Herbstliche Brunnenreinigung auf einem Datscha

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Während des Betriebs gelangen durch Regen, Schnee und Laub Krankheitserreger in den Schacht. Zudem bilden sich am Boden des Schachts auf natürliche Weise Ablagerungen in Form von Schlamm, die auch durch die Fugen zwischen den Betonringen dringen. Um die Trinkwasserqualität zu gewährleisten, ist eine regelmäßige oder bedarfsweise Reinigung erforderlich.

Obligatorische Reinigungs- und Präventivmaßnahmen

Der Zeitpunkt vorbeugender und obligatorischer Reinigungen hängt von Art und Nutzung des Bauwerks ab. Ein Schacht wird alle 3–5 Jahre gründlich gereinigt. Die Häufigkeit der planmäßigen Reinigungen richtet sich nach der Absetzrate unlöslicher Stoffe. Bei schneller Ablagerung ist eine häufigere Reinigung erforderlich. Mit der Zeit nimmt die Absetzrate zu. Es gibt auch Anzeichen, die eine sofortige Reinigung notwendig machen:

  • den Pegel senken;
  • Trübung;
  • öliger, irisierender Film auf der Oberfläche;
  • Rostigkeit;
  • Grün;
  • Schwärzung, Fäulnis;
  • unangenehmer Geruch und Geschmack.

Der Wasserstand im Bergwerk sinkt aufgrund von Schlammablagerungen und saisonalen Schwankungen. Wenn sich viel Sand am Grund und Ton an den Wänden ablagert, entsteht Trübung. Das Vorhandensein von Erdölprodukten führt zur Bildung eines Films.

Aufmerksamkeit!
Wenn Abwasser hineingelangt, entsteht ein unangenehmer Geruch und Geschmack.

Rost an Betonringen deutet auf Eisenverunreinigungen im Wasser hin. Eine grüne Verfärbung weist auf das Vorhandensein von Protozoenalgen im Brunnen hin. Schwärzung und Fäulnis treten auf, wenn am Brunnenboden eine Espenabdeckung installiert ist, die mit der Zeit oder bei Feuchtigkeitseinwirkung verrottet und die Wasserversorgung beeinträchtigt.

Grundsätze der Reinigung eines Schachts und eines Bohrlochs

Das Verfahren umfasst vorbeugende Wartungsarbeiten und eine manuelle Reinigung. Diese erfolgt mindestens einmal jährlich im Frühjahr oder Herbst. Dabei wird der Brunnen mit Kaliumpermanganat antibakteriell behandelt. Dazu wird ein Esslöffel trockenes Kaliumpermanganat in einem Eimer Flüssigkeit aufgelöst. Die Lösung wird anschließend in den Brunnen gegossen. Nach vier Stunden wird das Wasser mit der Lösung abgepumpt, sodass frisches Grundwasser nachfließen kann. Das abgepumpte Wasser kann zum Gießen von Pflanzen verwendet werden.

Vor der manuellen Reinigung des Bauwerks wird empfohlen, die Sicherheitsregeln zu beachten:

  • Arbeitet in einem Dreierteam (mindestens 3 Personen nehmen teil);
  • Verwendung von Sicherheitsseilen;
  • Überprüfung der Mine auf schädliche Gase.

Das Arbeiten mit drei Personen ist aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung von Unfällen unerlässlich. Gase lassen sich durch Ablassen eines Feuers zum Schachtboden nachweisen. Ein Feuer deutet auf Gasvorkommen hin. In diesem Fall muss Schutzausrüstung getragen werden. Es wird eine stabile Leiter mit einer Stützplattform verwendet. Bei einer Strickleiter muss die sichere Befestigung überprüft werden.

Ein Röhrenbrunnen besteht aus dünnen, dichten Kunststoffrohren, die in ein Bohrloch eingesetzt werden. Da die Brunnen in große Tiefen gebohrt werden, wo keine metallischen Verunreinigungen oder andere Schadstoffe vorhanden sind, hat diese Konstruktion keinen Boden. Dies erleichtert die Reinigung erheblich. Hierfür werden mehrere Pump- und Filterstationen eingesetzt. Die Filter werden regelmäßig ausgetauscht.

Manuelle Reinigung eines Minenbrunnens

Bei der Wandreinigung wird von der Verwendung von Chemikalien abgeraten. Die manuelle Reinigung umfasst folgende Schritte:

  • Vorbereitung (die notwendigen Materialien und Geräte bereitstellen);
  • Abpumpen (Abwasser);
  • Inspektion des Bodens und der Wände;
  • Wände reinigen;
  • Bodenreinigung;
  • Reinigung und/oder Austausch des Filters;
  • Abdichten von Rissen und Fugen.

Das Abpumpen des Wassers mit einer Hydraulikpumpe ist einfacher. Die Wände werden nur dann mit einem Metallspatel oder einer Bürste gereinigt, wenn keine Mängel vorhanden sind. Dabei wird hoher Wasserdruck verwendet. Die Wände können zur Keimabtötung mit einem Antiseptikum behandelt werden. Als Filter dient Sand, Kies oder Schotter. Nach dem Einsetzen des Filters wartet man auf den ersten Wasserdurchfluss, der anschließend abgepumpt wird. Der zweite Wasserdurchfluss lässt man ein bis zwei Tage ruhen. Ist das Wasser trüb oder riecht es unangenehm, wird es erneut abgepumpt. Dieser Vorgang des Abpumpens, Absetzens und Spülens wird so lange wiederholt, bis das Wasser trinkbar ist. Dies lässt sich durch Schmecken und Riechen feststellen.

Nach der Reinigung werden die Wände desinfiziert. Dazu 200 Gramm Calciumchlorid und 1 Liter Wasser in einen emaillierten Behälter geben. Die Mischung umrühren und den Behälter fest verschließen. Absetzen lassen, bis sich ein Bodensatz bildet. Anschließend das Wasser abgießen. Die Wände mit der entstandenen Mischung bestreichen. Sobald der Brunnen mit dem ersten Wasser gefüllt ist, dieses abpumpen. So lange pumpen, bis der Chlorgeruch verschwunden ist.

Die Verunreinigung eines Schachts oder Brunnenrohrs ist ein natürlicher Prozess. Nur durch vorbeugende oder gründliche Reinigung und Desinfektion kann sauberes Trinkwasser gewonnen werden. Zur Reinigung eines Brunnenrohrs wird der Filter ausgetauscht. Die manuelle Reinigung des Schachts erfolgt unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und im Dreierteam.

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