Nicht alle Hortensienarten benötigen einen Winterschutz. Nur Sorten, die im Herbst Blütenknospen an ihren Zweigen bilden (großblättrige Sorten), benötigen zusätzlichen Schutz. Für Gärtner in kalten Regionen ist eine zusätzliche Isolierung unerlässlich. Vorbereitung des Busches auf den Winter Dazu gehören verschiedene Arbeitsschritte wie Beschneiden und Düngen. Für einen zuverlässigen Schutz ist die Wahl der richtigen Materialien entscheidend, da der Schutz sonst unzureichend oder übermäßig ist und die Pflanzen erfrieren oder verfaulen können.
Merkmale der Überwinterung verschiedener Sorten
Diese Pflanzen findet man in Gärten in den südlichen Regionen Russlands und im zentralen Teil des Landes. Das raue Klima des Urals und Sibiriens ist für ihren Anbau ungeeignet. Dort erfriert der Strauch im Winter selbst mit Abdeckung. Die Kultivierungsmethoden für diesen schönen Blütenstrauch sind im Allgemeinen einfach, jedoch müssen einige Regeln beachtet werden. Manche Sorten müssen im Herbst abgedeckt werden, da sonst die Blütenknospen erfrieren, sich nicht bilden und die Pflanze nicht blüht. Ein starker Temperatursturz führt zum Absterben der Pflanze.
Die bekanntesten Hortensien sind die großblättrigen und Rispenhortensien. Andere Sorten sind in Russland weniger verbreitet. Die Anforderungen an die Überwinterung variieren stark zwischen den verschiedenen Sorten.
- Baumartig und rispenförmig – vertragen Frost, erholen sich schnell und beginnen im frühen Frühling zu wachsen;
- Großblättrige Hortensien sind nicht für ihre Kältetoleranz bekannt. Charakteristisch für die Pflanze ist, dass sie an älteren Zweigen blüht, die frostempfindlich sind. Um die neu gebildeten Knospen vor Frost zu schützen, sollte die Pflanze im Winter abgedeckt werden.
- Bodendecker oder Himalaya-Gras – eine winterharte Sorte, die in der Wolgaregion wächst und bei entsprechender Organisation gut organisiert ist. Hochwertiger Schutz in Sibirien und im Ural.
- Die Eichenblatt-Sorte ist anspruchsvoll und nur wenig kältetolerant. Sie eignet sich besonders für den Anbau in Südrussland und auf der Krim. Bei plötzlichen Kälteeinbrüchen und schneearmen Wintern benötigt sie Schutz.
- Petiolate ist frostbeständig und benötigt keinen zusätzlichen Schutz; wichtig ist vor allem, die Pflanze im Herbst richtig auf die Ruhephase vorzubereiten.
Rispen-, Stiel- und Baumhortensien
Strauch-, Rispen- und Stielhortensien benötigen im Winter keinen zusätzlichen Schutz. Diese Pflanzen vertragen niedrige Temperaturen gut. Charakteristisch für ihre Wachstumsperiode ist, dass die Blüte an jungen Trieben erfolgt. Daher ist ein Rückschnitt im Frühjahr, um erfrorene Stellen zu entfernen, empfehlenswert.
Die gestielte Sorte wächst an einer speziellen Rankhilfe, die im Winter nicht entfernt werden sollte. Die Rebe überwintert problemlos an der Rankhilfe, ohne zu erfrieren. Nur junge, ein- bis zweijährige Sträucher benötigen Schutz. Die Triebe können einfach auf den Boden gelegt werden. Eine zusätzliche Abdeckung ist nicht nötig, da diese ihre natürliche Frostresistenz verringert. Das mag bei jungen Reben einfach erscheinen, wird aber nach einigen Jahren arbeitsintensiv.
Großblättrige Hortensie
Rispenhortensien benötigen zusätzlichen Frostschutz. Dies hängt mit ihrem spezifischen Blühverhalten zusammen. Es ist wichtig, die Triebspitzen des Vorjahres zu erhalten; ein Rückschnitt ist unerwünscht, wenn sie frostgeschädigt sind. Verliert die Pflanze einige Zweige, blüht sie in der kommenden Saison nicht so üppig. Es gibt frostresistentere Sorten: Endles Summer Bloomster (rosa) und Endles Summer Original (blau).
Fristen für die Fertigstellung der Arbeiten
Hortensien im Garten sollten vor dem ersten Frost abgedeckt werden. Der genaue Zeitpunkt hängt von den Wetterbedingungen und dem regionalen Klima ab. Im Süden setzt die Kälte Mitte bis Ende Oktober ein, in Mitteldeutschland meist schon Ende September. Daher ist es ratsam, die Temperaturmessungen zu verfolgen. Am besten isoliert man die Pflanze frühzeitig, sobald die Temperatur unter -1 °C fällt.
Geeignete Materialien
Um großblättrige Hortensien im Garten winterfest zu machen, werden verschiedene Materialien einzeln oder in Kombination verwendet. Denn selbst ein ausgewachsener, drei bis vier Jahre alter Strauch reagiert empfindlich auf Minustemperaturen. In der Region Moskau und anderen Teilen Zentralrusslands kann der Boden bis in eine Tiefe von über einem Meter gefrieren. Hauptzweck der Abdeckung ist es, plötzliche Temperaturschwankungen zu verhindern und so einen sanften Übergang in den Winter zu gewährleisten.
Blätter
Es wird nicht empfohlen, die Pflanze nur mit Blättern abzudecken, da dies keine ausreichende Wärmedämmung bietet. Stattdessen sollte eine Schicht aus Fichtenzweigen, Vliesstoff oder Jute darübergelegt werden. Die Verwendung von Plastikfolie ist nicht ratsam, da die Pflanze bei Außentemperaturen über 2 °C (33 °F) verfault.
Laub von Obstbäumen und Sträuchern aus dem Garten eignet sich nicht als Schutz. Es verrottet im Winter und macht die notwendige Wärmedämmung wirkungslos. Außerdem können sich auf seiner Oberfläche Schädlinge und Pilzsporen befinden, die eine Gefahr für blühende Pflanzen darstellen können. Trockenes Laub von Ahorn- oder Kastanienbäumen ist besser geeignet.
Fichtenzweige
Fichtenzweige bieten Pflanzen einen guten Winterschutz, müssen aber richtig angebracht werden. Dazu entfernt man zunächst alle Blätter von den Zweigen und unter dem Strauch. Am besten deckt man die Pflanze zuerst mit Plastikfolie ab und legt dann die Zweige darauf. Alternativ kann man die Zweige direkt auf den Strauch legen und mit einer dicken Torfschicht bedecken. Man kann auch normale Bretter mittlerer Stärke anstelle von Fichtenzweigen verwenden.
Spinnvlies
Zum Schutz von Pflanzen vor Frost im Garten werden Spinnvlies und Lutrasil verwendet. Dabei handelt es sich um spezielle, atmungsaktive Folien. Die Abdeckung wird mithilfe von Trägern erstellt, an denen das Material befestigt wird. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass mehrere Materialschichten nach und nach hinzugefügt werden können. Beim ersten leichten Kälteeinbruch werden Hortensien mit einer Lage Spinnvlies abgedeckt, und je nach Bedarf werden bis zu vier Lagen zusätzliche Isolierung hinzugefügt.
Sackleinen
Hortensien lassen sich im Winter mit Jute vor Frost schützen. Es empfiehlt sich, zwei bis drei Lagen Jute zu verwenden, da diese möglicherweise nicht dick genug sind. Diese Methode ist optimal für die ersten Frostperioden. Nach stärkerem Frost sollte man die Hortensie mit einer Plastikfolie abdecken und dabei einige Löcher am Boden für die Belüftung freilassen. Im Frühjahr, wenn die Nachttemperaturen mindestens -5 °C erreichen, kann der Schutz entfernt werden.
Film
Die Verwendung von Folie zum Schutz vor Frost wird nicht empfohlen. Grund dafür ist, dass sich aufgrund unzureichender Belüftung Kondenswasser darunter bilden kann. Der Mangel an ständiger Sauerstoffzufuhr ist schädlich für die Pflanzengesundheit, insbesondere bei wärmerem Wetter im Hochwinter. Steigen die Temperaturen stark an, muss der Schutzraum ständig belüftet werden.
Schritt für Schritt eine Unterkunft organisieren
Je nach gewähltem Material variiert die Vorgehensweise beim Aufbau der Unterkunft geringfügig. Die allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung lautet wie folgt:
- Die restlichen Blätter werden von der Pflanze abgeschnitten und die Blütenstände entfernt. Die Zweige des Strauchs selbst werden so wenig wie möglich beschädigt.
- Die Triebe werden zum Boden gebogen und mit speziellen Stiften fixiert. Bei größeren Sträuchern werden sie in verschiedene Richtungen gebogen, sodass die oberirdische Masse nach rechts und links wächst.
- Der zentrale Teil der Pflanze (der Stammbereich) wird mit Torf, abgefallenen Kiefernnadeln oder Laub gemulcht. Die Mulchschicht wird 20 cm dick aufgetragen.
- Die Hortensie wird mit Torf oder Laub bedeckt. Anschließend werden Fichtenzweige oder anderes Abdeckmaterial daraufgelegt.
Wird ein leichtes Material als oberste Schicht verwendet, wird es zusätzlich am Boden befestigt und mit Ziegelsteinen oder Brettern beschwert. Diese Methode dient dem Schutz empfindlicher, großblättriger Hortensien vor Frost. Bei anderen Sorten ist dieser Schritt optional; es genügt, den Bereich um den Stamm herum zu mulchen, um das Wurzelsystem vor Frost zu schützen.
Liste der obligatorischen Herbstverfahren
Man kann eine Pflanze nicht einfach vor dem ersten Frost isolieren. Sie muss auf die Winterruhe vorbereitet werden, sonst wird ihr Wachstum in der nächsten Saison beeinträchtigt. Die im Herbst durchzuführenden Maßnahmen umfassen Folgendes:
- Herbstdüngung. Vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit wird unter jedem Strauch Dünger ausgebracht. Am besten eignen sich Präparate mit einem höheren Kalium- und Phosphorgehalt. Stickstoff wird erst im Winter ausgebracht, da er das Wachstum der grünen Pflanzenmasse anregen kann.
- Bewässerung. Die zusätzliche Bodenbefeuchtung wird Anfang September eingestellt; davor wird der Strauch großzügig gegossen.
- Der Herbstschnitt ist ein notwendiger Vorbereitungsschritt. Dabei werden die Blätter vom Hortensienstrauch entfernt und abgebrochene sowie trockene Zweige abgeschnitten.
Nachdem alle oben genannten Schritte abgeschlossen sind, muss der Boden unter der Pflanze gründlich gereinigt werden, bevor ein sicherer Unterschlupf geschaffen wird. Es ist wichtig, alle Pflanzenreste zu entfernen, da diese Krankheitserreger und Schädlinge beherbergen können, die überwintern und sich vermehren. Diese Schädlinge treten im Frühjahr wieder auf und beeinträchtigen das Wachstum der Pflanze.
Erholung nach der Überwinterung
Entfernen Sie die Abdeckung nicht sofort nach den ersten warmen Tagen. Warten Sie am besten, bis der gesamte Schnee geschmolzen ist, um Sonnenbrand zu vermeiden. Gewöhnen Sie die Pflanze nach dem Abdecken schrittweise an die Außentemperaturen, indem Sie die Abdeckung teilweise entfernen. Sobald es wärmer wird, entfernen Sie die Schutzfolie, um Fäulnis unter der Abdeckung zu verhindern.
Nach einer stetigen Erwärmungsphase, die in der Moskauer Region und in Zentralrussland Anfang Mai beginnt, kann die Schutzhülle vollständig entfernt werden. Dies sollte an einem bewölkten Tag erfolgen, um die Pflanze möglichst wenig Sonnenlicht zuzufügen. Ist der Boden unter dem Strauch trocken, kann er mit warmem Wasser, dem Zitronensäure beigemischt wurde, gegossen werden. Anschließend wird der Strauch kontrolliert, gegebenenfalls gegen Schädlinge behandelt und abgestorbene Zweige entfernt.
In den Regionen Moskau und Leningrad ist Winterschutz für Hortensien notwendig, dies gilt jedoch nur für die großblättrigen Sorten. Andere Sorten vertragen Frost gut, gedeihen prächtig und blühen in der folgenden Saison. In Sibirien und im Ural wird vom Anpflanzen großblättriger Hortensien abgeraten. Bewohner dieser Regionen sind mit gestielten, baumartigen oder rispenförmigen Sorten mit höherer Frosttoleranz besser beraten. Allerdings vertragen auch diese Pflanzen keinen starken Frost und benötigen Schutz.

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