Senf gilt als Gründüngungspflanze; er reichert den Boden optimal mit Nährstoffen an. Außerdem kann er bestimmte Schädlinge wie Drahtwürmer bekämpfen.
Viele Menschen säen es im Herbst aus, aber um positive Ergebnisse zu erzielen, muss man wissen, wann man es tun muss und alle notwendigen Pflegemaßnahmen für die Kulturpflanze durchführen.
Senf als Gründüngung
Diese einjährige Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler. Viele Gärtner verwenden sie als Bodenverbesserungsmittel. Sie gedeiht in nahezu jedem Boden, unabhängig vom pH-Wert. Die Samen ähneln kleinen Bohnen; sie keimen innerhalb einer Woche nach der Aussaat, und innerhalb von 30 Tagen erreicht die Pflanze eine Höhe von etwa 25 Zentimetern. Aufgrund ihres kräftigen Wachstums zählt sie zu den drei effektivsten Gründüngungspflanzen für den Herbstanbau. Das Wurzelsystem der Pflanze breitet sich schnell aus und erreicht eine beachtliche Tiefe, was zur Bodenlockerung beiträgt und die Luftdurchlässigkeit verbessert.
Sowohl die Wurzeln als auch die oberirdischen Pflanzenteile enthalten leicht verdauliche Substanzen. Aufgrund seiner Zusammensetzung kann die Pflanze als natürlicher Wurmkompost eingestuft werden. Sie wird meist zur Düngung des Substrats ausgesät. weißer SenfDie
Vor- und Nachteile der Herbstsaat
Selbst Hobbygärtner ohne Anbauerfahrung können diese Aufgabe bewältigen. Gründüngung dient hauptsächlich dazu, den Boden mit Nährstoffen wie Phosphor und Stickstoff anzureichern. Beim Ausgraben reichern die oberirdischen Pflanzenteile den Boden mit diesen Elementen an. Diese Nährstoffe werden dann von den neu gepflanzten Pflanzen in der kommenden Saison leicht aufgenommen.
Vorteile
- hohe Keimungsraten und aktives Wachstum;
- Frostresistenz, die Pflanzen vertragen Temperaturen bis zu minus fünf Grad;
- Das Saatgut bedarf keiner Vorbehandlung;
- Die Kulturpflanze schützt die Anpflanzungen vor Schnecken und verhindert das Eindringen des Colorado-Käfers;
- Wo Gründüngung angebaut wurde, wachsen Unkräuter seltener;
- Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle helfen dabei, Krankheitserreger zu zerstören, die Krautfäule und Schorf im Boden verursachen.
- Die Pflanze ist sogar in der Lage, solche Substanzen aufzunehmen, die für andere Nutzpflanzen unzugänglich sind;
- Die Aussaat von Senf vor dem Winter ist eine hervorragende vorbeugende Maßnahme gegen Erosion; wo die Gefahr von Bodenerosion besteht, wird die Kulturpflanze dicht ausgesät.
Das könnte Sie auch interessieren:Mängel
- Wenn man die Pflanzen nicht rechtzeitig mäht, blühen sie, und die Samen verbreiten sich mit Hilfe des Windes, fallen in den Boden und keimen. In Zukunft wird der Senf wie Unkraut wachsen und nur schwer wieder loszuwerden sein.
- Diese Gründüngung eignet sich nicht als Vorfrucht für Kreuzblütler (Kohl, Rüben, Radieschen);
Wie und wann man im Herbst Senf aussät, um den Boden zu verbessern
Die Aussaat erfolgt üblicherweise nach der Ernte oder kurz vor dem Winter. Das Verfahren ist recht einfach und erfordert keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten, solange die Fruchtfolge beachtet wird. Wurde auf dem Beet zuvor Kohl oder Radieschen angebaut, empfiehlt es sich, dort andere Gründüngungspflanzen auszusäen.
Frühe Aussaat
Wenn Sie Senf im Herbst anpflanzen möchten, tun Sie dies so früh wie möglich. Warten Sie doch einfach bis zur gesamten Ernte! Die Aussaat kann nach und nach erfolgen. Je früher die Pflanzen gesetzt werden, desto mehr Grün bilden sie. Und natürlich wird der Boden dadurch auch besser gedüngt.
Vor der Aussaat von Senf sollte der Boden leicht aufgelockert werden (5–10 cm tief). Anschließend die Samen anfeuchten und 2–4 cm tief in die Erde legen. In der Regel reichen 500 g Saatgut für 100 m². Sobald die Keimlinge aufgegangen sind, benötigt die Pflanze keine besondere Pflege. Ob Senf im Herbst geerntet werden muss, entscheidet jeder Gärtner selbst. Manche mähen den Senf, sobald er ausreichend gewachsen ist, und arbeiten ihn in die Erde ein. Andere säen die Samen später aus und graben die gesamte Fläche im Frühjahr um.
Späte Aussaat
Damit die Senfkeimlinge im Frühjahr keimen, sollte Senf im Herbst, vor dem Einsetzen der Kälte, ausgesät werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Keimlinge nicht bereits keimen. Mit dem Frühlingsbeginn keimt der ausgesäte Senf früh und wächst schnell, sodass er lange vor dem Auspflanzen der Setzlinge seine volle Reife erreicht.
Anschließend werden die Sämlinge gemäht, leicht antrocknen gelassen und 15 Zentimeter tief in die Erde eingepflanzt. Nach einiger Zeit können die Sämlinge an derselben Stelle ausgepflanzt werden.
Weißer Senf als Dünger und seine Pflege
Diese Senfsorte schützt das Beet vor Unkraut und reichert den Boden mit Mineralien und Spurenelementen an. Die Aussaat auf kargem, unvorbereitetem Boden führt jedoch nicht zum Erfolg. Gründüngung ersetzt nicht die Anwendung von Düngemitteln wie Humus oder Kompost. Für einen gesunden und fruchtbaren Boden ist ein umfassender Ansatz erforderlich.
Diese Pflanze ist pflegeleicht und wächst an jedem Standort, bevorzugt aber gut durchlässigen Boden. In schwerem Boden verlangsamt sich ihr Wachstum. Sie gedeiht sowohl im Halbschatten als auch in voller Sonne, sofern sie ausreichend Sonnenlicht erhält.
Bei Temperaturen über 10 Grad Celsius keimen die Sämlinge innerhalb von 3–5 Tagen. Wenn Sie Senf im Spätherbst (für den Winter) aussäen, warten Sie, bis die Temperatur unter diese Werte sinkt. Bei früher Aussaat bildet sich innerhalb eines Monats ein grüner Teppich, aus dem sich anschließend die Knospen entwickeln. Die Blüte beginnt in der Regel nach 6–7 Wochen und hält lange an. Zusätzliches Düngen ist nicht notwendig. Gießen Sie den Garten nur bei Bedarf, wenn die Erde auszutrocknen beginnt.
Wann sollte man Senf nach der Aussaat im Herbst ausgraben, und ist das überhaupt notwendig?
Agronomen sind sich uneins, ob Senf ausgegraben werden muss. Manche sehen darin keine Notwendigkeit, da er ja über den Winter seine Funktion erfüllt und im Frühjahr nur noch der Garten umgepflügt werden muss. Dies gilt jedoch nur für späte Aussaat. Wird Senf im Frühherbst ausgesät, kann er ausgegraben werden, um die Blüte zu verhindern.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Pflanzen werden 30–45 Tage nach dem Einpflanzen gemäht und anschließend in den Boden eingearbeitet. Bei ausbleibendem Niederschlag wird die gedüngte Fläche bewässert, um die Zersetzung der organischen Substanz zu fördern. Regenwürmer und andere Mikroorganismen sind an diesem Prozess beteiligt und kommen nur in feuchten Substraten vor.
Grabungsregeln
Wenn Sie einige Regeln befolgen, erreichen Sie das gewünschte Ergebnis:
- Agronomen empfehlen, die Pflanze vor dem Winter auszugraben, da der Boden so während der kalten Jahreszeit mit Nährstoffen angereichert werden kann.
- Die beste Methode zum Graben ist die sogenannte „Erdklumpenrotation“.
- Die gesamte Grünmasse muss in den Boden eingearbeitet werden.
- Der Boden muss feucht gehalten werden.
- Vor dem Umgraben müssen alle Unkräuter entfernt werden.
Abschluss
Das Aussäen von Samen ist einfach und unkompliziert. Es benötigt nur wenig Pflege, lediglich gelegentliches Gießen in Trockenperioden. Wichtig ist jedoch, dass Gründüngung keinen organischen Dünger ersetzt. Bei richtiger Anwendung sollte sich der Ertrag Ihrer Pflanzen bereits in der folgenden Saison erhöhen.
