Ein üppig blühender Frühlingsgarten kann im Herbst mit einer mageren Ernte enttäuschen. Das liegt daran, dass die meisten Gartenpflanzen sich nicht selbst bestäuben können. Sie benötigen Helfer. Das Anlocken von Hautflüglern in den Garten ist eine hervorragende Lösung.
Die besten Bestäuber im Garten: Hummeln
Diese pelzigen Insekten sind unübertroffen in der Pflanzenbestäubung. Ihre langen Rüssel dringen in Teile des Blütenstiels ein, die für andere Insekten völlig unzugänglich sind. Verglichen mit der fleißigen Biene ist die Hummel ein wahrer Workaholic: Sie bestäubt fünfmal so viele Pflanzen und arbeitet dabei 18 Stunden am Tag. Hummeln sind auch bei kühlem, regnerischem Wetter aktiv.
Diese pelzigen Arbeiterinnen leben in Familien von 100 bis 200 Individuen. Sie pflanzen sich im Sommer fort. Im Herbst stirbt das Hummelvolk ab und hinterlässt einige junge, befruchtete Weibchen, die den Winter überdauern und sich im folgenden Frühjahr fortpflanzen. Sie graben sich in die Erde ein und überwintern bis zum Frühjahr.
Das könnte Sie auch interessieren:Bombidarium: ein Haus für Hummeln
Sobald der Schnee schmilzt, erwachen die jungen Weibchen und begeben sich auf die Suche nach einem Nest. Dann können Sie die Bienenkönigin einladen, sich in Ihrem Garten anzusiedeln: Bauen Sie ein Bombidarium (vom lateinischen Wort „bombus“, was Hummel bedeutet).
Hummeln sind anspruchslos und benötigen wenig Pflege, daher ist der Bau ihres Zuhauses nicht teuer. Es kann jede beliebige Struktur sein: ein Kasten mit Deckel, ein Holzstamm mit Löchern, ein alter Blumentopf – alles hängt von der Fantasie und dem Geschmack des Hobbygärtners ab.
Das könnte Sie auch interessieren:Äußerlich ähnelt das Hummelnest einem Vogelhaus. Die optimalen Innenmaße betragen 20 x 20 x 20 cm. Es wird bis zum Dach in die Erde eingegraben. Ein Hummelrohr (ein 50 cm langes Rohr, dessen eines Ende über der Erde liegt) führt in das Nest. In der Nähe befindet sich ein 2 x 2 cm großer Eingang.
Was beim Bau eines Bombardements zu beachten ist
Das Design ist einfach herzustellen und zu bedienen. Damit es aber auch bei Ihrer lebhaften Familie ein voller Erfolg wird, müssen Sie einige Regeln beachten:
- Ein Hummelhaus kann nicht aus frischen Brettern, Sperrholz oder Baumstämmen gebaut werden – das Material muss abgelagert, trocken und frei von Fremdgerüchen sein;
- Nadelhölzer eignen sich nicht als bestes Material für ein Bombidarium, sie sind zu harzig;
- Bevor man das Haus in der Erde vergräbt, sollte man es besser in Folie einwickeln;
- Isolieren Sie die Innenseite mit Watte, synthetischer Polsterung oder Filz.
Gestreifte Bestäuber werden vom Geruch von Nagetieren angelockt und siedeln sich oft in Mäuselöchern an. Legen Sie ein Stück eines Mäusenestes oder etwas Hamsterstreu hinein. Im Herbst, wenn das Nest leer ist, desinfizieren Sie es: Übergießen Sie es mit kochendem Wasser und behandeln Sie es mit einer Kaliumpermanganatlösung.
Wenn alles richtig gemacht wird, zieht ein Hummelvolk ins Haus und beginnt, es und die Umgebung aktiv zu besiedeln. In den Wachswaben wachsen Larven heran, die sich nach und nach in pelzige, summende Insekten verwandeln, die bereit zur Paarung sind. Am Ende des Sommers sterben sie – und mit dem Frühling beginnt alles von Neuem. Das Hummelhaus wimmelt dann von Leben, und die Gartenernte erfreut den Besitzer.

Ein Haus im skandinavischen Stil: Komfort und Schlichtheit in jeder Ecke
Die 15 besten Pflanzen, die man im März für die Anzucht von Setzlingen aussäen sollte – und wie
Wie Sie Ihr Gartenbeet mit eigenen Händen und Restmaterialien dekorieren können
DIY-Setzlingsetiketten