Orchideenarten: Sorten, Pflegehinweise (Fotos)

Orchidee

Orchideen wurden früher häufig in Gewächshäusern oder Wintergärten gehalten, sind aber heutzutage ausschließlich als Zimmerpflanzen beliebt und gedeihen prächtig in Wohnräumen. Mittlerweile gibt es eine große Vielfalt an Orchideenarten, sodass jeder die passende findet.

Es gibt verschiedene Orchideenarten, und neben den ursprünglichen Sorten existieren auch Hybriden, von denen viele in Innenräumen sogar besser gedeihen als andere Arten. Heutzutage ist diese Blume sehr leicht erhältlich, sodass man sie in jedem Fachgeschäft oder Blumenmarkt findet (ein Foto der Pflanze ist unten zu sehen). Die richtige Pflege zu Hause ist unerlässlich.

Merkmale und Beschreibung der Orchidee

Orchideen gehören zu den häufigsten Blütenpflanzen. In der Natur wachsen sie oft als mehrjährige Pflanzen, aber auch Sträucher und verholzende Kletterpflanzen sind verbreitet, wenn auch in deutlich geringerer Anzahl. Die Wuchshöhe von Orchideen kann je nach Sorte stark variieren und erreicht maximal 35 cm.

Die früher großzügigeren Bedingungen in Gewächshäusern und Treibhäusern haben dieser Pflanze etwas geschadet, doch sie hat sich schnell an die Bedingungen in Wohnungen angepasst und ist dort immer noch häufig anzutreffen. Die Blume verströmt einen angenehmen, dezenten Duft und benötigt nicht viel Wasser, was sie bei Blumenliebhabern sehr beliebt macht.

Orchideenarten

Blumen wie Orchideen werden üblicherweise nach ihrem Wurzelsystem klassifiziert. Verschiedene Orchideenarten weisen in Bezug auf dieses Merkmal unterschiedliche Eigenschaften auf.

  • Epiphytisch

Diese Art wächst typischerweise in einer bestimmten Höhe und nutzt Bäume oder Sträucher als Rankhilfe. Sie bezieht ihre Nährstoffe meist aus der Luft oder aus geringen Mengen Erde, die sich in Baumhöhlen ansammeln. Auch Äste oder runzelige Rinde dienen ihr als Nahrung.

Wichtig! Verwechseln Sie niemals eine epiphytische Orchidee mit einer Schmarotzerpflanze! Diese Art nutzt Bäume oder Sträucher niemals als Nahrungsquelle; sie benötigt sie lediglich als Stütze.

Um auf dem Baum Halt zu finden, besitzen epiphytische Orchideen sehr kräftige Stängel, die in der Regel grün mit einem leichten silbrigen Schimmer sind.

  • Lithophyten

Diese Orchideenart wächst unter raueren Bedingungen, da sie sich an harte Gesteinsbedingungen, Kalkstein, anpassen muss und oft zwischen Felsen zu finden ist.

Diese Sorte ist anspruchsvoller als die vorherige und benötigt mehr Feuchtigkeit. Dafür ist sie aber auch widerstandsfähiger, da sie von plötzlichen Temperaturschwankungen im Tagesverlauf kaum beeinträchtigt wird. Auch hohe Luftfeuchtigkeit hat keine negativen Auswirkungen.

Ihre Blüte kann durch spezielle Kultivierung in Schaukästen erreicht werden.
  • Boden

Für das erfolgreiche Wachstum dieser Orchidee sollten die Bedingungen denen anderer Zimmerpflanzen entsprechen. Orchideen gedeihen am besten in Erde; ihr Wurzelsystem besteht aus Zwiebeln. Sie erreichen in der Regel eine Höhe von maximal 50 cm. Diese Art stammt aus tropischen Ländern, wo sie buschiger wächst und sich durch größere Blüten und Sträucher auszeichnet.

  • Phalaenopsis

Diese Orchideenart gilt derzeit als die gängigste. Sie ist die am häufigsten in Blumenläden erhältliche Orchidee und wird von Markthändlern, die sie selbst züchten, empfohlen. Die Stängel dieser Pflanze sind deutlich verkürzt, und die Blätter besitzen eine Netzhaut. Diese Art kann bis zu fünf Monate lang blühen. Aufgrund ihrer optischen Ähnlichkeit wird diese Sorte auch „Motte“ oder „Schmetterling“ genannt.

Notiz! Phalaenopsis-Orchideen benötigen mehr Licht als andere Pflanzenarten. Lichtmangel kann die Blütezeit der Orchidee deutlich verkürzen.

Es gibt heute eine ganze Reihe von Phalaenopsis-Arten, die sich in vielerlei Hinsicht voneinander unterscheiden:

  • Schiller

Diese Pflanze wächst auf den Philippinen. Sie hat sehr üppige Blüten und ebenso schöne, meist herabhängende Blätter, die bis zu einem Meter lang werden können. Die Blütenstängel entfalten sich fast gleichzeitig. Das Farbspektrum reicht von Hellrosa über Lila bis Violett.

  • Amabis

Diese Sorte hat sehr dicke Blätter, die bis zu einem halben Meter lang werden können. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von bis zu einem Dezimeter. Bei optimalen Bedingungen blüht die Pflanze ganzjährig im Haus. Sie ist pflegeleicht und benötigt eine normale Luftfeuchtigkeit. Jeder Stängel trägt in der Regel bis zu zwanzig Blüten, die jeweils einen unverwechselbaren Duft verströmen.

  • Stuart

Diese Art ist pflegeleicht. Ihre verzweigten Blütenstängel bringen recht große Blüten hervor, die einen angenehmen, dezenten Duft verströmen.

Interessant! Die Rekordzahl an Blüten an einem einzelnen Blütenstiel der Stuart-Sorte beträgt 100 Blüten.

Die Blütenblätter sind typischerweise weiß mit Sprenkeln, und das Innere hat einen wunderschönen goldenen Farbton. Stuart kann das ganze Jahr über blühen.

  • Luddeman

Diese Sorte liebt Wärme und ihre Blüten sind in der Regel leuchtend gefärbt. Ein besonderes Merkmal von 'Luddeman' ist, dass sich ihre Blüten wechselständig öffnen und einen angenehmen Duft verströmen. Jeder Blütenstiel kann bis zu sieben Blüten hervorbringen.

  • Rosa

Diese Art zeichnet sich durch ihre geringe Größe aus, ihre Blüten sind jedoch üppig und anmutig. Ein einzelner Stängel trägt typischerweise etwa 15 Blüten. Der untere Teil ist rötlich-grün, der obere zartrosa.

  • Sander

Diese Blume ist eine recht seltene Sorte und verdankt ihren Namen einer passionierten Orchideenliebhaberin. Ihre Farbtöne reichen von Weiß bis zu einem zarten Rosa. Diese Orchideenart zählt zu den teuersten.

  • Pferd

Eine elegante Blume mit zartvioletten Blüten. Unter den richtigen Bedingungen blüht diese Sorte das ganze Jahr über. Die Blüten selbst sind sehr klein, nicht größer als 3 cm im Durchmesser, stehen aber dicht gedrängt am Stängel.

  • Riese

Wenn diese Sorte blüht, erfüllt ein leichter Zitrusduft die Luft. Sie ist nach ihren großen Blüten benannt, die typischerweise gelb oder grün mit Flecken und Sprenkeln sind.

Orchideenarten

Orchideen sind sehr vielfältige Pflanzen, und darunter befinden sich mehrere interessante Arten:

  1. Calypso bulbosa. Sie wächst typischerweise in kühlen, gemäßigten Klimazonen. In Russland ist sie geschützt und im Roten Buch gefährdeter Arten aufgeführt. In freier Wildbahn ist sie sehr selten anzutreffen.
  2. Vanda Blue. Dies ist die einzige Sorte mit bläulichen Blütenblättern. Sie wird recht groß und hat kräftige Wurzeln.
  3. Cymbidium eburneum. Diese Art zählt zu den beliebtesten; ihre Blüten sind typischerweise weiß mit gelblichen Flecken. Sie benötigt mehr Wasser und gemäßigte Temperaturen.
  4. Odontoglossum cordata. Diese Sorte bildet gelbe Blüten mit einer kontrastierenden violetten Lippe. Die Pflanze wird recht groß, benötigt aber mäßige Bewässerung.
  5. Habenaria radiata. Diese Art erreicht eine Höhe von 30 cm und ihre Blütenblätter sind typischerweise perlmuttweiß. Diese Sorte ist recht empfindlich und benötigt ein spezifisches Temperaturregime; sie verträgt keine Trockenheit.
  6. Das Oncidium ist eine wunderschöne Pflanze. Unter den zahlreichen Arten sticht diese besonders hervor. Sie zeichnet sich durch ihre Größe und ihre kräftigen Stängel aus, die elegante gelbe Blüten tragen. Junge Blätter des Oncidiums sind zartgrün, verfärben sich aber mit zunehmendem Alter bräunlich oder violett.

Orchideenarten für den Innenbereich

Unter den Arten, die in Innenräumen vorkommen, sind folgende besonders hervorzuheben:

  • Brassia ist eine Blume mit spitz zulaufenden, zitronengelben Blütenblättern mit braunen Flecken;
  • Kambium – eine Blüte mit einem rosafarbenen oder violetten Kelch;
  • Cattleya ist eine prächtige Blume in Weiß, Lila oder Grün.
  • Lycasta - die Blütenblätter können orange, beige oder gelb sein;
  • Miltonia – die Blume ähnelt optisch einem Stiefmütterchen;
  • Odontoglossum – panaschierte Orchideen in gemischter violett-oranger Farbe;
  • Oncidium ist eine Miniaturblume mit gelben Blütenblättern;
  • Cymbidium ist eine lilafarbene Blume;
  • Die blaue Orchidee ist eine mehrfarbige Pflanze mit gemischt blauen und weißen Blüten;
  • Vanda ist eine Blume mit violetten Blütenblättern;
  • Gelbe Orchidee – eine Hybride, die sich durch ein angenehmes Honigaroma auszeichnet;
  • Phalaenopsis mini – eine Miniaturblume mit violetten Blütenblättern;
  • Dracula ist eine Blume mit drei Blütenblättern in ruhigen Pastellfarben;
  • Bulbophyllum ist eine leuchtende, ausladende Orchidee mit einem angenehmen Duft.

Pflege einer Orchidee im Haus während der Blütezeit

Für künstliches Licht eignen sich spezielle Lampen, Orchideen bevorzugen jedoch einen sonnigen Standort. Die optimale Temperatur für diese Pflanzen liegt zwischen 14 und 170 °C. Orchideen benötigen viel Feuchtigkeit, daher sollte die Erde unter der Pflanze stets feucht sein.

Häufiges Umtopfen ist nicht nötig. Vor dem Umtopfen die Wurzeln leicht kürzen und die Pflanze in einen neuen Topf setzen. Nach dem Umtopfen sind milde Bedingungen wichtig. Die Pflanze lässt sich durch Stecklinge, Rhizome oder Ausläufer vermehren.

Orchideen beginnen nach zwei Jahren zu blühen. Regelmäßiges Düngen und Gießen sind unerlässlich.

Vor- und Nachteile von Orchideen

Zu den grundlegenden Vorteilen von Orchideen zählt ihre Vielfalt, die es Käufern ermöglicht, eine Sorte zu wählen, die in ihrer Region gut gedeiht und Temperaturschwankungen verträgt. Ein Nachteil von Orchideen ist ihre Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit.

Wie man Orchideenarten anhand ihrer Blüten erkennt

Orchideen werden üblicherweise anhand ihres Wachstums in zwei Gruppen unterteilt:

  • monopodial;
  • sympodial.

Im ersten Fall bildet sich ein Stängel, an dem Blüten wachsen. Phalaenopsis und Vanda-Orchideen sind hierfür häufig. Im zweiten Fall handelt es sich um teurere und wertvollere Sorten, da sie mehrere Triebe gleichzeitig aus den Wurzeln bilden.

Rezensionen

Die meisten Menschen, die versucht haben, Orchideen anzubauen, waren begeistert. Einige Frauen berichteten, dass sie die Triebe anderer Blumen buchstäblich wegwerfen mussten, weil diese eingegangen waren. Orchideen hingegen wurzelten schnell und blühten über einen sehr langen Zeitraum.

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