Chimären sind der Stolz jeder Veilchensammlung. Ob einfach oder gefüllt, mit einfarbiger oder gemusterter Rosette – sie sind gleichermaßen faszinierend. Chimären ziehen unweigerlich die Blicke auf sich und erregen Bewunderung. Die Blüten sind recht selten und nicht immer im Handel erhältlich, aber wir zeigen Ihnen, wie Sie Chimären zu Hause vermehren können.
Beginnen wir mit den Feinheiten der Chimärenreproduktion.
Diese Blumen vererben ihre Sorteneigenschaften nicht über Blätter. Es gibt zwei Möglichkeiten, Nachkommen zu gewinnen: durch Seitentriebe am Hauptstamm oder durch Bewurzelung der Blütenstängel. Die erste Methode ist aufgrund ihrer hundertprozentigen Erfolgsquote vorzuziehen. Sie erfordert eine ausgewachsene Pflanze, die bereits mehrmals geblüht hat, kräftig gewachsen ist und neu bewurzelt werden muss. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir verjüngen die Pflanze und gewinnen gleichzeitig Nachkommen.
Feine Handwerkskunst
Sie benötigen also eine ausgewachsene Chimäre und ein scharfes Messer (ohne Wellenschliff). Lassen Sie unten zwei Blattreihen an der Pflanze. Ab der dritten Reihe von unten (etwa auf halber Höhe der Pflanze) zupfen Sie die Blätter in einem sauberen Kreis ab, um die Schnittlinie zu markieren. Schneiden Sie den „Kopf“ vorsichtig mit einem geraden Schnitt ab. Tupfen Sie die Schnittfläche mit einem Küchentuch trocken und stellen Sie den Kopf, nachdem Sie die unteren Blätter entfernt haben, in Wasser. Veilchen wurzeln übrigens in dunklen Gefäßen besser. Alternativ können Sie den „Kopf“ auch direkt in Erde pflanzen. Verwenden Sie dafür am besten spezielle Blumenerde, die schnelles Wurzelwachstum fördert. Die Zugabe von zerkleinertem Torfmoos und Perlit ist hilfreich. Transparente 50-Milligramm-Becher sind praktisch; diese sollten in einem luftdichten Gewächshaus aufgestellt werden.
Das Interessanteste an der Vermehrung von Chimärenveilchen
Den restlichen Teil der Pflanze stellen wir wieder an seinen Platz.

Wenn Sie eine Hintergrundbeleuchtung haben, wählen Sie den hellsten Platz im Regal. Vergessen Sie nicht, die Pflanze wie vor dem Abschneiden des Kopfes zu gießen. Sie können sie mit einem speziellen stickstoffreichen Veilchendünger düngen. Nach ein bis zwei Wochen treiben neue Triebe aus den Blattachseln aus, die nach zwei bis drei Monaten Wurzeln schlagen.

Die Seitentriebe entwickeln sich ungleichmäßig und bilden unterschiedlich schnell Blätter. Sobald die Pflanzen 4–5 Blätter haben, trennen Sie sie vorsichtig mit einem Zahnstocher von der Mutterpflanze und bewurzeln Sie sie mit einer der oben beschriebenen Methoden. Lassen Sie die kleinsten Seitentriebe in Ruhe und lassen Sie sie wachsen. Pflegen Sie die Pflanze wie gewohnt weiter. Bald wachsen an den Stellen der abgeschnittenen Seitentriebe neue Pflanzen. Wiederholen Sie diesen Vorgang drei- bis viermal.
Diejenigen Stiefsöhne, deren Blattstiele heller sind als die der anderen, werden höchstwahrscheinlich genau die Farbe der Mutterpflanze wiederholen.
Bewurzelnde Blütenstängel
Für besonders geduldige Veilchenliebhaber gibt es eine weitere Methode, Chimären mithilfe von Blütenstielen zu vermehren. Wählen Sie einen kräftigen Blütenstiel, der gerade zu blühen beginnt, und trennen Sie ihn vom Hauptstiel. Schneiden Sie ihn mit einem scharfen Messer in einem 45-Grad-Winkel durch, sodass er in zwei Hälften geteilt wird.

Wir schneiden die Blüten ab, stecken den Blütenstiel in eine vorbereitete Torftablette und stellen diese ins Gewächshaus.

Die Bildung von Seitentrieben dauert ein bis sechs Monate. Nur die Seitentriebe, die in den Internodien wachsen, entwickeln sich zu Chimären. Alle aus dem Boden wachsenden Triebe sollten entfernt werden, da sie die Sortenmerkmale nicht ausbilden.
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