Cymbidium ist eine recht beliebte Orchideenart. Bis heute wurden zwischen 70 und 100 Hybriden dieser Orchidee gezüchtet, von denen über 60 für die Zimmerkultur geeignet sind. Diese wunderschöne Pflanze stammt ursprünglich aus Australien und ist in den Bergregionen Indochinas zu finden. Sie gedeiht in subtropischen Klimazonen und kommt auch in einigen Regionen Asiens, Indiens und Japans vor. Die Epiphyte selbst wurde im 19. Jahrhundert von einem schwedischen Wissenschaftler entdeckt.
Merkmale von Pflanzensorten und -typen
Jeder Orchideenliebhaber wird bei der Beschreibung dieser Sorte zuerst ihre lange Blütezeit und ihren wundervollen Duft hervorheben. Der Duft ist ein unverwechselbares Merkmal dieser Blume: intensiv, duftend und dennoch unglaublich angenehm. Die Blütezeit kann 1,5 bis 3 Monate dauern.
Sie besitzt keine Zwiebel, wie viele andere Arten dieser Familie, aber eine Scheinbulbe. Diese ist oval, grün und liegt nebeneinander. Die Scheinbulbe selbst befindet sich am Pflanzenfuß und versorgt die Pflanze mit Feuchtigkeit. Die Blätter sind, wie die Kelche, länglich: rundlich, an einem Ende verlängert oder zugespitzt.
Die häufigsten Farben:
- Creme;
- Gelb;
- Rosa;
- braun;
- Grün;
- Rot.
Typen:
- Das Zwergcymbidium zeichnet sich durch seine kleinen, meist eiförmigen Pseudobulben von 2–3 cm Länge aus. Es besitzt dünne, zugespitzte Blätter und aufrechte Blütenstiele. Seine rotbraune Färbung mit gelben Rändern ist ein echter Hingucker, und es blüht vorwiegend im Winter.
- Elfenbeinorchideen zeichnen sich durch ihre gelblich-weißen Blüten und die gelben Flecken auf den Lippen aus. Eburneum, wie diese Orchideenart auch genannt wird, duftet angenehm und bevorzugt ein gemäßigtes Klima. Die Blüten sind groß, bis zu 7,5 cm im Durchmesser. Sie blühen ab dem Frühling.
- Cybmidium tracyi hat leuchtend gelbe Blüten mit rotbraunen Streifen. Der Blütenstand kann bis zu einem Meter lang werden, was diese Art in Blumenläden beliebt macht. Die Lippe ist oft gewellt.
- Cymbidium-Hybriden haben viele Unterarten.
- Cymbidium aloefolia ist eine niedrige Pflanze, die vom Frühling bis zum Herbst blüht. Sie hat steife Blätter und bräunliche Blüten mit einem Durchmesser von 4–5 cm.
- Cymbidium ampelosum ist eine seit langem beliebte Mischung aus asiatischen Ländern. Sie wird auf Fensterbänken gepflanzt.
- Cymbidium lanceolata erreicht typischerweise eine Länge von bis zu 50 cm. Die Blüten sind nicht sehr groß, ihr Blütenstiel misst 30–40 cm. Sie sind grün oder hellgrün mit einer weißen Lippe.
- Lowie hat große, grünliche Blüten mit gelben Blütenblättern. Sie blüht im Winter und hat lange Blätter. Normalerweise erreicht sie eine Höhe von einem Meter, es wurden aber auch Exemplare mit etwas über einem Meter beobachtet.
- Deya. Der Blütenstiel dieser Art hängt meist nach unten. Die Blüten selbst sind klein, hellcremefarben und haben eine bordeauxrote oder hellgelbe Lippe.
- Cymbidium cascade besitzt Blütenstiele mit einer besonderen Struktur.
- Cymbidium mini erreicht eine Höhe von bis zu 60 cm. Es zeichnet sich durch einzigartige Blütenfarben aus.
Das könnte Sie auch interessieren:Cymbidium-Orchideen: Pflegehinweise für Zuhause
Die Cymbidium-Orchidee ist zwar nicht die anspruchsvollste Orchideenart, benötigt aber wie alle Sorten etwas Pflege. Die richtige Beleuchtung ist dabei entscheidend. Cymbidium-Orchideen gedeihen am besten im direkten Sonnenlicht. Daher sollte die Pflanze an einem hellen Standort mit ausreichend Licht stehen. Regelmäßiges Lüften ist empfehlenswert. Beachten Sie jedoch, dass Hybriden nicht zu lange in der prallen Sonne stehen dürfen. Im Winter empfiehlt sich die Verwendung spezieller Lampen. Achten Sie beim Lüften darauf, Zugluft zu vermeiden, da die Pflanze empfindlich darauf reagiert. Lichtmangel führt zum Hängen der Blätter.
Die Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor. Hohe Luftfeuchtigkeit schadet der Pflanze nicht, da Cymbidien in diesem Klima natürlicherweise gut gedeihen. In Wohnräumen sollte die Luftfeuchtigkeit jedoch bei 40–50 % liegen.
Es ist wichtig, die Cymbidium-Orchidee richtig zu gießen und die Erde leicht feucht zu halten. Wird die Erde nicht ausreichend befeuchtet, verkümmern die Pseudobulben, was unbedingt vermieden werden sollte. Gießen Sie die Cymbidium-Orchidee großzügig mit zimmerwarmem, aber nicht hartem Wasser.
Die Temperatur ist ebenfalls entscheidend. Cymbidium benötigt einen kühlen Raum mit schwankenden Temperaturen. Die Temperatur sollte zwischen 16 und 20 Grad Celsius liegen, nachts jedoch niedriger sein als tagsüber. Viele Cymbidium-Besitzer stellen ihre Pflanzen im Sommer ins Freie. Die Temperaturschwankungen regen die Blüte an. Diese Zwerghybride verträgt jedoch auch normale Zimmertemperaturen gut.
Cymbidium-Erde sollte am besten im Fachhandel erworben werden und unbedingt Orchideenerde enthalten. Düngen Sie regelmäßig alle zwei Wochen mit einem Mineraldünger. Verwenden Sie dabei die Hälfte der für Orchideen üblichen Konzentration. Gießen Sie die Pflanze vor dem Düngen. Nach der Blüte sollte die Düngung vorübergehend eingestellt werden. Düngen ist außerdem verboten, wenn die Pflanze krank ist.
Nach der Blüte sollte der Blütenstiel zurückgeschnitten werden. Verwenden Sie dazu ein desinfiziertes Messer oder ein spezielles Gartenwerkzeug. Sie können die Blüte eines Cymbidiums anregen, indem Sie diese Hinweise befolgen. Um die Blütenbildung zu fördern, sorgen Sie für einen Temperaturunterschied, stellen Sie sicher, dass die Pflanze Sonnenlicht erhält, und besprühen Sie sie regelmäßig mit Wasser. Sobald die Pflanze 10–15 cm hoch ist, beginnen Sie mit dem Düngen. Blüht das Cymbidium dennoch nicht, liegt dies an falscher Pflege. Wenn der Blütenstiel 15–20 cm lang ist, geben Sie ihm eine Stütze.
Vermehrung zu Hause
Die gängigste Methode ist die Teilung. Dazu nimmt man die Orchidee aus dem Topf, reinigt die Wurzeln und teilt sie in mehrere Teile. Jeder Teil sollte mehrere grüne und eine braune Wurzel haben. Falls Wurzeln verfault oder trocken erscheinen, entfernt man diese und lässt sie trocknen. Beschädigte Stellen behandelt man mit Aktivkohle.
Vermehrung durch Stecklinge – das geteilte Rhizom sollte etwa drei Pseudobulben und einige Triebe enthalten. Pflanzen Sie die Stecklinge in separate Töpfe und gießen Sie sie regelmäßig. Die Pflanze wird bald neue Triebe bilden.
Ableger – Eine umgetopfte Cymbidium muss nach der Ruhephase an einen wärmeren Standort gestellt werden. Außerdem ist es wichtig, die Blätter regelmäßig zu besprühen und die Orchidee ausreichend zu düngen.
Selbst eine alte, blattlose Zwiebel lässt sich vermehren. Legen Sie sie auf feuchtes Moos, um ein Gewächshaus zu schaffen. Achten Sie auf regelmäßige Luftfeuchtigkeit und Belüftung. Sobald die Triebe erscheinen, pflanzen Sie die Cymbidium-Orchidee in einen Topf um. Von da an benötigt die Pflanze nur noch wenig Pflege. Eine so vermehrte Blume blüht in vier Jahren.
Cymbidium lässt sich nicht aus Samen in Innenräumen ziehen. Man braucht keine Samen im Laden zu kaufen, da sie nur unter Laborbedingungen ausgesät werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Probleme beim Umtopfen und Anpflanzen von Cymbidium
Cymbidien müssen alle zwei Jahre umgetopft werden. Da diese Orchideenart das Umtopfen nicht gut verträgt, muss es dafür einen Grund geben. Meist liegt es an verdichteter Erde oder einem zu kleinen Topf. Umtopfen ist auch ratsam, wenn die Wurzelbasis verfault ist, das Wurzelsystem selbst beschädigt ist oder die Pflanze von Schädlingen befallen wurde. Gehen Sie beim Umtopfen vorsichtig vor und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen, da die Blüte sehr empfindlich ist.
Entfernen Sie alte Pseudobulben, befreien Sie die Pflanze von abgestorbenen Wurzeln und pflanzen Sie sie mittig ein. Achten Sie darauf, die Pflanze nicht zu tief einzupflanzen, da die Pseudobulben sonst schnell faulen. Stellen Sie die Pflanze nach dem Umtopfen an einen halbschattigen Platz und gießen Sie sie die nächsten Tage nicht. Bei heißem Wetter sollten Sie jedoch die Luftfeuchtigkeit kontrollieren, die Pflanze besprühen und gießen.
Welche Probleme treten beim Anbau von Cymbidien auf?
- Die Blätter verfärben sich schwarz. Typischerweise bilden sich schwarze Flecken am Blattansatz. Höchstwahrscheinlich wurde die Pflanze zu viel gegossen, da diese Flecken durch Überwässerung entstehen. Es ist wichtig, die Pflanze richtig zu gießen. Beachten Sie außerdem, dass in diesem Fall auch Wurzelfäule vorliegen kann.
- Die Blätter verfärben sich gelb. Gelbe Blätter deuten auf Wassermangel oder Schädlingsbefall hin. Achten Sie auf ausreichende Bewässerung, besprühen Sie die Pflanze gegebenenfalls und kontrollieren Sie sie auf Anzeichen von Schädlingen.
- Blüten oder Knospen fallen ab. Dies geschieht, wenn eine blühende Pflanze in einem kühlen Raum besprüht wird. Wie bereits in früheren Fällen sollten Sie die Bewässerung kontrollieren und die Düngung vorübergehend einstellen.
- Die Pseudobulben sind vertrocknet. Dies deutet auf mangelnde Pflege hin. Ursache ist meist unregelmäßiges Gießen. Die Gießintervalle sollten verkürzt, das Gießen selbst jedoch regelmäßig erfolgen. Ältere Pseudobulben sind von Natur aus vertrocknet.
- Wurzelfäule. Wurzelfäule entsteht meist durch Fehler beim Umtopfen in einen zu großen Topf. Um dem vorzubeugen, sorgen Sie für ausreichenden Wurzelabfluss. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe im Untersetzer.
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Wurzelfäule ist eine Krankheit, die auftritt, wenn Cymbidien längere Zeit in einem kühlen Raum aufbewahrt werden. Sie kann auch entstehen, wenn die Bewässerung nicht sachgemäß erfolgt. Die Krankheit beginnt an den Blättern, breitet sich auf das Wurzelsystem aus und führt schließlich zum Absterben der Pflanze.
Grauschimmel befällt Blätter, Bodenoberfläche und Blütenblätter, wenn die Pflanze blüht. Er tritt auf, wenn die Pflanze in einer kalten, feuchten Umgebung steht.
Anthraknose äußert sich durch gelbe oder schwarze Flecken auf den Blättern. Sie wird durch ein Virus verursacht und ist daher auch als Mosaikvirus bekannt. Sie beeinträchtigt das Orchideenwachstum und ist unheilbar. Achten Sie auf gute Pflanzenhygiene und verhindern Sie, dass die Orchidee benachbarte Pflanzen ansteckt.
Fusariumwelke – das Blatt wird weich, rollt sich ein und wird von einem Belag überzogen. Geschwollene Blätter – dies tritt auf, wenn die Pflanze nach dem Gießen kalten Temperaturen ausgesetzt wird. Zunächst bildet sich eine wässrige Schicht, die allmählich zu Fäulnis führt.
Schädlinge, die man leicht erkennen kann:
- Spinnmilben. Sie befallen Orchideen besonders gern und treten bevorzugt in trockener Luft auf. Weiße Gespinste auf Blättern und Stängeln deuten auf den Befall mit diesen Gliederfüßern hin.
- Schildläuse und Thripse ernähren sich vom Pflanzensaft der Cymbidium-Pflanze und werden durch niedrige Luftfeuchtigkeit und hohe Raumtemperaturen begünstigt. Sie zeigen sich als braune Wucherungen an den Blättern des Blütenstiels.
- Blattläuse – ihre Besonderheit ist ihre Fähigkeit, die Blattunterseiten zu besiedeln. Dies schwächt die Pflanze und macht sie anfällig für Viren.
- Schmierläuse erscheinen auf den Blättern und sind hellgelb, sehr selten auch fast orange. Auf der Oberfläche bilden sich watteartige Flecken.
Behandeln Sie die verbleibenden Schnittstellen mit Aktivkohle und lassen Sie die Orchidee 2–3 Tage ruhen. Besprühen Sie die Pflanze anschließend mit Blattdünger und die Schnittstellen mit einigen Tropfen Bernsteinsäure. Stellen Sie die Pflanze an einen warmen Ort in feuchtes Moos. Erste Ergebnisse sind nach einigen Monaten sichtbar. Viele Gärtner retteten auch wurzellose Cymbidien, indem sie sie anpflanzen. Stellen Sie die Pflanze in einen geschlossenen Raum, sodass der Wurzelballen oben und die Blätter unten sind, und schaffen Sie so eine Art Gewächshaus. Besprühen Sie die Wurzeln zweimal wöchentlich. Sobald die Wurzeln gewachsen sind, topfen Sie die Pflanze um.
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