Selbst unter den rauen Bedingungen der sibirischen und altaiischen Regionen züchten Hobbywinzer saftige und süße Trauben. Eine frostresistente Sorte ist die Sorte „Pamyati Dombkovskaya“. Selbst im kurzen Sommer des Nordens gelingt es ihr, zu wachsen und eine gute Ernte zu liefern.
Merkmale der Sorte
Die Sorte „Pamyati Dombkovskaya“ wurde 1993 von dem renommierten Züchter Fjodor Schatilow gezüchtet. Ursprünglich trug sie die technische Bezeichnung ChBZ (schwarze kernlose winterharte Sorte), erhielt aber später ihren heutigen Namen.
Die Hybridrebe stammt von den selektiv gezüchteten Sorten „Zarya Severa“ und „Kishmish Unique“ ab. Von diesen Sorten erbten die Trauben Frostresistenz und den charakteristischen Geschmack ihrer kernlosen Beeren. Ein besonderes Merkmal der Sorte ist ihr schnelles Wachstum.
Im kurzen Sommer wächst ein großer Strauch heran, an dem die köstlichen, saftigen Beeren reifen. Wie die Sorte „Unique Kishmish“ sind auch diese Trauben kernlos. Sie gelten als frühreif. Die Trauben reifen innerhalb von nur 90 Tagen nach Beginn der Vegetationsperiode. Die Ernte erfolgt von Mitte August bis Anfang September. In besonders heißen Sommern reifen die Beeren früher.
Sie müssen nicht unbedingt sofort nach der Reife geerntet werden. Viele Winzer lassen die Trauben bis zum Spätherbst an den Reben, damit die Beeren die Sonne vollständig aufnehmen können. Eine reife Ernte entwickelt eine größere Süße.
Bei sachgemäßer Pflanzung wachsen und entwickeln sich die Setzlinge schnell. Die Pflanze trägt bereits im zweiten Jahr Früchte. Ab dem fünften Jahr sind reiche Ernten möglich. Bei guter Pflege kann ein einzelner Strauch durchschnittlich 150 kg Beeren liefern.
Die Sorte ist frosthart. Mit leichter Abdeckung verträgt sie Temperaturen bis zu -28 °C. In kälteren Wintern benötigt sie eine sorgfältigere Abdeckung. Die Reben gedeihen trotz widriger Witterungsbedingungen gut. Die Trauben bringen auch auf schwierigen Böden in nördlichen Breiten gute Erträge.
Die Rebsorte „Pamyati Dombkovskaya“ gilt als Tafeltraube. Winzer betonen jedoch ihre Vielseitigkeit. Die Früchte schmecken frisch hervorragend. Sie eignen sich zur Herstellung von Marmeladen und Kompotten und passen gut zu Fleischgerichten. Auch zum Trocknen lassen sie sich zu Rosinen verarbeiten. Reife Beeren ergeben zudem einen guten Hauswein.
Beschreibung der Kultur
Die Rebstöcke sind kräftig und robust. In der warmen Jahreszeit können sie bis zu fünf Meter hoch wachsen. Die Rinde ist hellbraun und glatt. Die Blätter sind grün, gesägt, dreifingrig und weisen deutlich hervortretende Adern auf. Sie haben lange Blattstiele und sind auf der Unterseite leicht behaart, ähnlich einem Spinnennetz.
Die Blüten sind zwittrig und zart. Die Pflanze benötigt keine zusätzliche Bestäubung. Die Früchte sind groß, rund und blauschwarz. Ihre Oberfläche ist mit einer dünnen Schicht weißlichen Wachses überzogen. Die Beeren schmecken süß-säuerlich. In besonders sonnigen und warmen Sommern kann der Zuckergehalt bis zu 20 % erreichen.
Die Schale der Frucht ist dick und witterungsbeständig. Sie hält Feuchtigkeit gut stand, ohne zu reißen. Das Fruchtfleisch ist lila, fest und knackig. Es ist völlig kernlos, obwohl vereinzelt weiche Stellen vorkommen können.
Die Trauben sind schön, kegelförmig und relativ locker. Wenn beim Rückschnitt drei Trauben stehen gelassen werden, wiegt jede etwa 400–700 g. Trägt jeder Strauch nur eine Traube, kann diese in einem ertragreichen Sommer bis zu einem Kilogramm wiegen.
Vor- und Nachteile der Sorte
Laut Hobbywinzern weist die Rebsorte „Pamyat Dombkovskaya“ praktisch keine Mängel auf. Sie zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Ausdauer;
- Frostbeständigkeit;
- frühe Reife;
- Vielseitigkeit der Anwendung;
- Fruchtbarkeit;
- Resistenz gegen Krankheiten.
Der einzige Nachteil dieser Sorte ist ihre geringe Toleranz gegenüber feuchtem Wetter. Die Pflanze verliert ihre Widerstandsfähigkeit und ist anfällig für Pilzkrankheiten. Sie weist eine schwache Resistenz gegen Mehltau, Grauschimmel und Echten Mehltau auf.
Merkmale der Agrartechnologie der Sorte
Für einen erfolgreichen Weinanbau müssen folgende landwirtschaftliche Maßnahmen durchgeführt werden.
Landung
Da die Rebsorte 'Pamyati Dombkovskaya' sonnenliebend ist, sollte sie an einem Südhang gepflanzt werden. Am besten eignet sich ein Standort im Südosten oder Südwesten des Hauses. So erhält die Pflanze mehr Wärme.
Weinreben bevorzugen Schwarzerde oder lehmige Böden. Ist der Boden nährstoffarm, sollte vor dem Pflanzen organisches Material wie verrotteter Mist oder Kompost eingearbeitet werden. Ist der Boden sauer, muss er durch Kalkung neutralisiert werden.
Achten Sie beim Pflanzen auf den Grundwasserspiegel. Liegt dieser nahe der Humusoberfläche, empfiehlt es sich, ein Drainagesystem zu installieren oder den Baum höher zu pflanzen.
Vor dem Einpflanzen müssen die Setzlinge vorbereitet werden. Zuerst werden sie sortiert, wobei faule und schwache Exemplare aussortiert werden. Die ausgewählten Zweige werden an den Schnittstellen so beschnitten, dass sie grün sind. Anschließend werden sie in Wasser eingeweicht, um das Wurzelsystem zu stärken.
Beim Anzeichnen der Pflanzlöcher ist es wichtig, die Abstände zu beachten. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens 1,5 Meter, zwischen den Reihen 3 Meter betragen. Der Abstand zur Haus- oder Schuppenwand sollte mindestens 40 cm betragen. Der Abstand zu einem Zaun sollte etwa 1 Meter betragen.
Die Pflanzlöcher sollten einen Meter tief ausgehoben werden. Zerkleinerte Ziegel oder Schotter werden auf den Boden gegeben und verdichtet. Anschließend wird eine Schicht aus schwarzer Erde, vermischt mit Sand und Kompost, hinzugefügt. Die vorbereiteten Pflanzlöcher sollten 14 bis 30 Tage ruhen. Erst dann dürfen die Setzlinge eingepflanzt werden.
In die Mitte der Pflanzlöcher werden Heringe gesteckt und mit Draht befestigt. Diese dienen als Stütze für die zukünftigen Sträucher. Die Setzlinge werden daneben gesetzt und mit Erde bedeckt. Beim Pflanzen wird organisches Material hinzugefügt; anschließend werden die Setzlinge großzügig gegossen. Sie werden sorgfältig mit trockenem Gras und Zwiebelschalen abgedeckt.
Trimmen
Für gutes Wachstum und reiche Fruchtbildung muss die Pflanze zurückgeschnitten werden. Der erste Rückschnitt erfolgt Ende August. Dies ist notwendig, damit sich die Pflanze auf den Winter vorbereiten und ausreichend Kraft sammeln kann. Kürzen Sie die Rebe um 20–40 cm und entfernen Sie die oberen Triebe.
Der zweite Rückschnitt erfolgt im Oktober, wenn das Laub vollständig abgefallen ist. Dabei werden die kräftigsten Triebe ausgewählt und die übrigen entfernt. Der Fruchttrieb wird auf zwei Knospen gekürzt, der Reservetrieb auf 7–14 Knospen.
Behandeln Sie die Rebe nach dem Rückschnitt mit einer Kupfersulfatlösung. Im Frühjahr, nach dem Überwintern, entfernen Sie abgestorbene Zweige. Ein vollständiger Rückschnitt im Frühjahr ist nicht empfehlenswert, da sonst Saft aus den Schnittstellen austritt und die Rebe austrocknet.
Kneifen und Ausdünnen
Während der Strauch wächst, bilden sich leere Seitentriebe. Diese tragen keine Trauben. Mit zunehmendem Wachstum entziehen sie jedoch der fruchttragenden Rebe Nährstoffe. Daher müssen die Seitentriebe im Frühjahr vollständig entfernt werden.
Die Seitentriebentfernung erfolgt im Frühjahr, Sommer und Herbst. Dabei wird die gesamte Pflanze gleichzeitig untersucht. Schwache und beschädigte Triebe werden entfernt.
Außerdem müssen die grünen Triebe an den Reben ausgedünnt werden. Die Blätter um die Trauben herum werden vollständig entfernt, damit die reifenden Früchte mehr Sonne erhalten. Wird das Laub nicht ausgedünnt, neigen die Trauben zu erbsenförmigem Wuchs.
Auch die Qualität der Beeren leidet. Da sie im Schatten reifen, verlieren sie ihre Süße. Der Geschmack wird säuerlich mit einer leichten Bitternote.
Bewässerung und Düngung
Im zeitigen Frühjahr und vor der Fruchtbildung sollten die Wurzeln mit organischen und mineralischen Düngemitteln versorgt werden. Vor und nach der Blüte empfiehlt sich eine Blattdüngung mit stickstoffhaltigen Düngemitteln.
Sobald sich Früchte gebildet haben, empfiehlt sich eine Blattdüngung mit Bor und Zink. Die letzte Düngung sollte im Herbst, kurz vor der Ernte, erfolgen. Häufigeres Düngen ist nicht ratsam, da die Pflanze dann rasch an Laub zulegt.
Es wird empfohlen, die Pflanze nur selten zu gießen. Die erste Bewässerung sollte im zeitigen Frühjahr erfolgen. Während der Blütezeit im Juni kann die Bewässerung wieder aufgenommen werden. Weintrauben sollten maximal einmal wöchentlich gegossen werden. Es empfiehlt sich, sauberes, sonnenwarmes Wasser zu verwenden. Sobald die Trauben beginnen, Farbe anzunehmen, sollte die Bewässerung eingestellt werden.
Spritzen gegen Krankheiten und Schädlinge
Die Sorte 'Pamyat Dombkovskaya' ist anfällig für Grauschimmel, Mehltau und Echten Mehltau. Besonders geschwächt ist die Pflanze bei feuchtem, regnerischem Wetter. Daher sollte sie während der gesamten Saison vorbeugend gespritzt werden.
Dieses Verfahren wird mit Tankmischungen durchgeführt: Mehrere Substanzen werden in einem einzigen Behälter vermischt. Diese Methode beseitigt nicht nur Pilzsporen, sondern tötet auch Schadinsekten ab. Die Mischungen eignen sich zudem gut als Blattdünger für die Kulturpflanzen.
Das Besprühen erfolgt nach Sonnenuntergang, um zu verhindern, dass die nassen Blätter durch die Sonnenstrahlen versengen. Achten Sie beim Anmischen der Pflanzenschutzmittel auf deren Verträglichkeit. Anfänger im Weinbau müssen viel Zeit und Mühe investieren, um diese Methode zu beherrschen.
Eine einmalige Bewässerung mit Mischungen reicht nicht aus, um Krankheiten vorzubeugen. Die Spritzung mit Mischungen sollte nach folgendem Schema erfolgen:
- Im frühen Frühling nach dem Beschneiden der Sträucher.
- Vor der Blüte.
- Wenn der Eierstock erscheint.
- Bevor die Weinrebe abgedeckt wird.
Vorbereitung auf den Winter
In den südlichen Regionen wird die Rebsorte „Pamyati Dombkovskaya“ nicht abgedeckt. Die Reben werden geerntet, gebogen und auf den Boden gelegt. Im strengen Winter des Nordens müssen die Trauben sorgfältig abgedeckt werden.
Fichtenzweige werden auf den Boden gelegt, darauf ein gebogener Weinstock. Weitere Fichtenzweige werden darübergelegt. Die Enden bleiben bis zum ersten Frost unbedeckt. Die Oberseite wird mit Vlies abgedeckt, um den Weinstock vor Feuchtigkeit zu schützen.
Wenn die Außentemperatur auf -5 °C sinkt, wird der Überwinterungsschutz mit Erde bedeckt. In manchen Gegenden dient die Schneedecke als Abdeckung. Bei viel Schnee wird die Wärme gut gespeichert. Die Reben gedeihen in dieser Art der Überwinterung prächtig.
Rezensionen von Hobbywinzern
Inessa, 38 Jahre alt
Ich habe die Sorte „In Erinnerung an Dombkowskaja“ nun schon seit sechs Jahren in meinem Garten. Die Sträucher trugen bereits im zweiten Jahr nach dem Pflanzen Früchte. Diesen Winter habe ich sie nicht abgedeckt, da ich befürchtete, sie würden erfrieren. Sie haben sich jedoch als robust erwiesen. Der Ertrag war diesen Sommer allerdings gering. Mir schmecken die Trauben sehr gut. Der einzige Nachteil ist ihre Anfälligkeit für Mehltau. Ich muss sie mehrmals pro Saison behandeln.
Wladimir, 47 Jahre alt
Die Trauben auf meinem Grundstück reifen in der zweiten Augusthälfte. Die Trauben sind groß – jede wiegt ein Kilogramm. Ich liebe den Geschmack der Beeren und die Tatsache, dass sie kernlos sind. Der größte Teil der Ernte wird zu Wein verarbeitet.
Nikita, 51 Jahre alt
Die Sträucher sind zehn Jahre alt. Sie wachsen im Sommer schnell. Die Ranken sind kräftig. Ich kümmere mich kaum darum, und die Pflanzen werden nicht krank. Manche sagen, die Beeren seien sauer, aber das stimmt nicht. Meine reifen sehr süß. Der einzige Nachteil ist, dass sie etwas klein sind. Die Trauben sitzen zu dicht.
Arseniy, 13 Jahre alt
Eine hervorragende Sorte. Wüchsig und ertragreich. Die Beeren reifen süß-säuerlich, trotz des kurzen, kalten Sommers. Ich schneide sie stark zurück und ernte im September. Obwohl die Pflanze als relativ geschützt gilt, sorge ich für zuverlässigen Schutz. Unsere Winter sind streng, manchmal sinken die Temperaturen auf -40 Grad Celsius. Ich habe nicht vor, den Weinanbau aufzugeben. Diese Sorte ist die beste, die in unserer Region angebaut wird.
Die Rebsorte „Pamyat Dombkovskaya“ ist bei Hobbywinzern in Nordrussland sehr beliebt. Sie gedeiht im kalten, unwirtlichen Klima und trägt reichlich Früchte. Angebaut wird sie wegen ihrer angenehm süß-säuerlichen Beeren, aus denen köstliche Konfitüren und ein hervorragender Wein hergestellt werden.

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