
Es herrscht die weitverbreitete Annahme, dass die Vermehrung von Phalaenopsis zu Hause recht schwierig sei. Dies ist jedoch ein Irrtum. Selbst Anfänger können diese Aufgabe bewältigen und eine wunderschöne Blume in ihren eigenen vier Wänden züchten.
Gärtner gehen bei der Vermehrung von Phalaenopsis zu Hause mit äußerster Vorsicht vor. Wer sich jedoch mit den grundlegenden Anbauregeln vertraut macht, kann aus einer einzigen Pflanze mehrere Phalaenopsis-Pflanzen ziehen.
Tatsächlich ist die Phalaenopsis eine pflegeleichte Pflanze. Selbst Anfänger können lernen, wie man eine Orchidee züchtet.
Wie man Phalaenopsis vermehrt
Orchideen erfreuen sich bei Gärtnern großer Beliebtheit. Die Pflanzen ziehen alle Blicke auf sich und sind eine wahre Zierde für jedes Zuhause. Doch nicht jeder weiß, dass man Orchideen selbst vermehren kann. Es gibt verschiedene Vermehrungsmethoden, jede mit ihren eigenen Besonderheiten und Feinheiten.
Fortpflanzung durch Babys
Diese Methode gilt als die einfachste. Manchmal treiben ruhende Knospen aus. Oftmals müssen die Knospen jedoch zur Austriebsstimulation angeregt werden. Hierfür eignen sich folgende Methoden: Teilung der Pflanze, Teilung des Blütenstiels, Anwendung einer speziellen Paste oder Trockenheit.
- Teilung der Pflanze. Um die Pflanze zu teilen, schneiden Sie die Spitze mit einem Messer ab und bestreichen Sie die Schnittstelle mit Holzkohle. Der obere Teil sollte mehr als zwei Wurzeln und der untere Teil etwa vier Blätter haben. Der obere Teil wird als eigenständige Pflanze in einen separaten Topf gepflanzt. Nach der Vermehrung der Phalaenopsis-Orchidee auf diese Weise bilden sich Ableger. Sobald die Wurzeln 5 cm lang sind, sollten diese in einen separaten Topf umgepflanzt werden.
- Trockenheit ist wichtig. Die Vermehrung erfordert seltenes Gießen und die Toleranz gegenüber starken Temperaturschwankungen. Die Tagestemperaturen sollten um die 28 Grad Celsius, die Nachttemperaturen um die 18 Grad Celsius liegen. Lassen Sie die Erde zwei Wochen lang austrocknen und die Knospen sich erwärmen. In diesem Zeitraum beginnen die Knospen anzuschwellen. Die ersten Blätter erscheinen innerhalb von sieben Tagen.
- Teilen des Blütenstiels. Alle Arbeitsschritte müssen in der gleichen Reihenfolge wie bei der Vermehrung durch Stecklinge durchgeführt werden.
- Hormonpaste. Um die Entwicklung der Babyknospe anzuregen, benötigen Sie eine spezielle Paste, einen Zahnstocher und eine Pinzette. Behandeln Sie zunächst die oberste Knospe, indem Sie die Schuppen entfernen. Verwenden Sie dazu die Pinzette; die neue Knospe befindet sich darunter. Tragen Sie die Paste mit dem Zahnstocher auf die Knospe auf und wiederholen Sie den Vorgang nach fünf Tagen. Insgesamt sind fünf Behandlungen erforderlich.
Vermehrung durch Stecklinge
Die Vermehrung von Phalaenopsis-Orchideen durch Stecklinge ist die gängigste Methode. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Zuerst schneidet man einen Trieb seitlich ab. Daraus teilt man mehrere Blattstiele, die jeweils nicht länger als 4 cm sein sollten. In der Mitte des Stecklings sollte sich eine ruhende Knospe befinden. Die Schnittstelle wird mit Holzkohle behandelt.
Legen Sie die Stecklinge anschließend auf eine feuchte Unterlage, um ein kleines Gewächshaus zu schaffen. Sie können dafür Plastikfolie verwenden. Zum Keimen benötigen Sie Torfmoos oder feuchten Sand. Es ist wichtig, die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus konstant zu halten und die Temperatur bei etwa 28 Grad Celsius zu halten.
Vermehrung durch Blütenstiel
Für diese Methode schneiden Sie mit einem scharfen Messer ein Stück des Blütenstiels ab. Die Stecklinge sollten nicht länger als 20 cm sein. Bestreuen Sie die Schnittstelle mit zerstoßener Holzkohle. Trocknen Sie die Stecklinge anschließend 24 Stunden lang an einem warmen Ort.
Bereiten Sie in der Zwischenzeit ein Gefäß mit dem Substrat vor. Rinde dient als Erde. Füllen Sie das Substrat in Töpfe und gießen Sie es gründlich an. Pflanzen Sie anschließend die Stecklinge in das Substrat und decken Sie sie mit einer Schutzhülle ab. Die Temperatur sollte bei etwa 25 Grad Celsius liegen.
Vermehrung durch Samen
Das Verfahren ist arbeitsintensiv und wird hauptsächlich von Fachleuten angewendet. Für diese Methode muss ein künstliches Nährmedium hergestellt werden. Die Samen müssen darin 3 bis 9 Monate lang aufbewahrt werden.
Erst nach drei Jahren keimt aus den Samen eine Pflanze, die in einen separaten Topf umgepflanzt werden kann. Die Blüte erfolgt frühestens nach zwei Jahren.
Vermehrung durch Blätter
Orchideenblätter haben keine Wachstumsspitzen, daher ist eine Vermehrung auf diesem Weg unmöglich.
Zuchtfehler
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine junge Pflanze zu ziehen. Jede Methode ist einzigartig und erfordert die Einhaltung bestimmter Regeln. Doch nicht jeder Gärtner kann von sich behaupten, eine Orchidee auf der eigenen Fensterbank gezogen zu haben. Woran könnte das liegen und welche Fehler werden am häufigsten gemacht?
- Kranke Pflanzen sollten nicht zur Vermehrung verwendet werden. Schwarze, schleimige Wurzeln oder blasse Blätter deuten auf eine Krankheit der Orchidee hin.
- Nach dem Schneiden ist Sterilisieren unerlässlich. Vergessen Sie nicht, regelmäßig zu gießen.
- Pflanzen sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
- Es ist wichtig, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung im normalen Bereich zu halten. Jede Abweichung kann den Blumen schaden.
Abschluss
Nicht alle Hobbygärtner wissen, wie man Phalaenopsis zu Hause vermehrt. Viele möchten die Pflanze aber gerne selbst anbauen. Auf den ersten Blick mag die Vermehrung recht aufwendig erscheinen. Diese Annahme ist jedoch falsch. Hat man erst einmal alle Feinheiten des Prozesses verstanden, kann selbst ein Anfänger die Aufgabe bewältigen.
Es gibt nur wenige Vermehrungsmethoden; Sie müssen nur die richtige auswählen und können dann mit der weiteren Arbeit beginnen.

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