Orchideen sind blühende Pflanzen, die weltweit Millionen von Hobbygärtnern erfreuen. Ihre Schönheit hat jedoch ihren Preis, denn die Pflege in Innenräumen während der Blütezeit ist recht anspruchsvoll. Bei verantwortungsvoller Pflege werden Sie von diesen exotischen Pflanzen mit ihren zarten Blüten erfreut sein. Mit der richtigen Pflege können Orchideen zweimal im Jahr blühen: im Herbst und im Frühling. Sie sind recht anspruchsvolle Pflanzen, und eine zweite Blüte ist nur möglich, wenn bestimmte Pflegehinweise befolgt werden. Sie benötigen viel Platz, eine Tatsache, die Blumenzüchtern nicht immer bewusst ist.
Notwendige Bedingungen
Die Häufigkeit der Blüte einer Pflanze hängt von den jeweiligen Pflegehinweisen ab. Hier sind einige Tipps zur Pflege von Orchideen zu Hause während der Blütezeit:
- Blühalter. Wenn die gekaufte Pflanze nicht blüht und auch keine Anzeichen einer Blüte zeigt, ist sie wahrscheinlich noch zu jung. Verschiedene Sorten blühen zwischen anderthalb und drei Jahren. Um festzustellen, ob eine Pflanze ausgewachsen ist, zählen Sie die Anzahl der Triebe. Eine ausgewachsene, blühbereite Orchidee sollte 5–8 Triebe haben. Bilden sich die Blüten früher, ist das ein Zeichen für Probleme. Denn die junge Pflanze hat möglicherweise nicht die Kraft, sich von der Blüte zu erholen, und geht ein.
- Die Orchidee darf nicht bewegt werden. Sie verträgt selbst die geringste Bewegung nicht. Sie reagiert empfindlich darauf, wenn sie in Richtung eines hellen Lichtbereichs gestellt wird. Sollten Sie die exotische Pflanze dennoch umstellen müssen, achten Sie darauf, dass dieselbe Seite wie zuvor zum Licht zeigt. Bewegen Sie die Orchidee nicht während des Gießens. Dies schadet ihr, insbesondere während der Blütezeit. Drehen Sie sie nicht.
- Wurzeln. Das Wurzelsystem einer Pflanze ist aktiv an der Photosynthese beteiligt, daher ist es wichtig, dass es ausreichend Licht erhält. Stellen Sie den Topf daher nicht unnötig um; kümmern Sie sich im Voraus um die Wurzeln. Verwenden Sie beispielsweise anstelle von Keramiktöpfen besser transparente Plastiktöpfe mit Abflusslöchern. Vermeiden Sie Töpfe mit unebenen Wänden, da die Wurzeln daran hochwachsen können. Dies kann zu Wurzelverformungen führen und der Pflanze schaden.
- Licht. Ohne ausreichend Tageslicht blühen Orchideen nicht. Daher benötigen sie in der kalten Jahreszeit, wenn das Licht knapp ist, zusätzliche Beleuchtung durch Pflanzenlampen. Diese sind wichtig, um Licht zuzuführen: Sie spenden helles Licht, ohne die Luft auszutrocknen. Bildet sich in der kalten Jahreszeit ein Blütenstiel, muss unbedingt verhindert werden, dass er aufgrund von Lichtmangel abstirbt. Ohne Pflanzenlampen kann der Blütenstiel in der dunklen Jahreszeit absterben. Ist zusätzliches Licht nicht möglich, sollte die Spitze des Blütenstiels künstlich beleuchtet werden. Wichtig ist vor allem, dass die Orchidee nicht überhitzt.
Für die Blüte einer Orchidee ist ein Temperaturunterschied von mehreren Grad zwischen Tag und Nacht erforderlich. Die Nachttemperatur muss daher 4–6 °C niedriger sein als die Tagestemperatur, damit die Pflanze blüht. Diese Bedingungen zu erreichen, ist naturgemäß schwierig. Von Ende April bis September können Orchideen jedoch ins Freie gestellt werden, wo der Temperaturunterschied natürlich ist. In der kältesten Jahreszeit, wenn Zimmerpflanzen bereits warm sein sollten, ist regelmäßiges Lüften wichtig. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da Zugluft Orchideen schädigen kann.
Es gibt jedoch Ausnahmen. Nach der Blütezeit benötigen die Pflanzen 30 Tage lang kein Wasser. In der Natur beginnt die Pflanze nach der Blüte mit der Samenbildung. Diese Samen verbreiten sich bei trockenem Wetter, nicht aber bei Regen. Daher ist es wichtig, möglichst naturnahe Bedingungen zu schaffen – so wird ein gesundes Wachstum und eine häufigere Blüte gefördert. Vor und während der Blüte sollte am intensivsten gegossen werden. Während der Ruhephase sollten exotische Pflanzen mit dichtem Laub und Pseudobulben nur mäßig (etwa alle sechs Wochen) gegossen werden.
Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, kann das Wachstum der Pflanze aufhören oder die Knospen und Blüten können austrocknen, bevor sie sich öffnen können. Um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, können Sie einen Teller mit Wasser neben den Topf stellen. Wenn die Heizung läuft, sollte die Pflanze besprüht werden. Für exotische Pflanzen ist eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 % optimal.
Phosphor-Kalium-Dünger eignen sich gut zur Düngung, da sie die Blütenknospenbildung anregen. Sie sorgen für gesunde, kräftige und üppige Blüten. Stickstoffhaltige Dünger sollten jedoch nicht übermäßig verwendet werden.
Orchideen lassen sich leicht „erschrecken“. Manchmal muss man sie stimulieren, damit sie blühen. Manchmal macht der Gärtner alles richtig, aber die Pflanze blüht einfach nicht. Das passiert, weil es ihr eigentlich gut geht. In diesem Fall steckt die Orchidee all ihre Energie in die Blattbildung. Eine Möglichkeit, sie zu stimulieren, ist ein kleiner „Schock“: weniger gießen oder die Pflanze in einen kühleren Raum stellen.
Während der Blütezeit sieht diese exotische Pflanze prächtig aus. Ihre Schönheit kann man aber nur bei richtiger Pflege vollends genießen.
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Die Blütezeit ist ein spektakulärer Moment im Leben einer Pflanze. Während dieser Zeit bildet die Orchidee je nach Sorte 7 bis 80 große, herrlich duftende Knospen. Die Blüten können in einer Vielzahl von Farben erscheinen. Bei vielen Knospen benötigt der Blütenstiel möglicherweise eine Stütze, da er sonst brechen kann. Bei richtiger Pflege blüht eine Orchidee zu Hause dreimal im Jahr. Die Blütezeit dauert mehrere Monate. Nachdem einige Knospen abgefallen sind, bilden sich neue. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden.
Die Blütezeit variiert je nach Pflanzensorte. Wichtig ist, dass nur ausgewachsene Pflanzen (mindestens 1,5 Jahre alt) Knospen bilden. Für eine üppige Blüte ist außerdem ausreichend Laub unerlässlich: Die Pflanze sollte etwa 5–6 Blätter haben, die gesund aussehen.
Eine sehr frühe Blüte ist für Orchideen gefährlich. Da die Blütenentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, kann das weitere Öffnen der Knospen für die exotische Pflanze problematisch werden und zum Absterben führen. Während der Blütezeit müssen Orchideen daher besonders sorgfältig gepflegt werden.
Ist es erlaubt, künstlich zu stimulieren?
Man sollte die Blüte einer jungen Orchidee nicht künstlich anregen, da dies ein hohes Risiko birgt, dass die Pflanze abstirbt. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Blüte zu fördern, vorausgesetzt, die Orchidee ist gesund und wird gut gepflegt. Zu den Stimulationsmethoden gehören:
- Schaffen Sie einen Temperaturgradienten, indem Sie die Pflanze nachts an einen kühlen und morgens an einen wärmeren Ort stellen. Blütenstängel bilden sich oft nach einer Stresssituation.
- Nehmen Sie Änderungen am Bewässerungssystem vor.
- Verwenden Sie zusätzliche Formulierungen wie „Blüte“, „Knospe“, „Fruchtknoten“.
Erfahrene Gärtner nutzen heiße Duschen, um die Blüte anzuregen. Dazu wird die Pflanze unter fließendem Wasser mit 40–45 °C abgespült. Zwei bis drei kurze Duschen von jeweils 10 Sekunden, gefolgt von 15–20 Minuten Pause, helfen fast immer, diese auffällige exotische Pflanze wiederzubeleben. Bei Gefahr versucht die Pflanze, sich durch das Austreiben von Blütenstängeln zu vermehren. Diese Methode ist gefährlich und wird nur in extremen Fällen angewendet.
Besonderheiten der Pflege während der Blütezeit
In den Blattachseln, zwischen den Blättern, am Stängel der Orchidee befinden sich ruhende Knospen. Unter natürlichen Bedingungen (bei richtiger Pflege) können sich diese Knospen zu Blütenstielen entwickeln oder Seitentriebe bilden. Unerfahrene Gärtner verwechseln Blütenstiele manchmal mit Luftwurzeln. Wichtig ist, dass ein Blütenstiel immer aus einem Vegetationspunkt wächst. Der Blütenstiel kann sich anfangs leicht krümmen, streckt sich später aber recht hoch. An der Spitze des Stiels bilden sich Zwiebeln, die sich später zu prächtigen Knospen öffnen.
Orchideen sind anspruchsvolle Pflanzen. Sie benötigen sorgfältige Pflege und das Wissen, was zu tun ist, um ihre Blütezeit zu verlängern. Pflegehinweise umfassen:
- Pflege vor der Blüte. Während der Ruhephase vor der Blüte benötigt die Orchidee regelmäßiges Gießen, optimale Licht-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen sowie Düngung. Nach dem Umtopfen sollte sie sofort gegossen werden. Kochen Sie das Gießwasser ab und geben Sie Kalium oder Magnesium als Dünger hinzu. Stellen Sie den Topf am besten für eine halbe Stunde in die vorbereitete Lösung. Gießen Sie anschließend nach Bedarf, sobald die Erde vollständig ausgetrocknet ist.
- Während der Blütezeit. Sobald die Orchidee aufgeblüht ist, bis sich die Knospen öffnen, ist es wichtig, sie gut zu gießen und die Luftwurzeln mit warmem Wasser zu besprühen. Wassermangel kann zum Austrocknen des Blütenstiels führen. Die Luft um die blühende Pflanze sollte befeuchtet und gereinigt werden; lüften Sie den Raum daher regelmäßig, aber vermeiden Sie Zugluft. Reduzieren Sie das Gießen, sobald sich die Knospen öffnen.
- Pflege nach der Blüte. Nachdem die Blütezeit vorbei ist, sollten die alten Blütenstängel zurückgeschnitten werden, damit neue Blüten nachwachsen können. Lassen Sie sich dabei Zeit; die Stängel müssen vollständig abtrocknen, da die Orchidee sonst erkranken kann. Orchideen benötigen etwas Zeit, um sich zu erholen und erneut zu blühen. Daher ist es wichtig, die Pflanze nach der Blüte zu düngen. Dies stärkt sie und lässt sie schneller wieder kräftig wachsen.
Zwischen den Blütezeiten sollte die Blume wie gewohnt gepflegt werden.
Die beste Methode, die Blütezeit von Orchideen zu verlängern, ist die richtige Pflege. Jede Störung kann zum Absterben der Orchidee oder zum Ausbleiben der Blüte führen. Faktoren, die den Blühprozess beeinflussen können, sind unter anderem:
- Unterschiedliche Temperaturwerte im Laufe des Tages und der Nacht.
- Dauer der Tageslichtstunden, d. h. deren Verlängerung, falls erforderlich.
- Einhaltung der Pflegemaßnahmen.
Sie können den Blühprozess von der Knospenbildung bis zur vollständigen Entfaltung der letzten Blüte steuern. Orchideen benötigen besondere Pflege; Geduld und Aufmerksamkeit ermöglichen es der Pflanze, zu wachsen und zu blühen.
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Orchideen sind sehr empfindliche Pflanzen (besonders während der Blütezeit), und selbst bei optimaler Pflege können leider Probleme auftreten. Die Hauptprobleme sind:
- Die Knospen welken – der Grund dafür könnte in einer zu niedrigen Lufttemperatur oder darin liegen, dass die Pflanze an einen anderen Standort versetzt wurde.
- Auf den Blüten haben sich dunkle Flecken gebildet – dies ist auf zu viel Wasser beim Gießen zurückzuführen; Wasser sollte nur die Blätter benetzen.
- Braunfäule – tritt auf, wenn Pflanzen zu viel gegossen werden. Um die Pflanze zu retten, ist sofortiges Handeln erforderlich – alle befallenen Stellen abschneiden und mit Holzkohle behandeln.
- Grauschimmel ist ein Pilz; die gesamte Pflanze muss sofort mit einem Fungizid behandelt werden.
- Bei Insektenbefall, insbesondere bei Schildläusen, Spinnmilben und Wollläusen, ist eine Behandlung mit Actellic oder Fitoverm erforderlich.
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Die Missachtung der Bedingungen liegt vor, wenn die erforderlichen Wachstumsbedingungen für die Blume nicht geschaffen werden. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:
- Bewässerung.
- Fütterung.
- Feuchtigkeitsgehalt.
- Beleuchtung.
- Temperaturen.
- Standorte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Pflege einer blühenden Orchidee anspruchsvoll ist. Wird sie nicht richtig bewirtschaftet, kann dies sogar zum Absterben der Blüte führen. Im schlimmsten Fall blüht die Orchidee gar nicht. Die Pflege einer so exotischen Pflanze kann jedoch eine wahre Freude sein.

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