Sommerliche Weinpflege: So erzielen Sie eine gute Ernte

Traube

Sommerpflege für Weintrauben

Werden Weinreben nicht jährlich gepflegt, verwildern sie. Dies führt zu Ertragseinbußen: weniger Früchte und geringere Qualität. Um dies zu vermeiden, ist eine sorgfältige Pflege der Pflanze über den Sommer hinweg wichtig.

Der erste Sommer nach der Pflanzung

Nur bei sachgemäßer Anpflanzung und Pflege tragen Weintrauben eine reiche Ernte. Die Pflege des Weinbergs im ersten Jahr umfasst folgende Maßnahmen:

  • Auflockern und Mulchen;
  • Unkraut jäten;
  • Bewässerung.

Mulchen und Auflockern

Durch Mulchen und Auflockern des Bodens um den Strauch und zwischen den Reihen wird die Feuchtigkeit im Boden gehalten und das Unkrautwachstum gehemmt. Sobald die ersten Blätter an den jungen Trieben erscheinen, sollte ein Loch um diese herum ausgehoben werden, um den Stamm zu stützen.

Wichtig!

Das Auflockern erfolgt in einem Radius von 1,5 Metern um den Strauch herum. Stroh, Humus, Heu oder Sägemehl werden als Mulchmaterial verwendet.

Im Juni, wenn die Pflanze 3–4 Triebe ausgebildet hat, wählen Sie den kräftigsten aus und schneiden Sie die übrigen zurück. So stellen Sie sicher, dass die verbleibende Rebe bis zum Herbst kräftig und gut entwickelt ist.

Unkraut jäten

Im ersten Jahr ist es wichtig, die flachen Wurzeln der Pflanze vorsichtig auszugraben. Dies ist unerlässlich für die gesunde Entwicklung der tiefer liegenden Wurzeln. Bei Frost können die oberen Wurzeln erfrieren, wodurch die Trauben nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden.

Die Vorgehensweise ist wie folgt: Man muss ein 20 cm großes Loch um den Strauch herum ausheben, die oberen Wurzeln mit einer Gartenschere abschneiden und das Loch dann bis zu den ersten grünen Blättern auffüllen.

Regelmäßiges Jäten verhindert das Unkrautwachstum und sorgt für eine gute Belüftung des Bodens. Besonders wichtig ist es, Weinreben nach Regen oder Bewässerung zu jäten, da der Boden dann verkrustet ist.

 

Bewässerung

Weinstöcke sollten alle sieben Tage gegossen werden. Jeder Strauch benötigt etwa 10 Liter Wasser. Die Bewässerung sollte bis zum Beginn der Blüte fortgesetzt werden. Verschiedene Düngemittel können dem Gießwasser beigemischt werden.

Wichtig!

Wenn die Blüte beginnt oder die Ernte naht, wird die Bewässerung der Weinstöcke eingestellt.

Jährliche Sommerbetreuung

Um jedes Jahr große, qualitativ hochwertige Trauben zu erhalten, ist es wichtig, bestimmte Regeln und Empfehlungen zu befolgen. Um die Reifung der Beeren zu beschleunigen und ein kräftiges Wachstum der Reben zu fördern, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  1. Festbinden.
  2. Belag.
  3. Stiefsöhne ausgrenzen.
  4. Prägung.
  5. Fragment.
  6. Entfernung der Blütenstände.
  7. Ausdünnen der Blätter.
  8. Topping.

Festbinden

Die Pflege von Weinreben beginnt mit dem Anbinden. Dies geschieht im Juni, wenn keine Gefahr von Nachtfrösten besteht. Die Reben werden am Spalier befestigt, wodurch das Wachstum in die richtige Richtung gelenkt wird.

Belag

Das Ausgeizen sollte Ende Juni erfolgen. Dabei werden die fruchttragenden Triebe gekürzt, um sicherzustellen, dass die Trauben mehr Nährstoffe erhalten. Das Ausgeizen erfolgt an der Spitze, sobald die Rebe eine Höhe von 2,5 m erreicht hat. Wird dies nicht getan, gelangt weniger Zucker in die Trauben.

Stiefsöhne ausgrenzen

Bei diesem Verfahren werden unerwünschte Blätter von den Sträuchern entfernt. Während des Wachstums bilden sich in den Blattachseln Seitentriebe und Ausläufer, die die Fruchtbildung nicht beeinträchtigen. Daher müssen diese entfernt werden, damit die Pflanze ihre gesamte Energie in die Ernte investieren kann. Diese Maßnahme sollte den ganzen Sommer über durchgeführt werden.

Prägung

Der Rebschnitt ist notwendig, um das Triebwachstum zu reduzieren und die gesamte Energie in die Bildung der Trauben zu lenken. Dabei werden die Triebe bis zum ersten voll entwickelten Blatt, etwa ab dem 15. Blatt, zurückgeschnitten. Der Schnitt erfolgt Anfang August.

Fragment

Durch den Rückschnitt werden alte und schwache Triebe entfernt, die dem Strauch keinen Nutzen bringen, sondern nur überschüssige Energie verbrauchen. Kahle Äste werden direkt am Strauchfuß entfernt. Diese Maßnahme wird im Juli durchgeführt.

Wichtig!

Um die Pflanze nicht zu beschädigen, müssen alle Zweige, die kürzer als 20 cm sind, abgebrochen werden.

Entfernen der Blütenstände

Im Juli und Anfang August sollten Sie überschüssige Blütenköpfe entfernen. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals. So stellen Sie sicher, dass die verbleibenden Blütenköpfe große, süße Trauben hervorbringen, die weniger anfällig für Fäulnis und Platzen sind.

Blattausdünnung

Einen Monat vor der Lese ist es wichtig, die Blätter auszudünnen. Entfernen Sie zuerst die Blätter am Fuß der Rebe, dann die, die die Trauben beschatten. Dadurch wird die Belüftung im Weinberg verbessert und die Beeren erhalten mehr Sonnenlicht.

Topdressing

Die Sommerdüngung umfasst die Zugabe von Superphosphat, einer Stickstoffmischung und Kalium zum Substrat. Dies geschieht vor der Blüte. Ende Juli und Anfang August, wenn die ersten Beeren erscheinen, sollten Kalium- und Phosphordünger in den Boden eingearbeitet werden.

Um sicherzustellen, dass die Trauben ausreichend Zucker erhalten und die Reben besser reifen, werden die Sträucher im August mit einer Monokaliumphosphatlösung besprüht. Alternativ kann auch ein Aufguss aus Holzasche verwendet werden.

Pflege während der Blütezeit

Zu Beginn der Blütephase ist es wichtig, die Triebspitzen zu beschneiden. Wird dies nicht rechtzeitig getan, leidet die Erntequalität, und die Fruchtstände produzieren zwar viele Früchte, diese sind jedoch weder süß noch groß. Versäumt man dies, muss man die Triebspitzen (ab 20 cm Länge) abknipsen, was das Pflanzenwachstum beeinträchtigt.

Während der Blütezeit ist eine sachgemäße und rechtzeitige Düngung der Weinreben wichtig. Die Blattdüngung mit Holzascheaufguss fördert die Bildung voll entwickelter Trauben mit Beeren, die ausreichend Zucker enthalten. Darüber hinaus unterstützt diese Düngung die Entwicklung der Fruchtorgane und sichert so eine gute Ernte in der nächsten Saison.

Die Düngung erfolgt in Verbindung mit der Krankheitsbehandlung. Dieser Vorgang wird zweimal durchgeführt: morgens und abends.

Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

Über den Sommer hinweg ist es wichtig, die Weinreben täglich auf Pilzkrankheiten und Schädlinge zu untersuchen. Gesunde Weinblätter sind grün und frei von Belägen und rauen Stellen. Werden jedoch gelbe Blätter oder ein aschiger Belag entdeckt, muss die gesamte Rebe umgehend mit speziellen Mitteln behandelt werden. Es könnte sich um Echten Mehltau oder Mehltau handeln.

Dies sollte nur vor der Blüte der Reben erfolgen. Sträucher, die bereits Früchte tragen, werden am besten mit einer Lösung aus Natron oder Kaliumpermanganat behandelt.

Auch die Traubenbüschel müssen sorgfältig untersucht werden. Sollten faule, rissige oder schwarz verfärbte Beeren gefunden werden, muss der gesamte Büschel vom Strauch entfernt werden, da er möglicherweise befallen ist.

Abschluss

Die Pflege eines Weinbergs im ersten Sommerjahr erfordert weder viel Zeit noch besondere Fachkenntnisse. Es genügt, ihn regelmäßig zu wässern, den Boden nach jeder Bewässerung oder jedem Regen aufzulockern und die Rebzeilen von Unkraut zu befreien. Die weitere Pflege umfasst den rechtzeitigen Rebschnitt, das Zurückschneiden, das Entfernen von Seitentrieben und das Stutzen der Triebspitzen.

Beim Entfernen nicht fruchttragender Triebe empfiehlt es sich, einige Zweige am Strauch zu belassen. Im Durchschnitt kann bei drei fruchttragenden Zweigen ein nicht fruchttragender Zweig stehen bleiben.

Sommerpflege für Weintrauben
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