Orchideen zu Hause umtopfen: Tipps und Tricks

Orchidee

Die Orchidee ist eine exquisite Pflanze mit wunderschönen Blüten und gehört zur Familie der Einkeimblättrigen. Sie wächst schnell und muss daher regelmäßig umgetopft werden. Wenn dies nicht rechtzeitig geschieht, wird es allmählich zu welken und abzusterben beginnen.

Woran man erkennt, ob eine Blume umgetopft werden muss

Um eine Orchidee richtig umzutopfen, muss man erkennen können, wann dieser Vorgang notwendig ist. Verschiedene Veränderungen an der Pflanze können Hinweise darauf geben:

  • An den Innen- und Außenwänden des Topfes begann sich Vegetation zu bilden: Moos oder Algen;
  • Die Wurzeln der Blume begannen zu faulen;
  • Das Wurzelsystem ist gewachsen und füllt bereits den gesamten Topf aus;
  • Im Boden sind Schädlinge aufgetreten;
  • Die Blätter der Blume beginnen, gelb zu werden und zu welken, und selbst reichliches Gießen hilft ihnen nicht, sich zu erholen.

All diese Anzeichen deuten darauf hin, dass es der Pflanze nicht gut geht. Wenn die Orchidee nicht bald umgetopft wird, wird sie immer mehr welken und schließlich absterben.

Merkmale der Transplantation

Orchideen werden als immerblühende Pflanzen bezeichnet, da sie ununterbrochen blühen. Da sie keine Ruhephase einlegen, kann die Wahl des richtigen Umtopfzeitpunkts schwierig sein. Die beste Zeit ist von Februar bis Mitte März. Wenn möglich, empfiehlt es sich, währenddessen die Heizung abzuschalten, damit die Pflanze sich von der Hitze erholen kann, bevor sie wieder kräftig wächst.

Aufmerksamkeit!
Um die Pflanze nicht zu beschädigen, empfiehlt es sich, sie umzutopfen, nachdem einige Blütenblätter abgefallen sind. Dabei kann man auch den Blütenstiel zurückschneiden.

Umpflanzen einer Phalaenopsis-Orchidee nach dem Kauf

Orchideen werden im Geschäft in kleinen Töpfen verkauft. Unmittelbar nach dem Kauf sollte die Pflanze umgetopft werden, damit sie genügend Platz zum Wachsen hat. Solange sie noch klein und nicht angewachsen ist, besteht keine Eile. Das Umtopfen einer Orchidee nach dem Kauf ist nur in folgenden Fällen notwendig:

  • wenn Risse oder Absplitterungen am Topf festgestellt werden;
  • wenn sie aus dichtem Material bestehen, das kein Licht durchlässt;
  • wenn Anzeichen von Austrocknung oder die Bildung von Fäulnis und Schimmel unter den Wurzeln auftreten;
  • wenn die Pflanze in ungeeignetem Boden gepflanzt wurde, der überschüssige Feuchtigkeit speichert.

Wenn die Phalaenopsis in voller Blüte steht, leuchtend grüne Blütenblätter hat und ein gesundes Wurzelsystem besitzt, ist ein Umtopfen nicht nötig. Floristen empfehlen, zu warten, bis die Pflanze gut angewachsen ist, sich an die Bedingungen im Haus gewöhnt hat und verblüht ist.

Kann man eine blühende Orchidee umtopfen?

Blumen sollten während der Blütezeit nicht umgetopft werden. Ein Standortwechsel kann zum Welken oder Absterben der Pflanze führen. In manchen Fällen ist ein Umtopfen jedoch vor dem Ende der Blütezeit notwendig, beispielsweise wenn die Pflanze gefährdet ist, die Wurzeln geschädigt sind oder von Schädlingen befallen werden.

In diesem Fall kann die Orchidee umgetopft werden. Dabei muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, den Wurzelballen nicht zu beschädigen und keine Wurzeln zu entfernen. Lediglich der Blütenstiel darf bis zu einer ruhenden Knospe zurückgeschnitten werden, um eine bessere Blüte in der nächsten Zeit zu gewährleisten. Wird das Umtopfen gemäß dieser Hinweise durchgeführt, verträgt die Pflanze den Umzug gut und gewöhnt sich schnell an ihren neuen Standort.

In einer Glasvase

Generell empfiehlt es sich, Orchideen unabhängig von Größe und Form in einen anderen Topf umzutopfen. Seltener ist es notwendig, die Pflanze in eine Glasvase umzupflanzen. Diese Vorgehensweise bietet mehrere Vorteile:

  • Die Blume sieht wunderschön aus und passt gut zum Gesamtbild des Wohn- oder Schlafzimmers;
  • Aufgrund der hohen Lichtdurchlässigkeit des Behälters muss er seltener gegossen werden;
  • Der Zustand des Bodens und des Wurzelsystems lässt sich leichter überwachen.

Das Umtopfen einer Blume vom Topf in eine Vase ist jedoch nicht einfach. Selbst erfahrene Gärtner haben damit manchmal Schwierigkeiten. Dies kann für die Pflanze sehr stressig sein, und sie gewöhnt sich nicht gut an ihren neuen Standort. Es ist wichtig, dass das Glasgefäß aus einem stabilen Material besteht und mindestens so breit ist wie der vorherige Topf.

Alte Orchidee

Das Umtopfen einer älteren Phalaenopsis kann besonders schwierig sein. Die Pflanze ist bereits geschwächt, und der zusätzliche Stress durch das Umtopfen kann zu ihrem Absterben führen. Das Umtopfen selbst erfolgt wie bei einer jungen Pflanze, jedoch ist dabei äußerste Vorsicht geboten. Keine einzige Wurzel darf beschädigt werden. Phalaenopsis-Pflanzen besitzen typischerweise lange, dichte Wurzelsysteme, die leicht beschädigt werden können.

Phalaenopsis-Babys

Nach dem Umtopfen einer Orchidee entdecken Gärtner oft einzelne Triebe, sogenannte Phalaenopsis-Nachkommen, im Wurzelsystem. Diese sollten ebenfalls in einen neuen Topf umgepflanzt werden, jedoch getrennt von der ausgewachsenen Pflanze. Für ein erfolgreiches Anwachsen müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Topf sollte klein sein;
  • Der Spross muss sorgfältig unter fließendem Wasser abgewaschen werden;
  • Durch Zugabe von Holzkohle sollte eine zusätzliche Drainage im Behälter geschaffen werden;
  • Es muss in die Mitte des Topfes gestellt werden.

Nach dem Einpflanzen sollte man den Topf regelmäßig anheben und kräftig schütteln. Dadurch werden eventuelle Hohlräume aufgefüllt. Viele Anfänger wissen nicht, ob man eine junge Orchidee nach dem Umtopfen gießen soll. Gärtner betonen jedoch, dass dies für das Gedeihen der Pflanze unerlässlich ist.

Wie oft umtopfen?

Nach dem Umtopfen einer Orchidee nach dem Kauf sollte man sie 2–3 Jahre lang in Ruhe lassen. In dieser Zeit wächst sie und benötigt einen neuen Topf. Ein früheres Umtopfen ist nur dann notwendig, wenn das Leben der Pflanze bedroht ist.

Anzeichen dafür, dass eine ausgewachsene Orchidee im Haus umgetopft werden muss, sind Moos auf der Erde und das Absterben des zentralen Wurzelbereichs. Wählen Sie einen größeren Topf, entfernen Sie vorsichtig alle vertrockneten, abgestorbenen Pflanzenteile und setzen Sie die Orchidee bis zu den unteren Blättern in frische Erde.

Transplantationsanweisungen

Das Umtopfen einer Orchidee nach der Blüte ist ein komplexer Vorgang. Mit dem richtigen Zeitpunkt und der passenden Häufigkeit, den Regeln für die Wahl des richtigen Substrats und Topfes sowie der korrekten Vorgehensweise gelingt es jedoch. So wird Stress für die Pflanze vermieden und sie geschützt.

Zeit und Frequenz

Eine häufige Frage von Gartenneulingen ist, ob man eine Orchidee nach dem Kauf umtopfen muss. Wenn die Pflanze gesund aussieht und kräftig wächst, empfiehlt es sich, dies frühestens nach zwei bis drei Jahren zu tun. Der beste Zeitpunkt dafür ist Ende Februar. Auch danach sollte man alle zwei bis drei Jahre umtopfen.

Aufmerksamkeit!
Viele Gärtner wissen nicht, ob man Orchideen im Herbst umtopfen kann. Da sie in dieser Zeit üppig blühen, lässt man sie am besten in Ruhe. Ein Umtopfen sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen.

Substrat

Substrat ist eine Substanz, die für das vollständige Anwachsen einer Pflanze an ihrem neuen Standort und die Aufrechterhaltung einer optimalen Wurzelfeuchtigkeit unerlässlich ist. Gartencenter bieten verschiedene Substrate an, eines auf Kiefernholz- und Kiefernrindenbasis eignet sich jedoch besonders für Blumen.

Sie können die Kiefernrinde für das Substrat selbst ernten, achten Sie aber darauf, dass sie möglichst wenig Harz und Oberflächenverunreinigungen enthält. Waschen Sie sie vor dem Untermischen in die Erde gründlich, trocknen Sie sie, backen Sie sie im Ofen und schneiden Sie sie in Würfel.

Pot

Bei der Auswahl eines neuen Topfes zum Umtopfen einer Phalaenopsis zu Hause sollte man deren Zustand prüfen. Ist die Pflanze gesund, sollte der Topf ein bis zwei Nummern größer sein als der vorherige. Dadurch kann sich das Wurzelsystem ausbreiten und die Pflanze kann besser wachsen. wenn die meisten Wurzeln verfault sind Sie müssen vorher zurückgeschnitten werden, dann kann man die Blume nach der Behandlung in denselben Topf pflanzen oder einen gleich großen Topf auswählen.

Diese Blume gedeiht am besten in einem transparenten Gefäß. Daher eignen sich sowohl Plastikgefäße als auch Glasvasen gleichermaßen. Der Boden des Gefäßes sollte mehrere kleine Löcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen und Luft eindringen kann, wodurch die Erde gut belüftet wird.

Methoden und Technologien

Das Umtopfen einer Phalaenopsis-Orchidee erfordert äußerste Vorsicht, da diese Pflanze ein empfindliches Wurzelsystem besitzt und plötzliche Bewegungen es beschädigen können. Befolgen Sie beim Umtopfen diese Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vor dem Umtopfen sollte die Pflanze gut gewässert werden. Dadurch werden die Wurzeln durchfeuchtet, flexibel und elastisch und somit weniger anfällig für Beschädigungen. Umgekehrt lassen sich faule Triebe leichter vom Hauptwurzelsystem entfernen.
  2. Nach dem Gießen der Orchidee beim Umtopfen die Erde im Topf vorsichtig mit den Fingern durchkneten, um die alte Erde gründlich aufzulockern. Erst dann kann die Pflanze vorsichtig aus dem Topf genommen werden.
  3. Die Wurzeln müssen von überschüssiger Erde und alter Rinde befreit werden. Anschließend sollten sie unter fließendem, kühlem Wasser leicht angefeuchtet werden.
  4. Alle verfaulten, beschädigten oder ausgetrockneten Pflanzenteile sollten abgeschnitten werden. Die Schnittstellen am Wurzelsystem sollten großzügig mit Holzkohle bestreut werden.
  5. Die Pflanze sollte auf Zeitungspapier oder ein dickes Tuch gelegt werden. Lassen Sie die Wurzeln vollständig austrocknen. Dies kann 6 bis 8 Stunden dauern. Erst dann kann sie umgetopft werden.
  6. Die Blume sollte in einen Topf mit frischer Erde gesetzt werden. Die Wurzeln sollten vorsichtig ausgebreitet werden. Falls Lücken entstanden sind, sollten diese mit Erde aufgefüllt werden.

Die Orchidee wurde umgetopft. Sollten einige Luftwurzeln nicht in den Topf gepasst haben und an der Oberfläche verbleiben, ist das kein Problem. Es beeinträchtigt das Wachstum der Pflanze nicht. Gießen Sie sie nun nach dem Umtopfen. Am besten eignet sich dafür eine Gießkanne oder die Dusche.

Aufmerksamkeit!
Große Pflanzen lassen sich oft nur schwer umpflanzen, damit sie in ihrem neuen Topf gut anwachsen. Um die Stabilität zu erhöhen, empfiehlt es sich, einen kleinen Stein auf den Boden des Topfes zu legen.

Nachsorge nach der Transplantation

Selbst wenn Sie eine Phalaenopsis-Orchidee zu Hause Schritt für Schritt umtopfen und dabei alle Empfehlungen erfahrener Gärtner befolgen, kann sie nach dem Umtopfen sofort absterben. Dies liegt daran, dass die Orchidee nach dem Umtopfen nicht richtig gepflegt wird. Folgende Bedingungen sollten beachtet werden:

  • Die Lufttemperatur im Raum sollte mindestens 20 und höchstens 25 Grad betragen;
  • Es ist nicht nötig, den Topf von Ort zu Ort zu bewegen; er muss lediglich vollständig ruhen können.
  • Die Phalaenopsis-Orchidee sollte nach dem Umpflanzen 10 Tage lang an einem völlig dunklen Ort aufbewahrt werden;
  • Die Orchidee muss nach dem Umtopfen 3–4 Tage lang nicht gegossen werden, da die Rinde in dieser Zeit noch Feuchtigkeit speichert. Besprühen ist in Ordnung, achten Sie aber darauf, dass sich kein Wasser auf den Blättern sammelt.

Es ist schwierig, eine Mini-Orchidee so umzutopfen, dass sie fest im Substrat verankert ist. In den ersten Tagen kann sie zur Seite kippen. Binden Sie in diesem Fall den Stängel mit einem weichen Seil oder einer Binde am Topfrand fest. Diese Bindung sollte nach mindestens zwei bis drei Monaten entfernt werden.

Wenn keine Blüte

Sie müssen die Pflanze nicht umtopfen, wenn sie innerhalb weniger Wochen keine Wachstumsanzeichen zeigt. Dies ist eine normale Reaktion, die durch Stress verursacht wird. Haben Sie Geduld; in wenigen Wochen erholt sie sich und wird wieder gesund. Wie schnell das geschieht, hängt allein davon ab, wie sorgfältig und richtig die Pflanze umgetopft und gepflegt wurde.

Was tun, wenn eine Orchidee nach dem Umtopfen welkt?

Ein weiteres potenzielles Problem ist, dass die Blume nach dem Umsetzen zu welken begonnen hat. Dieser negative Aspekt lässt sich auf zwei Faktoren zurückführen:

  • Die Verpflanzung der Orchidee nach Hause erfolgte mit erheblicher Verzögerung; zu diesem Zeitpunkt war der größte Teil des Wurzelsystems bereits verfault;
  • Die Pflanze stand lange in der Sonne, weshalb mehr Feuchtigkeit über die Blätter verdunstete, als über die Wurzeln zugeführt wurde;
  • Beim Umpflanzen nach dem Kauf im Geschäft oder je nach Bedarf wurde das Wurzelsystem erheblich beschädigt.

Die wichtigste Maßnahme in dieser Situation ist, die Pflanze an einen schattigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung zu stellen. Besprühen Sie die Pflanze außerdem regelmäßig mit Wasser und decken Sie den Topf mit einer Plastiktüte ab, um die Verdunstung von Feuchtigkeit zu verhindern.

Aufmerksamkeit!
Pflanzen, die während der Blütezeit Stress ausgesetzt sind, neigen eher zum Welken. Phalaenopsis-Orchideen sollten möglichst im Spätwinter oder Frühjahr umgetopft werden.

Bewässerung

Gießen Sie Ihre Orchidee frühestens 1 bis 1,5 Wochen nach dem Umtopfen. Wenn die Blütenblätter zu welken beginnen, können Sie sie leicht besprühen, achten Sie aber darauf, dass keine Feuchtigkeit in das Wurzelsystem eindringt.

Mögliche Fehler

Man kann eine Blume zwar gemäß der Schritt-für-Schritt-Anleitung korrekt umpflanzen, aber sie wird am neuen Standort keine Wurzeln schlagen und mit jedem Tag mehr und mehr welken. Das liegt daran, dass der Gärtner bei der Bodenbearbeitung einen von mehreren Fehlern begangen hat:

  1. Der Boden wurde falsch gewählt. Er muss die notwendigen organischen und mineralischen Substanzen enthalten, um ein gutes Pflanzenwachstum zu gewährleisten.
  2. Wurzelschäden. Viele Gärtner wissen nicht, ob man Orchideenwurzeln beschneiden darf. Nur beschädigte oder vertrocknete Triebe sollten entfernt werden.
  3. Der Topf wurde falsch gewählt. Er muss aus einem transparenten Material bestehen, da die Wurzeln auch am Prozess der Photosynthese beteiligt sind.
  4. Der Topf hat die falsche Größe. Bei der Wahl eines geeigneten Gefäßes sollte die Stärke des Wurzelsystems berücksichtigt werden.

Orchideen sind anspruchsvolle Pflanzen, die sorgfältige Pflege benötigen. Sie müssen alle drei Jahre umgetopft werden, da der Topf sonst zu klein wird, die Wurzeln absterben und der Topf selbst verwelkt. Dabei müssen jedoch unbedingt die Schritt-für-Schritt-Anleitung und alle Regeln befolgt werden, um die Pflanze nicht zu beschädigen.

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