Der Granatapfel ist ein sommergrüner Obststrauch oder -baum aus der Familie der Granatapfelgewächse. Gärtner berichten, dass er in wärmeren Regionen Russlands unter der südlichen Sonne besonders gut gedeiht. In Zentralrussland hingegen gestaltet sich der Anbau von Granatäpfeln im Freien schwierig: Pflanzung und Pflege erfordern viel Aufmerksamkeit. Die Einhaltung geeigneter Anbaumethoden ermöglicht eine reiche Ernte großer, saftiger Früchte, die in der Fachliteratur als „Granaten“ bezeichnet werden.
Merkmale des Granatapfels und die Feinheiten seines Anbaus
Diese mehrjährige Pflanze ist auch als Granatapfel oder Granatapfelbaum bekannt. Sie bevorzugt Wärme und Licht. In freier Natur reifen die Früchte bis in den Spätherbst hinein und sind orange oder rotbraun. Ausgehend von der typischen Art haben Züchter zahlreiche Granatapfelsorten und -hybriden entwickelt. Diese sind winterhärter und reifen früher. Doch selbst diese Verbesserungen haben den Granatapfelanbau in der Moskauer Region und Zentralrussland nicht vereinfacht.
Die Krone dieser exotischen Pflanze besteht aus dünnen, anmutigen, dornenbesetzten Trieben. Zur Blütezeit erscheinen weiße oder rosafarbene Blütenstände. Die Pflanze verträgt Trockenheit und kurzzeitigen Frost problemlos. Temperaturen bis zu -17 °C können jedoch zum Erfrieren der oberirdischen Pflanzenteile führen. Halten diese Temperaturen mehrere Tage an oder sinkt das Thermometer unter -18 °C, ist die Pflanze stark gefährdet. Die Wurzeln erfrieren. Da Granatäpfel nur eine geringe Winterhärte besitzen, sind Temperaturen zwischen -10 und -15 °C für sie optimal.
Insgesamt ist die Pflanze anspruchslos. Unter naturnahen Bedingungen entwickelt sie sich schnell und reagiert nicht stark auf die Bodenbeschaffenheit, kurzfristige Trockenheit oder leichte Staunässe. Für einen gesunden und fruchttragenden Granatapfelbaum ist die Wahl des richtigen Standorts mit gut durchlässigem, neutralem Boden entscheidend. Es gibt jedoch zwei Grundregeln für den Anbau von Granatäpfeln im Freien: viel Licht und Wärme. Bei Lichtmangel, in kurzen, kühlen Sommern, stagniert das Wachstum, und ein plötzlicher Temperatursturz führt zum Absterben der Pflanze.
Reproduktionsmethoden
Granatäpfel im eigenen Garten anzubauen, bedeutet mehr als nur Pflanzmaterial im Gartencenter zu kaufen. Es gibt verschiedene Vermehrungsmethoden. Wildbäume werden generativ und vegetativ vermehrt. Kultivare hingegen werden ausschließlich vegetativ vermehrt, wodurch ihre charakteristischen Eigenschaften erhalten bleiben. Jede Methode hat ihre spezifischen Merkmale.
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Vom Knochen
Um in drei Jahren eine kräftige Pflanze mit gutem Ertragspotenzial zu erhalten, wählen Sie eine große, vollreife Frucht aus. Gehen Sie dann wie geplant vor:
- Die aus den Granatäpfeln gewonnenen Samen werden gründlich gereinigt und für 10 Stunden in eine vorbereitete Lösung mit einem Wachstumsstimulator gegeben.
- In diesem Moment wird die flache Box mit losem Substrat gefüllt.
- Die Körner werden auf der Oberfläche verteilt, leicht angedrückt und mit einer 1,5 cm dicken Erdschicht bedeckt.
- Über den Pflanzen wird mithilfe von Folie oder Glas ein Gewächshaus errichtet.
- Das Abdeckmaterial wird systematisch zur Belüftung und Befeuchtung entfernt.
- Sobald die Keimlinge erscheinen, wird das Glas (die Folie) entfernt.
- Wenn die Sämlinge eine Höhe von 3-5 cm erreicht haben, werden sie pikiert.
- Nach drei Monaten wird das Verfahren wiederholt, sodass nur kräftige, gut entwickelte Exemplare übrig bleiben.
Stecklinge
Eine beliebte Technik. Ihre Beliebtheit verdankt sie nicht nur ihrer einfachen Anwendung, sondern auch ihrer hohen Effektivität. Anwendung:
- Im frühen Frühling werden Stecklinge genommen – man verwendet zweijährige Triebe, von denen das mittlere Stück, 15–20 cm lang, mit 2–3 Knospen herausgeschnitten wird.
- Um die Wurzelbildung zu beschleunigen, legen Sie das Pflanzmaterial für 2-4 Stunden in einen Wachstumsstimulator.
- Die vorbereiteten Stecklinge werden 10 cm tief in durchlässigen, fruchtbaren und vorgewärmten Boden gepflanzt.
- Die Pflanzen werden mit aufgeschnittenen Flaschen bedeckt, wodurch Gewächshausbedingungen geschaffen werden.
- Nach 3-4 Monaten, bei regelmäßiger Belüftung und Bewässerung, wurzeln die Pflanzen – die Granatapfelsetzlinge können dann in größere Töpfe umgepflanzt werden.
- Die Kultur wird bis zum späten Frühjahr im Haus gehalten.
- Sobald sich der Boden erwärmt hat und keine Gefahr mehr von wiederkehrendem Frost besteht, werden Granatäpfel im Garten gepflanzt.
Schichtung
Diese Methode eignet sich, wenn am Standort bereits eine ausgewachsene Granatapfelpflanze steht, die sich zu einem Busch entwickelt hat. Im Frühjahr, wenn sich der Boden erwärmt hat, wird in der Nähe eines geeigneten Triebs aus der unteren Bodenschicht ein Graben ausgehoben, in den der abgeschnittene Trieb gesetzt wird. Er wird mit Klammern fixiert und mit Erde bedeckt. Während der gesamten Saison wird der Steckling wie die ausgewachsene Pflanze gepflegt. Bei richtiger Pflege kann der bewurzelte Granatapfeltrieb bereits im Folgejahr an seinen endgültigen Standort gepflanzt werden.
Durch Impfung
Erfahrene Gärtner greifen auf eine komplexere Vermehrungsmethode zurück, die bei korrekter Durchführung einen hundertprozentigen Erfolg garantiert. Es gibt verschiedene Veredelungsarten: Spaltveredelung, Unterrindenveredelung und Okulation. Die ersten beiden Methoden eignen sich für das zeitige Frühjahr, während die Okulation nur im Herbst durchgeführt wird. Dabei wird ein 15 cm langer Steckling einer jungen Pflanze zugeschnitten und von Norden her in den Baum gesteckt. Der Granatapfel blüht bereits nach drei Jahren und bestätigt so die erfolgreiche Veredelung.
Anpflanzen einer Ernte
Diese wärmeliebende Pflanze ist anspruchslos hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit und verträgt leichte Staunässe. Das bedeutet jedoch nicht, dass man die Anbaurichtlinien, insbesondere die Richtlinien für den Granatapfelanbau, vernachlässigen kann. Ein wichtiger Punkt ist der genaue Zeitpunkt der Aussaat. Er bestimmt das Überleben der Pflanze und die Geschwindigkeit, mit der sie Früchte trägt.
Fristen
Der Frühling ist die beste Pflanzzeit für Obstbäume im Garten. Optimal ist in der Regel von Ende April bis Anfang Mai. Der wichtigste Faktor ist die Temperatur. Sobald die Lufttemperatur 10–14 °C erreicht hat, kann man mit dem Pflanzen beginnen. Bei dieser Temperatur sind die Tage deutlich länger. Bei unbeständigen Temperaturen ist es ratsam, abzuwarten: Schon leichter Frost, bevor der Granatapfelbaum vollständig angewachsen ist, kann ihn schädigen.
Auswahl eines Standorts und Vorbereitung des Bodens
Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte. Granatäpfel, die Wärme lieben, sollten an einem hellen, windgeschützten Platz gepflanzt werden. Sie gedeihen gut in lehmigen oder sandigen Lehmböden mit guter Drainage. Um eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Wurzeln zu gewährleisten, sollte der Boden locker sein. Der ideale pH-Wert für Granatapfelbäume ist neutral bis leicht sauer.
Das könnte Sie auch interessieren:Bereiten Sie den Boden mindestens einen Monat vor der Pflanzung vor. Jäten Sie die Fläche, lockern Sie sie auf und verteilen Sie vorher gleichmäßig Kompost (5 m³/m³).2Organische Substanz lockert den Boden hervorragend auf und reichert ihn zudem mit wertvollen Makronährstoffen an. Bei alkalischen Böden wird Superphosphat oder Hochmoortorf hinzugefügt. Anschließend wird die Fläche mit einem wasserundurchlässigen Material abgedeckt, um die Entwicklung nützlicher Mikroorganismen zu ermöglichen.
Freilandpflanzungstechnologie
Sobald die Zeit abgelaufen ist, können Sie den Granatapfelbaum pflanzen. So geht's:
- Graben Sie an der vorbereiteten Stelle ein Pflanzloch mit den Maßen 80 x 60 cm, wobei der erste Wert die Tiefe und der zweite der Durchmesser ist.
- In der Mitte ist ein gerader und stabiler Stift angebracht.
- Bringen Sie eine 10 cm dicke Drainageschicht aus Blähton oder Kies an (Sie können auch Ziegelbruch verwenden).
- Ein Hügel entsteht aus einer fruchtbaren Bodenmischung, die aus gleichen Anteilen Gartenerde, Humus und Sand besteht.
- Setzen Sie den Setzling auf den Damm, richten Sie die Wurzeln aus und füllen Sie das Loch mit Substrat.
- Die Pflanze ist angebunden.
- Der Boden im Bereich um den Baumstamm wird leicht verdichtet, um Lufteinschlüsse um die Wurzeln zu vermeiden, die zur Pilzbefall führen können, und anschließend bewässert.
Was tun, wenn es nicht anwächst?
Der Granatapfelbaum hat eine hohe Überlebensrate. Werden alle Pflanzbedingungen erfüllt, wurzelt der Sämling schnell. Sollte die Pflanze nach dem Auspflanzen im Freien welken, überprüfen Sie, ob alle Bedingungen erfüllt sind. Mögliche Ursachen:
- ein stark beschatteter Bereich;
- schlechte Bodenbeschaffenheit;
- saurer Boden;
- windiger Ort.
Wenn ein Gärtner frühzeitig bemerkt, dass eine Pflanze nach dem Einpflanzen nicht anwächst, kann das Problem behoben werden. Bei Nährstoffmängeln wird der Boden um den Baumstamm mit Stickstoff angereichert, was das Wurzel- und oberirdische Wachstum anregt. Zusätzlich werden Phosphor und Kalium zugeführt, die einen normalen Stoffwechsel gewährleisten und die Photosynthese beschleunigen. So werden essentielle Makro- und Mikronährstoffe zu den Pflanzenteilen transportiert, die sie am dringendsten benötigen.
Wie man einen gepflanzten Granatapfel pflegt
Das Anpflanzen eines Granatapfelbaums im Freiland ist wichtig, aber nur der erste Schritt. Der Ertrag hängt auch von der Qualität und Regelmäßigkeit der Pflege ab. Zu den Anbautechniken gehören verschiedene Maßnahmen: Bewässerung, Auflockerung des Bodens, Kronenbildung und Nährstoffanreicherung. Ohne diese Maßnahmen ist eine optimale und schnelle Entwicklung unmöglich. Auch ein umfassendes Pflanzenschutzsystem gegen Schädlinge ist unerlässlich.
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Bodenbehandlung
Um eine gute Belüftung zu gewährleisten, wird der Boden regelmäßig aufgelockert. Diese Bodenbearbeitung erfolgt nur nach der Bewässerung, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Der Boden unter dem Strauch sollte sauber gehalten werden, und aufkommendes Unkraut sollte umgehend entfernt werden. Um das Unkrautwachstum zu verlangsamen und die lockere Bodenstruktur länger zu erhalten, empfiehlt es sich, den Boden um den Stamm mit Mulch abzudecken.
Bewässerung
Da Granatäpfel trockenheitsresistent sind, können sie bei gelegentlichen Regenfällen während der Wachstumsperiode sogar ohne zusätzliches Gießen auskommen. Um jedoch ein kräftigeres Wachstum und eine reichere Fruchtbildung zu fördern, achten Gärtner darauf, dass die Erde um den Stamm herum stets leicht feucht bleibt. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Ein Zeichen dafür, dass erneut abgestandenes, zimmerwarmes Wasser hinzugegeben werden sollte, ist, wenn die oberste Erdschicht bis in eine Tiefe von 1–2 cm ausgetrocknet ist.
Oberflächenbehandlung und Düngemittel
Wurden beim Pflanzen Nährstoffe zugegeben, sollte die Pflanze erst in der folgenden Saison erneut gedüngt werden. Zur Förderung des vegetativen Wachstums eignen sich stickstoffhaltige organische Dünger sowie Düngemittel wie Königskerzenaufguss, Vogelkot, Ammoniumnitrat oder Harnstoff. Vor dem Austrieb werden stickstoffreiche Dünger durch Phosphor-Kalium-Dünger ersetzt. Superphosphat, Nitrophoska und Holzasche haben sich als wirksam erwiesen. Dünger können direkt an die Wurzeln gegeben werden. Alternativ kann er in fester Form um den Stamm verteilt und anschließend bewässert werden, oder als „Nährstoffbewässerung“ eingesetzt werden.
Kronenbildung und -beschneidung
Granatäpfel werden entweder als Bäume oder Sträucher gezogen. Bei der Baumform wird ein niedriger Stamm erzogen, der ab einer Höhe von 75 cm zurückgeschnitten wird. Niedrig wachsende Äste werden entfernt, sodass 4–5 gut entwickelte Zweige als Gerüstäste verbleiben. Granatäpfel werden jährlich aus hygienischen Gründen geschnitten, wobei trockene, abgebrochene und schwache Triebe entfernt werden. Der Neuaustrieb wird im Herbst um ein Drittel gekürzt, um weiteres Wachstum und Verzweigung anzuregen.
Schutz vor Krankheiten und Schädlingen
Diese exotische Pflanze besitzt eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit. Unter ihren Krankheiten tritt nur eine häufig auf: der Triebkrebs. Ausgelöst wird er durch starken Frost. Die Krankheit äußert sich durch Risse in der Rinde und Geschwüre. Entdeckt ein Gärtner dies, entfernt er die befallenen Triebe bis ins gesunde Gewebe und behandelt die Schnittstellen mit einem Fungizid. Zu den Schädlingen, die Granatapfelbäume befallen, zählen Blattläuse und Apfelwickler.
Die Bekämpfung erfolgt mit Insektiziden gemäß den Anweisungen des Herstellers auf der Produktverpackung. Die Behandlung sollte während der Fruchtbildungsphase durchgeführt werden, da die Larven Granatäpfel befallen.
Vorbereitung auf den Winter
Dies ist ein wichtiger Schritt, ohne den es unmöglich ist, eine wärmeliebende Pflanze in der gemäßigten Zone anzubauen. Die vorbereitenden Arbeiten umfassen mehrere Schritte:
- Nach der Ernte werden die Granatäpfel mit einem kupferhaltigen Fungizid besprüht, um eventuell verbliebene Krankheitserreger zu vernichten.
- Vor Einbruch der kalten Jahreszeit werden die unteren Äste nach unten gebogen und an zuvor angebrachten Heringen festgebunden, um zu verhindern, dass sie sich wieder aufrichten.
- Der Baumstammkreis wird mit einer dicken Torfschicht (15-20 cm) bedeckt.
- Bedecken Sie den Granatapfel mit Fichtenzweigen.
Die Abdeckung sollte erst entfernt werden, wenn sich das warme Wetter stabilisiert hat. Solange die Gefahr von wiederkehrendem Frost besteht, sollten insbesondere Jungpflanzen nicht abgedeckt werden. Zwar überstehen etablierte Granatapfelbäume Frost bis zu -15 °C, tragen dann aber keine Früchte. Zudem benötigen sie einen langwierigen Erholungsprozess und daher besonders sorgfältige und kontinuierliche Pflege.
Ernte
Die meisten Sorten tragen ab Frühherbst Früchte. Die Ernte beginnt jedoch erst, wenn die Beeren vollreif sind, also Mitte Oktober. Die charakteristische rotbraune oder gelbrosa Farbe der Früchte zeigt die biologische Reife an. Lassen Sie die Früchte nicht zu lange an den Zweigen, da sie sonst aufplatzen, faulen und abfallen.
Granatäpfel sind lange haltbar. Bei richtiger Lagerung behalten sie über Monate hinweg ihr Aroma und ihre Verkaufsfähigkeit. Der Lagerraum sollte gut belüftet sein und eine kühle Temperatur von 2–3 °C aufweisen. Vermeiden Sie Temperaturen unter 0 °C, da die Beeren sonst schnell faulen. Daher ist die Lagerung auf einem offenen Balkon nicht empfehlenswert.
Besonderheiten des Ackerbaus in verschiedenen Regionen
Die Feinheiten der Granatapfelanbautechniken hängen maßgeblich von den agroklimatischen Bedingungen ab und davon, wie sehr diese denen der natürlichen Lebensräume des Granatapfels ähneln. Aufgrund seiner subtropischen Herkunft gedeiht die Pflanze in warmen Regionen mit milden Wintern, doch in gemäßigten Klimazonen ist die Granatapfelernte mit erheblichem Aufwand verbunden.
Auf der Krim
Die gesamte Halbinsel, insbesondere die Südküste, eignet sich am besten für den Anbau von Granatapfelbäumen. Das Klima ist hier ganzjährig günstig für diese Obstart. Zu den Anbaumethoden gehören regelmäßiges Gießen, Düngen und ein formgebender, gesundheitsfördernder Rückschnitt. Da die Winter mild sind, besteht die Abdeckung der Bäume, die Ende Oktober beginnt, darin, den Stamm mit einer Mulchschicht und Fichtenzweigen zu bedecken.
Krasnodar Region
Der Anbau dieser Pflanze in dieser Zone unterscheidet sich kaum von den Feinheiten des Anbaus auf der Krim. Die Wintertemperaturen liegen im Allgemeinen über dem Gefrierpunkt. Starker Frost ist eher die Ausnahme als die Regel. Neben dem Gießen, Düngen und Schneiden sollte besonderes Augenmerk auf die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit gelegt werden. Dieser zusätzliche Schutz sichert eine stabile Ernte.
Region Moskau
Im gemäßigten Klima der zentralen Regionen des Landes haben Granatäpfel Schwierigkeiten, sich anzusiedeln. Hauptgrund dafür sind anhaltende, strenge Winterfröste von zwei bis drei Wochen Dauer. Sinkt die Lufttemperatur über längere Zeit unter 17 °C, erfriert der Granatapfelbaum. Im schlimmsten Fall kann er sogar absterben – das Wurzelsystem erfriert. Selbst wenn der oberirdische Teil durch Frost geschädigt wird, dauert die Erholung sehr lange, sodass eine Ernte unmöglich ist.
Um diese wärmeliebende Pflanze über den Winter zu schützen, errichten Gärtner ein geeignetes Schutzdach. Sie verwenden dafür schnee- und winddichte Materialien. Das Dach des Schutzdachs wird mit Fichtenzweigen bedeckt. Bei Schneefall bilden diese eine dicke Schutzschicht. Granatäpfel blühen unter solchen Bedingungen jedoch selten. Wenn sie Früchte tragen, sind es nur wenige. Außerdem reifen die Beeren möglicherweise nicht vollständig aus.
Granatapfelanbau in Sibirien
Granatapfelbäume gedeihen im Freien unter rauen Wetterbedingungen nicht. Selbst bei optimalem Schutz überstehen sie Winter mit strengem, anhaltendem Frost und kalten Winden nicht. In Sibirien und im Ural werden Granatapfelbäume daher in Gewächshäusern und Wintergärten kultiviert. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung ist der Anbau sogar in Innenräumen möglich.
Rezensionen zum Pflanzenanbau
Alexander, 38 Jahre alt, Krasnodar:
„Ich baue seit etwa sieben Jahren Granatapfelsträucher an. Bisher hatte ich keinerlei Schwierigkeiten. Trotz der milden Winter decke ich die Pflanzen gründlich ab. Dank dieser Anbaumethode ernte ich nun schon seit drei Jahren eine reiche Menge saftiger, sehr großer Beeren.“
Marina, 43 Jahre alt, Moskau:
„Obwohl der Baum schon seit vier Jahren auf meinem Grundstück wächst, habe ich noch keine Früchte geerntet. Da ich die Isolierung sehr ernst nehme und viele Fichtenzweige verwende, konnte ich ihn im Freien stehen lassen. Ansonsten unterscheidet sich die Pflege des Granatapfelbaums nicht von der Pflege anderer Obstarten.“
Granatapfelbäume können nicht nur auf der Krim oder in der Region Krasnodar im Freien angebaut werden. Diese wärmeliebende Pflanze trägt auch in kühleren Klimazonen Früchte. Allerdings muss der Gärtner von der Pflanzung bis zur jährlichen Wintervorbereitung viel Arbeit leisten.







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