Die Tafeltraubensorte „Augustin“ lässt sich auch von Gartenneulingen anbauen. Diese anspruchslosen Pflanzen sind tolerant gegenüber widrigen Klimabedingungen und liefern selbst unter weniger günstigen Umständen reiche Ernten. Diese Eigenschaften machen sie auch bei professionellen Winzern beliebt.
Beschreibung und Merkmale der Sorte
Der industrielle Anbau der Sorte „Augustin“ ist nur in Südrussland möglich. Das gemäßigte Kontinentalklima der Region Krasnodar bietet ideale Wachstumsbedingungen. In kleinerem Umfang wird die Sorte jedoch auch in Hausgärten und Gemüsegärten im ganzen Land erfolgreich angebaut. Ihre frühe Reifezeit und gute Frostresistenz ermöglichen reiche Ernten selbst in nördlichen Regionen.
Reifezeit von "Augustin"
Die schnelle Reifung ist einer der Hauptvorteile der Sorte „Augustin“. Mit nur 115 Tagen Reifezeit zählt sie zu den ultrafrühen Sorten. Bei pünktlichem Frühlingsbeginn können die reifen Beeren bereits im August geerntet werden.
Charakteristische Merkmale des Weinbaums
Die Augustine ist eine wüchsige und kräftige, mehrjährige Kletterpflanze. Daher wird sie von Gärtnern häufig nicht nur wegen ihrer Beeren, sondern auch als Zierpflanze angepflanzt. Ihr schnelles Wachstum eignet sich hervorragend zur Begrünung von Lauben und Veranden. Die Pflanze hat eine edle rotbraune Farbe, die jedoch durch die dichte Masse dunkelgrüner Blätter kaum zu erkennen ist. Die Blätter sind schön, fast rundlich geformt und weisen drei kaum sichtbare Lappen auf. Ihre Unterseite ist leicht behaart, während die Oberseite glatt und ebenmäßig ist.
Der wüchsige Strauch treibt gut aus, die neuen Triebe wurzeln schnell, reifen gut und bilden zwei Blütenstände. Die Blüten der Sorte „Augustine“ sind zwittrig, daher trägt sie auch ohne Bestäuber Früchte. Dieser robuste Weinbaum kann problemlos eine große Anzahl von Trauben tragen. Die Sträucher beginnen bereits im zweiten Jahr nach der Pflanzung Früchte zu tragen.
Ein weiterer Vorteil dieser Sorte ist ihre ausgezeichnete Frostresistenz; die Pflanzen vertragen Fröste bis zu -25 Grad problemlos.
Beschreibung der Beeren und Zweck der Sorte
Die Beeren der Sorte Augustine wiegen durchschnittlich 6–8 Gramm und sind länglich-oval. Dies deutet auf die Größe der Früchte hin. Die Trauben wachsen in großen, kegelförmigen Trauben, die zwischen 500 Gramm und einem Kilogramm wiegen. Die Beeren sind größtenteils gleich groß und locker angeordnet, wodurch die Trauben besonders üppig wirken. Sie sind zunächst weiß und färben sich mit zunehmender Reife und Sonneneinstrahlung allmählich gelb mit einem bernsteinfarbenen Schimmer.
Die Augustin-Traube zeichnet sich durch ein harmonisches, süßes, aber nicht herbes Aroma aus, das angenehm und erfrischend wirkt. Die Schale ist recht fest, was beim Essen jedoch nicht spürbar ist. Das Fruchtfleisch ist fest und dennoch saftig und enthält 4–6 große Kerne. Eine Besonderheit dieser Sorte ist ihre Fähigkeit, Zucker in den Beeren anzureichern, der unter allen Witterungsbedingungen bis zu 20 % erreichen kann. Dies wird in sonnenarmen Regionen sehr geschätzt.
Dank ihrer dichten Struktur können die Beeren über weite Strecken transportiert werden, ohne dass sie an Geschmack oder Marktfähigkeit einbüßen. Diese Eigenschaft, kombiniert mit ihrer Frostresistenz, macht die Sorte „Augustin“ in nahezu jedem professionellen Weinbaubetrieb beliebt.
Gärtner verwenden die Beeren hauptsächlich zum Frischverzehr sowie zur Zubereitung verschiedener Beerenspezialitäten. Ein besonderes Aroma erhält man durch die Zugabe von „Augustin“-Trauben zu Kompotten. Kompotte aus reinen Trauben dieser Sorte werden ohne Zucker oder mit etwas Honig zubereitet, was das Getränk noch schmackhafter und gesünder macht. Und natürlich weiß jeder Gärtner, dass man aus Tafeltrauben ganz einfach zu Hause hervorragenden Weißwein herstellen kann.
Produktivität
Die Sorte liefert unabhängig vom Anbaugebiet sehr hohe Erträge. Die Pflanzen sind äußerst anpassungsfähig und kommen mit allen Wachstumsbedingungen zurecht, selbst mit den schwierigsten. Ein ausgewachsener Strauch trägt im Durchschnitt etwa 40 kg Beeren. Gärtner berichten jedoch, dass der Ertrag mitunter 60 kg übersteigen kann. Im kommerziellen Anbau kann ein Hektar Rebfläche etwa 130–140 Zentner marktfähige Beeren erbringen.
Vorteile der Augustin-Traube
- Die Weinreben tragen ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung Früchte.
- Die Sorte ist anspruchslos hinsichtlich Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen;
- gute Resistenz gegen niedrige Temperaturen und Pilzkrankheiten;
- große Beeren und Trauben;
- ausgezeichneter Geschmack und hervorragende kommerzielle Eigenschaften;
- frühe Reife;
- Die Trauben zeichnen sich durch einen stabilen und reichen Fruchtansatz aus.
Nachteile der Augustin-Traube
- eine wüchsige Pflanze, die jährlich in Form geschnitten und beschnitten werden muss;
- Die Beeren enthalten große Samen.

Feinheiten der Agrartechnologie
Bei Einhaltung der Pflanz- und Pflegeregeln kann der Strauch der Sorte „Augustina“ über 50 Jahre lang an einem Standort wachsen und Früchte tragen, ohne dass er neu gepflanzt werden muss.
Landeregeln
Augustine-Setzlinge können Anfang Mai oder im Herbst, einen Monat vor dem ersten Frost, gepflanzt werden. Wählen Sie für die Kletterpflanze einen sonnigen, windgeschützten Standort. Sie gedeiht am besten in der Nähe der Südwand eines Hauses oder eines anderen Gebäudes. So erhalten die Ranken den größten Teil des Tages Sonne.
Diese Rebsorte ist anspruchslos hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit und gedeiht an jedem Standort. Ausgenommen sind staunasse und salzhaltige Böden. Fruchtbarer, lockerer Boden ist ideal für Weinreben. Diese Eigenschaften lassen sich durch die Zugabe verschiedener Materialien wie Sand oder Humus erzielen.
Die Pflanzgrube wird zwei Monate vor dem Pflanzen ausgehoben. Sie sollte etwa 90 cm breit und ungefähr einen Meter tief sein. Am Boden der Grube muss eine Drainageschicht (z. B. Ziegelbruch oder Schotter) eingebracht werden. Anschließend wird das Bewässerungsrohr verlegt. Ein etwa 1,5 Meter langes Kunststoffrohr eignet sich hierfür. Ein Ende des Rohrs sollte auf der Drainageschicht aufliegen, das andere Ende sollte aus der Erde ragen.
Das Pflanzloch wird mit nährstoffreicher Erde gefüllt und lässt man es sich natürlich setzen. Anschließend werden die Reben gepflanzt. Die Setzlinge sind bereits gut durchwurzelt und mit einem großen Erdklumpen in der richtigen Tiefe gepflanzt. Achten Sie beim Pflanzen daher lediglich auf die korrekte Ausrichtung der Rebe zur Bodenoberfläche.
Der letzte Schritt beim Pflanzen besteht darin, den Boden zu verdichten und den Sämling zu wässern (1 Eimer Wasser).
Weinbergspflege
Im ersten Pflanzjahr werden die Reben oberflächlich bewässert, indem der Bereich um den Stamm herum besprüht wird. Pro Rebe wird ein Eimer Wasser verwendet. Das Wasser sollte warm und abgestanden sein. Ab dem zweiten Jahr werden die Reben über ein installiertes Bewässerungsrohr bewässert. Diese Bewässerungsmethode drückt das Wurzelsystem der Rebe tiefer in den Boden und schützt die Pflanze so vor Frost. Die Wassermenge wird auf zwei Eimer erhöht, die in mehreren Gaben verabreicht werden.
Düngen ist ein wichtiger und notwendiger Vorgang. Eine kräftige Pflanze nimmt schnell alle Nährstoffe aus dem Boden auf und leidet ohne zusätzliche Düngung unter Mikronährstoffmangel. Die Beeren werden zunächst kleiner, und im schlimmsten Fall kann der Fruchtansatz ganz ausbleiben. Zudem ist eine unterernährte Pflanze anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall. Die Düngung des Bodens im Weinberg beginnt im dritten Jahr nach der Pflanzung. Experten empfehlen folgenden Düngeplan:
- Im frühen Frühling (Anfang April) werden die Sträucher mit einer Superphosphatlösung oder einer Suspension bewässert;
- Vor der Blüte werden Substanzen verwendet, die denen der ersten Düngung ähneln;
- Nach der Blüte Ammoniumnitrat in trockener oder flüssiger Form zugeben;
- In den Herbstmonaten (nach der Lese) werden die Trauben mit einem komplexen Mineraldünger gedüngt.
Buschformation
Die Erziehung des Strauchs 'Augustina' sollte im zweiten Jahr nach der Pflanzung beginnen. Im Hochsommer werden die Triebe so zurückgeschnitten, dass an jedem Trieb 5–6 Blätter verbleiben. Anschließend wählt jeder Gärtner je nach Vorliebe und Klima die passende Erziehungsform. Mögliche Formen sind Fächer-, Hochstamm- oder Laubenform. Da diese Sorte viele Fruchtstände bildet, sollte für eine gute Ernte nicht mehr als ein Fruchtstand pro Trieb stehen bleiben.
Krankheitsvorbeugung und Schädlingsbekämpfung
Die Rebsorte Augustin ist gut resistent gegen Pilzkrankheiten. Dennoch ist sie anfällig für Krankheiten wie Echten und Falschen Mehltau. Daher ist eine sorgfältige Pflege des Weinbergs und die regelmäßige Kontrolle des Zustands der Reben unerlässlich. Zur Vorbeugung dieser Krankheiten sollten die Pflanzen im zeitigen Frühjahr mit einer Schwefellösung oder Bordeauxbrühe behandelt werden.
Ernte
'Augustin' ist eine Tafeltraubensorte, die selektiv geerntet wird, indem die einzelnen Trauben nach und nach gepflückt werden, sobald sie reif sind. Die Trauben werden bei trockenem, klarem Wetter mit einer scharfen Gartenschere geschnitten. Frische Trauben dieser Sorte können bis zu zwei Wochen gelagert werden. Dazu legt man sie in mit Küchenpapier ausgelegte Holzkisten und lagert sie an einem kühlen Ort.
Vorbereitung auf den Winter
Die Vorbereitung auf den Winter hängt vom jeweiligen Weinbaugebiet ab. In südlichen Regionen, wo starker Frost selten ist, müssen die Reben nicht abgedeckt werden. In Gebieten mit strengen Wintern und wenig Schnee hingegen ist eine Abdeckung notwendig. Dazu werden alle Triebe von ihren Stützen entfernt und vorsichtig zum Boden gebogen. Über die liegenden Reben können Bögen gespannt und mit einem dicken Vlies abgedeckt werden. Alternativ können die Reben auch einfach mit Erde bedeckt werden. Wichtig ist dabei, die Erde am Pflanzort nicht abzutragen, um die Wurzeln nicht freizulegen. Sobald der erste Schnee fällt, kann eine künstliche Schneewehe auf den abgedeckten Reben aufgeschüttet werden.
Viele Hobbygärtner glauben, der Anbau von Weintrauben im eigenen Garten sei schwierig, wenn nicht gar unmöglich, da die Pflanze als launisch gilt. Die Sorte „Augustin“ widerlegt diesen Mythos eindrucksvoll. Pflegeleicht, kälteresistent und krankheitsresistent, belohnt sie selbst unerfahrene Gärtner mit einer reichen Ernte.
Rezensionen
Albina, Yarovoe
Ich habe die Rebsorte „Augustin“ von einem lokalen Winzer gekauft. Der Setzling war zwei Jahre alt und schon recht gut entwickelt. Ich habe ihn im Frühjahr gepflanzt, und der Strauch wuchs im ersten Jahr nur mäßig. Doch im zweiten Jahr trieben die Triebe schon früh im Frühjahr kräftig aus, und jede Rebe trug eine einzelne Traube. Die Beeren waren Mitte August reif. Der Geschmack war absolut zufriedenstellend. Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, im zweiten Jahr nach der Pflanzung bei unseren Wetterbedingungen so problemlos Trauben ernten zu können.
Natalia, Region Moskau
Eine hervorragende, ertragreiche Sorte. Sie wächst seit etwa sechs Jahren auf unserer Datscha. Der Strauch ist mittlerweile sehr groß. Wir haben ein sechsstufiges Holzspalier dafür gebaut. Im Herbst biegen wir die Triebe bis zum Boden und bedecken sie gut mit Fichtenzweigen. Im Frühjahr richten wir sie wieder auf und binden sie fächerförmig an eine Stütze. Die Trauben sind sehr groß und wiegen 600–700 Gramm, manchmal auch mehr. Die Beeren sind groß, fleischig, kernhaltig, aber sehr süß und saftig. Besonders gefällt mir, dass sie keinen Muskatgeschmack haben.


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