Viele Hobbygärtner träumen von einer Orchidee auf der Fensterbank, die regelmäßig blüht und das Auge erfreut. Doch nicht jeder weiß, wie man die Pflanze richtig pflegt, was sich auf ihr Wachstum auswirkt. Orchideen benötigen eine besondere Pflege. Wenn Sie diese Regeln befolgen, können Sie die blühenden Knospen lange bewundern.
Eine Liste der Bedingungen, ohne die eine Orchidee nicht blüht
Damit eine Orchidee blüht, reicht gelegentliches Gießen nicht aus. Für eine normale Entwicklung benötigt sie die richtigen Bedingungen. Sind diese erfüllt, blüht die Pflanze zwei bis sechs Monate lang. Einige Orchideenarten können bei richtiger Pflege sogar ganzjährig blühen.
Die gewünschten Ergebnisse können erzielt werden, wenn Sie diese Empfehlungen befolgen:
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- Bildet die Pflanze nach dem Kauf nur langsam einen Blütenstiel, ist sie möglicherweise noch zu jung. Orchideen beginnen in der Regel im Alter von 1,5 bis 3 Jahren zu blühen. Anhand der Anzahl der Triebe lässt sich feststellen, ob die Pflanze bereit zum Blühen ist. Es sollten 5 bis 8 Triebe sein.
- Stellen Sie den Orchideentopf nur im absoluten Notfall um. Stellen Sie ihn zumindest so hin, dass er wieder mit derselben Seite wie zuvor zum Licht zeigt. Die Orchidee reagiert negativ auf Bewegungen während des Gießens und der Knospenbildung.
- Da Orchideen sowohl Blätter als auch Wurzeln zur Photosynthese nutzen, empfiehlt es sich, transparente oder lichtdurchlässige Kunststoffgefäße mit vielen Abflusslöchern zu verwenden. Diese Töpfe bieten ausreichend Licht und Belüftung für das Wurzelsystem, während der Kunststoff die Orchidee vor plötzlichen Temperaturschwankungen schützt.

Es ist zulässig, Keramiktöpfe mit mehreren Löchern zu verwenden, da die Orchidee ohne diese nicht normal wachsen kann.
Der Behälter sollte keine geriffelten Wände haben, da die Wurzeln sonst daran hochwachsen. Scharfe Kanten sind unerwünscht, um unnötige Beschädigungen des Wurzelsystems zu vermeiden.
- Ohne ausreichend Licht blüht die Orchidee nicht. Sie benötigt 10–12 Stunden Licht pro Tag. Wichtig ist dabei, dass das Licht gestreut ist. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Pflanze nicht.

Im Herbst und Winter benötigen Sie Phytolampen – Beleuchtungsgeräte, die Licht spenden, ohne die Luft auszutrocknen. Ein idealer Standort für Orchideen ist in dieser Zeit die Süd- und Südostseite des Hauses.
Erhält die Pflanze nicht ausreichend Licht, insbesondere beim Erscheinen des Blütenstiels, verlangsamt sich ihr Wachstum oder kommt ganz zum Erliegen. Nur die Spitze des Blütenstiels sollte beleuchtet werden, dabei ist darauf zu achten, dass die Orchidee nicht überhitzt.
- Eine üppige und anhaltende Blüte wird durch einen geringen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht ermöglicht. Damit sich Knospen bilden und öffnen können, muss die Temperatur nachts um mindestens 4–6 Grad sinken.

Um diesen Zustand zu erhalten, können Orchideen vom späten Frühling bis zum frühen Herbst im Freien stehen. Während des restlichen Jahres ist eine gute Belüftung wichtig. Vermeiden Sie Zugluft.
Man sollte beachten, dass die Temperaturansprüche je nach Orchideenart variieren. Phalaenopsis beispielsweise sind wärmeliebende Pflanzen und gedeihen daher im Sommer bei Temperaturen zwischen 15 und 32 Grad Celsius und im Winter zwischen 15 und 18 Grad Celsius.
- Zur richtigen Pflege gehört auch das richtige Gießen. Dies sollte erst geschehen, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist. Um festzustellen, wann die Pflanze Wasser benötigt, betrachten Sie ihre Wurzeln. Sind diese grün, ist die Pflanze ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Ein hellgrauer Schimmer deutet darauf hin, dass die Pflanze Wasser braucht.

Nach der Blütezeit müssen Sie etwa einen Monat lang weniger häufig gießen.
Es ist wichtig, der Orchidee ein möglichst natürliches Wachstumsumfeld zu bieten, da sie nur so regelmäßig Blütenstängel bildet. Sobald die Blütezeit beginnt, sollte sie bis zum Ende der Blütezeit intensiv gegossen werden. Nach Eintritt in die Ruhephase gießt man die Pflanze alle 10–12 Tage.
Es gibt zwei Möglichkeiten zu gießen: entweder mit einer Gießkanne oder mit einem Behälter, der mit warmem Wasser gefüllt ist und in den der Orchideentopf 10 Minuten lang gestellt wird.
- Die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls wichtig. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit (unter 60 %) kann dazu führen, dass Orchideen ihr Wachstum einstellen oder ihre Blüten und Knospen vorzeitig austrocknen. Dem kann man vorbeugen, indem man eine kleine Schale mit Wasser neben die Pflanze stellt. Wenn die Heizung eingeschaltet wird und die Luft zu trocken wird, sollte man die Orchidee besprühen.
- Besonderes Augenmerk sollte auf die Wahl des Düngers gelegt werden. Am besten eignen sich solche mit Phosphor und Kalium. Sie fördern die Blütenknospenbildung und sorgen so für gesunde und kräftige Blüten. Stickstoffhaltige Dünger sollten vermieden werden, da sie das Erscheinen der Blütenstängel verzögern.
- Erfahrene Gärtner wissen, dass Orchideen selbst bei sorgfältiger Pflege manchmal lange Zeit keinen Blütenstiel bilden. In diesem Fall schadet etwas Stress der Pflanze nicht. Wenn eine Orchidee trotz optimaler Pflege nicht blüht, fühlt sie sich wahrscheinlich zu wohl. Ihre gesamte Energie fließt dann in die Blattbildung.

Um die Entwicklung der Pflanze in die richtige Richtung zu lenken, wird die Wassermenge reduziert oder der Topf an einen anderen Ort mit niedrigerer Temperatur gestellt.
Besonderheiten der Pflege während der Ruhephase
Nach der Blütezeit tritt die Orchidee in eine Phase der Energiespeicherung ein. Diese Energie benötigt sie, um zu einem bestimmten Zeitpunkt erneut zu blühen. Daher wird Folgendes bereitgestellt:
- rechtzeitiges Gießen;
- hohe Luftfeuchtigkeit;
- gute Beleuchtung;
- regelmäßige Durchführung von Präventivmaßnahmen zum Schutz der Pflanzen vor verschiedenen Krankheiten.
Die Düngung erfolgt seltener als üblich, und es werden geringere Düngemittelmengen verwendet.
Die Ruhephase ist der ideale Zeitpunkt, um eine Orchidee umzutopfen. Man erkennt es daran, dass die Wurzeln aus den Abzugslöchern herausragen oder die Erde nach dem Gießen zu schnell austrocknet. Normalerweise sollte man die Orchidee alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Häufigeres Umtopfen ist nicht nötig.
Kann man Orchideen für Blumensträuße schneiden?
Orchideen sehen, wie andere Blütenpflanzen auch, in einem Blumenstrauß wunderschön aus. Schnittblumen behalten ihre ursprüngliche Schönheit jedoch nicht immer lange. Manche Orchideenarten halten sich bis zu einem Monat in der Vase, während andere schon nach ein bis zwei Stunden verwelken.

Zu den Vertretern der ersten Gruppe gehören:
- Paphiopedilums;
- Cymbidien;
- Phalaenopsis.
Beim Kauf eines Orchideenstraußes sollten Sie die Blütenblätter und Kelchblätter genau betrachten. Sind sie fest und sehen sie wachsartig aus, können Sie die Blumen bedenkenlos mit nach Hause nehmen. Sie werden Ihnen lange Freude an ihrer Schönheit bereiten.
Pflege eines Orchideenstraußes
Es genügt nicht, einfach einen schönen Blumenstrauß zu kaufen und ihn in eine Vase zu stellen. Damit die Blumen möglichst lange halten, müssen Sie bestimmte Regeln beachten:
- Gekaufte Blumensträuße müssen gekürzt werden. Die Stiele werden in einem 45-Grad-Winkel angeschnitten. Am besten macht man das alle zwei bis drei Tage unter fließendem Wasser, sonst welken die Blumen schnell.
- Leitungswasser ist für so empfindliche Blumen nicht geeignet. Nur weiches, sauberes Wasser, wie gefiltertes oder abgekochtes Wasser, ist geeignet. Bei Bedarf kann auch frisches Wasser in die Vase gegeben werden.
- Orchideen reagieren sehr empfindlich auf extreme Temperaturen, egal ob sie als Schnittblumen gehalten werden oder in einem Topf auf der Fensterbank stehen. Es ist außerdem wichtig, Orchideen vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
Die Pflege von Orchideen ist gar nicht so schwierig, wie es scheint. Wenn Sie die obigen Empfehlungen genau befolgen, wird die Pflanze regelmäßig blühen und für eine angenehmere Atmosphäre in Ihrem Zuhause sorgen.

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