Der Säulenpfirsich ist ein Obstbaum, der sowohl zur Zierde als auch zur Fruchterzeugung genutzt werden kann. Er benötigt nicht viel Platz und eignet sich daher auch für kleine Gärten. Bevor Sie einen Setzling kaufen und einen Säulenpfirsich pflanzen, informieren Sie sich sorgfältig über die Wachstumsbedingungen des Baumes, seine Pflege und den richtigen Schnitt. Das Pflanzen und Pflegen eines Säulenpfirsichs im Herbst und Frühjahr ist einfach, auch für Anfänger.
Allgemeine Merkmale und Sorten
Diese relativ neue Obstbaumsorte gilt als Zwergbaum und erreicht eine Höhe von maximal 2–2,5 m und eine Breite von 70–90 cm. Die Krone ähnelt einem Zylinder oder einer Säule, daher der Name „Pfirsich“. Er ist in jedem Garten ein Blickfang. Pfirsichbäume sind besonders schön während der Blüte und Reifezeit. Das Laub ist satt dunkelgrün. Die Blätter sind oval mit zugespitzten Enden. Die Blütenstände sind klein und rosa. Viele Säulenpfirsichsorten zeichnen sich durch ihre gute Trockenheits- und Frostresistenz aus.
Eine Besonderheit dieser Sorte ist, dass die Zweige direkt aus dem Hauptstamm wachsen; an den Seitentrieben bilden sich keine Ausläufer. Daher sitzen die Früchte nah am Stamm. Jede Frucht wiegt bis zu 250 Gramm. Je nach Sorte und Pflege kann eine einzelne Pflanze 5–7 kg reife Pfirsiche tragen. Folgende Sorten sind in unserem Land beliebt:
- Honig. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 1,5–1,8 m. Reife Pfirsiche sind gelb mit einem rosa Schimmer, leicht behaart und süß. Sie reifen bis Mitte Juli.
- Golden Triumph. Dieser niedrig wachsende Baum erreicht eine Höhe von maximal 1,3–1,5 m. Er ist winterhart und resistent gegen Krankheiten. Die reifen Früchte sind rot, saftig und verströmen ein unverwechselbares Aroma. Eine Pflanze kann bis zu 10 kg Früchte pro Saison tragen.
- Steinberg. Diese Sorte gedeiht auch im Schatten und unter trockenen Bedingungen gut. Der Baum erreicht eine Höhe von 2 m. Die Früchte sind hellorange, süß und saftig und wiegen 100–150 Gramm.
- Die Sorte Totem zeichnet sich durch große Früchte (250–280 g) und einen hohen Wuchs (1,8–2 m) aus. Reife Pfirsiche sind rundlich, leicht abgeflacht und gelb-orange. Die Früchte lassen sich gut kühl lagern und vertragen lange Transportwege.
- Yubiley Stolitsy (Yubiley Stolitsy). Diese frühreifende Sorte kann bereits Anfang Juli geerntet werden. Sie wächst niedrig (1,3–1,4 m) und ist resistent gegen Kälte und Pilzbefall. Die Früchte sind rund, innen und außen gelb und wiegen jeweils 120–200 Gramm.
Sorten wie Kulon, Souvenir und Ring erfreuen sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Sie alle zeichnen sich durch ihre geringe Größe und ihren üppigen Fruchtansatz aus.
Säulenpfirsich: Pflanzung und Erstpflege
Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, das richtige Pflanzgut auszuwählen und den Pflanzvorgang genau zu befolgen. Am besten kauft man eine einjährige Pflanze. Achten Sie beim Kauf auf das Aussehen und den Zustand des Wurzelballens. Das Pflanzgut sollte gesund und kräftig aussehen und keine trockenen oder faulen Wurzeln aufweisen. Da der Preis für einen Sämling recht hoch ist, wäre es schade, einen kranken, nicht lebensfähigen Baum zu kaufen.
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Der Pflanzzeitpunkt für Säulenpfirsiche hängt vom jeweiligen Klima ab. In wärmeren Regionen empfiehlt sich die Pflanzung im Herbst, in kälteren Regionen im frühen Frühling. Junge Bäume benötigen Zeit, um sich an ihrem neuen Standort zu etablieren, gut anzuwurzeln und sich anzupassen. Danach vertragen sie Frost besser.
Ort
Der gewählte Pflanzort bestimmt das weitere Wachstum des Sämlings. Der Standort sollte hell (Halbschatten ist akzeptabel) und zugfrei sein. Säulenpfirsich-Sämlinge gedeihen nicht in dunklen, staunassen Gebieten. Außerdem steigt dort das Risiko von Pilzinfektionen, und Wurzelfäule ist möglich.
Sobald ein Standort ausgewählt ist, müssen vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden. Diese sollten rechtzeitig erfolgen. Bei Herbstpflanzungen sollten sie 30 Tage vor der Pflanzung, bei Frühjahrspflanzungen im Herbst durchgeführt werden. Entfernen Sie jegliches Gras von der Fläche und lockern Sie den Boden auf. Geben Sie dabei Humus oder verrotteten Kuhmist hinzu.
Pflanzdiagramm
Die Größe des Pflanzlochs richtet sich nach der Größe des Wurzelballens. In der Regel ist ein Loch von 60–70 cm Tiefe und 50–60 cm Durchmesser ausreichend. Pflanzvorgang:
- Um Wasseransammlungen zu vermeiden, sollte der Boden des Lochs mit einer 10–12 cm dicken Schicht Drainagematerial bedeckt werden. Schotter, Ziegelbruch, Küstenkiesel usw. eignen sich hierfür.
- Bedecken Sie die Drainage mit einer etwa 10 cm dicken Schicht schwarzer Erde.
- Stecken Sie einen Pflock zum Festbinden in das Loch.
- Die Wurzeln des Sämlings ausbreiten und ihn senkrecht in das Pflanzloch setzen. Mit Erde bedecken, leicht andrücken und mit weiterer Erde bedecken. Diesen Vorgang wiederholen, bis das Pflanzloch vollständig gefüllt ist.
- Binden Sie den Sämling an die Stütze.
- Gießen Sie mit warmem Wasser (10-15 Liter pro Sämling).
Nach dem Einpflanzen kann die Erde über dem Wurzelbereich mit Sägemehl, altem Laub oder Kiefernnadeln abgedeckt werden. Dies schützt den Sämling vor Austrocknung, Kälte, Hitze und Wind und trägt außerdem dazu bei, die Nährstoffe im Boden zu erhalten.
Gesunde Sämlinge etablieren sich problemlos an einem neuen Standort. Man muss sie lediglich richtig pflegen.
Nachsorgeregeln
Die Pflege von Säulenpfirsichbäumen ist einfach. Zur Grundpflege gehören Düngen, Unkrautjäten, Gießen und Krankheitsvorbeugung.
Topdressing
Rechtzeitige Düngung hilft der Pflanze, die kälteren Monate zu überstehen und in den wärmeren Monaten reichlich Früchte zu tragen. Am besten verwendet man natürliche Düngemittel aus natürlichen Inhaltsstoffen anstelle von chemischen.
Im zeitigen Frühjahr, vor dem Austrieb, sollte die Pflanze einmalig mit Harnstoff behandelt werden. Für die Lösung 800 Gramm Harnstoff in zehn Litern warmem Wasser mischen. Während der Blüte, des Fruchtansatzes und der Reifezeit den Baum wöchentlich mit einem Sud aus Klettenblättern, Zitronenmelisse und Zwiebelschalen besprühen. Jeweils 100 Gramm der Zutaten auf fünf Liter Wasser geben. Die Zutaten hinzufügen, aufkochen, die Hitze reduzieren und 20–35 Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen, abseihen, 10 Gramm gemahlenen roten Pfeffer und 100 ml Flüssigwaschmittel hinzufügen und umrühren. Abends oder morgens besprühen. Der Sud nährt die Pflanze, beugt Fäulnis vor und schützt vor Insektenbefall.
Im Herbst kann der Baum mit Vogelkot oder verrottetem Kuhmist gedüngt werden. Dazu gräbt man die Erde um die Pflanze herum aus und gibt den Dünger dabei hinzu.
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Der Boden muss nur in den ersten ein bis zwei Jahren nach dem Pflanzen befeuchtet werden, da er sonst austrocknet. Danach reicht der natürliche Regen zur Bewässerung aus. Gewässert werden sollte nur in besonders trockenen Monaten (etwa alle 14 Tage). Ein Baum benötigt 10–15 Liter warmes Wasser. Nach dem Gießen sollte die Erde um den Pfirsichbaum herum aufgelockert werden, um eine gute Belüftung zu gewährleisten und Sauerstoffmangel im Wurzelbereich zu vermeiden.
Unkraut jäten
Pfirsichbäume benötigen regelmäßiges Jäten. Selbst wenn die Pflanzung mit Mulch abgedeckt wird, ist das Entfernen von Unkraut zwischen den Reihen und das Auflockern des Bodens unerlässlich. Denn Unkraut bietet oft Lebensraum für parasitäre Insekten, die den Baum befallen können. Außerdem entzieht Unkraut dem Boden Nährstoffe und schwächt ihn dadurch aus. Infolgedessen kann der Pfirsichbaum unter einem Mangel an essenziellen Nährstoffen leiden, krank werden und sich schlecht entwickeln.
In kalten Regionen sollten Pfirsichbäume im Winter geschützt werden. Nach dem Laubfall sollte der Pfirsichbaum sorgfältig in Gewächshausfolie oder ein anderes Vliesmaterial eingewickelt werden. Der Boden kann mit Fichtenzweigen, Stroh usw. abgedeckt werden.
Warum ist ein Rückschnitt notwendig und welche Werkzeuge werden benötigt?
Ein Vorteil des Säulenpfirsichs ist, dass seine Krone keiner allmählichen Formgebung bedarf. Regelmäßiger Rückschnitt genügt. Ertrag und Aussehen des Baumes hängen von einem sachgemäßen und rechtzeitigen Schnitt ab.
Für einen qualitativ hochwertigen Baumschnitt sollten Sie folgende Werkzeuge anschaffen:
- Gartenschere;
- Holzsäge;
- Gartenmesser;
- Kalkpinsel.
Um den Baum so wenig wie möglich zu beschädigen, ist es wichtig, die Werkzeuge scharf zu halten. Je schärfer das Messer oder die Gartenschere, desto leichter geht die Arbeit, da die Äste nicht brechen, sondern gleichmäßig und sauber abgeschnitten werden.
Sorten
Das Beschneiden eines Säulenpfirsichbaums kann aus verschiedenen Gründen erfolgen. So beinhaltet der Erhaltungsschnitt das Entfernen abgestorbener, beschädigter oder abgebrochener Äste. Ein Wiederherstellungsschnitt wird nach Frostschäden durchgeführt, und ein Feinschnitt dient dem Auslichten der Äste. Im Allgemeinen wird der Baumschnitt in folgende Arten unterteilt:
- Erziehungsschnitt. Ziel dieses Schnitts ist es, das Wachstum und die Entwicklung des Pfirsichbaums anzuregen. Nach dem Schnitt werden die jungen Zweige kräftiger, was sich positiv auf Ertrag und Geschmack der Früchte auswirkt. Der Erziehungsschnitt sollte beginnen, sobald der Baum zwei Jahre alt ist. Dabei werden die Zweige, beginnend an der Spitze, um etwa 15 cm gekürzt.
- Wiederherstellungsschnitt. Dieser wird nur durchgeführt, wenn der Baum durch Krankheiten oder Frost geschädigt wurde. Er erfolgt im Herbst oder Frühjahr. Der beschädigte Trieb muss vollständig entfernt und die Schnittstelle mit Gartenkalk gestrichen werden.
- Verjüngung. Alte Äste werden entfernt, um den Baum zu verjüngen und die Fruchtbildung zu verlängern. Alle Triebe, die älter als fünf Jahre sind, sollten zurückgeschnitten werden.
- Regelmäßiger Rückschnitt. Dieser kann ganzjährig (außer im Winter) durchgeführt werden, um einen guten Fruchtansatz zu fördern und die Fruchtproduktion zu kontrollieren. Junge Triebe, die 50 cm lang geworden sind oder eine unförmige Gestalt angenommen haben, sollten zurückgeschnitten werden.
Vor dem Beschneiden sollte das Werkzeug nicht nur geschärft, sondern auch desinfiziert werden. Hierfür kann handelsüblicher Reinigungsalkohol verwendet werden.
Jahreszeitengerechter Rückschnitt
Jede Schnittart hat ihren eigenen Zeitrahmen. Wird dieser nicht eingehalten, kann dies negative Auswirkungen auf das Wachstum und den Fruchtansatz haben. In manchen Fällen werden die Triebe vollständig, in anderen nur teilweise abgeschnitten.
- Im Frühjahr können Sie Ende Februar beginnen und den ganzen Frühling über fortfahren. Kürzen Sie in dieser Zeit die Zweige um etwa ein Drittel des jährlichen Gesamtzuwachses. Achten Sie dabei darauf, 2-3 Jahre alte Zweige möglichst zu erhalten, da diese die besten Früchte tragen.
- Sommer. In dieser Zeit sollten Sie abgestorbene, unregelmäßig wachsende und blütenabwerfende Zweige entfernen. Der Rückschnitt kann im Juni und Anfang Juli erfolgen.
- In wärmeren Regionen ist der Herbst die beste Zeit für den Baumschnitt, da der Baum so genügend Zeit hat, sich vor der nächsten Fruchtbildung zu erholen. Der Schnitt sollte nach der Fruchternte Mitte September beginnen und bis Ende Oktober abgeschlossen sein. In Gebieten mit kalten Wintern wird vom Herbstschnitt abgeraten.
- Winter. In dieser Zeit sollte man nicht schneiden. Das kann die Pflanze schädigen und zu ihrem Absterben führen. Allerdings kann man unter Winterschnitt ein Verfahren verstehen, das in südlichen Regionen manchmal Mitte Februar beginnt.
Wenn die Rinde nach der Bearbeitung beschädigt ist, behandeln Sie den Stamm mit einer Lösung aus kristallinem Mangan. Lösen Sie dazu einige Körner in 0,5 Litern warmem Wasser auf; die Farbe sollte dunkelrosa sein.
Nach Jahr
Beim Beschneiden ist das Alter der Pflanze zu berücksichtigen. Bei jungen Pflanzen sollte der Schnitt Wachstum und Entwicklung anregen, bei ausgewachsenen Pflanzen die Fruchtbildung fördern und bei älteren Pflanzen ein zu dichtes Wachstum verhindern. Nach dem Einpflanzen kann der erste Schnitt durchgeführt werden, indem alle Triebe um ein Drittel gekürzt werden. Anschließend ist wie folgt vorzugehen:
- Im ersten Jahr sollte man zunächst das Triebwachstum messen. Ist es schwach und wachsen die Triebe weniger als 30 cm, ist ein Rückschnitt nicht nötig. Bei gutem Wachstum kann man ein Drittel der Triebe kürzen.
- Zweites Jahr. Ähnlich wie das erste Jahr.
- Drittes Jahr. Dies ist die Fruchtzeit, daher ist ein Rückschnitt unerlässlich. Sie können die zu dichte Krone auslichten und beschädigte, schwache oder erfrorene Zweige entfernen. Junge Triebe sollten um ein Drittel gekürzt werden.
Der weitere Schnitt richtet sich nach Alter und Fruchtansatz des Baumes. Junge Bäume können jährlich, ähnlich wie im dritten Jahr, geschnitten werden. Ältere Pfirsichbäume sollten ein- bis zweimal jährlich verjüngt werden. Säulenpfirsichbäume benötigen keine Kronenformung. Bei Bedarf können jedoch die oberen Äste eines ausgewachsenen Baumes in die gewünschte Form geschnitten werden. Vermeiden Sie das Wachstum von Seitentrieben, da diese den Fruchtansatz verringern. Diese Triebe können durch einfaches Auskneifen entfernt werden, sobald sie sich bilden.
Wie Sie Ihren Baum nach dem Beschneiden richtig pflegen und welche Fehler Sie dabei machen können.
Nach dem Rückschnitt benötigt der Baum besondere Pflege. Dies hilft ihm, sich schnell vom Rückschnitt zu erholen und Krankheiten sowie Schädlingsbefall vorzubeugen. Grundlegende Pflegehinweise:
- Kleine Wunden, die nach dem Beschneiden zurückbleiben, sollten mit zerstoßener Holzkohle bestreut und mit Gartenpech behandelt werden.
- Schwere Schäden mit Borsäure behandeln.
- Unmittelbar nach dem Eingriff sollte der Pfirsich großzügig bewässert werden.
Wenn man nicht schneidet, bleiben die Früchte klein und sind nicht süß. Andererseits verlangsamt zu häufiges oder übermäßiges Schneiden die Bildung von Blütenständen und Früchten.
Das könnte Sie auch interessieren:Unachtsamer Baumschnitt führt zu unregelmäßiger Fruchtbildung, dichtem Wuchs und schneller Alterung. Ein falscher Schnittzeitpunkt kann sogar zum Absterben des Baumes führen. Daher ist es unerlässlich, alle Schnittrichtlinien genau zu befolgen.
Die Säulenpfirsichsorte eignet sich gut für kleine Gärten. Wichtig ist, gesunde Setzlinge zu pflanzen und die richtigen Anbaumethoden anzuwenden.

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