollten nicht zerkleinert werden, da sie nach dem Einsetzen des Regens nicht ausreichend mit Feuchtigkeit und Sauerstoff versorgt werden. Große Klumpen tragen außerdem dazu bei, Schnee zu halten. Der umgegrabene Boden ist mit Nährstoffen angereichert, was sich positiv auf zukünftige Ernteerträge auswirkt.
Behandlung von Flächen mit Bäumen
Beim Graben in der Nähe von Bäumen ist äußerste Vorsicht geboten, um die feinen Wurzeln nicht zu beschädigen. Dort wachsen die neuen Sämlinge. Am besten lockert man den Boden in den letzten Septembertagen. Die Grabtiefe sollte 15 cm nicht überschreiten. Die bearbeitete Fläche sollte mit Mulch und trockenem Laub abgedeckt werden, um das Wurzelsystem vor Frost zu schützen.
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Ausbringung von Mineraldüngern im Herbst
Beim Umgraben der Beete düngen Gärtner. Organisches Material sollte in den Beeten verteilt werden, in denen Kohl, Gurken und Setzlinge angebaut werden sollen. Die Düngermenge sollte einen Eimer pro Quadratmeter nicht überschreiten. Kompost und Stallmist werden verwendet. Mineraldünger sind für alle Kulturen geeignet. Der Boden unter Mineraldünger sollte mindestens 20 cm tief umgegraben werden. Bei saurem Boden ist Kalkung erforderlich.
Nicht jeder schafft es, alle Arbeiten vor dem ersten Frost zu erledigen. Nach der Ernte von Kohl, Pastinaken oder Sellerie sollten Sie das Grün nicht aus dem Garten entfernen, sondern es mit einem Spaten fein hacken und unterarbeiten. So entsteht organischer Humus, der den Pflanzen im Frühjahr zugutekommt.
Ist es notwendig, die Erde im Gewächshaus im Herbst umzugraben?
Erfahrene Gärtner empfehlen, die oberste Bodenschicht jährlich komplett auszutauschen. Dazu werden die obersten 10–15 cm abgetragen und durch neue Erde ersetzt. Nicht jedem ist die Bedeutung dessen bewusst. Es steigert den Ertrag und verringert das Risiko von Boden- und Pflanzenkrankheiten. Selbst wenn man die Wichtigkeit des Bodenaustauschs kennt, ist dies nicht immer möglich. In diesem Fall ist es am besten, das Beet umzugraben. Entfernen Sie sorgfältig alle verbliebenen Pflanzenwurzeln und Insektenlarven.
In diesem Zeitraum düngen Gärtner bevorzugt. Die Art des Düngers hängt von den im Gewächshaus angebauten Pflanzen ab. Am häufigsten werden folgende Dünger verwendet:
- düngen;
- Asche;
- Kompost;
- Humus.
Um die Bodenfruchtbarkeit und -struktur zu verbessern, pflanzen Gärtner nach der Ernte Senf in Gewächshäusern an. Dieser steigert nicht nur den Ertrag anderer Nutzpflanzen, sondern bekämpft auch wirksam schädliche Mikroorganismen im Boden.
Wann ist es besser, einen Gemüsegarten umzupflügen: im Frühling oder im Herbst?
Gärtner haben unterschiedliche Meinungen darüber, wann der beste Zeitpunkt zum Umgraben der Beete ist. Erfahrene Experten erklären, warum dies im Herbst erfolgen sollte. Das kommt dem Boden sehr zugute. Das Umgraben der Beete ist besonders in Gebieten mit nährstoffarmen Böden wichtig. Durch die Bodenlockerung erfrieren Unkräuter über den Winter, und Krankheitserreger, die Nutzpflanzen befallen, werden abgetötet. Jährliches Umgraben im Herbst steigert den Ertrag und verringert Probleme bei der Gartenarbeit.
Falls Sie Ihren Garten im Herbst nicht umgraben konnten, können Sie dies tun, sobald der Schnee vollständig geschmolzen ist und der Boden weich und bereit für die bevorstehende Auflockerung ist. Dabei sollten einige Regeln beachtet werden:
- Der Boden sollte nicht gefroren sein;
- Die Fläche muss in Furchen umgegraben werden;
- Beim Auflockern müssen die Klumpen gründlich zerkleinert werden;
- Im Frühling ist es am besten, den Garten mit einem Spaten umzugraben. Dadurch wird der Boden gründlich aufgelockert und eventuell vorhandene Klumpen werden aufgebrochen.
Tipps für Gartenanfänger
Wer regelmäßig Land bewirtschaftet, weiß, dass das jährliche Umgraben des Bodens bis zur gleichen Tiefe zu einer Verdichtung des Unterbodens führt. Um dies zu vermeiden, sollte der Boden alle vier bis sechs Jahre in zwei Stufen umgegraben werden.
- Sie müssen bis zur vollen Tiefe eines Spatenblatts graben und die ausgehobene Erde wieder in das Loch zurückgeben.
- Dadurch wird der Boden mit essentiellen Substanzen gesättigt.
- Die Unkrautsamen verrotten bis zum Frühjahr.
- Der Boden muss gründlich bearbeitet werden. Vermeiden Sie es, in zu nassen oder zu trockenen Boden zu graben.
- Die Schaufel sollte senkrecht gehalten werden, um eine kleine Menge Erde aufzunehmen.
Im Herbst sollte der Garten in 40 Zentimeter tiefe Furchen umgegraben werden. Zuvor sollte der Boden mit Kompost und Mist bedeckt werden. Zuerst wird die erste Furche gezogen, dann die zweite, die die erste bedeckt. So wird sichergestellt, dass alle Nährstoffe vom Boden aufgenommen werden. Organische Düngemittel können in die Furchen eingearbeitet werden.
Fazit: Graben oder nicht graben?
Das Umgraben des Bodens hilft, Unkraut zu entfernen und Dünger gleichmäßig zu verteilen. Dabei werden auch Schädlinge und Nagetierbauten vernichtet. Dies trägt zu einem höheren Ertrag im Garten bei. Sie können zwischen manueller und maschineller Bodenbearbeitung wählen. Um ein erfolgreiches Umgraben zu gewährleisten und den Boden optimal zu nutzen, ist es ratsam, den Rat von Experten und erfahrenen Gärtnern einzuholen.

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