Was ist ein Weihnachtsstern und wie kann man diese weihnachtliche Sternblume zu Hause anbauen?

Blumen

Der Weihnachtsstern ist eine seltene und etwas anspruchsvolle Zimmerpflanze. Seinen Namen verdankt er dem Zeitpunkt seiner Blüte: Im Januar, mitten im Winter, erscheinen leuchtend farbige Blütenköpfe aus dem dichten Laub. Der Anblick der Pflanze zu dieser Zeit ist einfach atemberaubend. Blütenstängel bilden sich nicht immer, sondern nur bei optimaler Pflege. Vor dem Kauf ist es wichtig, sich über die Wachstumsbedingungen zu informieren und sicherzustellen, dass die Gegebenheiten in Ihrer Wohnung Ihren Bedürfnissen entsprechen.

Beschreibung des Weihnachtssterns

Der Weihnachtsstern (Poinsettia) ist eine wunderschöne Blühpflanze aus der Gattung Euphorbia (Familie Euphorbiaceae). Weitere Namen für die Blume sind Stern von Bethlehem, Prachtstern (Poinsettia splendid), Euphorbia pulcherrima und Weihnachtsstern. Einige dieser Namen sind gebräuchlich und leiten sich von den Besonderheiten des Wachstumszyklus der Pflanze ab. Sie blüht in der Vorweihnachtszeit.

In freier Natur ist der Weihnachtsstern in den Bergregionen Südmexikos und Guatemalas weit verbreitet. Er gedeiht in den feuchten Tropen Südamerikas. Helles Licht ist nicht notwendig; im Gegenteil, es kann ihm schaden und zu Blattverbrennungen führen. Nur wenige Sorten sind in freier Natur heimisch: rote, gelbe und weiße Weihnachtssterne. Die übrigen Sorten wurden von Züchtern entwickelt und sind für die Zimmerkultur bestimmt.

Laut Beschreibung ist der Weihnachtsstern eine mehrjährige, sehr dekorative Pflanze. In der Natur wächst er zu einem ausgewachsenen Strauch heran, der 1,5 bis 3 Meter hoch wird. Die Blätter sind dunkelgrün, keilförmig, zugespitzt, gelappt und entweder kahl oder behaart. Die Blüten sind klein, gelb und unscheinbar. Wertvoll sind die Hochblätter, die einem durchscheinenden Blatt Papier ähneln. Die volle Pracht der Pflanze entfaltet sich von Dezember bis Februar.

Notiz!
Der Brauch, diese Pflanze in der Weihnachtszeit zu kaufen, stammt ursprünglich aus Amerika. Im Laufe der Jahre verbreitete er sich nach Europa. Dort werden Weihnachtssterne noch immer nur einmalig gekauft und nach der Blüte weggeworfen. Das ist sinnlos: Bei richtiger Pflege erfreuen sie ihren Besitzer Jahr für Jahr mit ihrer Schönheit.

Grundlegende Empfehlungen für den Anbau

Bei richtiger Pflege erfreut diese Pflanze ihren Besitzer von Spätherbst bis Anfang März mit üppiger Blütenpracht. Beachten Sie beim Anpflanzen, dass die Pflanze schnell wächst und pro Vegetationsperiode 30–40 cm zulegt. Um die Poinsettie optimal zu pflegen, ist daher regelmäßiges Zurückschneiden erforderlich. Die Pflege ist mittelschwer, Gärtner sollten sich jedoch mit den empfohlenen Pflegehinweisen vertraut machen.

Temperatur

Der Weihnachtsstern reagiert besonders empfindlich auf diesen Parameter: Er verträgt weder Kälte noch Hitze. Während der Wachstums- und Blütezeit sollten die Temperaturen 20–21 °C erreichen. In der Ruhephase sollte die Temperatur künstlich auf 14–16 °C gesenkt werden. Der Weihnachtsstern ist zugempfindlich und sollte daher nicht in der Nähe von kalten Fensterscheiben oder offenen Lüftungsöffnungen stehen. Zu starke Kälte führt sofort zum Abfallen der Blätter, und die Stängel werden kahl.

Luftfeuchtigkeit und Bewässerung

Gießen Sie die Pflanze mäßig und lassen Sie die Erde zwischendurch antrocknen, da sonst die Wurzeln faulen. Während der Wachstumsphase befeuchten Sie die oberste Erdschicht, sobald sie 1,5–3 cm tief angetrocknet ist. Je nach Raumtemperatur sollten Sie alle 2–4 Tage gießen. Verwenden Sie am besten abgestandenes, warmes Wasser.

An heißen Sommertagen und im Winter, nachdem die Heizung eingeschaltet wurde, benötigt die Pflanze Besprühen. Diese tropische Pflanze verträgt trockene Luft nicht gut, und ihre Blattspitzen können austrocknen.

Das Besprühen der Pflanze während der Blütezeit ist schwierig, da das Wasser nicht mit den Blättern in Berührung kommen darf. Ein spezieller Luftbefeuchter ist da deutlich praktischer. Falls Sie keinen haben, helfen auch einfache Methoden: Stellen Sie den Topf einfach auf ein Tablett mit angefeuchteter Blähtonerde oder decken Sie die Heizelemente mit einem feuchten Tuch ab. Alternativ können Sie auch ein Gefäß mit Wasser neben den Weihnachtsstern stellen.

Beleuchtung

Die Pflanze benötigt viel Licht, sonst blüht sie nicht. Das Licht sollte indirekt sein; direkte Sonneneinstrahlung schadet der Blüte. Am besten stellt man den Topf auf eine nach Westen oder Osten ausgerichtete Fensterbank. Im Süden ist zusätzlicher Schatten notwendig. Die Pflanze gedeiht auch gut unter künstlichem Licht, das 12–16 Stunden täglich eingeschaltet ist.

Weihnachtssternbeleuchtung
Aufmerksamkeit!
Um die Knospenbildung anzuregen, sollte die Tageslichtdauer reduziert werden. Stellen Sie den Topf dazu für 12 Stunden an einen dunklen Ort.

Topdressing

Die Pflege einer Weihnachtssternpflanze zu Hause erfordert die regelmäßige Zugabe von Mikronährstoffen. Das Pflanzsubstrat verbraucht sich mit der Zeit und liefert dann nicht mehr genügend Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Während der Wachstumsphase sollte alle 10–14 Tage flüssiger Mineraldünger gegeben werden. Kristalon, das bei jedem Gießen verwendet werden kann, hat sich bewährt. Auch Kakteendünger ist geeignet. In der Ruhephase benötigt die Pflanze keine zusätzliche Düngung.

Überweisen

Wählen Sie für das Wachstum der Pflanze einen Topf, der einige Zentimeter größer im Durchmesser ist als der vorherige. Lassen Sie nach dem Umtopfen an jeder Seite 2–2,5 cm Erde frei; füllen Sie diesen Zwischenraum anschließend mit Erde auf. Ein zu großer, tiefer oder breiter Topf führt zu Staunässe. Überwässerung kann zum Absterben der Pflanze führen.

Weihnachtsstern-Umpflanzung

Für den Anbau dieser Pflanze benötigen Sie leicht sauren, nährstoffreichen Boden. Am besten verwenden Sie eine spezielle, selbst hergestellte Mischung aus folgenden Zutaten:

  • Rasenerde – 3 Teile;
  • Laubmischung – 2 Teile;
  • Torf – 1 Teil;
  • Sand – 1 Teil.

Um den Boden mit Mineralien anzureichern und seinen Nährwert zu erhöhen, verwenden Sie Kompost. Vermiculit oder Perlit werden hinzugefügt, um die Luftdurchlässigkeit zu verbessern und den Wasserabfluss zu regulieren. Pflanzen, die Sie im Geschäft während der Blütezeit gekauft haben, sollten erst nach der Blüte umgetopft werden. Berühren Sie die Pflanze nur dann unmittelbar nach dem Kauf, wenn Sie eine Beschädigung des Wurzelsystems vermuten.

Bitte beachten Sie!
 Vor Weihnachten findet man in Geschäften häufig mit Glitzer überzogene Weihnachtssterne. Diese Art von Dekoration sollte direkt nach dem Kauf abgewaschen werden, da sie die Luftzirkulation behindert.

Die Erde einer ausgewachsenen Zimmerpflanze wird im zeitigen Frühjahr gewechselt. Alte Erde sollte vorsichtig entfernt werden, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Beim Umtopfen wird der gesamte Wurzelbereich untersucht. Faule Stellen werden mit einem sterilen Instrument entfernt und die Schnittstellen mit Holzkohle bestreut. Die Pflanze wird in frische Erde gesetzt, wobei darauf geachtet werden muss, diese nicht zu verdichten. Falls sich die Erde nach dem Gießen setzt, kann sie bis zum Topfrand aufgefüllt werden. Um die Erholung zu beschleunigen, wird der Weihnachtsstern direkt nach dem Gießen mit Wachstumsstimulanzien und Adaptogenen besprüht. In der ersten Woche kann er in einem Plastikbeutel, der als kleines Gewächshaus dient, gehalten werden.

Trimmen

Der Formschnitt ist bei der Zimmerkultur von Weihnachtssternen jährlich erforderlich. Wird er vernachlässigt, wächst die Pflanze in die Länge und verliert bis zur nächsten Saison an Attraktivität. Der Schnitt sollte direkt nach der Blüte erfolgen. Die Zweige sollten nach dem Schnitt nicht länger als 15 cm sein. Wichtig ist, dass die Pflanze nur an jungen Trieben blüht.

Pflege während der Ruhephase

Anders als viele Zimmerpflanzen fallen Weihnachtssterne im frühen Frühling in eine Ruhephase, wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Unmittelbar nach der Blüte verfärben sich Blätter und Hochblätter gelb: Dies signalisiert, dass es Zeit ist, diese schöne Wolfsmilch an einen kühleren Standort zu stellen. Düngen wird eingestellt, das Gießen reduziert und die Erde vollständig austrocknen gelassen.

Die Ruhephase dauert drei Monate. Die Pflanze treibt Ende Mai aus. Der Weihnachtsstern wird an seinen endgültigen Standort zurückgebracht und wie beschrieben weiter gepflegt. Sobald die Pflanze wieder zu Kräften gekommen ist, beginnt sie zu wachsen und benötigt daher Nährstoffe. Düngen sollte frühestens einen Monat nach dem Austrieb erfolgen.

Wie man die Blüte auslöst

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Es ist zwar eine Herausforderung, die wunderschöne Seidenpflanze zum Blühen zu bringen, aber durchaus möglich, wenn man ihr die richtigen Bedingungen bietet: Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Sollten sich dennoch keine Knospen bilden, können Sie folgende Tipps ausprobieren:

  • einen radikalen Rückschnitt durchführen und nur 3-4 kräftige Triebe stehen lassen;
  • Im August werden die Tageslichtstunden des Werks auf 10 Stunden reduziert;
  • Die Bewässerung erfolgt mäßig, die Düngung mit einer Dosis von 0,5–0,25.

Die Pflanze sollte in etwa zwei bis drei Monaten blühen, wird aber in Innenräumen nicht so üppig wachsen wie eine gekaufte Pflanze. Das liegt daran, dass sich in einem Haus oder einer Wohnung keine gewächshausähnlichen Bedingungen schaffen lassen. Nach und nach erholt sich der Weihnachtsstern und passt sich seiner neuen Umgebung an.

Wie man einen Weihnachtsstern vermehrt

Weihnachtsstern lässt sich durch 10–15 cm lange Triebspitzen- und Mittelstecklinge vermehren. Triebspitzenstecklinge beschleunigen die Bewurzelung. Vermehrungsmaterial erhält man durch jährlichen Rückschnitt. Vor der Bewurzelung sollten 2–3 voll entwickelte Blätter am Stängel verbleiben.

Am besten lässt man die Wurzeln in Erde wachsen. Die Bewurzelung in Wasser ist selten, da die Stecklinge schnell faulen. Vor dem Einpflanzen sollte der Steckling 1–2 Stunden in Wasser eingeweicht werden, um den Pflanzensaft zu entfernen. Anschließend wird der Stängel in Kornevin getaucht und 2–3 cm tief in die Erde gesteckt. Der Steckling sollte nach etwa einem Monat austreiben.

Wichtig!
Im Haus sollte die Pflanze nicht im Kinderzimmer stehen. Ihr Pflanzensaft ist giftig, daher muss sie von Kindern und Haustieren ferngehalten werden.

Probleme beim Anbau

Beim Anbau von Weihnachtssternen zu Hause stoßen Gärtner häufig auf Probleme. Meist liegt dies daran, dass die empfohlene Pflege nicht eingehalten wird. Werden die Bedingungen entsprechend angepasst, erholt sich die Pflanze schnell. Häufige Probleme sind:

  1. Die Blätter fallen ab. Dies geschieht bei niedrigen Temperaturen. Verfärbt sich der Blattstiel vorher gelb, ist Staunässe möglich.
  2. Die Blätter welken und rollen sich ein. Das Wurzelsystem muss überprüft werden. Wurzelfäule durch Überwässerung ist möglich.
  3. Das Blatt verfärbt sich gelb und rollt sich ein. Die Pflanze wird bei zu hohen Temperaturen und unzureichender Luftfeuchtigkeit gehalten.
  4. Knospen und Blütenstiele fallen ab. Die Luft ist trocken; die Luftfeuchtigkeit muss erhöht werden.
  5. Das Blatt trocknet aus und runzelt sich. Dies ist die Folge einer Vergiftung durch Verbrennungsprodukte und Gase. Das Problem tritt auf, wenn der Topf in der Küche aufbewahrt wird.
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Das Risiko eines Schädlingsbefalls ist minimal, da der Milchsaft giftig ist. Einzelne Insekten können der Pflanze jedoch schaden. Die Blätter sollten regelmäßig auf Weiße Fliegen, Wollläuse und Spinnmilben untersucht werden. Bei Befall sollten systemische Insektizide eingesetzt werden. Die Pflanze sollte bis zur vollständigen Beseitigung des Schädlingsbefalls von anderen Kulturpflanzen getrennt werden.

Bei richtiger Pflege erfreut Sie der Weihnachtsstern in den tristen Wintermonaten mit üppigen, leuchtenden Blüten. Bildet die Pflanze keine Knospen, werden einige ihrer Bedürfnisse nicht erfüllt, und die Pflege sollte angepasst werden. Die Lebensdauer der Pflanze beträgt 3–5 Jahre, daher muss sie regelmäßig durch Bewurzelung von Stecklingen, die beim jährlichen Rückschnitt übrig bleiben, verjüngt werden.

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