Blauer, manchmal violetter oder Hopi-Mais ist eine Getreidesorte. Sie ist nach dem indigenen Stamm benannt, der diese Sorte entwickelt hat. Mexiko gilt als Ursprungsland des Maises, und die genetische Vielfalt dieses Getreides ist hier besonders groß. Er kann nicht nur blau, sondern auch dunkelgrau bis marineblau sein. Er wird als Farbstoff für Lebensmittel und Getränke verwendet, insbesondere bei der Herstellung von Chicha Morada (einem traditionellen peruanischen Getränk).
Vorteilhafte Eigenschaften
Die blaue Farbe des Maises rührt von dem hohen Gehalt an Anthocyanen her, die der Pflanze starke antioxidative Eigenschaften verleihen. Anthocyane sind eine Gruppe von Pflanzenfarbstoffen, die Pflanzen ihre Farbe verleihen und von Rosa über Dunkelblau bis Violett reichen. Blauer Mais unterscheidet sich von herkömmlichem Mais nicht nur in der Farbe, sondern auch durch seinen um 20 % höheren Proteingehalt.
Trotz der vielen Sorten bauen die Menschen nur wenige für den Eigenbedarf an. Hopi-Mais ist eine Sorte, die in 100 bis 120 Tagen reift und eine Länge von etwa zwei Metern erreicht. Die Körner sind süß und haben ein nussiges Aroma.
Anthocyangehalt
Es handelt sich um ein wasserlösliches Pigment. Dieser Stoff ist sehr gesund für den Menschen. Blauer Mais versorgt den Körper mit einer großen Menge Anthocyanin. Er wirkt entzündungshemmend und heilend und trägt dazu bei, den Hautalterungsprozess zu verlangsamen. Er hat eine positive Wirkung auf die Blutgefäße und verlangsamt das Fortschreiten von Gefäßerkrankungen. Das Getreide enthält mehr Antioxidantien als beispielsweise Blaubeeren, daher kann dieses Produkt getrost als gesunde Wahl gelten.
Polyphenole in der Zusammensetzung
Polyphenole sind starke Antioxidantien, die in großen Mengen in Gemüse (Getreide und anderen Gemüsesorten) vorkommen. Sie können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Antioxidantien verhindern die Bildung atherosklerotischer Plaques in den Arterien, tragen zur Senkung des Blutdrucks bei und schützen vor Blutgerinnseln.
Verhindert die Entstehung von Krebs
Wissenschaftler wissen, dass bestimmte Lebensmittel Verbindungen enthalten, die vor bestimmten Krebsarten schützen können. Japanische Wissenschaftler haben entdeckt, dass ein im Mais vorkommendes Pigment die Entstehung von Darmkrebs verhindern kann. Darmkrebs zählt zu den tödlichsten Krebsarten. Der genaue Wirkmechanismus dieser Spurenelemente ist jedoch noch nicht vollständig erforscht.
Lutein in der Zusammensetzung
Der menschliche Körper kann Lutein nicht selbst herstellen, daher ist die Zufuhr direkt von der Ernährung abhängig. Lutein ist wichtig für die Augengesundheit: Es kann Farbsehstörungen reduzieren und so zu schärferem Sehen und dem Erkennen feiner Details beitragen. Der Verzehr von blauem Mais kann das Risiko für Katarakte und Makuladegeneration, eine der Hauptursachen für Erblindung, verringern.
Andere Vitamine
Blauer Mais enthält dreimal so viel Eiweiß, sechsmal so viel Kalzium, viermal so viel Zink und sechsmal so viel Eisen wie gelber Mais. Aufgrund seines hohen Vitamingehalts, insbesondere des Eisengehalts, wird er für Kinder und Schwangere empfohlen.
Der Stoffwechsel stellt hohe Anforderungen an diese Elemente.
Reines Produkt
Blaue Maiskörner sind mit Mykotoxinen in Mengen belastet, die um ein Vielfaches unter den zulässigen Grenzwerten liegen. Mykotoxine sind natürlich vorkommende Giftstoffe, die von bestimmten Schimmelpilzarten produziert werden. Sie befallen Getreide und andere Nutzpflanzen. Da die Belastungswerte um ein Vielfaches unter den zulässigen Grenzwerten liegen, kann Mais als besonders reines Produkt gelten. Er ist praktisch frei von Umwelteinflüssen und kann daher in gesundheitsfördernde Ernährungsweisen integriert werden.
Diese Getreideart ernährt die Menschheit seit Langem, doch erst jetzt, dank wissenschaftlicher Forschung, wurden die wertvollsten Sorten identifiziert. Hopi-Mais ist äußerst gesund und sollte nicht nur wegen seines ungewöhnlichen Aussehens, sondern auch aufgrund seiner Vitamine und gesundheitlichen Vorteile auf den Speiseplan aufgenommen werden.
