Besonderheiten der Tulpentriebe im Winter

Tulpen

Tulpen sind derzeit sehr beliebt. Viele Hobbygärtner ziehen sie erfolgreich in Innenräumen, nicht nur im Frühling, beispielsweise zum Weltfrauentag. Durch das Vortreiben im Winter kann man sich fast jederzeit an frischen Blüten erfreuen. Für ein optimales Ergebnis sind der richtige Pflanzzeitpunkt und die Wahl der passenden Sorte entscheidend. Tulpen und schaffen besondere Bedingungen für das Erwachen der Zwiebeln zu einer für sie unnatürlichen Zeit.

Pflanztermine

Bei der Bestimmung des optimalen Zeitpunkts für die Vortriebsphase werden die biologischen Eigenschaften der Blume berücksichtigt. Vor dem Pflanzen muss die Zwiebel die Anlagen aller notwendigen Organe entwickeln. Dies erfordert eine ausreichende Nährstoffversorgung. Für die Vortriebsphase werden große, unbeschädigte Zwiebeln ausgewählt. Jede Zwiebel sollte mehr als 25 g wiegen.

Bei der Berechnung des optimalen Pflanzzeitpunkts für die Vortriebsphase werden folgende Hauptperioden des Tulpenlebensraums berücksichtigt:

  1. Das Pflanzen und Bewurzeln der Blumenzwiebeln dauert je nach Sorte 16 bis 22 Wochen. Während dieser Zeit wird das Pflanzgut bei einer Temperatur von 5 °C bis 8 °C in einem kühlen, dunklen Raum gelagert.
  2. Es dauert 3 bis 4 Wochen, bis sich Knospen bilden. Während dieser Zeit werden die gekeimten Pflanzen bei einer Temperatur von 12 °C bis 15 °C in einem Raum mit mäßiger Beleuchtung gehalten.

Durch Addition der Dauer dieser Zeiträume für jede Tulpensorte wird die genaue Dauer der Vortriebsphase ermittelt. Anschließend wird die verbleibende Zeit ab dem gewünschten Datum gezählt, um den Zeitpunkt für die Aussaat der Sämlinge zur Keimung festzulegen.

Vorbereitung der Blumenzwiebeln

Für den Hausanbau werden Zwergsorten ausgewählt. Das Pflanzgut wird im Handel erworben und ist dort bereits für die Vortriebsphase vorbereitet. Selbst gezogene Zwiebeln werden bis zum Vortrieb unter besonderen Bedingungen gelagert. Nach dem Ausgraben verbleiben sie einen Monat lang bei 25 °C. Im August wird die Temperatur auf 22 °C gesenkt. Im September wird das Pflanzgut in einen Raum mit 17 °C gestellt.

Wichtig!
Exotische Hybridsorten mit ungewöhnlichen Blütenblattfarben eignen sich nicht für die Wintertreiberei. Sie wurzeln schlecht und sind anfällig für Fäulnis.

Die ausgewählten Zwiebeln werden geschält. Beschädigte, eingeschnittene oder verdächtige Zwiebeln werden nicht zum Pflanzen verwendet. Anschließend werden sie eine halbe Stunde lang in einer rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung eingeweicht, um sie zu desinfizieren.

Anpflanzen und Wachsen

Die Zwiebeln werden in eine Erde gepflanzt, die aus folgenden Komponenten gemischt ist:

  • 2 Teile Gartenerde;
  • 1 Teil Kompost;
  • 1 Teil Flusssand.

Geben Sie etwas Holzasche als organischen Dünger zur vorbereiteten Erdmischung. Pflanzen Sie drei Tulpen in 11 cm große Blumentöpfe. Der Topfboden sollte Abzugslöcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Lassen Sie 5 bis 10 mm Abstand zwischen den Zwiebeln und dem Topfrand. Pflanzen Sie die Tulpen nicht zu tief, um die Keimung nicht zu verzögern.

Nach dem Einpflanzen wird die Erde mit einer Calciumnitratlösung (10 Liter Wasser, 20 Gramm Lösung) gegossen. Falls sich der Erdspiegel senkt, wird Erde nachgefüllt. Die Töpfe werden zum Bewurzeln und Keimen in einen kühlen Raum gestellt. Regelmäßig gießen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 80 % liegen. Sobald die Triebe zu wachsen beginnen, wird die Temperatur um weitere 2–3 °C gesenkt.

Fünfundvierzig Tage vor dem erwarteten Austriebstermin werden die Tulpentöpfe in einen wärmeren Raum gestellt, in dem die Temperatur nicht unter 15 °C fällt. Nach der Temperaturänderung sollte die Beleuchtung in den ersten Tagen gedämpft bleiben. Pflanzen, die noch nicht die gewünschte Höhe erreicht haben, werden mit dickem Papier oder Pappkappen abgedeckt. Nach einer Woche wird die Lufttemperatur auf 18 °C erhöht. Um übermäßiges Längenwachstum der Stängel zu verhindern, wird zusätzliches Licht benötigt. Dazu werden morgens und abends für 5–6 Stunden Leuchtstoffröhren eingeschaltet.

Tulpen

Nach der Blüte werden die verblühten Knospen entfernt, Laub und Stängel bleiben jedoch erhalten. Die Pflege erfolgt drei Wochen lang wie zuvor, inklusive Bewässerung. Anschließend werden die Zwiebeln ausgegraben und 15 Tage lang bei 24 °C getrocknet. Danach wird die Temperatur auf 20 °C gesenkt und die Zwiebeln verbleiben dort weitere 30 Tage. Anschließend wird das Pflanzgut bis zum Auspflanzen im Freien bei 15 °C gelagert.

Viele Gärtner bringen Tulpen im Winter zum Blühen. Mit der richtigen Technik können die Knospen zu jedem Zeitpunkt erscheinen. Dies gelingt durch die Schaffung geeigneter Bedingungen für die Pflanzen, also durch die Einhaltung der richtigen Temperatur- und Lichtverhältnisse. Bei richtiger Pflege erhalten Sie so jederzeit einen prächtigen Tulpenstrauß.

Tulpen vortreiben
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